Das Diakonische Werk Hamburg ist umgezogen. Schräg gegenüber von der prunkvollen Fassade des Altonaer Rathauses steht der moderne weiße Bau mit dem blauen Diakonie-Zeichen. Das Zeichen steht für die Hilfe, die von hier aus geleistet wird: Verbandsvertretung für über 300 evangelische Mitgliedseinrichtungen von der Kita bis zum Altenheim und direkte Hilfe durch Beratung und soziale Einzelhilfen.
Für viele Hamburgerinnen und Hamburger ist nun die Königstraße 54 die richtige Adresse: für Jugendliche, die ein Diakonisches Jahr oder Zivildienst machen wollen, für Senioren, die in eine Erholungskur fahren möchten, für Frauen und Männer, die mit sich, dem Partner oder den Kindern Probleme haben, für Suchtkranke, Straffällige, Aussiedler.
Oder um anderen etwas Gutes zu tun: Pakete für St. Petersburg abgeben, fair gehandelten Kaffee im fairwind-BROT-FÜR-WELT-LADEN kaufen, eine Spende abgeben.
Am Freitag feiern alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Einweihung. Und zwar feiern sie gemeinsam mit kirchlichen Nachbareinrichtungen, die auch umgezogen sind, zum Beispiel der Blindenseelsorgerin, dem Flüchtlingsbeauftragten und dem Medienbüro.
Bischöfin Maria Jepsen predigt um 11 Uhr im Gottesdienst in St. Petri Altona, der Kirche gleich um die Ecke. Hier werden Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape und Diakonie-Präsident Neukamm Grußworte sprechen, ansonsten gibt's statt langer Reden einen "Tag der offenen Tür" bis nachmittags 15 Uhr und abends eine Mitarbeiter-Fete.
Rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werks Hamburg haben einen neuen Arbeitsplatz: Statt in der Bugenhagenstraße in der City oder in Außenstellen stehen ihre Schreibtische nun in Altona in der Königstraße Hausnummer 54. Von außen sieht man oben am Haus das Diakonie-Logo. Das haben wir mit dem Umzug auch neu in dieser Form in unser Corporate Design aufgenommen. Es verbindet uns mit der Diakonie in ganz Deutschland. Es gibt 25 diakonische Werke, so wie das in Hamburg, und insgesamt rund 29.000 diakonische Einrichtungen mit etwa 330.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Das alte Haus war von der Stiftung St. Jacobi gemietet, der Vertrag lief aus. Die Stiftung wird das Gebäude gegen ein C&A-Gebäude in der Steinstraße tauschen. Nach einem gründlichen Umbau wird C&A in der Bugenhagenstraße 21 Schulungs- und Werkstatträume einrichten.
Für das Diakonische Werk war dies Haus längst zu klein. In manchen Büros drängten sich zwei Personen auf 10 Quadratmetern. Das neue Haus bietet mit seinen rund 5000 Quadratmetern nicht nur freundliche Arbeitsplätze, sondern auch Gruppenräume, eine Bibliothek und einen BROT-FÜR-DIE-WELT-Laden mit dem Namen fairwind.
Als “Gast-Büros” beherbergt das Haus einige Einrichtungen der nordelbischen Kirche: den Ökumenebeauftragten, das Baudezernat, das Steuerdezernat und die Blindenseelsorge. Der Neubau wird vom Diakonischen Werk wiederum gemietet.
Zum gleichen Zeitpunkt zieht der Kirchenkreisverband Hamburg in die enge Nachbarschaft des Diakonischen Werks. Für seine Geschäftsstelle mietet er Räume in dem renovierten Altbau Schillerstraße 7 und hat wiederum einige “Untermieter”. Im Erdgeschoß wird die Ausländerberatung der Evangelischen Studentengemeinde ihren Dienst anbieten. Nachbarn auf der gleichen Etage sind das Büro der Synodenpräsidentin der Nordelbischen Kirche und die Katholische Medienarbeit Nord, das katholische Engagement im Privatfunk. Im 1. Stock liegt die Kirchenkreisverbands-Geschäftsstelle einschließlich des Medienbüros. Im 2. Stock hat der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Tagungs- und Büroräume. Im 3. Stock hat der Presseverband Nord (epd, ERN, eff, Nordelbische Kirchenzeitung) seinen neuen Standort.