Diakonie Hamburg

Fort- und Weiterbildung

„Schulung zur Anerkennungsberatung von ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüssen in Hamburg“

Gesetzeslage / Grundlagen / Stipendienprogramm der Stadt Hamburg / Praxisübungen

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für Menschen mit den ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüssen oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Ob und unter welchen Umständen jemand seinen Abschluss anerkennen lassen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen wird nicht einfach ein Abschluss als solcher anerkannt – das Verfahren und die Rechtsgrundlage für die Anerkennung hängt immer von dem Ziel ab, das mit der Anerkennung erreicht werden soll. Zum anderen befassen sich je nach Berufsbild unterschiedliche Stellen mit dem Anerkennungsverfahren. In diesem Anerkennungsdschungel können viele Ratsuchende sehr schnell den Überblick verlieren und geben daher oft die Hoffnung auf. Die fehlende Anerkennung der beruflichen oder schulischen Leistung kann unter anderem noch zu anderen Problemen führen: Viele verlieren das Selbstvertrauen und entwickeln eine negative Selbsteinschätzung.

So kann es für diese Personen sehr hilfreich sein, wenn sie auch an ihrer ersten Beratungsstelle eine qualifizierte Erstberatung zur Anerkennung der ausländischen Abschlüsse bekommen können.

Daher bietet das ESF-Projekt „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ (ZAA) eine ganztägige Schulung zur Anerkennungsberatung von ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüssen in Hamburg an.

In dieser Fortbildung gehen die Fachberaterinnen Ludmila Wunder und Silke Feyli auf die Grundlagen der Anerkennungsverfahren und das Stipendienprogramm der Stadt Hamburg ein. Die neue Gesetzeslage, die sich durch das Inkrafttreten der „Anerkennungsgesetze“ des Bundes am 1. April und des Landes am 1. August 2012 ergeben hat, erhält besondere Aufmerksamkeit. Schwerpunkte des Workshops sind Grundlagen für die Anerkennungsberatung sowie hilfreiche Tipps für den Umgang mit der Anerkennungspraxis in Hamburg.

Das Schulungsangebot stützt sich auf die über zweijährige Beratungspraxis der ZAA, in der bereits fast 1900 Migrantinnen und Migranten aus 114 Ländern informiert wurden. Es berücksichtigt außerdem Erkenntnisse aus der Anerkennungsforschung sowie die vielfältigen Analysen und Stellungnahmen, die im Projekt zur Anerkennungsgesetzgebung entwickelt wurden.

In der Schulung werden die Teilnehmer/innen anhand von fachlichen Inputs, Beispielen aus dem Hamburger Alltag und praktischen Übungen für das Thema Anerkennung sensibilisiert und in die Lage versetzt Anerkennungsberatungen eigenständig durchzuführen. Um das Gelernte für den Beratungsalltag nachhaltig zugängig zu machen, werden umfangreiche Materialien während der Schulung eingesetzt und für die TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt. Dazu gehört auch ein Exemplar des neu überarbeiteten Hamburger Leitfadens.

Inhalte:

Die Schulung umfasst eine Einführung in die aktuelle Gesetzeslage und zwei aufeinander aufbauende Themenfelder. Der erste Teil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Anerkennung und Anerkennungsverfahren, sowie das Stipendienprogramm. Weiterhin werden im ersten Teil einige Internetportale und der Hamburger Leitfaden vorgestellt, die während einer Beratung unterstützend hinzugezogen werden können.

Im zweiten Teil der Schulung werden aktiv einige Fallbeispiele aus der Hamburger Beratungspraxis vorgestellt und in Kleingruppen gemeinsam bearbeitet. Die Fachberaterinnen werden anschaulich demonstrieren, wie eine Anerkennungsberatung klassisch ablaufen könnte. Hierbei wird ein Einblick in Antragsformulare und Anerkennungs- bzw. Ablehnungsbescheide der Hamburger zuständigen Behörden gewährt und der Umgang damit erläutert. Es wird genug Raum für abschließende Fragen,  Reflexionen und fachlichen Austausch geben.

Zielgruppe: alle, die in ihrer Beratungspraxis die Menschen bei der Anerkennung der ausländischen Abschlüsse unterstützen wollen. Ungefähr 20 Teilnehmer/innen.

Referentinnen: Silke Feyli und Ludmila Wunder (ZAA, DW Hamburg)

Kosten (ohne Mittagessen): Teilnehmergebühren werden nicht erhoben. Die Kosten für die Veran-staltungen werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Freien und Hansestadt Ham-burg im Rahmen des Projektes „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ getragen. Mittagessen ist u.a. in der Kantine des Altonaer Rathauses möglich.

Teilnahmebedingungen: Ziel dieser Schulung ist es, möglichst viele Einrichtungen aus Hamburg zu erreichen. Daher werden die Plätze bevorzugt an Menschen vergeben, die in Hamburg arbeiten und beraten. Außerdem werden wir bei der Vergabe der Plätze darauf achten, dass möglichst viele unter-schiedliche Einrichtungen, Träger, Verbände etc. berücksichtigt werden. Eine definitive Teilnahme ist daher nur nach schriftlicher Bestätigung möglich.

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Anmeldung und Rückfragen (bis zum 19.10.2012) an:

Rahela Alekozai; Zentrale Anlaufstelle Anerkennung; Tel: 040-30620-396; Fax: 040-6586 2654;
E-Mail: zaa@diakonie-hamburg.de    

Startdatum: Mittwoch, 24. Oktober 2012, 09:00 Uhr
Enddatum: Mittwoch, 24. Oktober 2012, 17:00 Uhr
Dauer/Umfang: 8 Unterrichtseinheiten
Veranstaltungsort:

Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54, 22767 Hamburg, Raum 9


Themengebiet: Fort- und Weiterbildung
Zielgruppen: alle, die in ihrer Beratungspraxis die Menschen bei der Anerkennung der ausländischen Abschlüsse unterstützen wollen
Leitung: Silke Feyli und Ludmila Wunder
Infos zur Veranstaltung (PDF)
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Kontakt: Rahela Alekozai
Kontakt/E-Mail: zaa@diakonie-hamburg.de
Kosten: keine