Diakonie Hamburg
Interkulturelle Arbeit
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Fachveranstaltung

Anti Bias Workshop

Das englische Wort „Bias“ bedeutet Voreingenommenheit, Schieflage oder Vorurteil

Der in den USA und Südafrika entwickelte und in Deutschland vielfach erprobte Anti-Bias-Ansatz bietet die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen mit Macht und Vorurteilen zu reflektieren und den Handlungsspielraum zu erweitern. Ziel ist es, im beruflichen Alltag einen respektvollen Umgang mit Differenz zu fördern und durch Voreingenommenheit entstandene gesellschaftliche Schieflagen ins Gleichgewicht zu bringen.

Alle Menschen haben durch ihre Familien und Lernwelten schon als Kind Vorurteile und Bewertungen gesellschaftlicher Gruppen erlernt. Die verinnerlichten Botschaften sind oft unbewusst wirksam und tragen dazu bei, dass Menschen die ungleiche Verteilung von Macht ungewollt stützen. In dem Anti-Bias-Workshop erfahren die Teilnehmer*innen, wie sich Benachteiligung individuell und gesellschaftlich auswirkt. Sie hinterfragen Dominanzstrukturen und erarbeiten Strategien, um Diskriminierung zu widerstehen. Dabei geht es nicht nur um einzelne „ausgrenzende“ Handlungen, sondern um Routinen, Erzählungen, Gesetze und Logiken in Institutionen, die einigen Vorteile bringen und andere benachteiligen.

Trainer*innen, die mit heterogenen Gruppen arbeiten, sowie Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit haben die Chance, Bewusstsein für Privilegien zu schaffen und benachteiligte Gruppen zu empowern. In dieser Fortbildung werden auf der Basis von persönlicher Reflektion, Austausch, Übungen und konkreten Beispielen gemeinsam alternative Kommunikations- und Verhaltensweisen für die persönliche und berufliche Praxis entwickelt.


Startdatum: Donnerstag, 19. November 2020, 10:00 Uhr
Enddatum: Freitag, 20. November 2020, 17:00 Uhr
Dauer/Umfang: jeweils 7 Stunden
Veranstaltungsort:

Diakonisches Werk Hamburg


Straße:

Königstraße 54


PLZ:

22767


Stadt:

Hamburg


Zielgruppen: Trainer*innen, die mit heterogenen Gruppen arbeiten, sowie Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit
Leitung: Nicolas A. S Moumouni
Dozent: DR. RITA PANESAR ist gestaltorientierte und systemische Organisationsberaterin mit dem Schwerpunkt Diversity und Antidiskriminierung. Bei der KWB e. V. leitet sie das Projekt „Fachkräfte für Hamburg“ und – gemeinsam mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung – die Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination. Ihre Ausbildung als Therapeutin hilft ihr Gruppenprozesse sicher zu moderieren und eine wertschätzende Atmosphäre herzustellen. ELISABETH WAZINSKI ist Ethnologin, Supervisorin und Psychotherapeutin. Bei der KWB e. V. leitet sie den Bereich "Frau und Karriere" und betreut Projekte für Frauen in Führungspositionen und Frauen nach der Elternzeit. Sie ist seit 8 Jahren als Anti-Bias-Fortbildner*in in Schulen und sozialen Einrichtungen tätig und verfügt über ein breites Methodenspektrum. Gruppenprozesse moderiert sie mit einer Mischung aus einem analytischen Blick und warmem Humor.
Fortbildungspunkte: Moderierte Plenumsdiskussionen, erfahrungsorientierte Übungen, Kleingruppenarbeit, persönliche Reflexion, Kurzvorträge, konkrete Beispiele, Filmausschnitte.
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Kontakt: Nicolas A. S Moumouni
Kontakt/E-Mail: Dialogtraeume@diakonie-hamburg.de
Kosten: keine
Kooperationspartner: Europa fördert Asyl-, Migrations- und Integrationsfond