Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Auguste-Viktoria-Stiftung: Diakonie weist Vorwürfe über angeblich "unhaltbare Zustände” im Pflegeheim zurück

Im Rahmen eines Beitrages der ARD-Sendung “Panorama” am 2. September erhob der Journalist Markus Breitscheidel verschiedene Vorwürfe zur Pflegequalität in der Auguste-Viktoria-Stiftung, einer Mitgliedseinrichtung der Diakonie in Hamburg. Stefan Rehm, für Pflege zuständiger Vorstand des Diakonischen Werkes Hamburg, nimmt dazu Stellung: “Die Vorwürfe müssen schnell, umfassend und transparent aufgeklärt werden. Wir haben volles Vertrauen in die Einrichtung, dass sie genau dies tun wird. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand gibt es jedoch keine Hinweise auf einzelne oder strukturelle Pflegemängel, die die Gesundheit der Bewohner gefährden oder die Würde der Bewohner verletzen würden. Das Heim hat bereits im Vorfeld der Berichterstattung mit dem NDR sachbezogen intensiv kooperiert. Die Auguste-Viktoria-Stiftung hat nicht nur bei uns, sondern in ganz Hamburg einen guten Ruf, den sie sich in vielen Jahren erarbeitet hat.”
 

Strukturell ist das Pflegeheim nach Einschätzung der Diakonie Hamburg sehr gut aufgestellt. Das bestätigen auch die externen Prüfungen des MDK (Pflegenote 2,1) und der Hamburger Heimaufsicht. Die Einrichtung arbeitet mit der durch die Richtlinien vorgegebenen bestmöglichen Personalausstattung. Der Einsatz vom Zeitarbeitskräften dient zum Abfangen von Arbeitsspitzen und bei Ausfall durch Urlaub oder Krankheit.
Zur aktuellen Diskussion über die Pflegenoten meint Stefan Rehm: “Positiv bewerten wir den Versuch, für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen Transparenz zu schaffen. Allerdings bieten die Pflegenoten nur einen ersten Anhaltspunkt, da diese den Schwerpunkt auf Dokumentation und Strukturen legen. Zur Beurteilung der Lebensqualität gehört mehr. Wir halten es deshalb für sehr wichtig, dass sich Pflegebedürftige und Angehörige weiterhin persönlich einen Eindruck vor Ort verschaffen.”

Veröffentlicht am 3. September 2010