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Mitternachtsbus in St. Petersburg

Lupe Der St. Petersburger Mitternachtsbus. Foto: DW Archiv

Genau wie in Hamburg ist auch in St. Petersburg regelmäßig der Mitternachtsbus unterwegs, der die Treffpunkte der Obdachlosen anfährt und sie mit dem Nötigsten versorgt. Betrieben wird er von unserem Partner Nachtasyl "Nochlezhka". Der erste Bus ist seit 2001 unterwegs, er wurde durch Spenden aus Hamburg gekauft. Inzwischen gibt es die „Dritte Generation" des Mitternachtsbusses – ein Erfolg von Spendensammlungen in Hamburg und St Petersburg.

Wir hatten Gelegenheit eine Fahrt zu begleiten.
"In der Nähe einer Metrostation im Norden der Stadt warten wir auf den Bus. Ein Hinterhof, Müllcontainer, daneben - über Eck – eine kleine Mauer. Auf diesem Platz haben Obdachlose bereits aus Müll ein Feuer angezündet, um sich zu wärmen. Es ist nasskalt, um Null Grad. Es kommen von allen Seiten immer mehr Menschen. Hauptsächlich Männer, aber auch einige Frauen mit Tüten, Taschen, teilweise dick vermummt und warten. Grüppchen unterhalten sich. Einigen sieht an, dass sie noch nicht lange auf der Straße gelebt haben. Andere haben sich bereits aufgegeben..."

Inzwischen ist es gelungen, in St Petersburg Spenden für einen neuen Bus zu sammeln. Ein Erfolg, zeigt es doch, dass die langjährige Pionierarbeit zum Thema Obdachlosigkeit Früchte trägt: es gibt zunehmend Menschen vor Ort, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und damit auch aktiv werden. Wie in Hamburg sind Freiwillige mit dem Bus Unterwegs, um Suppe und Brot an Bedürftige zu verteilen, Zeit für ein Gespräch anzubieten und auf Hilfsangebote hinzuweisen.