Geschichte der Diakonie in Deutschland
Am 21. April 1808 wurde in Hamburg Johann Hinrich Wichern geboren, der spätere Gründer der Diakonie. Er studierte Theologie und gründete 1833 die Stiftung "Das Rauhe Haus".
Am 22. September 1848 forderte er in einer Stegreifrede auf einer ersten gesamtdeutschen Versammlung von Kirchenvertretern in Wittenberg die Christen zur Übernahme von praktischer Verantwortung für die Welt auf. Er regte die Gründung eines "Centralausschusses der Inneren Mission“ an.
Die bestehenden Initiativen und Vereine christlichen Engagements für Arme und Kranke sollten sich über die Grenzen der deutschen Kleinstaaterei hinaus zusammenschließen und unterstützt von der ganzen Kirche die Hilfe für Notleidende ausweiten. Dieser "Centralausschuß“ war ein Vorläufer des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, später gründeten sich in den Regionen "Landesverbände für Innere Mission“.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet. Es erschloss Auslandshilfen und belebte ökumenische Kontakte, um die Hungersnot in Deutschland zu bekämpfen, Vertriebene und Flüchtlinge anzusiedeln und die Jugendberufsnot zu lindern.
Die Innere Mission und das Hilfswerk haben sich seit 1957 in landeskirchlichen Werken zusammengeschlossen. 1975 wurden sie im Diakonischen Werk der EKD vereint. Am 19. März 1991 sind die Diakonischen Werke der Kirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR dem Diakonischen Werk der EKD beigetreten.