Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Das Sozialkaufhaus "Cappello" in Altona schließt Ende des Jahres

Das vom Diakonie-Hilfswerk Hamburg betriebene Sozialkaufhaus "Cappello" wird zum Ende des Jahres 2011 geschlossen. Mit der Schließung von Cappello fällt für bedürftige Menschen in Altona eine günstige Einkaufsmöglichkeit weg.

Pressesprecher Steffen Becker: "Wir bedauern ausdrücklich, das Projekt Cappello nach 10 Jahren erfolgreicher und engagierter Arbeit beenden zu müssen. Die Schließung des Sozialkaufhauses hat mehrere Ursachen: Das Gebäude in der Königstraße 11 muss dringend innen und außen renoviert werden. Der Vermieter kann jedoch keine Nutzungszusage über 2011 hinaus machen, denn es gibt noch immer keine Entscheidung der Stadt über die zukünftige Entwicklung des Quartiers. Für die Diakonie ist es nicht verantwortbar, jetzt zehntausende Euro für Sanierung und Renovierung auszugeben, ohne dass klar ist, wie es ab 2012 weitergeht."

Zum anderen laufen die Verträge der aktuell noch neun sogenannten "Ein-Euro"-Beschäftigten spätestens zum Ende des Jahres aus. Auf Grund der veränderten Arbeitsmarktpolitik des Bundes muss die Diakonie auch in Hamburg damit rechnen, dass dem Projekt Cappello dieses Instrument der Arbeitsmarktpolitik spätestens ab 2012 nicht mehr zur Verfügung steht. Zu den Folgen für die Mitarbeitenden sagt Becker: "Es wird niemand entlassen, die Projektleitung übernimmt andere Aufgaben im Diakonischen Werk Hamburg. Die Freiwilligen, die sich bei Cappello engagiert haben, werden wir unterstützen, andere Formen des Engagements zu finden."

Das Sozialkaufhaus Cappello wurde im Juli 2001 als Nachfolger der Kleiderkammer Nienstedten in der gemeinsamen Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Trinitatis Altona und des Diakonischen Werkes Hamburg gegründet. Im Jahr 2005 wechselte die Trägerschaft innerhalb der Diakonie vom Landesverband zum Diakonie-Hilfswerk Hamburg. Das Sortiment von Cappello konzentriert sich auf Herren-, Damen- und Kinderbekeidung, Bücher und Hausrat. Im Sozialkaufhaus einkaufen dürfen nur Menschen, die bedürftig sind. Die Mitarbeitenden dürfen entsprechende Einkommensnachweise nach dem Sozialgesetzbuch verlangen.
Zumindest jungen Eltern kann die Diakonie auch nach der Schließung von Cappello in Altona eine Alternative anbieten: Den Diakonie-Elternladen in der Königstr. 54.

 

Veröffentlicht am 9. März 2011