Diakonisches Werk Hamburg

So hilft MONLAR

 

Die Projekte des Netzwerkes MONLAR („Movement for National Land and Agricultural Reform“) sollen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der armen Bevölkerung in Sri Lanka leisten.

Ziel der Arbeit ist es, die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen durch Bildungs- und Beratungsprogramme zu unterstützen. Im Bereich Wiederaufbau setzt MONLAR drei Schwerpunkte:

 
1. Unterstützung, Beratung und Vernetzung

Die Opfer der Flutkatastrophe sind häufig die Ärmsten der Armen. Sie haben vielfach Angehörige und Freunde verloren und sind in dieser schwierigen Situation meist auf sich allein gestellt. MONLAR berät die Betroffenen, klärt sie über ihre Rechte und Entschädigungsansprüche auf und hilft beispielsweise bei der Formulierung von Anträgen.

MONLAR unterstützt die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen, sich gegenseitig zu helfen und ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Dabei werden die Kontakte des MONLAR-Netzwerkes genutzt, um einen Austausch zwischen den unmittelbar betroffenen Küstenregionen und dem Landesinneren aufzubauen, zum Beispiel bei der Nahrungsversorgung.

Bei der Erarbeitung von nachhaltigen Lösungen für den Wiederaufbau vermittelt MONLAR Experten. Die Position der Betroffenen wird so bei Verhandlungen gegenüber dem Staat und Spendenorganisationen gestärkt, und es wird sichergestellt, dass ihre Interessen berücksichtigt werden. Zusätzlich bietet MONLAR eine psychologische Betreuung für die von der Flut traumatisierten Menschen.

 
2. Verbesserung der Gesundheits- und Hygienesituation

Nach der Flut besteht in den Auffanglagern und den größtenteils zerstörten Dörfern immer noch die Gefahr von Seuchen und Krankheiten. MONLAR organisiert medizinische Betreuung, besorgt Medikamente und unterstützt die Arbeit mobiler Gesundheitseinheiten für entlegene Gebiete. Die Verteilung von sauberer Kleidung, Bettlaken, Seife, Zahnpasta, Spielzeug für die Kinder und anderen täglich benötigten Dingen verbessert die Hygienesituation und ermöglicht eine den Umständen entsprechende Rückkehr zum Alltagsleben.

Zudem klären die MitarbeiterInnen von MONLAR über die bestehenden Gesundheitsrisiken auf und verteilt eine Broschüre, die über Seuchenprävention und den Umgang mit verschmutztem Wasser informiert.

 
3. Verbesserung der Versorgung mit Trinkwasser und der Umweltsituation

Sauberes Trinkwasser ist für die betroffenen Gebiete eine unverzichtbare Voraussetzung für die Rückkehr zur Normalität. Die durch das salzige Meerwasser der Flut verunreinigten Brunnen können nicht benutzt werden und sind eine Quelle für Krankheiten und Infektionen. MONLAR stellt fachliche Unterstützung für die Reinigung der Brunnen sowie die Wiederherstellung der Wasserversorgung durch Leitungen und Pumpen bereit.

Außerdem hilft MONLAR mit Personal und Geräten bei den Aufräumarbeiten. Herumliegende Trümmer, die auch die Gesundheit der Menschen oder die Umwelt beeinträchtigen können, werden beseitigt.

Dieser Arbeitsbereich des Projekts fügt sich ein in die Bemühungen von MONLAR, sich für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser einzusetzen und eine Privatisierung der Wasserversorgung zu verhindern.

 



gedruckt am Mo, 21.05.2012 aus http://diakonie-hamburg.de

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