Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Freiwillige für Flüchtlinge – neue Karte zeigt, wo noch Hilfe gebraucht wird

Lupe Screenshot der neuen Karte mit Initiativen für Flüchtlinge auf www.hamburgasyl.de

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge: In rund 50 Gruppen engagieren sich in Hamburg bereits Ehrenamtliche aus Kirche und Diakonie in lokalen Initiativen zur Unterstützung von Flüchtlingen. Und es werden immer mehr.

Ab sofort bietet eine Karte auf www.hamburgasyl.de einen Überblick: Potentielle Freiwillige können auf der Karte erfahren, wo es in ihrer Nähe eine Initiative gibt, der sie sich anschließen können, und wo welche Hilfe gebraucht wird. Ein Großteil der Initiativen findet sich bereits auf der Karte, und diese wird laufend aktualisiert.
 
„Wir wollen die Flüchtlinge in Hamburg willkommen heißen und freuen uns sehr über das starke ehrenamtliche Engagement“, sagt Hannah Hosseini, Beauftragte der Hamburger Kirchenkreise für das freiwillige Engagement für Flüchtlinge. „Trotzdem werden noch mehr helfende Hände gebraucht. Die Gruppen freuen sich immer über weitere Unterstützung.“

Die Gruppen entstehen meist in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften. Ihre Aktivitäten reichen von Deutschunterricht, Kinderbetreuung und Begleitung bei Behördengängen bis hin zu Sportangeboten und Fahrradwerkstätten. Manche Initiativen vermitteln Patenschaften, wenn Ehrenamtliche ganz gezielt mit einer Person oder einer Familie engeren Kontakt halten und helfen wollen.
 
Die Karte soll auch dazu beitragen, die Arbeit der Gruppen noch besser zu vernetzen. „Es gibt eine große Vielfalt unter den Initiativen“, berichtet Hannah Hosseini. Einerseits gebe es Gruppen, die schon lange in diesem Bereich aktiv sind. Andererseits hätten sich Initiativen kurzfristig vor Ort gebildet, um an neuen Standorten von Flüchtlingsunterkünften die Menschen willkommen zu heißen und ihnen in Bereich zu helfen, die nicht von staatlicher Hilfe abgedeckt sind. Dieser Punkt ist wichtig. Denn, so Hosseini: „Die Arbeit der Freiwilligen ist enorm wertvoll. Aber sie darf keine Ersatzstrukturen für Aufgaben schaffen, für die die Stadt verantwortlich ist.“
 
Hintergrund:
Die Internetseite www.hamburgasyl.de wird betrieben von der Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg, in der sich Einrichtungen und Personen aus Kirche und Diakonie zusammengeschlossen haben. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich praktisch und politisch für Flüchtlinge ein, unterstützt die ehrenamtliche Arbeit in diesem Bereich – beispielsweise mit regelmäßigen Vernetzungstreffen – und qualifiziert die Freiwilligen mit Beratung und Fortbildung.
 
Das Diakonische Werk Hamburg koordiniert die Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit. Zudem bietet die Diakonie Fortbildungen zur Flüchtlingsarbeit für Haupt- und Ehrenamtliche an. Neu ist das von der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit finanzierte Projekt „Flüchtlingslotsen“, das Freiwillige unterstützt und qualifiziert, die Flüchtlinge begleiten – etwa zu Behörden. Die Stiftung hat zudem einen Kunstwettbewerb für in Hamburg lebende Flüchtlinge ausgeschrieben zum Thema „Hamburg und ich / My life in Hamburg“.

Veröffentlicht am 9. Juli 2015