Diakonie Hamburg

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Flüchtlinge: Weltoffenheit statt Abschreckung

Lupe

Die Diakonie unterstützt die am 11. Februar 2016 gegründete „Allianz für Weltoffenheit“. Die Allianz fordert eine sachliche, lösungsorientierte Debatte, die menschenfeindlichen Haltungen und rechtsextremen Angriffen entschlossen entgegentritt und sich gleichzeitig einsetzt für eine gelingende Integration. Zugleich mahnt das Bündnis Lösungen an, die keinen ausschließt und auch von Arbeitslosigkeit und Armut betroffene Menschen im Blick behält.

Getragen wird der Aufruf für eine „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ von zehn Verbänden und Organisationen. Mit dabei sind die Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Arbeitgeber, die evangelische und die katholische Kirche, der Zentralrat der Juden, der Koordinationsrat der Muslime, der Olympische Sportbund, der Deutsche Kulturrat und der Naturschutzring (weitere Informationen).

Die Diakonie setzt auf Weltoffenheit statt Abschreckung und kritisiert die Verschärfungen, die mit dem sogenannten Asylpaket II beschlossen worden sind. Die im Gesetzespaket enthaltenen Abschreckungsmaßnahmen könnten nicht zu einer Reduzierung der Zuwanderung führen, solange die Ursachen, allen voran der Krieg in Syrien, fortbestehen. Zwar sei als Ziel des Gesetzesvorhabens die Beschleunigung von Asylverfahren genannt. Doch führten die geplanten Maßnahmen zu mehr Bürokratie bei der Erstaufnahme von Asylsuchenden, erschweren diese und führen so mitnichten zu einer angestrebten Verkürzung und Effektivierung (weitere Informationen).

Veröffentlicht am 22. Februar 2016