Diakonie Hamburg

Arbeitslosigkeit

<< Zurück zur Übersicht

Projekt "Einspruch"

Wie werden Arbeitslose in Jobcentern behandelt?

Wer Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“) erhalten will, muss beim Jobcenter einen Antrag stellen. Wird den Betroffenen dort mit Respekt begegnet? Dieser Frage widmet sich das Projekt „Einspruch SGB II“, das die Diakonie gemeinsam mit den Kirchenkreisen Hamburg-Ost und West/Südholstein auf den Weg gebracht hat. Das Projekt gehört zu einem informellen Netzwerk unterschiedlicher Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen.

Das Projekt besteht aus drei Bausteinen:

  • Die Durchführung einer Befragung/Untersuchung zum Thema „Würde verletzender“ Abläufe und Verfahren in den Jobcentern.  Die Untersuchungsergebnisse wurden unter dem Titel „Respekt - Fehlanzeige?“ im August 2012 veröffentlicht.
  • Der zweite  Baustein des Gesamtprojektes besteht in der Erarbeitung eines Dokumentationsverfahrens für (Sozial-)Beratungsstellen zur quantitaiven Erfassung von Fällen von (struktureller) Würdeverletzung im SGB II. Das Dokumentationsverfahren wird in den Beratungsstellen der Stadtteildiakonien in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen erprobt.
  • Dritter Baustein ist  eine qualitative Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Jobcentern in Hamburg zu ihrer Perspektive als Akteure sozialstaatlichen Handelns im SGB II. Hier kooperiert die Diakonie mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung, dem KDA, verdi und der Ev. Akademie. Die Ergebnisse "Zwischen Verrmessen und Ermessen" liegen jetzt vor.

Ein weiterer Baustein ist die Planung und Durchführung von Veranstaltungen zum Konfliktfeld SGB II mit dem Hamburger Netzwerk SGB II Menschen – Würde –Rechte und der Gemeinwesendiakonie der Kirchenkreise.