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Diakonie fordert anonymisierten Krankenschein für Flüchtlinge

Lupe

Anlässlich der Tagung "Menschen ohne Papiere“ fordern die Diakonischen Werke Hamburg und Schleswig-Holstein die schnelle Einführung eines anonymisierten Krankenscheins oder einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere. Dirk Hauer, Fachbereichsleiter Migration und Existenzsicherung im Diakonischen Werk Hamburg: "Nur durch die Integration in das normale Gesundheitssystem können Flüchtlinge ärztlich angemessen versorgt werden. Auch die Krankenhäuser und Ärzte brauchen Abrechnungssicherheit ohne enormen Bürokratieaufwand.“  

Doris Kratz-Hinrichsen, zuständig für das Thema Zuwanderung im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein: „Generell muss die Politik endlich Wege zur Legalisierung des Aufenthalts von Papierlosen nehmen, damit sie aus der prekären Schattenexistenz herauskommen.“  Modellprojekte in Hannover und Göttingen zeigten, welche Wege praktisch umsetzbar seien. Die Diakonie-Fachtagung "Menschen ohne Papiere: Leben in Hamburg und Schleswig-Holstein“ findet am heutigen Dienstag im Rauhen Haus in Hamburg statt.

 

Veröffentlicht am 17. November 2015