Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Diakonisches Werk Hamburg: Warnstreik im Diakonieklinikum nicht rechtmäßig

Der für morgen angekündigte Warnstreik im Diakonieklinikum Hamburg ist nach Auffassung des Diakonischen Werkes Hamburg nicht rechtmäßig.

“Die Diakonie in Deutschland zahlt flächendeckend Tariflöhne. Das unterscheidet sie von vielen anderen Anbietern der Sozialarbeit. Wir zahlen bewußt nach Tarif und nehmen damit Konkurrenznachteile auf Grund der besseren Bezahlung der Mitarbeitenden in Kauf,” erläutert Stefan Rehm, zuständiger Vorstand des Diakonischen Werkes Hamburg.
Das Diakonieklinikum Hamburg bezahlt nach den bundesweit angewendeten Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die tarifvertragsähnlich sind. Die AVR werden durch paritätisch besetzte Kommissionen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitsgebern ausgehandelt. Gibt es keine Einigung, wird eine Schlichtungskommission angerufen. Ein Streikrecht ist auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Kirchen nicht vorgesehen. In Hamburg gibt es außerdem ebenso wie in Schleswig-Holstein die tarifliche Bezahlung nach dem Kirchlichen Tarifvertrag Diakonie (KTD), der ebenfalls kein Streikrecht vorsieht. Stefan Rehm: “Dies wurde explizit mit den Gewerkschaften – auch mit Ver.di – vereinbart. Dieses Modell der Konfliktregelung hat sich seit vielen Jahren bewährt und den sozialen Frieden gesichert. Wir fordern Ver.di auf, die bestehenden Verträge zu respektieren und die verbindlichen Verhandlungswege einzuhalten.”
Jörg Wessel, Geschäftsführer des Diakonieklinikums Hamburg ergänzt: "Die von Ver.di erwähnten Gehaltsdifferenzen zwischen AVR und KTD sind für einige Mitarbeitende von Vorteil und für andere von Nachteil. Ich appelliere dringend an Ver.di, vor einem illegalen Warnstreik erst einmal ordentliche Gespräche mit uns aufzunehmen."


Steffen Becker
Diakonisches Werk Hamburg
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Veröffentlicht am 1. März 2010