Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Geschlossene Heime sind der falsche Weg

Die Diakonie kritisiert die Entscheidung der Sozialbehörde, wieder ein geschlossenes Heim für Jugendliche einzurichten. Die Forschung belegt, dass die geschlossene Unterbringung in den meisten Fällen wirkungslos bleibt. Gabi Brasch, für Jugendhilfe zuständiger Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: "Offene Jugendeinrichtungen haben in der Erziehung langfristig weit größere Erfolge auch in schwierigsten Konstellationen nachzuweisen. Dafür bedarf es Zeit, Geduld und den Mut – auch und vor allem der politisch Verantwortlichen – Krisen gemeinsam durchzustehen. Der Senat möchte anscheinend der Bevölkerung mit dem Modell `geschlossene Unterbringung´ eine Sicherheit vermitteln, die es nicht gibt und die es nie geben wird." Unverständlich ist auch, warum Senator Scheele diese Entscheidung fällt während seine Behörde gleichzeitig mit den Hamburger Trägern der Jugendhilfe Gespräche über alternative Betreuungsformen führt.

Veröffentlicht am 14. November 2013