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Altenpflege
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Flächendeckende palliative Versorgung sicherstellen

Lupe

Zu den Gesetzentwürfen zur Regelung des assistierten Suizids, die von verschiedenen Gruppen von Bundestagsabgeordneten vorgelegt wurden, erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: "Beihilfe zur Selbsttötung darf in einer humanen Gesellschaft keine Option unter anderen werden, um einem Menschen zu helfen und beizustehen. Daher begrüßt die Diakonie den Gesetzentwurf, mit dem sich überfraktionell Bundestagsabgeordnete gegen Sterbehilfe in Form eines verfügbaren, geschäftsmäßigen `Dienstleistungsangebotes` wenden.  Sie ziehen die Konsequenzen aus den in Umfragen geäußerten Ängsten und Sorgen der Menschen vor einem langen und qualvollen Sterben und plädieren für eine Verbesserung der gesundheitlichen, pflegerischen und palliativen Versorgung.

Dabei kommt es aus unserer diakonischen Sicht darauf an, dass hospizliche und palliative Versorgung nicht nur in einer kleinen Zahl von spezialisierten Einrichtungen - Hospizen und Palliativstationen - gewährleistet wird, sondern überall, wo Menschen sterben. Vor allem die Palliativpflege in den Altenpflegeheimen und bei den ambulanten Pflegediensten muss dringend ausgebaut werden. Diese Weichen hin zu einer menschenfreundlichen, hochprofessionellen und an maximaler Lebensqualität orientierten palliativen Begleitung von sehr alten Menschen  müssen in einer  erfreulicher Weise älter werdenden Gesellschaft schnell gestellt werden." 12. Juni 2015