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Nordkirche unterstützt Einsatz der Diakonie Katastrophenhilfe für Hungernde

Foto: Diakonie Katastrophenhilfe Lupe Foto: Diakonie Katastrophenhilfe

Angesichts der in weiten Teilen Ostafrikas auf Grund einer jahrelangen Dürre drohenden Hungerkatastrophe unterstützt die Nordkirche die Hilfseinsätze der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer Partnerorganisationen vor Ort mit einer Soforthilfe von 20.000 Euro. Zugleich ruft die Nordkirche zu Spenden auf, damit die betroffenen Menschen mit Lebensmitteln, Medikamenten, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser versorgt werden können.

Landesbischof Gerhard Ulrich erklärt dazu: „In einer der ärmsten und trockensten Regionen der Welt sind Millionen Menschen erneut akut von Hunger und Not betroffen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind lebensbedrohlicher Unterernährung ausgesetzt, wenn nicht rechtzeitig geholfen wird.“ Dass solche Dürreperioden immer häufiger auftreten und immer extremer ausfallen, sei auch eine Folge des in den reicheren Regionen der Welt verursachten Klimawandels, so Ulrich. Dieser verschärfe die ohnehin schwierigen Lebensbedingungen in Ländern wie Somalia, Südsudan, Kenia und Äthiopien.

„Die betroffenen Menschen dort brauchen jetzt dringend Nahrungsmittel“, sagt der Landesbischof und fügt hinzu: „Über die unmittelbare Soforthilfe hinaus unterstützen wir die Hilfsmaßnahmen zudem über das Netzwerk unserer zahlreichen Hilfsprojekte und Freiwilligenprogramme in Ostafrika.“ Die Nordkirche sei hier seit Jahren im Einsatz, um die Menschen in ihrer vielfältigen Not zu begleiten. „Wir beten in unseren Gottesdiensten für die bedrohten Menschen und für alle Helferinnen und Helfer. Ich bitte darum, die Arbeit der Hilfskräfte gerade jetzt mit Spenden zu unterstützen“, so Ulrich.

Hintergrund:
Im Südsudan wurde offiziell eine Hungersnot für einen Teil des Landes ausgerufen. Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt in mehreren Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind auch der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern.

"Die Situation ist sehr ernst, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch, die sehr fragile politische Situation weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören", sagt der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler. Die Diakonie Katastrophenhilfe sei mit ihren lokalen Partnerorganisationen vor Ort, auch um Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich sei. "Dennoch sind die Menschen in Ostafrika auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern", so Keßler.

Mehr Informationen: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/ 

Pastor Stefan Döbler, Pressesprecher der Nordkirche, Tel.: 0385-20223112, Mobil: 0175-1865130, E-Mail: stefan.doebler@presse.nordkirche.de
Anne Dreyer, Leiterin Stabsreferat Medien, Diakonie Katastrophenhilfe, Tel.: 030-652114420, Mobil: 0152-22701904, E-Mail: anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.de

Veröffentlicht am 28. Februar 2017



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