Projekt zum 31.10.2011 beendet
 
EIF-Projekt Mitten im Leben – Diakonie in der Einwanderungsgesellschaft

Sicher mit Differenz und Vielfalt umgehen zu können, gehört im Einwanderungsland Deutschland zu wichtigen Schlüsselqualifikationen, wenn es darum geht, ein respektvolles und friedliches Zusammenleben in einer solidarischen Gesellschaft zu fördern.

Die Diakonie als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege … orientiert sich an gesellschaftlicher Vielfalt. Die Bedürfnisse einer heterogenen Gesellschaft in den Angeboten von Trägern und Einrichtungen des sozialen Hilfesystems zu berücksichtigen, ist Teil des christlichen Profils, das Sicherung von gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengerechtigkeit zum Ziel hat. Interkulturelle Öffnung ist daher ein Gebot, das sich aus dem Selbstverständnis der Diakonie, für alle da zu sein, ergibt.

 

Wer? Wie? Was?

Mit dem Kooperationsprojekt „Mitten im Leben -“, das von dem Diakonischen Werk der EKD und den Landesverbänden Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Baden und Hamburg durchgeführt wird, soll ein Prozess der Interkulturellen Öffnung in den Diakonischen Werken unterstützt und gefördert werden. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Einzelprojekten sollen dazu dienen, ähnliche Prozesse in anderen Einrichtungen und Organisationen voranzubringen. Getragen wird das Projekt vom Europäischen Integrationsfonds (EIF) und hat eine Laufzeit von drei Jahren (01.11.2008 - 31. 10. 2011).

Das Hamburger Teilprojekt „Mitten im Leben – Diakonie in der Einwanderungsgesellschaft“ knüpft an die Arbeit des Referats Migration, Interkulturelle Arbeit und Asyl an, in dem der Schwerpunkt der interkulturellen Öffnung seit langem etabliert ist. Das Diakonische Werk Hamburg will in Landesverband und Hilfswerk sowie in Mitgliedseinrichtungen dafür werben, sich interkulturell zu öffnen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass etwa ein Viertel der Bewohner/innen Hamburgs einen Migrationshintergrund hat. Sich dieser vielfältigen Klientel zu öffnen und Zugangsbarrieren abzubauen, soll mit Blick auf den Anspruch der Diakonie „Wir sind für Alle da“, vorangebracht werden. Das heißt, dass Einrichtungen und ihre Angebote kultursensibel und adäquat auf die Bedarfe der vielfältigen Bevölkerungsgruppen eingehen, um Zugangschancen zu ermöglichen und professionelle Beratung und Unterstützung zu sichern.
 
Projektkoordinatorin
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Projekkoordinatorin ist Sangeeta Fager.

Kontakt: Telefon +49 40 30620-1390 | Fax +49 40 30620-340

Adresse: Königstraße 54 D-22767 Hamburg

 
Und wie soll das gehen?

Leitung und Mitarbeitende sozialer Einrichtungen werden gestärkt, erfolgreich mit Herausforderungen der Arbeit in einer Einwanderungsgesellschaft umzugehen. Sie werden auf dem eingeschlagenen Weg der Interkulturellen Öffnung begleitet.

Das Projekt bietet Trägern und Einrichtungen:

Individuelle Beratung und Begleitung der Organisation:

  • Vorhandene Ansätze kultursensibler, an Vielfalt orientierter Dienste und Angebote werden im Dialog herausgearbeitet und weitergehende Bedarfe ermittelt.
  • Anhand der Ergebnisse werden gemeinsam Maßnahmen und Ziele festgelegt. 
  • Die Umsetzung der Maßnahmen wird kontinuierlich begleitet und mit Leitung und Team besprochen.

Fortbildungen und Veranstaltungen

  • In Fortbildungen werden diese unterschiedlichen Aspekte Interkultureller Kompetenz vorgestellt und erlernt.
  • Anhand unterschieldicher Methoden und Spiele wird Hintergrundswissen über Geschichten der Migration, Begriffe wie Kultur und Werte wird ebenso vemittelt wie eine Reflexion der eigenen kulturellen Prägung unterstützt. 
  • Einzelveranstaltungen zu Fachthemen vertiefen die Auseinandersetzung mit kultursensibler und antidiskriminatorischer Arbeit.

Unterstützung bei der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit

  •  Für die Öffentlichkeitsarbeit werden Strategien entwickelt, wie die Interkulturelle Öffnung sowohl nach innen, für die Mitarbeitenden, als auch nach außen positiv sichtbar gemacht werden kann.
  • Vernetzung und Kooperation mit anderen Einrichtungen wie z.B. Migrantenorganisationen unterstützen den Prozess und dienen der Gewinnung neuer Kontakte.
Zugänge schaffen - Barrieren abbauen - Partizipation ermöglichen
Ein Rückblick auf drei Jahre EIF Projekt in Hamburg "Mitten im Leben - Diakonie in der Einwanderungsgesellschaft". Wenn Sie mehr über das Projekt und die Erfahrungen über den Prozess der IKÖ erfahren wollen, dann laden Sie sich gerne die Broschüre hier herunter:
Abschlussveranstaltung: Interkulturelle Öffnung – Was war? – Was bleibt? – Wie weiter?
Zum Ende des EIF Projektes „Mitten im Leben – Diakonie in der Einwanderungsgesellschaft“ wollen wir Bilanz ziehen: Interviews und Erfahrungsberichte mit Beteiligten geben einen Einblick in die Praxis und Anregungen für die eigene Arbeit. Und es gilt im Rahmen einer Podiumsdiskussion in die Zukunft zu blicken: „Interkulturelle Öffnung – Was bedeutet das für Kirche und Diakonie?“ Das Programm finden Sie hier:
Werbung mit Hintergedanken - Öffentlichkeitsarbeit im interkulturellen Kontext
Öffentlichkeitsarbeit spielt in vielen Bereichen unseres Lebens eine immense Rolle. Auch in der sozialen Arbeit gewinnt die Darstellung dessen, wofür man steht, welche Angebote man hat und welche Zielgruppen es zu erreichen gilt, immer mehr an Bedeutung. Es wird immer wichtiger, die eigenen Angebote, aber auch Positionen nach außen zu transportieren und transparent zu machen – „Werbung“ in eigener Sache zu machen. Wie kann das in einer heterogenen Einwanderungsgesellschaft aussehen? Auf einem Fachtag, auf dem über diese Fragen diskutiert wurde, entstand die Idee, Material zusammenzustellen, das sich mit Bildersprache – Sprache und Bildern – auseinandersetzt. Das Ergebnis dieses Sammelns und noch etwas mehr finden Sie in diesem Handout - zum Selbst-Probieren und Weiterentwickeln…
Recht auf Teilhabe: Wo steht die hh Integrationspolitik?
Die Veranstaltungsreihe wird aus unterschiedlichen Perspektiven zentrale Aspekte der Integrationspolitik aufgreifen und in der Fachöffentlichkeit diskutieren.
Interkulturelle Öffnung - Was ist das? Wem bringt es was? Wie geht das?
Diese Broschüre bietet einen Einstieg für Organisationen und Einrichtungen Diversität aktiv zu gestalten und den Prozess der Interkulturellen Öffnung in die eigenen Strukturen zu gestalten. Zunächst geht es die Klärung der Begriffe Diversity – Management und Interkulturelle Öffnung, Und dann geht es um die Umsetzung in die Praxis: wie kann ein solcher Prozess angegangen werden? Beispiele aus dem dreijährigen EIF Projekt „Mitten im Leben-“ zeigen, wie Prozesse angegangen werden können.
Informationsveranstaltung: Stark sein - Stark machen
Möglichkeiten des freiwilligen Engagements. Zeit und Lust? Mehr darüber erfahren Sie bei Chai, Cafe und Kuchen am 9.6. zwischen 16-18 Uhr in der Königstraße 54:
Interkulturelle Grundqualifizierung 2011
Der Fachbereich Migration und Existenzsicherung bietet 2011 eine ein-jährige interkulturelle Grundqulifizierung für Mitarbeitende aus Diakonie und Kirche an. Wenn Sie mehr wissen möchten, klicken Sie in der linken Spalte auf "Fortbildung Interkulturelle Grundqualifizierung". Den Flyer finden Sie zusätzlich hier:
Stark sein - stark machen!
Freiwilliges Engagement, was ist das? Und: an wen kann ich mich wenden, wenn ich mich engagieren möchte?
Suchtkrankenhilfe für russischsprachige Klienten - Bedarfe, Erfahrungen und Beispiele Guter Praxis 25.10.2010
In der halbtägigen Veranstaltung werden, nach einer grundlegenden Einführung, stationäre und ambulante Suchthilfeeinrichtungen über ihre Arbeit mit russischsprachigen Nutzern berichten. Die Einladung finde Sie hier:
Fachtag: "Öffentlichkeitsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft" am 15.10.2010
Medien machen Meinung. Mit ihrer Hilfe können Themen gesetzt und öffentliche Wahrnehmung gestaltet werden.Für soziale Einrichtungen und die politische Bildungsarbeit stellt sich immer wieder die Frage, wie sie ihre Anliegen und mehr Differenziertheit an „die Medien“ bringen können. Was braucht es, um unterschiedlichen Perspektiven sowie politischen und sozialen Erfahrungen Eingang in den gesellschaftlichen Mainstream zu ermöglichen? Dies und mehr soll am 15.10. auf einem Podium und in Workshops diskutiert werden. Mehr Informationen finden Sie hier:
Integration - Was heißt das schon?
28. September 2010 Vortrag und Diskussion der neuesten Forschungsdaten mit Prof. Yasemin Karakasoglu (Universität Bremen) und Dr. Jens Schneider (Universität Amsterdam).
Workshop:„Öffentlichkeitsarbeit im Interkulturellen Kontext“
4. Dezember 2009, Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54, ReferentInnen:Agapi, Agentur AGAPI; Ali Fathi, Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
„Die Farbe meiner Haut. Die Anti-Rassismus-Trainerin erzählt.“ Lesung von und mit ManuEla Ritz
am 28.10.2009 um 18:30 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus
Freiwilligenarbeit - (K)ein Thema für Migrantinnen und Migranten?
Migrantinnen und Migranten möchten sich engagieren - Einrichtungen und Projekte wünschen sich mehrsprachige engagierte Personen mit Migrationshintergrund. Im Fachgespräch diskutieren beide Seiten miteinander, was notwendig ist, damit sie zusammenkommen.
Die Dokumentation der Auftaktveranstaltung des Projekts kann jetzt heruntergeladen werden.
Fachtag: "Profilsuche - Öffentlichkeitsarbeit im Kontext der interkulturellen Öffnung".