10.09.2010
       
fachthemen-Diakonisches Werk Hamburg
 
Stadtteildiakonie
 

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Nachdem wesentliche Bereiche diakonischer Arbeit zunehmend in diakonischen Einrichtungen außerhalb von Kirchengemeinden geleistet werden, hat sich die Diakonie in den Gemeinden vor Ort unterschiedlich entwickelt. Viele Gemeinden begrenzen ihre diakonische Tätigkeit auf die Kinder- und Jugendarbeit oder die Seniorenarbeit, soweit es gemeindliche Stellen für eine Diakonin oder einen Diakon überhaupt noch gibt.
 
Daneben haben sich aber in den letzten Jahren gemeinwesenorientierte diakonische Ansätze entwickelt, die entgegen dem Trend eine ganzheitliche Sichtweise auf den jeweiligen Stadtteil und seine Bewohnerinnen und Bewohner haben. Sie setzen einerseits auf eine diakonische Gemeindeerneuerung und entwickeln eine Brückenfunktion zwischen vorhandenen sozialen Diensten und Bewohnerinnen und Bewohnern.
 
Mit diakonischer Arbeit im Stadtteil übernehmen Kirchengemeinden soziale Verantwortung für die dort lebenden Menschen und stellen sich den Fragen, die die Menschen in ihrem Lebens- und Arbeitsalltag bewegen. Hiermit leisten sie einen konkreten Beitrag zur Herstellung menschenwürdiger und gerechter Lebensverhältnisse. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Gemeinde für verdeckte soziale Not wird gestärkt. Kirche wird für die Menschen im Stadtteil gleichzeitig wieder direkter erfahrbar.
 
Die diakonische Arbeit im Stadtteil handelt auf zwei Ebenen: Sie ist konkrete Hilfestellung, Dienst am Nächsten für einzelne Menschen in schwierigen Lebenssituationen und sie ist Einmischung von Kirche in die sozialen und politischen Bedingungen, die den Rahmen für die Alltagssituation der Menschen im Stadtteil bilden.
 
Stadtteildiakonie übernimmt damit nicht einfach sozialstaatliche Pflichtaufgaben, sondern eine wichtige Vermittlungsfunktion. Sie handelt anwaltschaftlich und ohne formale Zugangsvoraussetzungen und kann daher auch denen Hilfestellung geben, die offizielle Kontakte zu staatlichen Institutionen meiden.
 
Im Anschluß an einen Workshop Stadtteildiakonie im November 2000 entstand die Idee, eine Aufgabenbeschreibung für die Stadtteildiakonie zu entwickeln, die das Profil dieser Arbeit schärfen und gleichzeitig die Vernetzungsfunktion für eine Region von 3-4 Gemeinden erfüllen kann. Hintergrund dieser Idee ist das Bewußtsein um begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen.
Profil: StadtteildiakonIn
Aufgabenbeschreibung für die Stadtteildiakonie
 
   
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