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Abend der Begegnung 2019

Lupe Rund 280 Gäste feierten beim Abend der Begegnung der Diakonie Hamburg.

Die Diakonie Hamburg lud am 12. September zum Abend der Begegnung; rund 280 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft kamen und feierten im Besenbinderhof. 

"Die Zukunft der Pflege" war das Thema des Hauptredners Dr. Martin Schölkopf, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Gesundheit: "Wir haben als Bund in den letzten Jahren zahlreiche Gesetze und Initativen auf den Weg gebracht. Denn wir wollen in Zukunft eine quantitav und qualitativ gute Pflege für die Betrofffenen und ihre Angehörigen, aber auch für die Pflegekräfte. Jetzt müssen alle, der Bund, die Länder und viele weitere Pflege-Akteure, nicht zuletzt auch Sie als Träger und Einrichtungen vor Ort, ihren Beitrag leisten, damit die konkreten Maßnahmen auch umgesetzt werden." 

Diakoniechef Landespastor Dirk Ahrens beschrieb in seiner Rede zwei Hoffnungsfelder für die diakonische Pflege der Zukunft: "Pflegekräfte fehlen heute nicht vor allem, weil sie schlecht bezahlt werden, Pflegekräfte fehlen, weil sie sich überfordert fühlen. Deshalb muss jede Verbesserung die vorhandenen Fachkräfte einlasten: Sie müssen gefördert, gewürdigt und unterstützt werden. Ihre Loyalität mit der Arbeit und dem Arbeitgeber muss gepflegt werden. Diakonische Träger haben dafür gute Voraussetzungen, denn bei uns arbeitet man nicht für die zweite Villa der Unternehmensinhaberin, sondern für eine gute Sache." Zum anderen forderte Ahrens, den Weg der interkulturellen Öffnung der Diakonie konsequent weiter zu gehen: "Ich fragte eine chinesische Pflegekraft, was es für sie bedeute in der Diakonie zu arbeiten. Sie antwortete: `Zwei Sachen. Wir nehmen jeden auf, wir kümmern uns um jeden, egal wie schwierig und egal ob arm oder reich. Das finde ich sehr gut. Das ist sehr ungewöhnlich in China! Und immer, wenn ich ein Problem habe, kann ich das meiner Chefin sagen und die sagt: das ist ein kirchliches Haus, wir finden eine Lösung!´ Für mich verdichten sich in dieser Antwort interkulturelle Öffnung, diakonisches Profil und Loyalität."

Veröffentlicht am 13. September 2019