Diakonie Hamburg

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FSJ-Teilnehmer qualifizieren sich als anerkannte Betreuungskräfte

Lupe Eine Rose und ein Zertifikat als anerkannte Betreuungskraft erhielten die Teilnehmer des ersten Jahrgang des FSJ 4 CARE.

Am 20. Juni 2014 haben 13 Teilnehmer des „FSJ 4 CARE“ im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres die Zusatzqualifikation zur Betreuungskraft erfolgreich abgeschlossen. Sie waren der erste Jahrgang dieser spezialisierten Form des FSJ, die das Diakonische Werk Hamburg entwickelt hat und organisiert. Nach einer Präsentation zu ausgewählten Themenfeldern aus der Qualifizierung, wie zum Beispiel die Durchführung eines Informationsabends zu Betreuungsangeboten in einer Pflegeeinrichtung, erhielten die elf jungen Frauen und zwei Männer ihre Zertifikate als anerkannte Betreuungskraft.

Ein Jahr lang waren sie in Wohnpflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten tätig. In drei Blockseminaren à fünf Tagen, durchgeführt vom DFA Fortbildungszentrum auf der Anscharhöhe und der Albertinen Akademie, haben sie sich u.a. mit Demenz, Alterstheorien, Musik- und Kunsttherapie, rechtlichen Grundlagen, Ernährung sowie Grundkenntnissen der Pflege beschäftigt. Im vierten Block ging es um Sterben, Tod und Trauer, gerontopsychiatrische Erkrankungen, die Kooperation mit Angehörigen und den Umgang mit Stress.

„Mir hat am FSJ 4 CARE besonders gut der enge Bezug der Seminare zu unserer alltäglichen Arbeit in den Einrichtungen gefallen“, sagt Josephine K. (19). Julia A. (20) bestätigt: „Die Qualifizierung hat mich in meiner beruflichen Laufbahn bestärkt und mir sehr viel Spaß gebracht!“ Tatsächlich beginnen zwei Teilnehmer nach ihrem FSJ mit einer Ausbildung in der Altenpflege.

Im zweiten Jahrgang des „FSJ 4 CARE“ ab August gibt es noch freie Plätze. Informationen und Bewerbungsunterlagen findet man im Internet unter www.freiwillig-diakonie-hamburg.de

Hintergrund:

In stationären Pflegeeinrichtungen können seit 2008 nach § 87 b Abs. 3 SGB XI zusätzliche Betreuungskräfte für die Betreuung von Menschen mit demenziellen Veränderungen und / oder geistigen Behinderungen eingesetzt werden. Sie werden von Pflegefachkräften angeleitet und begleitet. Die zusätzlichen Betreuungskräfte sollen dazu beitragen, die Lebens- und Betreuungsqualität von Menschen in stationären Einrichtungen zu verbessern sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern und mehr Austausch mit anderen Menschen zu ermöglichen. Zu den Aufgaben einer Betreuungskraft gehört es zum Beispiel, Beschäftigungsangebote zu entwickeln und durchzuführen, Alltagsaktivitäten, Spaziergänge und Ausflüge zu begleiten, vorzulesen oder Biografiearbeit zu gestalten.

Inhaltliche Rückfragen beantwortet Johanna Engelbrecht, Tel. 306 20-281 oder 0163/7781738

Veröffentlicht am 20. Juni 2014