Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Diakoniechef Ahrens: "Zuwanderung aus Osteuropa ist ein Gewinn"

Lupe Landespastor Dirk Ahrens bei seinem Impulsvortrag am Abend der Begegnung

„Zuwanderung aus Osteuropa steigert das Bruttoinlandsprodukt und sorgt für Fachkräfte – Fachkräfte, die in Deutschland, auch in Hamburg, an allen Ecken fehlen“, sagte Landespastor Dirk Ahrens am Dienstag als Gastgeber beim „Abend der Begegnung“ im Audimax der Bucerius Law School. Deshalb sei die Zuwanderung auch volkswirtschaftlich betrachtet ein Gewinn. Das werde unterschlagen, wenn das Thema immer wieder auf das Schlagwort vom Sozialmissbrauch reduziert werde.

Für die Diakonie sei es aber kein Kriterium, ob Menschen wirtschaftlichen Gewinn oder Verlust bedeuteten. „Denn für Gott zählt nicht die Steigerung des Bruttoinlandproduktes. Für ihn zählt die Würde eines jeden und einer jeden Einzelnen. Unabhängig von Herkunft, Qualifikation oder Haushaltslage“, so Ahrens (lesen Sie hier die ganze Rede).

Mit seinem Vortrag gab der Landespastor einen Impuls für die anschließenden Gespräche im Foyer des Audimax‘ der Bucerius Law School. Zuvor hatte ein Kurzfilm des Fotografen Mauricio Bustamante mit Impressionen aus Bulgarien, Rumänien und Hamburg auf das Thema eingestimmt (siehe Video unten). Ganz im Zeichen von Zuwanderung und Vielsprachigkeit moderierten Doinita Grosu und Desislava Manavska von der Tagesaufenthaltsstätte TAS der Diakonie auch auf Bulgarisch und Rumänisch.

Beim Abend der Begegnung, dem jährlichen Empfang der Hamburger Diakonie, trafen rund 350 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft aufeinander. Der Senat war durch Sozialsenator Detlev Scheele vertreten.

Eine Bildergalerie zum Abend der Begegnung finden Sie hier.

Veröffentlicht am 9. September 2014