Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Fall Martin N.: Stellungnahme des Diakonischen Werkes Hamburg

Die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort GmbH, Mitglied des Diakonischen Werks Hamburg, hat uns darüber informiert, dass der mutmaßliche Mörder und Sexualstraftäter Martin N. in einer ihrer Einrichtungen beschäftigt war.

In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung teilte sie mit:

Herr Martin N. war bei der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort GmbH von 08.05.2000 bis zum 22.01.2008 beschäftigt. Während seiner gesamten Beschäftigungszeit trat er als ein freundlicher, engagierter und kompetenter Mitarbeiter in Erscheinung. Zu keinem Zeitpunkt gab es für uns Anhaltspunkte oder Hinweise auf Fehlverhalten oder Auffälligkeiten.

Am 10.01.2008 erlangten wir erstmals durch ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Hamburg Kenntnis über Vorwürfe gegen Herrn N. Gegenstand der Mitteilung war ein gegen Herrn N. geführtes und wegen Verjährung eingestelltes "Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und Verschaffens kinderpornographischer Bilder". Dies führte bei uns zur sofortigen Freistellung des Herrn N. und nach der gesetzlich vorgeschriebenen Anhörung der Mitarbeitervertretung zur fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses zum 22.01.2008.

Gabi Brasch, für die Jugendhilfe zuständiges Vorstandsmitglied des Diakonischen Werks Hamburg: „Wir sind sehr erleichtert, dass der Täter endlich gefasst wurde, die Taten haben uns sehr betroffen gemacht."

Zur Frage des weiteren Vorgehens sagt Brasch: „Die Diakonie Hamburg nimmt die Geschehnisse zum Anlass, zusammen mit den Jugendhilfeträgern strukturell zu prüfen: Gibt es – von der Ausbildung der Mitarbeitenden, über die Strukturen der Betreuung bis zu den gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen – weitere Möglichkeiten zur Prävention, um das Risiko für solche Taten zu minimieren."

Veröffentlicht am 18. April 2011