Diakonie Hamburg

Studie: Respekt - Fehlanzeige? Erfahrungen mit dem Jobcentern

Lupe

Von Dezember 2011 bis Juni 2012 wurde im Auftrag des Diakonischen Werkes Hamburg eine qualitative Untersuchung über Erfahrungen von Leistungsberechtigten in Jobcentern in Hamburg durchgeführt. Die Untersuchung wurde initiiert, weil in den diakonischen Beratungsstellen und Einrichtungen immer wieder festgestellt wird, dass die Betroffenen in den Jobcentern nicht immer umfassend und verständlich über ihre Rechte informiert werden und dass sie sich oft wie Menschen zweiter Klasse behandelt fühlen.

Das Forschungsprojekt arbeitet die Erfahrungen von Leistungsberechtigten und ExpertInnen aus der SGB II Praxis in Hamburg heraus. Grundlage für die Untersuchung bilden Interviews mit zwanzig  ALG II Berechtigte und 10 ExpertInnen aus der sozialen Arbeit. Mit den ExpertInnen wurde zusätzlich eine Gruppendiskussion durchgeführt. In der Untersuchung wurden explizit die Wünsche, Forderungen und Verbesserungsvorschläge der Leistungsberechtigten abgefragt und einbezogen.

Die Untersuchung zeigt, dass es objektive Kriterien dafür gibt, ob eine gute oder eine schlechte Verwaltungspraxis in den Jobcentern vorliegt und wie sich die existenzielle Absicherung von Erwerbslosen und Menschen mit geringem Einkommen in den letzten Jahren verändert hat. Aber auch die Grenzen sozialer Arbeit werden deutlich.

In der Veranstaltung werden die Ergebnisse der Untersuchung von den beteiligten ForscherInnen vorgestellt. Vertreter der Jobcenter, der Verbände, der Kirchen und der Politik sind eingeladen, die Ergebnisse zu kommentieren und zu diskutieren.


13:00 Uhr 
Begrüßung: Gabi Brasch, Vorstand Diakonisches Werk Hamburg

13:10 Uhr
Vorstellung der Ergebnisse:
Kathrin Englert, Mathias Lackner, Jonte Plambeck, Ariadne Sondermann

13: 50 Uhr:
Nachfragen
Kommentare von Jobcentern, Politik und Verbänden
Diskussion

15: 00 Uhr
Verabschiedung