Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Aktionsbündnis fordert: Wohnungslosigkeit in Hamburg halbieren

Lupe

Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot fordert: Kampf gegen Wohnungslosigkeit muss Schwerpunkt der Politik des neuen Senats werden

In den nächsten fünf Jahren muss die akute Wohnungsnot durch wirksame Maßnahmen endlich halbiert werden. Das fordert das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ vom neuen Hamburger Senat. Zum Ende des Winternotprogramms hat das Bündnis mit einer Protestaktion vor dem Rathaus auf die ansteigende Wohnungslosigkeit aufmerksam gemacht.

Etwa 900 Menschen fanden im Winternotprogramm in der Nacht ein Obdach, diese werden ab 1. April zu den vielen anderen Obdachlosen stoßen, die den ganzen Winter über draußen ausgeharrt hatten. „Schätzungsweise 2.000 Menschen müssen dann in Hamburg schutzlos auf der Straße schlafen, dazu kommen etwa 6.000 Menschen, die in Obdachlosenunterkünften nur notdürftig untergebracht sind und dringend eine Wohnung brauchen“, sagte Bettina Reuter vom Aktionsbündnis. „Die Wohnungslosigkeit steigt weiter, die Stadt muss sofort handeln: Wir brauchen dringend ausreichend Wohnraum und akzeptable Unterbringungsplätze!“, so Bettina Reuter weiter.

Das Aktionsbündnis fordert vor allem den Bau von mehr Sozialwohnungen und Wohnungen für besonders benachteiligte Personengruppen. Die SAGA GWG soll vom neuen Senat konsequent für eine soziale Wohnungspolitik genutzt werden, jede zweite Neuvermietung der SAGA GWG soll an vordringlich wohnungssuchende Haushalte gehen. Weiterhin sollen die Freistellungsgebiete in der Stadt aufgehoben werden, damit freiwerdende öffentlich geförderte Wohnungen wieder dem gesetzlich vorgesehenen Personenkreis zugutekommen.

Das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ ist ein Zusammenschluss von Trägern der Hamburger Wohnungslosenhilfe:
Ambulante Hilfe Hamburg e.V., basis & woge e.V., Bodelschwingh-Haus - Ev.-Luth. Kirchenkreis HH-Ost, Caritasverband für Hamburg e.V., Diakonisches Werk Hamburg, Diakonisches Werk Hamburg-West/ Südholstein, Die Heilsarmee - Jakob-Junker-Haus, Die Mission - Künstlerische Maßnahmen gegen die Kälte e.V., Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V.,  Herz-As gGmbH, Hinz & Kunzt gGmbH, Hude, Integrationshilfen e.V., Jugendhilfe e.V., Kemenate Frauen Wohnen e.V., MW Malteser Werke gGmbH (Malteser Nordlicht), Mook wat e.V., Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hamburg-Altona, Verein für Soziale Hilfe e.V.

Veröffentlicht am 31. März 2015