Diakonie Hamburg
Wohnungslosigkeit
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Obdachlosigkeit

Eine im März 2018 durchgeführte Zählung und Befragung obdachlos auf der Straße lebender Menschen ergab, dass in Hamburg mindestens 1.920 Personen obdachlos auf der Straße leben. Zum selben Zeitpunkt lebten zusätzlich gut 4.600 Personen in öffentlich-rechtlicher Unterbringung oder in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Die Studie der GOE steht online, eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse steht am Ende der Publikation.

Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hat eine Bewertung der Ergebnisse der Studie zusammen mit Forderungen an die Politik in Hamburg veröffentlicht.

Sowohl die Zahl der untergebrachten als auch die Zahl der obdachlos auf der lebenden Wohnungslosen in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jahr 2009 ergab eine Untersuchung eine Zahl von mindestens 1.026 Menschen obdachlos auf der Straße lebenden Menschen. Ein damals von der Fachbehörde entwickeltes „Gesamtkonzept der Wohnungslosenhilfe“ ist nur teilweise umgesetzt worden.

Je aktuelle Zahlen zur Zahl der öffentlich- rechtlichen untergebrachten Wohnungslosen, wohnberechtigten und nicht wohnberechtigten Flüchtlinge finden sie hier.


Hamburg ist zur Unterbringung unfreiwillig obdachloser Menschen verpflichtet

Die hamburgischen Behörden haben nach § 3 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG) die im Einzelfall zur Gefahrenabwehr erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Eine Gefahr besteht immer, wenn elementare Rechte von Menschen, also das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrt-heit oder die Menschenwürde welche durch das Grundgesetz für alle Menschen geschützt sind, verletzt zu werden drohen. Ein solcher Gefahrentatbestand liegt auch dann vor, wenn Menschen unfreiwillig obdachlos sind. Die Gefährdung dieser Grundrechte durch unfreiwillige Obdachlosigkeit muss und kann durch Unterbringung in einer Unterkunft abgewendet werden.