Diakonie Hamburg

Fort- und Weiterbildung

Bedeutung und Auswirkungen von Bindungserfahrungen im (sozial)-pädagogischen Arbeitsfeld

 

Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich arbeitsfeldübergreifend an Pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, die insbesondere mit älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Ganztag, HZE).

 

 

 

Bindungs-, Hirn- und Resilienzforschung bestätigen, dass sichere Bindungserfahrungen sowohl das beste Fundament für eine gesunde Entwicklung als auch der beste Schutzfaktor für junge Menschen sind. In allen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe finden wir neben „sicher gebundenen“ jungen Menschen ebenso junge Menschen mit unsicheren Bindungserfahrungen bis hin zu Bindungstraumatisierungen. Erkennbar wird dies in den meisten Fällen an herausfordernden Verhaltensweisen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind, jedoch regelhaft über einen längeren Zeitraum vorkommen.

Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte, allen jungen Menschen bei ihrer Entwicklung hilfreich zur Seite zu stehen, kann nur gelingen, wenn Bindungserfahrungen, Bindungssignale und ihr Verhalten in Bindungs- und Bezugssystemen angemessen eingeschätzt werden können. Auf Grundlage dieses Verstehens können hilfreiche Arbeitshypothesen gebildet und das eigene Verhalten bindungsorientiert ausgerichtet werden. So besteht die Chance, dass junge Menschen mit weniger sicheren Grunderfahrungen bis hin zu jungen Menschen mit extremen biografischen Verletzungen entwicklungsfördernde und heilsame sichere Bindungserfahrungen machen können. 

Gelingt dieses nicht besteht gerade für diese jungen Menschen das Risiko, dass auch die pädagogischen Fachkräfte bekannten Mustern folgend, entsprechend auf das Kind und sein Verhalten reagieren und eine positive Entwicklung weiter verhindert wird oder Fachkräfte sogar an einer weiteren Verfestigung destruktiver Verhaltensweisen beteiligt sind.

Ziel dieser Fortbildung ist es, die Grundlagen aus der Bindungsforschung sowie bindungsorientiert ausgerichtete Handlungsansätze für die pädagogische Praxis kennen zu lernen, um damit sicherer alle jungen Menschen in ihrer Entwicklung begleiten zu können.

Inhalte der Fortbildung sind

  • Grundlegende Erkenntnisse aus der Bindungsforschung
  • Verstehen von gezeigtem Bindungsverhalten
  • Bildung von hilfreichen Arbeitshypothesen
  • Bindungsorientiert ausgerichtete Handlungsansätze für die Praxis

 

Die Anmeldungen werden nach Eingangsdatum berücksichtigt. Nach Anmeldeschluss erhalten Sie eine Anmeldebestätigung / Rechnung. Sollte die Fortbildung ausgebucht sein oder ausfallen, erhalten Sie eine Nachricht.

Der Rücktritt ist bis zum Eingang der Rechnung kostenfrei. Bei später eingehenden Absagen muss der Teilnahmebeitrag entrichtet oder ein/e Ersatzteilnehmer/in gestellt werden.

Startdatum: Dienstag, 26. März 2019, 09:00 Uhr
Enddatum: Mittwoch, 27. März 2019, 16:00 Uhr
Dauer/Umfang: 2 Tage
Veranstaltungsort:

Diakonisches Werk Hamburg - Dorothee-Sölle-Haus


Straße:

Königstraße 54


PLZ:

22767


Stadt:

Hamburg


Themengebiet: Fort- und Weiterbildung
Zielgruppen: Pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, die insbesondere mit älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Ganztag, HZE).
Leitung: Kristina Krüger
Dozent: Dipl. Sozialpädagogin Christa Kursch - Anbuhl, Fachberaterin für Psychotraumatologie und Traumapädagogik, Kooperationspartnerin im PTFZ Hamburg
Infos zur Veranstaltung (PDF)
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Kontakt/E-Mail: fortbildungen-kiju@diakonie-hamburg.de
Kosten: 150,00 €