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Flucht: Delegation besuchte serbisch-ungarische Grenze

Lupe

Auf Initiative der Diakonie Hamburg besuchten Mitarbeitende kirchlicher Einrichtungen aus Rumänien, Ungarn und der Nordkirche/Norddeutschland die Grenzregionen der Balkanstaaten Ungarn, Serbien und Rumänien, um sich ein Bild über die Situation von Geflüchteten vor Ort zu machen.

An der Serbisch – ungarischen Grenzen sitzen die Menschen fest. In Serbien warten sie in offenen Lagern monatelang auf einen legalen Zugang in die EU: pro Werktag lässt Ungarn 2 Menschen in die Transitlager, wo die Menschen ihren Antrag auf Asyl stellen können. Sie sitzen hier bis zu einem Jahr im Niemandsland zwischen den beiden Staaten fest, während sie auf die Bearbeitung des Antrags warten – hinter Stacheldraht und ohne Kontakt zur Außenwelt. Doch die Chancen stehen schlecht – 95% der Anträge werden abgelehnt. Die Menschen werden nach Serbien zurückgeschickt.

Verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen auf beiden Seiten versuchen, mit unterschiedlichsten Hilfsangeboten die Menschen auf ihren Wegen zu unterstützen –ihnen ein Minimum an Sicherheit und Würde sowie eine Verschnaufpause zu geben.

Wie kann das aussehen und was können zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam tun, um die Menschen zu unterstützen und ihnen Perspektiven zu schaffen? Was kann man den auf Angst und Abschottung ausgerichteten Diskursen entgegensetzen? Diese und weitere Fragen diskutierte die transnational zusammengesetzte Gruppe mit den Akteuren vor Ort.

 

Veröffentlicht am 20. September 2019