Diakonie Hamburg
Altenpflege
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Die Forderungen der Diakonie

Das Rettungspaket Altenpflege

Lupe

Die Situation in der Altenpflege ist äußerst kritisch: Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt, die Arbeit der Pflegekräfte wird zu wenig wertgeschätzt, pflegende Angehörige fühlen sich nicht ausreichend unterstützt, es werden dringend Fachkräfte für die Pflege gesucht, die Finanzierung der Pflege ist absolut nicht ausreichend.

Das muss sich ändern! Die Diakonie erwartet von der neuen Bundesregierung, dass sie die Rahmenbedingungen für würdevolle Pflege, gerechte Finanzierung, familiäre Entlastung und eine attraktive Ausbildung schafft. Die Forderungen der Diakonie im Einzelnen:

Würdevolle Pflege:  Bei einer guten und würdevollen Pflege stehen die Bedürfnisse und Wünsche des pflegebedürftigen Menschen im Mittelpunkt. Deshalb fordert die Diakonie:
- wohnortnahe Versorgung, damit Menschen – wenn sie dies wünschen – möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können
- freie Wahl der Wohnform und Pflegeleistung: größere Vielfalt, individuelle Lösungen, mehr Alternativen, verbesserte Beratungsangebote
- Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs
- weniger Bürokratie – mehr Zeit für die Menschen

Familiäre Entlastung: Die meisten pflegebedürftigen Men­schen werden zu Hause versorgt: von Angehörigen, von Pflegediensten, von Nachbarn, Freunden und freiwillig Engagierten. Dieses Netzwerk braucht Unterstützung und Entlastung. Deshalb fordert die Diakonie:
- mehr Schulung, Beratung und Gesprächskreise
- Pflegekurse als Pflichtleistung der Pflegekassen
- Verbesserung der Rentenversicherung für pflegende Angehörige
- bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: durch Lohnersatzleistungen während der Familienpflegezeit/Pflegezeit

Gerechte Finanzierung: Pflege ist viel wert – das muss sich auch in einer solidarischen Finanzierung zeigen: durch angemessene Löhne für Mitarbeitende sowie gleiche Pflege für alle Menschen unabhängig von der Größe des Geldbeutels. Deshalb fordert die Diakonie:
- Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen: verlässlicher Tariflohn für alle Beschäftigten in der Pflege
- dauerhafte und solide Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung
- Verbesserte Absicherung des Pflegerisikos insbesondere für einkommensschwache Menschen
- Finanzierung von wohnortnahen teil- und vollstationären sowie ambulanten Angeboten
- Unterstützung einer sozialraumbezogenen und vernetzten pflegerischen Infrastruktur
- Erhöhung der Leistungen der Pflegeversicherung

Attraktive Ausbildung: Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt – und somit auch der Bedarf an Fachkräften. Höchste Zeit, in den Nachwuchs zu investieren und dafür zu sorgen, dass Pflegeberufe attraktiver werden. Deshalb fordert die Diakonie:
- stabile Finanzierung von Aus, Fort- und Weiterbildung
- neue, attraktive Ausbildungsprofile mit zukunftsweisenden Karrierewegen
- vollständige Förderung der Umschulungen in der Pflege durch die Bundesagentur für Arbeit
- eine einheitliche Pflegeausbildung, die den direkten Einstieg in alle Tätigkeitsfelder des Gesundheits- und Pflegewesens ermöglich

 Die wichtigsten politischen Forderungen der Hamburger Diakonie sind: Entlastung der pflegenden Familien und der Angehörigen, Entbürokratisierung in der Pflege und eine gerechtere Finanzierung der Pflege.