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FSJ-Teilnehmende qualifizieren sich als anerkannte Betreuungskräfte

Die Absolventen des FSJ 4 CARE 2016/17 Lupe Die Absolventen des FSJ 4 CARE 2016/17

Im Juni 2017 haben neun Teilnehmende des FSJ 4 CARE ihr Freiwilliges Soziales Jahres (FSJ) mit der Zusatzqualifikation als Betreuungskraft erfolgreich abgeschlossen. Sie sind der vierte Jahrgang dieser spezialisierten Form des FSJ, die das Diakonische Werk Hamburg entwickelt und organisiert hat. Nach einer Präsentation zu ausgewählten Themenfeldern aus der Qualifizierung wie zum Beispiel Beschäftigungsangebote für Menschen mit Demenz oder ein Konzept für eine Faschingsfeier in einer Einrichtung, erhielten die acht jungen Frauen und ein Mann ihre Zertifikate als anerkannte Betreuungskraft.

„Das FSJ 4 CARE ist eine tolle Möglichkeit, das Gelernte aus den Seminaren direkt in der Praxis anzuwenden. So gewinnen nicht nur die Teilnehmenden mehr Sicherheit in ihrer alltäglichen Arbeit, auch die Einsatzstellen profitieren vom wachsenden Wissen der Freiwilligen“, erläutert Projektleiterin Ann-Sophie Maronde das Besondere am FSJ 4 CARE der Diakonie.

Seit einem Jahr sind die Teilnehmenden in der stationären und ambulanten Altenhilfe tätig. In vier Blockseminaren à fünf Tagen, durchgeführt von der Diakonischen Fort- und Weiterbildungsakademie DFA und der Albertinen Akademie, haben sie sich u.a. mit Kunsttherapie, Demenz, Alters- sowie gerontopsychiatrischen Erkrankungen, Grundkenntnissen der Pflege, rechtlichen Grundlagen sowie mit dem Umgang mit Stress, Sterben, Tod und Trauer beschäftigt.

„Das FSJ 4 CARE war super. Ich hatte total viel Spaß und habe durch das Jahr erfahren, was ich später lernen möchte.“, fasst Meryem Aleyna Karpuz ihre Erfahrungen zusammen. Sie beginnt mit zwei weiteren Qualifizierten aus ihrem FSJ-Jahrgang im Sommer eine Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistentin (GPA); eine weitere startet ihre Ausbildung zur Altenpflegerin.

Der nächste FSJ 4 CARE – Kurs beginnt voraussichtlich wieder ab Sommer 2018. Informationen und Bewerbungsunterlagen findet man im Internet unter www.freiwillig-diakonie-hamburg.de

 

Hintergrund: 

In stationären Pflegeeinrichtungen können seit 2008 nach § 87 b Abs. 3 SGB XI zusätzliche Betreuungskräfte für die Betreuung von Menschen mit demenziellen Veränderungen und / oder geistigen Behinderungen eingesetzt werden. Sie werden von Pflegefachkräften angeleitet und begleitet. Die zusätzlichen Betreuungskräfte sollen dazu beitragen, die Lebens- und Betreuungsqualität von Menschen in stationären Einrichtungen zu verbessern sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern und mehr Austausch mit anderen Menschen zu ermöglichen. Zu den Aufgaben einer Betreuungskraft gehört es zum Beispiel, Beschäftigungsangebote zu entwickeln und durchzuführen, Alltagsaktivitäten, Spaziergänge und Ausflüge zu begleiten, vorzulesen oder Biografiearbeit zu gestalten.

Veröffentlicht am 19. Juni 2017



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