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Das Bundesprogramm

„Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Logo des Bundesprogramms Kita Einstieg Lupe

Bundesweit werden im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ Angebote erprobt und umgesetzt, die erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung vermitteln und Familien über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland informieren. „Kita-Einstieg“ fördert unterschiedliche Angebote und richtet sich u.a. mit Qualifizierungen auch an Kita-Leitungs- und Fachpersonal. Zu diesem Schwerpunkt finden Sie im Diakonische Werk Angebote. 

Die Hamburger Koordinierungsstelle bei der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW) Hamburg e. V. unterstützt die Akteurinnen und Akteure sowie die einzelnen Angebote bei der Vernetzung vor Ort. Ansprechpartnerin in der Koordinierungsstelle ist Frau Christine Laufert, Tel. 040-228645431. 

Das Programm wird vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration gefördert. Mehr Informationen zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ finden Sie auf der Webseite www.fruehe-chancen.de/kita-einstieg.
 

Interkulturelle Qualifizierungsangebote für Kita-Leitungs- und Fachpersonal

Unsere Gesellschaft wandelt sich beständig. Was gestern als richtig empfunden wurde, ist heute vielleicht verpönt – und umgekehrt. Globale Entwicklungen, die uns zunächst weit weg erschienen, sind längst in unserem Umfeld angekommen. Die Diskussionen über Migration und kulturelle Vielfalt verändern sich, auch unter dem Eindruck von Fluchtbewegungen. Neue Herausforderungen und Anliegen tauchen auf, lassen aber auch neue Chancen und Lösungen entstehen. Mit den Jüngsten dieser Gesellschaft diesen Wandel mitzuerleben und zu gestalten gehört zu den Aufgaben der Kita heute.

Unsere Angebote unterstützen Leitungs- und Fachpersonal dabei, sich über einen längeren Zeitraum dem professionellen Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt zu widmen und Kenntnisse zu bestimmten Themen zu vertiefen. Die interkulturelle Orientierung geschieht nicht durch eine einmalige Fortbildung, in der „das Richtige“ gelernt und anschließend angewendet wird. Interkulturelle Orientierung ist ein langfristiger Prozess der Erweiterung von Perspektiven und der allmählichen strukturellen Umgestaltung. 

Auf der Basis der vorhandenen Ressourcen kann für jede Kita das entwickelt werden, was am besten zur eigenen Praxis passt. Sie können von den verschiedenen Angeboten profitieren oder uns Ihre Wünsche und Anliegen mitteilen – das Programm bietet viele Möglichkeiten.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei.
 

Die Qualifizierungsangebote im Überblick: 

  • Begleitung, Fortbildung und Beratung bei Ihnen vor Ort
    Jede Kita hat ihre eigenen Bedingungen, ihr soziales Umfeld, ihre „Kultur“. Was interkulturelle Orientierung im einzelnen Fall bedeutet und wie die konkreten Anliegen sind, ist also sehr unterschiedlich. Auf Wunsch begleiten wir Sie bei Ihren Teambesprechungen und sammeln zunächst Ihre Anliegen und Fragen. In diesem Rahmen kann manches bereits geplant, eingeleitet und/oder geklärt werden. Weitergehende Themen können bei Ihnen mit auf Sie zugeschnittenen Fortbildungen oder Beratungen bearbeitet werden.
    Manchmal gibt es auch das Anliegen, einzelne Fallbeispiele aus dem Kita-Alltag genauer zu betrachten. Eine vielfaltssensible Fallberatung kann dazu beitragen, neue Perspektiven zu entwickeln. Termine sind kurzfristig möglich.
    Bitte sprechen Sie uns an. Gerne planen wir mit Ihnen weiter. 

  • Fachveranstaltungen zu Schwerpunktthemen im Diakonischen Werk
    Manche Themen spielen in der Kita-Arbeit eine besondere Rolle und werden im Fachaustausch immer wieder diskutiert. In loser Folge gibt es kurze Fachveranstaltungen mit Referentinnen und Referenten, die besondere Perspektiven ermöglichen und für Ihre Fragen zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
    Bitte melden Sie sich unbedingt an. Klicken Sie dafür auf das Datum der jeweiligen Veranstaltung. Im Anmeldformular finden Sie weitere Informationen und kommen zudem direkt zur Anmeldung.

    28. Januar 2020, 14:30-17:30 Uhr | Diakonischen Werk, Dorothee-Sölle-Haus, Raum 9
        Sprechen wir über Kostüme!?

        Eine offene Podiumsdiskussion über Kitas, Klischees und pädagogische Haltung

  • „Interkultureller Kita-Alltag“ – Eine Fortbildungsreihe mit ausgewählten Themenschwerpunkten
    Unter dem Motto „Interkultureller Kita-Alltag“ bieten wir dreieinhalbstündige Fortbildungen zu einzelnen Themenschwerpunkten an. Diese kurzen, abwechslungsreich gestalteten Veranstaltungen sind ganz auf einen Themenausschnitt aus dem interkulturellen Themenspektrum konzentriert. Vom Aufbau her sind sie ähnlich: Nach einer gut verständlichen Einführung ins Thema geht es um die Aspekte, die in der Kita-Arbeit vorrangig sind. Für Ihre Fragen und Anliegen gibt es hier Raum.
    Die Module werden zum Teil mehrfach angeboten und können einzeln besucht werden, sie bauen nicht direkt aufeinander auf. Bei der Teilnahme an mehreren Modulen erhalten Sie nach und nach umfassendere Einblicke in sich ergänzende interkulturelle Aspekte der Alltagsbewältigung.

    WICHTIG: Für die Teilnahme ist Ihre verbindliche Anmeldung erforderlich. Beim jeweiligen Termin finden Sie den Link zum Anmeldeformular. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Name und Ihre Mailadresse keine Fehler enthalten und dass Sie unter dieser Adresse kurzfristig erreichbar sind.
    Bitte drucken Sie sich die elektronische Bestätigung Ihrer Anmeldung selbst aus. Ungefähr eine Woche vor dem Veranstaltungstermin erhalten Sie eine Mail mit weiteren Angaben.
     

    1.  Interkultureller Kita-Alltag: Familienkulturen und Erziehungsziele
    Auch wenn wir mit Bewertungen vorsichtig sind, haben wir alle Vorstellungen davon, wie Familien sein und wie Kinder erzogen werden sollten. In dieser Veranstaltung werden unterschiedliche Werte und Haltungen betrachtet und die eigenen erforscht. Welche Rolle spielen kulturell beeinflusste Werte und Erziehungsziele im Alltag der Kita? Woran werden sie erkennbar? Wie können Unterschiede und Gemeinsamkeiten gelebt werden?
    Montag 20. April 2020, 14:30-18:00 Uhr

    2. Interkultureller Kita-Alltag: Kommunikation und Konfliktmoderation 
    Kommunikation wird durch Kultur geprägt und Kultur entsteht durch Kommunikation. Meist verständigen wir uns erfolgreich im Rahmen dieses komplexen Zusammenhangs – manchmal gelingt das nicht. Aus der Vielfaltsperspektive gehen wir unterschiedlichen Kommunikationsformen und Werteorientierungen nach und sprechen über Beispiele aus der Kita.
    Dazu gehört auch die konstruktive Bearbeitung von Konflikten. Wie können wir dabei vorgehen? Aus welcher Haltung heraus spreche und handele ich? Was sollten wir beachten, um im pädagogischen Alltag auch schwierige Gespräche und Situationen leichter zu führen? Diesen Fragen gehen wir auf der Basis von hilfreichen Modellen nach und erarbeiten zudem konkrete Gesprächsführungen.
    Freitag 5. Juni 2020, 09:00-12:30 Uhr

    3.  Interkultureller Kita-Alltag: Stereotype und Geschlechterrollen
    „Doch wer geschlechterstereotypen Vorstellungen nichts entgegenzusetzen hat, bringt sie zwangsläufig immer wieder neu hervor. Diesen Kreislauf gilt es im Interesse unserer Kinder zu durchbrechen … Manchmal genügt es, den Blickwinkel ein klein wenig zu verschieben.“ (Almut Schnerring und Sascha Verlan, https://rosa-hellblau-falle.de/rosa-hellblau-falle/)
    Geschlechterstereotype, Rollenverhalten und -zuweisungen sowie Gender Marketing stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Auch (oder gerade) in der Kita-Arbeit werden alle Konstruktionen um das Thema Geschlecht wirksam. Welche Rolle spielen sie im Kita-Alltag und wie gehen Sie damit um? Welche Erfahrungen und Tipps haben Sie für die Herausforderung, einen Alltag mit möglichst wenig Stereotypen zu gestalten?
    Donnerstag 14. Mai 2020, 09:00-12:30 Uhr

    4.  Interkultureller Kita-Alltag: Kinder und Familien mit Fluchterfahrung
    Bei diesem Themenschwerpunkt wird zunächst ein Blick auf Migration im umfassenden Sinn geworfen. Flucht als eine Form von Migration steht dann im Mittelpunkt. Auch in Hamburg leben zahlreiche Familien mit Fluchterfahrung und viele von ihnen verfügen über hohe Kompetenzen und Ressourcen. Hin und wieder brauchen sie jedoch mehr Unterstützung als andere und manchmal fällt auch der Zugang zur Kita nicht leicht.
    Welche besonderen Bedingungen und Erfahrungen können in der Kita eine Rolle spielen? Wie können Familien bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden?
    Einen Blick werfen wir auf das Thema „Traumata im sozialen Prozess“ (David Becker). Wenn wir Traumata auch als soziale Phänomene begreifen wird deutlich, welche wichtige Rolle das soziale Umfeld und damit auch die Kita-Fachkräfte haben. Was können sie leisten – und was nicht?
    Donnerstag 2. April 2020, 14:30-18:00 Uhr

    5.  Interkultureller Kita-Alltag: Diskriminierung - kann denn „sowas“ in der Kita passieren …?
    Eigentlich wollen die meisten Menschen andere nicht diskriminieren. Viele fühlen sich sogar angegriffen und zu Unrecht „beschuldigt“, wenn sie auf diskriminierendes Verhalten hin angesprochen werden. Und doch geschieht Diskriminierung im Alltag immer wieder. Aus Interpretationen werden Bewertungen, verallgemeinernde Gruppenzuschreibungen und Ausgrenzung.
    Diesem komplexen Vorgang gilt hier die Aufmerksamkeit. Wie können wir dieses Geschehen erkennen? Wer definiert es? Welche Verhaltensmöglichkeiten haben wir? Und kann denn „sowas“ in der Kita passieren …?
    Mittwoch 19. Februar 2020, 14:30-18:00 Uhr

    6.  Interkultureller Kita-Alltag: Elternarbeit aus interkultureller Perspektive
    Die ideale Kita-Arbeit wird heute oft mit dem Bild der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Kita beschrieben. Das ist eine relativ junge, über viele Jahre gewachsene Idealvorstellung, zu deren Umsetzung bestimmte (auch kulturell bedingte) Kenntnisse und Fähigkeiten notwendig sind – bei allen Beteiligten. Es ist nicht immer leicht, diesen hohen Anspruch auch den Eltern nahe zu bringen, ganz gleichgültig, ob diese einen Migrationshintergrund haben oder nicht.
    Welche Fragen stellen sich zudem aus interkulturelle Perspektive?
    In dieser Veranstaltung steht der Austausch der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Welche besonderen Schwierigkeiten gibt es in der Elternarbeit? Welche Erfolge wurden erzielt und welche Empfehlungen haben Sie? 
    Dienstag 26. November 2019, 09:00-12:30 Uhr
    oder
    Dienstag, 24. März 2020, 14:30-18:00 Uhr