Diakonie Hamburg

Fort- und Weiterbildung

Gewalt in der Pflege erkennen und verhindern - Multiplikatoren-Schulung zur Gewaltprävention in pflegerischen Einrichtungen

Kurs 2 | weiterer Kurs Beginn März 2021

Gewalt fängt nicht an

wenn Kranke getötet werden

Sie fängt an

wenn einer sagt:

„Du bist krank:

Du musst tun was ich sage“

(Auszug aus dem Gedicht „Gewalt“ von Erich Fried)

 

Gewalt kann viele Ursachen und Ausdrucksformen haben. Oft geschieht sie nicht vorsätzlich, sondern aus Unwissenheit, Überforderung, missverstandener Fürsorge, Absicherung oder Anforderungen von außen. Sie geschieht auf struktureller, kultureller und personeller Ebene. Mitarbeitende in Institutionen der Pflege sind dabei sowohl Täter, Opfer oder auch Zeugen.

Auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Methoden kann dem begegnet werden. Das Thema Gewalt in der Pflege braucht Raum; es muss „besprechbar“ gemacht werden. Gewalthandlungen oder auch passive Gewalt können viele Ausdrucksformen haben, auch sehr subtile. Gewaltbehaftete Vorkommnisse müssen stringent und strukturiert im Sinne der Fallarbeit kommuniziert und analysiert und praktische Konsequenzen gezogen werden. Ein solcher Umgang erfordert Wissen um die möglichen Ausprägungen von Gewalt, aber auch Kenntnis von Maßnahmen, wie ihr begegnet und vorgebeugt werden kann.

 

Um einen wirksamen Umgang mit dem Thema Gewalt ohne Tabu zu etablieren, muss auch das Management entsprechende Rahmenbedingungen schaffen: Wichtig sind eine produktive Fehlerkultur, eine wertschätzende Kommunikation und eine Mitarbeiterführung, die ein angstfreies Arbeitsklima ermöglicht.

 

Die Teilnehmenden sollen im Ergebnis dieser Fortbildung nicht nur über eine neue Fachlichkeit und Sensibilität zum Thema Gewalt verfügen, sondern auch in der Lage sein, einrichtungsspezifische Konzepte zur Gewaltprävention zu erarbeiten.

 

 

Kursleitung

Johannes Stratmann

Pflegeentwicklung und Management (B.A.), Pflegeberater, examinierter Altenpfleger

 

 

Erforderliche Anmeldeunterlagen

tabellarischer Lebenslauf