Diakonie Hamburg

Pressemeldung

"Brot für die Welt"-Delegation besucht Hamburgs Partnerstadt Dar es Salaam

Mit vielen neuen Impulsen und Ideen für die Partnerschaftsarbeit mit Tansania sind die Teilnehmenden einer Delegationsreise der Hamburger Diakonie zurückgekehrt. Vom 5. bis 11. März besuchte die Gruppe mit Vertretern der Politik und der evangelischen Kirche das ostafrikanische Land. Im Vordergrund der Reise stand die Städtepartnerschaft Hamburgs zu Dar es Salaam und die Gesundheitspolitik. "Ziel der Reise war, mit unseren Partnern vor Ort ins Gespräch zu kommen und die Gestaltungsräume für zukünftiges Engagement der Diakonie auszuloten", sagt Gabi Brasch vom Vorstand und Delegationsleiterin am Mittwoch in Hamburg. Die Bürgerschaftsabgeordnete Katharina Fegebank (GAL) ergänzt: „Wenn wir die Partnerschaft ernst nehmen wollen, müssen beide Seiten auch bereit sein, sie mit Leben zu füllen. Themen gibt es genügend: Verkehr, Stadtplanung, Klima, Bildung, Gesundheit. Aber Partnerschaftsarbeit ist kein Wunschkonzert. Vielmehr müssen wir Menschen finden, die hier wie um die Alster die Begeisterung für die Städtepartnerschaft wecken.“

Über die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" ist die Hamburger Diakonie bereits mit verschiedenen Projekten in Tansania aktiv und eng vernetzt mit diakonischen Einrichtungen und Kirchen vor Ort.

Das Besondere an der Delegationsreise war die Zusammenstellung der Teilnehmenden: Neben Kirchenvertretern waren die beiden Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft Katharina Fegebank (GAL) und Sabine Steppat (SPD) mit unterwegs.

"Uns war wichtig, dass Kirche und Staat gemeinsam auf die Herausforderungen blicken und im gemeinsamen Gespräch Lösungsstrategien entwickeln", so Brasch. Vor allem die 2010 geschlossene Städtepartnerschaft mit Dar es Salaam war hier von Interesse: "Wir werden nun gemeinsam ausloten, wie sich die Hamburger Diakonie zukünftig innerhalb der Städtepartnerschaft engagieren und sie mit Leben füllen kann."

Die beiden Politikerinnen zeigten sich beeindruckt von der entwicklungspolitischen Arbeit der evangelischen Kirche in Tansania, die "Brot für die Welt" seit 50 Jahren begleitet.
"Brot für die Welt" engagiert sich vor allem in den Bereichen Ökologie und Gesundheit: Mit weit über hundert Krankenhäuser und -stationen tragen die diakonischen Einrichtungen entscheidend dazu bei, eine medizinische Grundversorgung zu gewährleisten.

Ein konkretes Beispiel ist die Arbeit von Hebammen, die nach traditionellen Methoden arbeiten und von „Brot für die Welt“ fortgebildet werden. „Ich bin beindruckt von der Solidarität unter den Frauen“, sagt Steppat. Da für die meisten werdenden Mütter die lange Fahrt in das knapp 60 Kilometer entfernte Krankenhaus unmöglich ist, spielen die Hebammen eine wichtige Rolle. Der Ausbau des medizinischen Netzes sieht Steppat dennoch für unverzichtbar: „Es braucht immer auch gut ausgebildete Ärzte vor Ort.“

Veröffentlicht am 15. März 2012