Diakonie Hamburg
Dossier: Flüchtlinge in Hamburg: Herzlich willkommen!
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Wie die Diakonie in Hamburg Flüchtlingen hilft

Zuwanderer und Flüchtlinge unterstützen – das ist schon immer ein wichtiges Handlungsfeld von Kirche und Diakonie.
Derzeit engagieren sich in und um Hamburg weit über 100 Hauptamtliche und bis zu 5.000 Ehrenamtliche unter dem Dach der evangelischen Kirche für Flüchtlinge: im Diakonischen Werk, in den Kirchenkreisen Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein. Darüber hinaus beteiligen sich viele kirchliche Ehrenamtliche an nicht-kirchlichen Initiativen. Für die kirchlichen und diakonischen Träger bedeutet diese Arbeit schon bisher einen hohen finanziellen Einsatz. In der aktuellen Situation werden die Mittel für die Flüchtlingshilfe weiter aufgestockt.

Beispiele aus der Arbeit:

  • Insgesamt gibt es in der Diakonie und der Evangelischen Kirche in Hamburg 15 Einrichtungen, die sich hauptamtlich um die Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen und Migranten kümmern (Liste als PDF). Erfahrene Beratungsstellen wie „Fluchtpunkt“ begleiten Flüchtlinge im Verfahren.
  • Mitgliedseinrichtungen der Diakonie und die Kirchenkreise sind bei der aktuellen Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen engagiert. So betreiben etwa die Johanniter eine zentrale Erstaufnahme in Lemsahl, diakonische Träger der Kinder- und Jugendhilfe betreuuen minderjährige unbegleitete Jugendliche und der Kirchenkreis Hamburg-Ost organisiert die Notunterbringung von Transitflüchtlingen in der "Neuen Burg".
  • Das Diakonische Werk Hamburg koordiniert die Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit, in der Einrichtungen und Personen aus Kirche und Diakonie zusammengeschlossen sind. Die AG setzt sich praktisch und politisch für Flüchtlinge ein und unterstützt und vernetzt die ehrenamtlichen Initiativen, die sich bei den Flüchtlingsunterkünften gebildet haben und meist an eine Kirchengemeinde angebunden sind. Ihr Angebot umfasst beispielsweise Deutschunterricht, Freizeitaktivitäten und Begleitung bei Behördengängen.
    Derzeit koordiniert die AG – gemeinsam mit der Beauftragten der Hamburger Kirchenkreise für das freiwillige Engagement für Flüchtlinge – bis zu 5000 Freiwillige in mehr als 50 Initiativen. Auf der Website der AG zeigt eine interaktive Karte für potentielle Freiwillige, wo noch Hilfe benötig wird.
  • Ein wichtiger Baustein der Flüchtlingsarbeit ist die Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen. Hier bietet die Diakonie Hamburg als Landesverband Fortbildungen an. Die Nachfrage ist derzeit größer als die Zahl an Plätzen, das Angebot wird weiter ausgebaut. Im ersten Halbjahr wurden rund 450 Hauptamtliche fortgebildet.
  • Im neuen Projekt „Flüchtlingslotsen“, finanziert von der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit, werden ebenfalls Freiwillige qualifiziert. Hier erhalten Ehrenamtliche, die Flüchtlinge etwa zu Behörden oder zum Arzt begleiten, ein Grundwissen in ausländerrechtlichen Fragen, um eine gute Abstimmung zwischen der sozialrechtlichen Beratung durch professionelle Einrichtungen und engagierten Ehrenamtlichen zu erreichen (mehr).
  • Neben der Hilfe für neu nach Hamburg gekommene Flüchtlinge bieten diakonische Einrichtungen in Hamburg auch Unterstützung bei der Entwicklung weiterer Perspektiven für Migrantinnen und Migranten mit gesichertem Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Papiere. So berät beispielsweise die Zentrale Anlaufstelle Anerkennung rund um die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und bietet „AnDOCken“ medizinische und sozialrechtliche Beratung für Menschen ohne Papiere.

Einen grundsätzlichen Überblick bietet das PDF "Fakten zur Flüchtlingshilfe von Kirche und Diakonie in und um Hamburg"
(Stand: September 2017).