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Abend der Begegnung 2018 der Diakonie Hamburg

Lupe Prof. Dr. Naika Foroutan (Foto: www.simonefriese.de)

Die Diakonie Hamburg lud am Donnerstagabend zum Abend der Begegnung, rund 300 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft kamen zur Veranstaltung im Besenbinderhof. Denkanstöße gab die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Naika Foroutan mit ihrem Vortrag "Die postmigrantische Gesellschaft. Zwischen Ambivalenz und Sehnsucht nach Eindeutigkeit".

Foroutan, Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations-und Migrationsforschung, wies nachdrücklich hin auf das Ungleichgewicht zwischen auch verfassungsrechtlich postulierter Chancengleicheit und tatsächlicher gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund. So machten Migrantinnen und Migranten in sozialen Berufen beispielsweise 20 Prozent mehr unbezahlte Überstunden als Deutsche.

Landespastor Dirk Ahrens nahm Stellung dazu, wie sich die Diakonie in der aktuellen aufgeregten Debatte zu verhalten habe: "Es braucht Disziplin, konsequent auf Seiten der Schwachen und Ausgegrenzten zu stehen, so wie es uns Christus vorgelebt hat. Unser Geschäft ist nicht die Hartherzigkeit sondern die Nächstenliebe. Wir erlauben uns da keine Ambivalenzen. Wir werden kein Verständnis aufbringen für Menschenfeindlichkeit, Hass und Rechtsradikalismus worin auch immer sie begründet sein mögen."

Für einen besonderen musikalischen Rahmen sorgte die Vocal Jazz Combo Turiazz. Turiazz gehört zu "barner 16", einem inklusiven Netzwerk für Kulturproduktionen der Diakonie-Mitgliedseinrichtung "alsterarabeit".

Veröffentlicht am 13. September 2018