Diakonie Hamburg

Elf evangelische Kitas erhalten Gütesiegel

Lupe

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg würdigte den mehrjährigen Qualitätsentwicklungsprozess und das hohe Engagement der Mitarbeitenden.
Detlef Scheele, Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, betonte in seinem Grußwort die hohe Bedeutung der evangelischen Kitas für die Gestaltung der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote in Hamburg: „Daher freue ich mich besonders, dass Sie sich auf diesen Weg der externen Evaluation gemacht haben. Von Ihren Erfahrungen werden viele weitere Kitas profitieren, und wir werden alle gemeinsam die Qualität in den Kindertageseinrichtungen erhöhen können.“ Außerdem lobte der Senator das Bundesrahmenhandbuch der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (BETA), das dem Evangelischen Gütesiegel BETA zugrunde liegt und das „Unternehmen Kita“ vollständig abbilde, und sprach sich für die Übertragbarkeit von Qualitätsmanagement-Systemen auf soziale Arbeit aus.
Der Vorsitzende der BETA, Pfarrer Georg Hohl, betonte anlässlich der Gütesiegel-Verleihung: „Wir machen uns Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements zu Nutze – zum Wohl der Kinder und Familien. Evangelische Kitas lösen das Recht der Kinder auf Bildung ein – unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen und religiösen Herkunft.“
Mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems haben die Kitas und ihre Träger die ge-setzlichen Anforderungen erfüllt und eine in die Kita-Praxis integrierte Arbeitshilfe entwickelt, die die Qualität der pädagogischen und religionspädagogischen Arbeit transparent macht.
„In einem mehrjährigen Prozess haben die Fachkräfte mit viel Engagement ihre pädagogische und betriebswirtschaftliche Arbeit auf hohem Niveau reflektiert und beschrieben“, erläuterte Karin Müller, Vorsitzende des Verbands Evangelischer Kindertagesstätten in Hamburg.
An den regionalen Prozessen zur Qualitätsentwicklung waren zahlreiche Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Trägervertreter beteiligt. Sie haben gemeinsam über mehrere Jahre die Arbeit in der Kita in allen Bereichen analysiert, ausgewertet und ihre Qualität verbessert. Die gute Arbeit wird jetzt mit dem Evangelischen Gütesiegel von unabhängiger Stelle bezeugt.
„Der gesamte Prozess hat den pädagogischen Fachkräften ihre hochwertige Arbeit bewusst gemacht“, erläutert Karin Müller. „Ihr gewachsenes Selbstvertrauen wirkt sich positiv auf ihre Arbeit mit den Kindern und die Kooperation mit den Eltern aus und trägt hoffentlich dazu bei, die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs zu fördern. Denn die Dokumentation zeigt nachweisbar die hervorragende Qualität in unseren evangelischen Einrichtungen.“
Qualitätsentwicklung ist ein dauerhafter Verbesserungsprozess. Das Gütesiegel wird daher für drei Jahre vergeben. Danach muss eine erneute Prüfung erfolgen. Die ausgezeichneten elf Kitas befinden sich in Trägerschaft des Kitawerks Altona-Blankenese, des Kitawerks Niendorf-Norderstedt, einzelner Kirchengemeinden sowie der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Sie sind die Vorreiter unter den rund 170 evangelischen Kitas, die sich bereits alle auf dem Weg der Qualitätsentwicklung hin zum Evangelischen Gütesiegel befinden.