Diakonie Hamburg

Fort- und Weiterbildung

Prävention und Deeskalation von Bedrohungssituationen in der ambulanten Pflege

Termin 2

Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Handlungsstrategien, um Mitarbeitenden einen sicheren Umgang mit gewaltbereiten oder psychisch auffälligen Klienten bzw. Angehörigen in der Häuslichkeit zu ermöglichen. In der ambulanten Pflege begegnen Mitarbeitende zunehmend Klienten mit Persönlichkeitsstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen sowie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Oft kommen auch Angehörige hinzu, die u.U. ihre Gefühle der Hilflosigkeit und Überforderung auf die jeweilige Pflegekraft projizieren. Dies kann sich in unangemessenen Forderungen, auch in gewalttätigen Übergriffen ausdrücken. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mitarbeitenden allein in einem häuslichen Umfeld sind, auf das sie von vorneherein keinen Einfluss haben. Die Situation wird oft durch fehlende Fluchtmöglichkeiten, räumliche Enge oder angespannte Angehörige verstärkt.

In diesem Seminar werden anhand der häufigsten psychischen Krankheitsbilder und Intoxikationen die Auswirkungen auf das Patientenverhalten vorgestellt. Die Teilnehmenden werden befähigt, eine drohende Eskalation möglichst frühzeitig zu erkennen und zu beenden. Das Erlernen spezieller Gesprächs- und Deeskalationstechniken, die Reflexion der eigenen Rolle und der persönlichen Grenzen, das Lernen am Beispiel konkreter Praxisfälle sowie eine kritischen Auseinandersetzung mit dem Gewaltbegriff sollen bei den Teilnehmenden Sicherheit durch neue Handlungsmöglichkeiten herstellen.

 

Verantwortliche Koordinatorin
Margret Schleede-Gebert
Dipl. Gerontologin

 

Dozentin
Regine Wulf
Trainerin, Fachpflegekraft in der ambulanten Pflege, in der Somatik sowie in der klinischen Psychiatrie mit langjährigen Erfahrungen in psychologischer und physischer Deeskalation