Diakonie Hamburg
Wohnungslosigkeit
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Positionen und Informationen

Gegen die Vertreibung wohnungsloser Menschen 
Position der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfen (EAW) in der Diakonie Hamburg vom Februar 2017.

Lage der Wohnungslosen in Hamburg spitzt sich zu
Über die schwierige Lage Wohnungsloser in Hamburg nach dem Ende des Winternotprogramms informierte die Diakonie in einem Pressegespräch am 23. April 2015. Wohnungslose Menschen haben bereits seit längerer Zeit kaum noch Zugang zum Unterbringungssystem. Einerseits gibt es wegen des engen Hamburger Wohnungsmarktes und besonders durch die weiter sinkende Zahl von Sozialwohnungen viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Andererseits werden die Wohnunterkünfte zurzeit zwar stark ausgebaut. Die vermittelnden Fachstellen für Wohnungslose haben jedoch keinen strukturell gesicherten Zugriff auf Unterbringungsplätze. Zu Ende März hat sich die Lage noch zugespitzt, weil mit Ende des Winternotprogramms mehr als 900 Übernachtungsplätze wegfielen. Die Diakonie stellte zur Veränderung dieser Situation Forderungen auf und stellte Zahlen und Fakten zur aktuellen Situation der Wohnungslosigkeit in Hamburg vor. 

Wohnungslosigkeit in Hamburg – Eine Aufforderung an die Wohnungspolitik
Obwohl Wohnungsnot in Hamburg wieder ein wichtiges politisches Thema ist, stehen die besonders drastisch von dieser Not betroffenen wohnungslosen Haushalte abseits der politischen Aufmerksamkeit. Um Wohnungslosigkeit zu bekämpfen und die Zahl wohnungsloser Menschen stark zu reduzieren, bräuchte es eine entschiedene soziale Wohnungspolitik, die über die Förderung des Neubaus von Wohnungen hinausgeht.
S. Nagel: Wohnungslosigkeit in Hamburg – Eine Aufforderung an die Wohnungspolitik

Wohnungspolitisches Grundsatzpapier der Diakonie Deutschland erschienen
Menschenwürdiger Wohnraum gehört zum Existenzminimum. Aber selbst in Deutschland ist dieses Recht keinesfalls für alle gesichert. Was sind die Grundlagen für dieses Menschenrecht und welchen Handlungsbedarf gibt es? Aufbauend auf den Ergebnissen einer Evo Fachtagung haben Fachleute aus Landesverbänden, der Diakonie Deutschland und von Einrichtungen der Obdachlosenhilfe das Thema weiter bearbeitet und vertieft. Entstanden ist eine umfassende Darstellung der Grundlagen und der Umsetzung dieses Menschenrechts sowie der grundlegenden Handlungsbedarfe. Quintessenz: Eine neue soziale Wohnungspolitik für sozial benachteiligte Mitbürgerinnen und Mitbürger ist notwendig, die regulären, mietvertraglich abgesicherten Wohnraum schafft – nicht eine verbesserte Ausstattung mit Notunterkünften.
Wohnungspolitisches Grundsatzprogramm der Diakonie Deutschland

Wirkung und Erfolg in der Wohnungslosen- und Wohnungsnotfallhilfe
Das war das Thema einer Fachtagung im Diakonischen Werk Hamburg im Februar 2013

Prof. Dr. Andreas Polutta, Duale Hochschule Baden-Württemberg: „Was wirkt? Wirkfaktoren und Zielerreichung in der Sozialen Arbeit“ Ergebnisse der Evaluationsforschung zum Bundesmodellprogramm ‚Wirkungsorientierte Jugendhilfe’“. 
Prof. Dr. Susanne Gerull, AFSH: „Erfolg in der Hilfe nach § 67ff. SGB XII“. Ergebnisse einer quantitativen Studie (Aktenanalyse) aus Berlin.
Die Abschlussdiskussion handelte von Bedingungen, Strategien und Handlungsansätzen, den Erfolg in der Wohnungslosenhilfe wahrscheinlicher zu machen. Grundlage für diese Diskussion bildete eine Zusammenstellung von Wirkungsbedingungen / Erfolgsfaktoren aus unterschiedlichen Forschungskontexten.

"Housing First“ ein vielversprechender Ansatz zur Überwindung von Wohnungslosigkeit
Housing First“ steht für ein in den USA entwickeltes erfolgreiches Konzept der Überwindung von Wohnungslosigkeit in dem Wohnungslose, auch wenn sie komplexe Probleme habe, etwa suchtkrank oder psychisch krank sind, schnell und ohne Vorbedingungen – auch direkt von der Straße – in Wohnraum vermittelt werden. Intensive persönliche Hilfen werden nachdrücklich angeboten, aber die Annahme dieser Hilfen nicht zur Bedingung gemacht. Zu diesem Ansatz fand am 11.6. 2012 eine Fachtagung im Diakonischen Werk statt.

Hier finden Sie Folien zum grundlegenden Vortrag von Dr. Volker Busch-Geertsema (GISS), Folien des Kommentars aus der Perspektive der Sozialpsychiatrie von Rainer Rißmann (DWHH) sowie einen Kommentar aus der Perspektive der Wohnungslosenhilfe von Andrea Josefi (Beratungsstelle Hamburg Mitte)

"Jung, wohnungslos, sucht …. Wohnungslosigkeit von jungen Menschen in Hamburg“
Die Wohnungslosigkeit junger Menschen nimmt zu. Der Übergang von Elternhaus zu eigenständigem Leben wird risikoreicher. Die Gefahr, obdachlos zu werden, steigt. In Hamburg gibt es nicht genügend angemessene soziale Hilfen und Unterkünfte, die auf die spezifische Situation Jung-Erwachsener zugeschnitten sind. Im Rahmen einer Fachtagung im November 2011 diskutierten Expertinnen und Experten aus Sozialarbeit, Verwaltung und Politik über die Problematik der Wohnungslosigkeit junger Menschen sowie über Lösungsansätze und Forderungen zur Beseitigung der Wohnungslosigkeit junger Menschen.
Vorträge und Arbeitsgruppenergebnisse der Fachtagung