Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern (1808-1881) begründete im 19. Jahrhundert die moderne Diakonie. Nach dem Theologiestudium stiftete er 1833 in seiner Heimatstadt das „Rauhe Haus“, ein Rettungshaus für arme und verwahrloste Kinder und 25 Jahre später das Evangelische Johannesstift in Berlin.
Vielerorts in Deutschland waren in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ähnliche karitative Initiativen ins Leben gerufen worden, die Wichern wenige Monate nach der März-Revolution 1848 auf dem Kirchentag in Wittenberg im Central-Ausschuss der Inneren Mission bündelte. Die daraus entstandene evangelisch-soziale Bewegung entwickelte sich zu einem der größten Wohlfahrtsverbände Deutschlands und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Diakonie umbenannt.
Das Kronenkreuz von Richard Boehland von 1925 mit dem in sich verschlungenen I und M (für: Innere Mission) steht als Zeichen für diesen Verband.
Motiv: Porträt von Johann Hinrich Wichern, Gemälde von Jacob Nöbbe, um 1869 © Stiftung Das Rauhe Haus, Hamburg Grafische Bearbeitung des Kronenkreuzes auf blauem Grund, dem heutigen Verbandslogo des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland
Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen