Diakonie Hamburg
Erfahrungsberichte
<< Zur Übersicht

FSJ als Berufsorientierung

Lupe

Annika M. hat ihr FSJ in einem Wohnhaus für erwachsene Menschen mit Behinderungen geleistet.

Was hat dir das FSJ/der BFD gebracht?
Berufliche Orientierung: Ursprünglich wollte ich Krankenschwester werden. Im FSJ merkte ich dann, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, die ich über einen längeren Zeitraum begleiten kann, noch viel besser zu mir passt. Ich erfuhr von der Ausbildung zur Heiler­ziehungs­pflegerin.

Selbständiger bin ich geworden, übernehme Verantwortung und komme leichter mit Menschen in Kontakt. Außerdem musste ich meine rebellische Art ablegen und kann mich bei Meinungsverschiedenheiten mit Kollegen jetzt konstruk­tiver auseinandersetzen.

Was waren Highlights?
Urlaube und Freizeiten mit den Klienten. Weihnachten und Silvester zu arbeiten, war auch eine große Freude. Die Menschen mit Behinderungen strahlen so viel Lebensfreude aus.

Was hat nicht so gut geklappt? Verbesserungsvorschläge
Ich bin rundum zufrieden. Vor allem für die gute Beratung und Betreuung durch das Diakonische Werk bin ich dankbar.

Doch, einen Wunsch habe ich: dass FSJ-ler mehr für bereichernde Aufgaben eingesetzt werden, wie Klienten zuzuhören und Freizeitgestaltung, und nicht als Ersatz für ausgebildete Mitarbeiter, weil sie das oft überfordert.

Was machst du nach dem Freiwilligendienst?
Ich habe eine berufsbegleitende Ausbildung als Heilerziehungspflegerin abgeschlossen und unterstütze erwachsene Menschen mit Behinderungen bei der Alltagsbewältigung. Jetzt plane ich, mit Kindern zu arbeiten und in den nächsten Jahren vielleicht noch ein Studium der Motopädie dran­zu­hängen.