Fachtag #NoNazis - Rechte Radikalisierung im Netz: Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Interventionen | Diakonisches Werk Hamburg
Diakonie Hamburg

Fort- und Weiterbildung

Fachtag #NoNazis - Rechte Radikalisierung im Netz: Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Interventionen

Das Smartphone, Soziale Medien, Klicks und Likes sind aus unserem Alltag und dem unserer Adressat*innen nicht mehr wegzudenken. Das Internet ermöglicht es, dass wir uns vernetzen, politisch engagieren und uns sogar empowern. Gleichzeitig nimmt die Gefahr rechter Einflussnahme beständig zu. Ziel des Fachtages soll daher sein, für den Sozialraum Internet als Ort rechter Radikalisierung zu sensibilisieren und die Gefahren für den demokratischen Zusammenhalt aufzuzeigen. Es soll aber auch darum gehen, welche Möglichkeiten der pädagogischen Interventionen (on- und off-line) wir haben.

Neben einem Impulsvortrag und einem Abschlusspodium werden in Workshops Inhalte vertieft und Einblicke in die pädagogische Praxis im Feld gegeben.

Zielgruppe sind Menschen, die in pädagogischen oder beraterischen Kontexten tätig sind und  Interessierte.

Veranstaltet wird der Fachtag von Hamburg Vernetzt gegen Rechts, Prisma (CJD) und der Diakonie Hamburg

Ablauf:

10:00 Ankommen 

10:30 Begrüßung 

10:45  Keynote von Vertr. Prof. Dr. Simon Strick (Kriminologische Sozialforschung, Universität Hamburg)

11:30   Fragen und Diskussion

12:00   Mittagspause mit Snack

13:00   Parallele Workshops 

14:30   Pause 

14:45   Abschlussdiskussion

16:00   Ende der Veranstaltung

Moderation des Fachtags: Larissa Denk, Hamburg vernetzt gegen Rechts und Marjan van Harten, Diakonie Hamburg

Abschlussdiskussion:

Bei einem abschließenden Podium wollen wir die Ergebnisse der Workshops zusammentragen und darüber mit den Vertreter*innen der Projekte im Themenfeld ins Gespräch kommen. Welche Chancen und Grenzen pädagogischer Intervention im Netz? Wir Nachhaltig ist das? Wie können wir pädagogische Erfolge im Netz überhaupt messen? Welche Rolle spielt der Sozialraum Internet für das Feld Rexprävention in den verschiedenen pädagogischen Praxen?

Es diskutieren:

  • Chris Wagner, ich bin hier
  • Mick Prinz, Good Gaming – Well Played Democracy, Amadeu Antonio Stiftung

  • Nina Soppa, Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein

  • Bildungsreferent*in,  Prisma
  • Johanna Runge, #future_fabric – demokratie.digital.denken

  • Claudio Caffo, AntiAnti – Prävention von Online-Radikalisierung

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Sie haben die Möglichkeit, an einem der folgenden Workshops teilzunehmen:

Achtung: der Workshop V ist ausgebucht!!!!!!

WS I

Kinder und Jugendliche im Netz – ein Balanceakt zwischen schützen und fördern

 Sich mit anderen über Messenger austauschen, gemeinsam den Flow in digitalen Spielen erleben oder sich über Social-Media-Kanäle für eine „bessere Welt“ engagiere – keine Frage: Die digitalen Räume bieten jungen Menschen viele kreative und kommunikative Möglichkeiten. Aber es gibt auch Risiken – von Hate Speech und Extremismus über Cybergrooming bis hin zu exzessiven Medienzeiten.

Eltern und pädagogische Fachkräfte sind gefragt, die Heranwachsenden in ihrer Mediennutzung zu unterstützen.

Was sind altersgerechte Angebote? Was ist ein „gutes“ Maß an Mediennutzungszeit“? Was braucht es in den Familien und in der pädagogischen Praxis, um den Herausforderungen und Konflikten gewachsen zu sein?

Der Workshop liefert die Antworten – aus Sicht des Jugendmedienschutzes und der Medienkompetenzförderung.

Carole Possing, Referentin Jugendmedienschutz (Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein)

Nina Soppa, Referentin Medienkompetenz (Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein)

 

WS II

Unverpixelter Hass – Die Gamingkultur und rechtsextreme Instrumentalisierungsversuche

Videospiele sind aus dem gesellschaftlichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Über 43% der Deutschen spielen regelmäßig auf dem PC, der Konsole oder auf dem Smartphone. Dabei werden die Diskussionen in den Spielen selbst und in den entsprechenden Online-Communitys zunehmend politisch. Längst haben Rechtsextreme und Rechtspopulist*innen verstanden, wie sie Gaming-affine Netzwerke instrumentalisieren können, um sich zu vernetzen, sich auszutauschen oder toxische Narrative zu verbreiten.

In diesem Workshop wird aufgezeigt, wie diese Akteure Netzwerke wie Steam, Discord und Twitch nutzen. Welche Strategien sind erkennbar? Wie und in welchem Umgang formuliert sich der Hass und wie kann eine digitale Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass Games Orte werden, an dem sich jede und jeder wohlfühlen kann?

Mick Prinz, Good Gaming – Well Played Democracy, Amadeu Antonio Stiftung

 

WS III

Demokratiebildung und Medienpädagogik: Ein Booster gegen Desinformationen?

Soziale Medien haben das Netz demokratisiert. Während früher Journalist*innen darüber entschieden haben, welche Informationen an die Öffentlichkeit kommen, so kann heute jede*r über Twitter, YouTube oder Telegram eine potenziell große Öffentlichkeit erreichen. Die virale Verbreitung von Falsch- und Desinformationen als Kehrseite der Medaille zeigt sich spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine wie unter einem Brennglas.

Was sind Desinformationen und warum sind sie so erfolgreich?

Wie können wir Jugendliche beim Erwerb von Informationskompetenzen unterstützen? Und welche Methoden und Tools gibt es, um diesem Phänomen wirkungsvoll zu begegnen?

Johanna Runge, Bildungsreferentin, #future_fabric – demokratie.digital.denken

Julia Kehr, Bildungsreferentin, #future_fabric – demokratie.digital.denken

 

WS IV: Methoden und Ansätze der Online-Radikalisierungsprävention

Im Projekt “AntiAnti – Prävention von Online-Radikalisierung” des Vereins mediale pfade - Verein für Medienbildung e.V. befasst sich Claudio Caffo seit 2019 mit Erscheinungsformen von rechtsextremen Radikalisierungsangeboten, Antisemitismus, Diskriminierung und Verschwörungsmythen im digitalen Raum. In Workshops für Jugendliche und in Fortbildungen für Pädagog*innen geht es darum, Medienkompetenz und politische Urteilskraft zu fördern und verschiedene Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Im Workshop liegt der Fokus daher auf der Primärprävention: Was braucht es, um gar nicht erst später intervenieren zu müssen? Nach einer Vorstellung des Projektansatzes und einiger Methoden folgt die gemeinsame Erarbeitung von (präventiven) Handlungsoptionen.

 

Claudio Caffo, Projektmanager, AntiAnti – Prävention von Online-Radikalisierung

 

WS V: Hate Speech-Strategie der Meinungsmanipulation

"Hate Speech ist überall. Ob im Sozialen Netzwerk, Online-Games oder offline, junge Menschen kommen oft mit Hate Speech in Berührung – sie werden Betroffene oder beteiligen sich selbst. Organisiert wird der Hass fast immer von rechts und bietet somit auch ein Sprungbrett in die rechtsextreme Szene. 

Im Workshop gucken wir uns das Phänomen Hate Speech allgemein an, finden heraus, wie sie funktioniert und zeigen auf, wer sie organisiert. Was unterscheidet einen Troll von einem Infokrieger? Wie können wir uns gegen sie wehren und junge Menschen vor ihrem Einfluss schützen? Diese Fragen müssen wir uns stellen, denn jeder Hasskommentar bedroht die Sicherheit der Menschen und die Demokratie.“

Juliane Chakrabarti, Chris Wagner,  Ich bin hier

Bitte beachten Sie, dass die Workshops nur eine begrenzte Teilnehmendenzahl zulassen. Bereits ausgebuchte Workshops nehmen wir von der Webseite.

 

 

Startdatum: Mittwoch, 6. Juli 2022, 10:00 Uhr
Enddatum: Mittwoch, 6. Juli 2022, 16:00 Uhr
Dauer/Umfang: 6
Veranstaltungsort:

Hamburg Haus


Straße:

Doormannsweg 12


PLZ:

20259


Stadt:

Hamburg


Themengebiet: Fort- und Weiterbildung
Zielgruppen: Sozialarbeiter*innen, Berater*innen, Fachöffentlichkeit, Interessierte
Verfügbare Plätze: 80
In Kalender importieren (ICS)
Kooperationspartner: Prisma (CJD Nord), Hamburg vernetzt gegen Rechts, Diakonie Hamburg