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Dossier: Flüchtlinge in Hamburg: Herzlich willkommen!
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Landespastor Dirk Ahrens zur Situation an der griechischen Grenze: "Das ist zutiefst inhuman"

Lupe

Landespastor Dirk Ahrens: "Das griechische Militär beschießt mit Rückendeckung der EU Geflüchtete, Frauen und Kinder, drängt Schlauchboote ab und versenkt sie. Das ist zutiefst inhuman.
Diese Situation ist nicht nur die Folge eines perfiden taktischen Spiels der türkischen Regierung, sondern auch und vor allem ein Versagen der EU. Die EU muss endlich zu einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik finden: Geflüchtete brauchen sichere Zugänge und Unterkünfte, die menschenwürdig ausgestattet sind. Wir brauchen eine innereuropäische Umverteilung von Geflüchteten und einen innereuropäischen Lastenausgleich, damit auch die ärmeren EU-Staaten Geflüchtete aufnehmen. Doch die Aussichten, dass die zerstrittene EU schnell zu einer humanitären Lösung kommt, sind nicht gut. Deshalb sollte Deutschland auch allein handeln und Flüchtlinge aufnehmen. Wir wünschen uns, dass Hamburg dabei mithilft: Die Stadt Hamburg hat sich 2019 dankenswerter Weise bereit erklärt, sicherer Hafen für Geflüchtete zu sein. Jetzt sollte Hamburg dem Innenminister sagen: "Wir wollen unverzüglich eine klar definierte Zahl von Flüchtlingen – vor allem besonders Gefährdete wie Kinder und Kranke – aufnehmen.""

Veröffentlicht am 4. März 2020