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Positionspapier: EU-Bürger*innen in prekären Lebenslagen

Positionspapier: EU-Bürger*innen in prekären Lebenslagen – Befunde und Handlungsnotwendigkeiten

Die Freizügigkeit innerhalb der EU ist politisch gewollt. Die meisten Einwanderer*innen leben hier in stabilen Verhältnissen. Wenn aber die eigenständige Sicherung des Unterhalts nicht (mehr) gelingt, dann fängt das bundesdeutsche soziale Sicherungssystem nur einen Teil von ihnen auf. Die existenziellen Nöte dieser Menschen begegnen uns in vielen Arbeitsfeldern der Diakonie – in der Fachstelle Zuwanderung Osteuropa, in der Migrationssozialarbeit, in der Wohnungsnotfallhilfe, in der Fachstelle Prostitution oder auch in der Arbeit gegen Menschenhandel. Wir haben arbeitsfeldübergreifend die wesentlichen Befunde zur vielfältig prekären Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten aus Polen, Bulgarien und Rumänien herausgearbeitet. Mit diesem Positionspapier stellen wir unsere Ergebnisse und die damit verbundenen Handlungsanforderungen vor.

Studie: Ermittlung der Unterstützungsbedarfe von EU-Bürgerinnen und Bürgern in Hamburg
Um auf die Bedürfnisse dieser heterogenen Gruppe adäquat reagieren und einen konstruktiven Umgang mit den neuen Formen europäischer Mobilität entwickeln zu können, braucht es mehr und tiefere Kenntnisse über die Lebenssituation, Interessen und transnationalen Netzwerke dieser Menschen. Hier setzt die Diakonie Hamburg an: Sie möchte durch eine wissenschaftliche Studie die Lebensrealitäten mobiler EU-Bürger/innen in prekären Lebenssituationen aufzeigen. Dafür werden sowohl in Hamburg wie auch in den Herkunftsländern Betroffenen und Mitarbeitende von Beratungsorganisationen interviewt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen fundiert Handlungsoptionen für Hamburg und die Partner entwickeln werden. Information zur Studie und erste Ergebnisse finden sie hier:https://www.diakonie-hamburg.de/de/fachthemen/internationale-vernetzung/grenzuebergreifende-soziale-arbeit/Studie-Ermittlung-der-Unterstuetzungsbedarfe-von-EU-Buergerinnen-und-Buergern-in-Hamburg

Veröffentlicht am 14. September 2020