Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Diakonie zur Wohnungspolitik der Grünen: Stiftung ja, aber keine Quote für Flüchtlinge

Die Hamburger Diakonie hält die von den Grünen vorgeschlagene Gründung einer Stiftung für gemeinwohlorientierten Wohnungsbau für eine sinnvolle Möglichkeit die Wohnungsnot in Hamburg zu bekämpfen. Dirk Hauer, Leiter des Fachbereiches Migration und Existenzsicherung im Diakonischen Werk Hamburg: "Hamburg braucht endlich eine Organisation, die sich ausschließlich darum kümmert, benachteiligten Gruppen auf dem Wohnungsmarkt bezahlbare Wohnungen zu verschaffen. Dies kann eine Stiftung sein, andere Modelle sind ebenfalls denkbar. Entscheidend ist, dass dieses Unternehmen nicht – wie zum Beispiel zur Zeit die SAGA GWG – noch andere Ziele der Politik umsetzen muss, etwa den städtischen Haushalt durch Gewinne zu entlasten.“

Kritisch steht die Diakonie der Idee der Grünen gegenüber, mindestens jede zehnte Sozialwohnung für die Unterbringung von Flüchtlingen zu reservieren. Hauer: „Wir brauchen deutlich mehr Wohnungen für alle Menschen, die in Wohnungsnot sind. Wohnungsneubau allein reicht da nicht, es geht jetzt auch um mehr Neuvermietungen an Benachteiligte. Dazu gehören wohnberechtigte Flüchtlinge genauso wie Wohnungslose aus Hamburg, Frauen aus Frauenhäusern oder Menschen mit Behinderung. Wer vordringlich welche Wohnung bekommt, sollte individuell geprüft und nicht danach entschieden werden, zu welcher Gruppe diese Person gehört.“  

Aus Sicht der Diakonie bleibt der Vorschlag aktuell, künftig jede 2. Neuvermietung des städtischen Trägers SAGA GWG an vordringlich Wohnungssuchende zu vergeben.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Hauer unter 040 / 306 20 –367 gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 3. Februar 2015