Diakonie Hamburg
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Pressemeldung

Tagespflegen für Senior*innen öffnen wieder ab 1. September, doch Finanzierung ab Oktober gefährdet

Lupe

Die Hamburger Tagespflegen für ältere Menschen öffnen ab 1. September wieder. Auch die neun diakonischen Tagespflegen sind ab Dienstag wieder dabei. Jochen Bursian, Referent Pflege der Diakonie Hamburg: „Die Senioren und ihre Angehörigen sind sehr froh, dass die Tagespflegen der Diakonie wieder für sie da sein können. Gerade bei pflegenden Angehörigen gab es in den letzten Monaten große Not, pflegen und arbeiten unter einen Hut zu bringen.“ Allerdings können die Tagespflegen zurzeit ihre Gäste auf Grund der Hygiene- und Abstandsregeln nicht in vollem Umfang betreuen. Bursian: „In den letzten Wochen haben die Tagespflegen mit viel Zeit und Aufwand die Hygienemaßnahmen umgesetzt. Das ist sehr personalintensiv, z. B. wenn Gäste mit Demenz entsprechend sicher begleitet werden müssen. Auch der Fahrdienst kann nur sehr eingeschränkt die bisherigen Gäste transportieren.“

Noch bis Ende September werden Ausfälle und zusätzliche Kosten der Tagespflege aus dem Pflegerettungsschirm finanziert. Was dann kommt, ist zurzeit noch völlig offen. Bursian: „Wir setzen uns als Diakonie dafür ein, dass der Bund zumindest den Rettungsschirm für die Tagespflege verlängert. Ansonsten geht den Tagespflegen sehr schnell die Luft aus und sie müssen Insolvenz anmelden.“ Gemeinnützige Träger wie die Diakonie dürfen per Gesetz keine größeren Rücklagen bilden, deshalb haben sie keine finanziellen „Polster“ im Krisenfall.

Die Öffnung der Tagespflege hat der Hamburger Senat am 25. August im Rahmen der Eindämmungsverordnung beschlossen. Es gibt in Hamburg 47 Tagespflegen, davon neun der Diakonie.

Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen Herr Bursian unter 040 30620-263 gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 28. August 2020