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Ganztägige Bildung und Betreuung: Ganztags-Modelle nicht gegeneinander ausspielen

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Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW) Hamburg e. V. warnt angesichts der aktuellen Debatte davor, die Modelle Ganztagsschule (GTS) und Ganztägige Bildung und Betreuung (GBS) gegeneinander auszuspielen.
Gabi Brasch, Vorsitzende des Fachausschusses Jugendhilfe der AGFW: "GTS und GBS gegen einander auszuspielen ist unproduktiv und löst die Fragen, die wir noch haben, nicht. Die Höhe der Mittagessenpauschale, die Raumknappheit oder die angemessene Personalausstattung sind Probleme, die sich generell beim Ganztag stellen und nicht durch das Modell GBS verursacht werden. Die GBS ist keine Mogelpackung."
Den Vorwurf des Ganztagsschulverbandes, die GBS wäre ein Betreuungsmodell ohne pädagogische Qualität und nachhaltige Wirkung weist die AGFW zurück. Gabi Brasch: "Die Träger der Jugendhilfe begreifen sich ausdrücklich als Bildungsinstitutionen mit dem Auftrag der Bildung, Betreuung und Erziehung. Allerdings verstehen wir unter Bildung mehr als ein Schulcurriculum. Das ist jedoch gerade eine Stärke und kein Defizit. Durch die verbindliche Kooperation von Schule und Jugendhilfe im Rahmen der GBS sehen wir die große Chance für die Kinder, schulische und außerschulische Bildung im Ganztag miteinander zu verzahnen.“ Die AGFW fordert alle Beteiligten auf, das konstruktive Gespräch zu suchen und gemeinsam an der Lösung der noch offenen Fragen zu arbeiten.

Veröffentlicht am 23. Januar 2014