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„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“

Lupe Intern Vertriebene im Jemen Foto: Abdullah Gamal Abdullah/Diakonie Katastrophenhilfe

Unter diesem Motto lenkt die gemeinsame Aktion der internationalen Hilfswerke Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe den Blick auf die Situation von Flüchtlingen: Sie warnen eindringlich davor, das Völkerrecht und die Menschenrechte unter dem Vorwand der Corona-Krise zu beschränken.

„Flüchtlinge sowie Binnenvertriebene dürfen während der Pandemie nicht vergessen werden. Ihre Rechte müssen gewahrt werden“, fordern die beiden Hilfswerke auf Bundesebene zum Start der Aktion. Gerade Menschen auf der Flucht seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt und brauchten daher besonderen Schutz, sonst könnten sie zu tragischen Opfern der Pandemie werden.

Ein Beispiel sind Grenzschließungen, die Menschen daran hindern, internationalen Schutz vor Verfolgung und Gewalt in Nachbarländern zu finden. Menschen auf der Flucht sind meist nur provisorisch untergebracht, oft in riesigen Camps, wo der Ausbruch der Seuche katastrophale Folgen hätte. „Gerade hier leben die Menschen dicht zusammengedrängt. Abstandsregeln sind in diesem Kontext vollkommen abwegig“, sagt Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International haben ihre Projekte weltweit mit Corona-Maßnahmen erweitert oder zusätzliche Initiativen gegen die Pandemie ergriffen und sind auf Spenden angewiesen.

www.diakonie-katastrophenhilfe.de/vergessene-katastrophen

 

Veröffentlicht am 20. Juni 2020