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„Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ protestiert gegen Wohnungsnot und fehlende Unterkünfte für Obdachlose

Foto: Diakonie Hamburg/Nagel Lupe Foto: Diakonie Hamburg/Nagel

Unter dem Motto „Würden Sie hier schlafen“ hat das Hamburger Aktionsbündnis heute auf dem Ida-Ehre-Platz protestiert, da mit dem Ende des Winternotprogramms nach Ostern rund 800 Obdachlose wieder auf der Straße stehen. Das Bündnis forderte die Politik auf, ein spezielles Programm im Wohnungsbau für obdachlose und vordringlich wohnungssuchende Menschen zu schaffen sowie ganzjährig menschenwürdige Unterkünfte für alle obdachlosen Menschen in Hamburg zur Verfügung zu stellen.

Die Pressemitteilung des „Hamburger Aktionsbündnisses gegen Wohnungsnot“:

Unter dem Motto: „Würden Sie hier schlafen wollen“ hat heute das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ auf dem Ida-Ehre-Platz gegen die Politik des Senats gegenüber obdachlosen Menschen protestiert. Mit symbolischen Betten auf offener Straße wurde auf das bevorstehende Ende des Winternotprogramms hingewiesen und eine wirksame Politik gegen Wohnungslosigkeit angemahnt.

Das Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot fordert ausreichend und akzeptable Unterkünfte und eine Wohnungsbaupolitik, die mehr bezahlbare Wohnungen für finanziell benachteiligte Menschen realisiert sowie einen besseren Zugang für wohnungslose Menschen zum Wohnungsbestand.

Bis zu 800 Menschen fanden jede Nacht im Winternotprogramm ein Obdach. Diese werden ab 3. April wieder zu den vielen anderen Wohnungslosen stoßen, die den ganzen Winter über ohne jede Unterkunft draußen ausgeharrt hatten. „Der Kampf gegen Wohnungslosigkeit muss Schwerpunkt der Politik des Senats werden“, sagte Bettina Reuter vom Aktionsbündnis. „Die Stadt baut die falschen Wohnungen, preisgünstiger Wohnraum fehlt, die Wohnungslosigkeit steigt weiter an, deshalb muss der Senat sofort handeln: Wir brauchen dringend ausreichend bezahlbaren Wohnraum und ausreichend Unterbringungsplätze für die Menschen, die in Hamburg auf der Straße leben!“, so Bettina Reuter weiter.

An die Politik richtet sich der dringende Appell, im nächsten Winter, anders als in den beiden letzten Jahren, das Winternotprogramm wieder offen für alle Menschen in Not zu gestalten und einen niedrigschwelligen, anonymen Zugang zu gewährleisten. Denn dies ist rechtlich und humanitär geboten.
Das Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Hamburg.

Kontakt für Rückfragen
Bettina Reuter
Ambulante Hilfe Hamburg e.V.
Telefon: 040 389732 und 0171 11 55 731
bettina.reuter@wohnungslose.de 

Das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ besteht aus Trägern der Wohnungslosenhilfe der freien Wohlfahrtpflege:
Ambulante Hilfe Hamburg e.V., basis & woge e.V., Bodelschwingh-Haus-Ev.-Luth. Kirchenkreis HH-Ost, Caritasverband für Hamburg e.V., Diakonisches Werk Hamburg e.V., Die Heilsarmee-Jakob-Junker-Haus, Die Mission-Künstlerische Maßnahmen gegen die Kälte e.V., Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V., Herz As gGmbH, Hinz & Kunzt gGmbH, Hude, Integrationshilfen e.V., Jugendhilfe e.V., Kemenate Frauen Wohnen e.V., Mook Wat e.V., Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hamburg-Altona, Verein für Soziale Hilfe e.V.

Veröffentlicht am 29. März 2018