Diakonie Hamburg

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Integration von Geflüchteten: Diakonie fördert Austausch auf europäischer Ebene

Lupe Hamburg empfing Gäste aus Rumänien zum Austausch, die am Hilfesystem für geflüchtete Menschen in Hamburg interessiert waren.

Am 27. und 28. September empfing die Diakonie Hamburg Vertreterinnen und Vertreter aus der staatlichen Verwaltung sowie aus Nichtregierungsorganisationen Rumäniens, die im Bereich Wohnen, soziale Hilfen und Arbeitsmarktintegration aktiv sind. Der Besuch ging auf die Initiative von Partnerorganisationen in Rumänien zurück, die auf der Suche nach Good Practice Beispielen für die Flüchtlingsarbeit in Rumänien sind. Dort wurde 2015/2016 die Bereitschaft Deutschlands, Flüchtlinge auch in großer Zahl aufzunehmen, sehr positiv aufgenommen.

Anhand von Vorträgen durch Mitarbeitende von Wohlfahrtsverbänden wie auch der Behörde bekam die Delegation innerhalb der zwei Tage einen Einblick in das Hamburger Hilfesystem für geflüchtete Menschen: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es, wie ist die (Erst-) Aufnahme organisiert, wie verläuft die Integration in den Arbeitsmarkt. Welche Rolle ehrenamtliches Engagement und Angebote von Nichtregierungsorganisationen in diesem Prozess spielen wurde ebenso diskutiert wie die Möglichkeiten und Grenzen dieser Unterstützung. Ein Austausch mit Kollegen aus den verschiedenen Angeboten der Diakonie Hamburg hat die Informationen noch vertieft.

Gerade die konkreten Beispiele waren für die Teilnehmenden spannend. So beschrieb eine der Besucherinnen ihre Eindrücke so: „Beeindruckend war auch die Zusammenarbeit zwischen staatlicher Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren: Die Art und Weise wie mit den Konflikten um den Bau von Unterkünften umgangen wurde – das starke Engagement von Ehrenamtlichen, die Beteiligungsstrukturen, die geschaffen wurden, um die Bevölkerung 'mitzunehmen', waren Themen, die ich für meine Arbeit mitgenommen habe.“

Sangeeta Fager, Fachreferentin für die transnationale Vernetzung des Diakonischen Werks Hamburg: „Der Besuch hat gezeigt, wie wichtig Besuche vor Ort sind. Er hat deutlich gemacht, dass es sowohl von Seiten der Behörden wie auch in der Zivilgesellschaft Rumäniens die Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten gibt und dass diese ein großes Interesse an einem Austausch über Strategien und praktischen Beispielen haben. Diesen Prozess zu fördern ist gerade in einer Zeit, in der es schwierig ist, im europäischen Kontext Antworten auf Fragen zum Thema Schutz und Aufnahme für Geflüchtete zu finden, sehr wertvoll.“

Für Rückfragen steht Ihnen Sangeeta Fager, Diakonisches Werk Hamburg, unter  040 30 62 0- 1390 oder fager@diakonie-hamburg.de zur Verfügung.

Veröffentlicht am 9. Oktober 2017