31.07.2010
       
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Presse-Infos 2003
 

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Für Rückfragen stehen wir Ihnen telefonisch (040 / 30620 - 233) und per e-Mail (info@diakonie-hamburg.de) gerne zur Verfügung.

Heiligabend: „Kollekte für Brot für die Welt“

In allen 183 nordelbischen Gemeinden des Sprengels Hamburg und sieben freikirchlichen Gemeinden wird am Heiligen Abend für „Brot für die Welt“ gesammelt. Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Leiterin des Diakonischen Werks Hamburg, ruft dazu auf: „Wir brauchen die kleinen und großen Spenden vieler Menschen auch in Hamburg für diese Hilfe zur Selbsthilfe.“

Am 1. Advent wurde die bundesweite Eröffnung dieser Spendenaktion im Michel gefeiert. Schon nach diesem Gottesdienst wurden 3.000 Euro in der Kollekte gezählt. Der Heilige Abend ist traditionell der Höhepunkt der Sammelaktion in den Kirchen.

(Hinweis an die Redaktionen: Wir haben die Hauptkirchen gebeten, uns möglichst direkt das Kollektenergebnis mitzuteilen. Sie erfahren es in der Pressestelle des Diakonischen Werks Hamburg unter Telefon 0160/ 90 91 70 32.)

Das ganze Jahr über engagieren sich Menschen für diese Hilfsaktion. Nur einige Beispiele: Am Samstag vor dem 2. Advent erzielte eine ehrenamtliche Spendensammelgruppe auf dem Volksdorfer Markt ihr bisher höchstes Ergebnis: 3.000 Euro. Noch bis Weihnachten verkauft die Bäckerinnung Hamburg das „BROT für die Welt“ mit Zutaten aus den fünf Kontinenten. 400 Hamburger Kinder und Jugendliche haben kreative Werke gestaltet zur Frage: „Was braucht man zum Leben?“

Brot für die Welt – was ist das?
Die evangelischen Kirchen in Deutschland haben 1959 die Hilfsaktion „Brot für die Welt“ ins Leben gerufen. Diese Entwicklungsorganisation unterstützt Not leidende Menschen in den Ländern der Dritten Welt, vor allem in Lateinamerika, Afrika und Asien. Die Bedeutung des Namens „Brot für die Welt“ geht weit über die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, also Brot gegen Hunger, hinaus. Es geht vielmehr um die Bekämpfung der Ursachen, die zu Armut und Hunger führen. Daher packt „Brot für die Welt“ die Not an der Wurzel und hilft bei der Aufklärung und Ausbildung, den Arbeitsbedingungen, der medizinischen Versorgung und anderem mehr.
Das Stichwort heißt Hilfe zur Selbsthilfe. Brot steht als Symbol für die Unterstützung, die die Menschen in der Dritten Welt brauchen, um in ihrer Heimat menschenwürdig leben und überleben zu können. "Brot für die Welt" unterstützt gleichzeitig über 1.200 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Spendenkonto Brot für die Welt Hamburg
Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel, BLZ 210 602 37, Konto 23000
www.brot-fuer-die-welt.de
www.bfdw-hamburg.de

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Pflegeheime: Durch erfolgreiche Verhandlung mehr Personal für alte Menschen - Erste Erhöhung des Personalschlüssels seit Einführung der Pflegeversicherung

Zukünftig können die Hamburger Pflegeheime bis zu 5,1 % mehr Personal für die Pflege und Betreuung einsetzen. Ein Pflegeheim mit 100 Plätzen kann fast zwei Pflegekräfte mehr beschäftigen. Dies ist ein Erfolg von Verhandlungen der Hamburgischen Pflegegesellschaft (HPG) mit den Landesverbänden der Pflegekassen und der Sozialbehörde als Sozialhilfeträger.

In der HPG sind Trägerverbände zusammengeschlossen, die mehr als 96 % der Hamburger Pflegeeinrichtungen umfassen. Der größte Verband in der HPG ist die Diakonie mit 5.000 Plätzen in vierzig Pflegeheimen. Katrin Kell, Fachbereichsleiterin Pflege und Soziale Hilfen im Diakonischen Werk Hamburg, stellt fest: „Diese Verbesserung der Personalausstattung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn nur eine kleine Verbesserung der Rahmenbedingungen durchgesetzt werden konnte, ist dies in der heutigen Zeit, in der aufgrund der leeren öffentlichen Kassen die Standards im Sozialbereich eher abgesenkt werden, durchaus bemerkenswert.“

Der Personalschlüssel, also das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Pflegebedürftigen, war seit der Einführung der Pflegeversicherung nicht erhöht worden. Seitdem hatten sich aber der Anteil der demenzkranken Heimbewohner und die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität in den Pflegeheimen deutlich erhöht. Jahrelange Proteste hatten kein Gehör gefunden. Einen Durchbruch brachte das international anerkannte Personalbemessungsverfahren PLAISIR©, das 2002 in ausgewählten Hamburger Einrichtungen durchgeführt wurde. Es ergab mit konkreten Zahlen, dass für die notwendige pflegerische Versorgung eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssel erforderlich sei.

Daraufhin wurden die Kostenträger im April 2003 zu Verhandlungen über eine Ergänzung des Landesrahmenvertrages um landesweite Personalrichtwerte aufgefordert. Seitdem wurde hart am Verhandlungstisch gerungen. Endlich zeigten die Kostenträger sich den Argumenten der Pflegeheime gegenüber aufgeschlossener. Gefordert wurden auf Grund der PLAISIR©-Erhebung mehr als vierzig Prozent, erreicht wurden schließlich etwa fünf Prozent. Auch weiterhin besteht also eine Diskrepanz zwischen der für die notwendige pflegerische Versorgung notwendigen personellen Ausstattung in den Hamburger Pflegeeinrichtungen und den nunmehr vereinbarten Personalschlüsseln.

Informationen bei Dr. Stefan Pabst, Diakonisches Werk Hamburg, Referat für stationäre und teilstationäre Altenhilfe, Tel.: (040) 30620-279

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Wechsel im Vorstand des Diakonischen Werks Hamburg:
Diakon Hartmut Sauer wurde verabschiedet

Diakon Hartmut Sauer (54), stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Hamburg und Vorstand Soziales und Ökumene scheidet zum Jahresende aus dem Diakonischen Werk aus. Über 200 Gäste aus allen Bereichen seines Wirkens – darunter Bischöfin Maria Jepsen, Synodenpräsident Hans-Peter Strenge sowie die Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Dorothee Freudenberg (GAL) und Petra Brinkmann (SPD) - verabschiedeten ihn heute Mittag mit einem Gottesdienst in der Petrikirche Altona.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg (53) predigte. Angesichts ihrer außerordentlich guten Zusammenarbeit bedauere sie Sauers Entschluss sehr, sagte sie. Sauer sei wie sie von der Zukunft der Diakonie überzeugt.

Einige Meilensteine seiner neunjähriger Tätigkeit: Sauer begleitete zum Beispiel die Einführung der Pflegeversicherung in den rund 80 Pflegediensten und Pflegeheimen der Diakonie und die Umstellung auf das Kita-Gutschein-System in den 161 evangelischen Kindertagesstätten. Mit der Stadt wurde erfolgreich die Absenkung des Eigenanteils bei den kirchlichen Kindertagesstätten verhandelt. Durch seine Initiative wurde die Hamburgische Pflegegesellschaft gegründet, deren Vorsitzender er ist. Sie vertritt freigemeinnützige, privatgewerbliche und kommunale Träger, die zusammen 96 % aller Pflegeleistungen in Hamburg anbieten.

Bischöfin Maria Jepsen, die Sauer schon aus der Zeit kennt, als sie Harburger Pröpstin und er Sozialstationsleiter in Wilhelmsburg war, dankte ihm, daß er manches kritisch zur Sprache gebracht habe, „auch wenn wir manchmal darüber in Streit geraten sind“. Sie schenkte ihm ein Beutelchen Salz als Symbol der Einmischung und ein Hoffnungskreuz, als Zeichen, dass er als Mitarbeiter der evangelischen Kirche weiter im Dienst sei.

Pastor Ulrich Heidenreich, ehemaliger Vorsteher des Rauhen Hauses und langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender des Diakonischen Werks Hamburg, kennzeichnete Hartmut Sauer in seinem Grußwort als einen, der sich klare Ziele stecke und sie „freundlich und hartnäckig“ verfolge. Charakteristisch sei sein Bemühen um Gerechtigkeit, sowohl für die hilfsbedürftigen Menschen wie auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Norbert Keßler (50), Geschäftsführer des Caritasverbandes, der als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege sprach, dankte Sauer für die Hilfe, die er ihm am Beginn seiner Tätigkeit geleistet habe. Die sozialpolitische Landschaft in Hamburg sei ohne Hartmut Sauer nicht vorstellbar, sagte er.

Prof. Fokko ter Haseborg vom Albertinen-Diakoniewerk, der als Vertreter der freigemeinnützigen Krankenhäuser ein Grußwort hielt, würdigte Sauer als „profilierter Kopf in der Öffentlichkeit und in der Politik“, der deutlich Stellung beziehe und – wie kürzlich im Zusammenhang mit dem LBK-Verkauf - Kritik laut mache. Ter Haseborg: „Das ist umso wichtiger in der derzeitigen Lage mit dem gewaltigen Umbau unseres gesamten Sozial- und Gesundheitssystems.“

Dr. Torsten Schweda, Alten Eichen, Aufsichtsratsvorsitzender des Diakonischen Werks Hamburg, führte aus, wie er Hartmut Sauer neben den Landespastoren Dr. Stephan Reimers und seiner Nachfolgerin Annegrethe Stoltenberg als „ein Gesicht der Diakonie in Hamburg“ erlebt habe. Er erinnerte an das von Hartmut Sauer verfasste „Pflegeplädoyer“, in dem er sich für eine Reform der Pflegeversicherung einsetzt.

Das Diakonische Werk ist der größte Zusammenschluss freigemeinnütziger Anbieter sozialer Dienstleistungen in Hamburg und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.

In Sauers Vorstandsbereich Soziales und Ökumene arbeiten 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie leisten unter anderen die verbandliche Vertretung für 140 Heime, Pflegedienste und andere Angebote für alte und kranke Menschen sowie für zwölf Krankenhäuser, 161 evangelische Kindertagesstätten, zahlreiche Jugendhilfe- und große Behinderteneinrichtungen wie die der Evangelischen Stiftung Alsterdorf oder des Rauhen Hauses sowie die Bereiche Migration, „Brot für die Welt“ und die Partnerschaft mit St. Petersburg.

Neuer Vorstand Soziales und Ökumene wird zum 1.1.2004 die Sozialpädagogin Gabi Brasch (41), zurzeit Fachbereichsleiterin im Diakonischen Werk Hamburg.

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Statement zum Aus der Koalition von Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Hamburg:

Neuwahlen sind eine richtige Entscheidung des Bürgermeisters. Viel zu lange hat die Polemik Schills das Bild Hamburgs nach außen beschädigt. Hamburg braucht eine verlässliche, stabile Regierung, um die schwierigen Veränderungen des Sozialstaats zu gestalten. Wir erwarten, dass es wieder eine politische Kultur der Beteiligung gibt, welche alle Gestalter unserer Gesellschaft einbezieht, nicht nur den Wirtschaftsbereich.
Und wir erwarten, dass in Hamburg eine Sozialpolitik gemacht wird, die ihre Begründung nicht in der Diskrimierung von Sozialhilfeempfängern und Flüchtlingen sucht.

Außerdem laden wir Sie ein zur Verabschiedung des Vorstands Soziales und Ökumene, Hartmut Sauer, am Donnerstag dieser Woche. Näheres entnehmen Sie der beigefügten Datei. Da sich über 200 Gäste aus allen Bereichen von Kirche und Sozialpolitik angemeldet haben, wird der Empfang sicher auch ein interessantes Diskussionsforum der aktuellen Lage sein.

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Alsterlauf für Mitternachtsbus

„Eine Stadt hält zusammen und läuft sich warm.“ Unter diesem Motto veranstaltet die Firma STORM-Team mit Hilfe von Laufwerk Hamburg und Royal Sports Club am Sonntag, 14. Dezember, 12 Uhr, einen Lauf rund um die Alster.

Das Startgeld in Höhe von 8 Euro pro Person geht als Spende an den Mitternachtsbus des Diakonischen Werks Hamburg. Mit diesem Bus versorgen Ehrenamtliche jede Nacht Obdachlose an ihren Schlafplätzen.

Start und Ziel sind an der Außenalster, Harvestehuder Weg vor dem Lokal Cliff. Alle erhalten Teilnahmebestätigungen und heiße Getränke. Gruppen werden je nach Größe besonders ausgezeichnet.
Infos unter Tel. 43280072.

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"Brot zum Leben - Alles was recht ist"

45. Aktion "Brot für die Welt" in Hamburg eröffnet

Unter dem Motto "Brot zum Leben - Alles was recht ist" ist am Sonntag die 45. Aktion "Brot für die Welt" in Hamburg eröffnet worden. Bei einem Festgottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis rief Bischöfin Maria Jepsen zur Solidarität mit den ärmeren Völkern der Welt auf. "Auf die Ansage vom Frieden auf Erden und von Gottes Gerechtigkeit für alle Menschen können und wollen wir nicht verzichten", sagte sie in ihrer Predigt.

"Advent ist die Zeit der Erwartung", so Bischöfin Jepsen. "Der Advent läßt uns feinfühliger und sensibler werden. Auch uns unbekannte Menschen treten in unser Blickfeld anders als sonst, Arme in unserer Stadt, Geschundene und Verfolgte, AIDS-Opfer in Südafrika, Flüchtlinge und Hungernde in aller Welt." Da gewinne das Vaterunser mit der Bitte um tägliches Brot neues Bedeutung. "Afrika - ein vergessener Kontinent?" fragte sie. "Von uns vielleicht manchmal, von Gott aber nicht."

Ex-Tagesschausprecher Wilhelm Wieben rief in dem von der ARD übertragenen Gottesdienst dazu auf, "reichlich zu spenden und Leben zu schenken".

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) würdigte am Vorabend in ihrem Grußwort beim Festakt im Internationalen Seegerichtshof den Einsatz von "Brot für die Welt" für die Menschenrechte, für globale Rechtsstaatlichkeit und gerechte Welthandelsbeziehungen.

An dem Festakt nahmen fast 300 Gäste teil, unter ihnen Bürgerschaftspräsidentin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Bildungssenator Reinhard Soltau und Handwerkskammerpräsident Peter Becker sowie Vertreter der Diakonie aus ganz Deutschland.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg als Gastgeberin der diesjährigen bundesweiten Eröffnung dankte allen, die sich in Hamburg für "Brot für die Welt" einsetzen, unter anderem den Bäckern der Bäckerinnung, die schon 50.000 Laibe einer Sorte "BROT für die Welt" verkauft haben und dies bis Weihnachten fortsetzen, sowie den fast 500 Kindern und Jugendlichen, die sich an einem Kreativwettbewerb beteiligt hatten.

Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" wurde 1959 in Berlin gegründet. Derzeit werden etwa 1200 Projekte zur Selbsthilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt. Arbeitsschwerpunkte sind Ernährungssicherung, Gesundheitsversorgung, der Kampf gegen HIV/Aids, Bildung sowie Friedens- und Versshnungsarbeit. Seit der Gründung hat "Brot für die Welt" mit über 1,2 Milliarden Euro Entwicklungsprojekte unterstützt. Die nächste bundesweite Eröffnung wird am 1. Advent 2004 in Speyer stattfinden.

Für Rückfragen erreichen Sie mich unter 0160/90 91 70 32 oder Ute Dilg,
die Pressereferentin von "Brot für die Welt" auf Bundesebene, unter Tel. 0172/6259352.

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Tagung: "Kulturdolmetscher für Flüchtlinge"
Premiere: Dokumentarfilm von Marily Stroux und Beatrice Babin

Am Montag, dem 1. Dezember, wird in einer Tagung von 10 bis 15 Uhr im Museum der Arbeit das Projekt „Kulturdolmetscher für Flüchtlinge“ vorgestellt. Träger des Projektes ist das Diakonische Werk Hamburg, Kooperationspartner sind das Institut für Interkulturelle Bildung der Universität Hamburg und das Pädagogisch-Theologische Institut Hamburg.

Das vom Europäischen Flüchtlingsfonds geförderte Projekt qualifiziert dazu, Asylbewerber im Alltag sachkundig zu begleitenden. Die Ehrenamtlichen helfen Flüchtlingen bei Behördengängen und Arztbesuchen und gestalten ihre Freizeit mit ihnen. Die „Kulturdolmetscher“ erhalten ein Zertifikat, das sie im Umgang mit Behörden und Beratungsstellen als kompetente Gesprächspartner ausweist.

Um die Methode auch anderen Einrichtungen zugänglich zu machen, stellt die EU-Tagung Kernaspekte des Modellprogramms vor. Die Projektleiter und die Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen Kirche, Pastorin Fanny Detloff informieren. Marily Stroux und Beatrice Babin zeigen zum ersten Mal ihren Dokumentarfilm zum Projekt. Anschließend ist Teilnahme an einer Führung durch die Ausstellung „Geteilte Welten“ möglich.

Absolventen der Qualifizierung sagen:
„Gerade in der wachsenden EU ist es sinnvoll, die eigene Identität und das Positive im zunächst Fremden wahrzunehmen.“
„Die wenigen Beratungsstellen in Hamburg können den Bedarf an Informationen und Unterstützung des Einzelnen nicht leisten.“

„Es ist zu befürchten, dass die Verschärfung der EU-Regelungen zu weiterer Abschottung der Flüchtlinge vom öffentlichen Leben auch in Hamburg führen wird.“

TERMIN:
Montag, 1.12.2003
Ort: Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, U/S-Bahnhof Barmbek
Zeit: 10.00 -15.00 Uhr, anschließend Führung durch die Ausstellung Geteilte Welten.
Tagung kostenlos, Führung 3 Euro.

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Einladung zu den Höhepunkten der ”Brot für die Welt”-Eröffnungsfeiern

Liebe Journalistinnen und Journalisten,

”Brot für die Welt”, die Hilfsaktion der evangelischen Kirchen, startet jedes Jahr am 1. Advent die neue Spendenaktion mit einem Fernsehgottesdienst, der von der ARD übertragen wird. Dieses Jahr ist Hamburg der Gastgeber. Wir laden Sie herzlich ein zu den Höhepunkten der Eröffnungsfeiern:

Montag, 24. November, 18 – 18.40 Uhr, in der Hauptkirche St. Petri, Vernissage des Kreativwettbewerbs für Kinder und Jugendliche, unter dem Motto “Was braucht man zum Leben?”. Mit Popsängerin Jasmin Wagner (Jurymitglied). Vorab um 17.30 Uhr Fototermin mit Jasmin Wagner und den Preisträgern. Bis 6. Dezember werden die Werke dort ausgestellt. Öffnungszeiten: mo-fr 10-18 Uhr, sa/so 10-17 Uhr.

Mittwoch, 26. November, 10 Uhr, Pressegespräch im Herrensaal der Hauptkirche St. Petri (Eingang durch die Kirche). Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und Zandile Nhlengetwa, Südafrika, berichten über das Hilfsprojekt SINANI, das mit Unterstützung von “Brot für die Welt” in der von Aids und Gewalt geprägten Provinz KwaZulu/Natal arbeitet. Stoltenberg hatte dies Projekt im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Gastgeberschaft

Sonnabend, 29. November, 18 Uhr, Festakt mit geladenen Gästen. Der internationale Seegerichtshof stellt “Brot für die Welt” dafür in einer einmaligen Ausnahmegenehmigung seine Räume kostenlos zur Verfügung. Norbert Radzanowski, Nordelbische Kirche, und Landespastorin Annegrethe Stoltenberg moderieren einen multimedialen Abend zum Thema Grundbedürfnisse (“basic needs”) mit: Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bürgerschaftspräsidentin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Bischöfin Bärbel-Wartenberg-Potter, Zandile Nhlengetwa, Projekt SINANI, Südafrika, Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin “Brot für die Welt” Deutschland, Jürgen Gohde, Präsident Diakonisches Werk der EKD, den Gewinnern des Kreativwettbewerbs und anderen.

1. Adventssonntag, 30. November, 10 Uhr (Letzter Einlass 9.30 Uhr!) Adventsgottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis mit der zentralen Eröffnung der Spendenaktion. Predigt: Bischöfin Maria Jepsen. Mit vielen Mitwirkenden, unter anderem der Tanzgruppe der Lola Rogge Schule, SINANI-Direktorin Zandile Nhlengetwa, Ex-Tagesschausprecher Wilhelm Wieben, der Sängerin Audrey Motaung, dem Chor und Orchester St. Michaelis.

Bitte melden Sie sich an, vor allem für den Festakt, da der Internationale Seegerichtshof besondere Sicherheitsanforderungen stellt.

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Erstmals Gedenkgottesdienst für verstorbene Obdachlose

Wenn am kommenden Ewigkeitssonntag (23.11.2003) in den Kirchen die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Gemeindeglieder vorgelesen werden, wird zum ersten Mal auch in einem speziellen Gottesdienst der verstorbenen Obdachlosen gedacht.

Der ökumenische Gottesdienst wird um 18 Uhr von dem evangelischen Pastor Helmut Kirst und dem katholischen Pastor Michael Kandzia in der Christuskirche in Eimsbüttel gefeiert. Schon 120 Namen von Obdachlosen sind den Organisatoren im Diakonischen Werk Hamburg dafür gemeldet worden.

Die Idee hatte Dr. Frauke Ishorst-Witte, die als Ärztin zwei Sprechstunden für Obdachlose hält – eine in der Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose des Diakonische Werks Hamburg und eine zusammen mit der Caritas in der Notunterkunft Pik As.

Vorbild ist ein ähnlicher Gottesdienst in Mainz. Dieser Gottesdienst findet jedes Jahr großen Zuspruch, sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfseinrichtungen als auch bei den Obdachlosen, denn so können sie von den Verstorbenen Abschied nehmen. Die Beerdigungen selbst finden meist anonym und ohne Trauerfeierlichkeiten statt.

Informationen bei Peter Schröder-Reineke, Fachbereichsleiter Gefährdetenhilfe im Diakonischen Werk Hamburg und Geschäftsführer der Ev. Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Telefon 040/306 20 289.

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Reaktion des Diakonischen Werks Hamburg zum Rücktritt von Senator Lange

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg sagt:
"Angesichts des Chaos um den Kita-Gutschein kommt der Rücktritt nicht unerwartet. Die Lage hatte sich immer dramatischer entwickelt. Es ist konsequent, dass der Senator dafür die politische Verantwortung übernimmt. Jetzt müssen schnell Lösungen für die offenen Probleme gefunden werden. Wie kann das Kita-Gutschein-System so ausfinanziert werden, damit es seinem eigenen Anspruch gerecht wird, das Elternwahlrecht bei der Kita-Betreuung zu ermöglichen?"

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Senat erfüllt die Kita-Rechtsansprüche nicht
Finanzloch war voraussehbar

In der gestrigen Presseerklärung des Senats heißt es: “Alle Rechtsansprüche auf Kita-Plätze werden in vollem Umfang erfüllt”. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Allen Leistungsanbietern von Kita-Plätzen wurde gestern kurz nach dieser Senatsmitteilung erklärt, dass ab sofort keine Gutscheine – auch nicht für 4-Stunden-Plätze nach dem Rechtsanspruch – mehr ausgestellt werden. Auch Weiterbewilligungen sind gestoppt.

Damit ist für viele Eltern ab sofort unklar, wie sie künftig Familie und Beruf in Einklang bringen können. Obwohl die Behörde den betroffenen Eltern stets zugesagt hatte, dass trotz fehlender Bescheide ihre Kinder in der Einrichtung weiter betreut werden können, werden wohl die Eltern die Betreuungskosten selbst tragen müssen. Statt den Systemwechsel für Kinder, Eltern und Kindertagesstätten möglichst verträglich zu gestalten, fährt die Politik die Kinderbetreuung in Hamburg immer weiter an die Wand. Ist damit das Kita-Gutschein-System schon am Ende?

Allen politisch Verantwortlichen dieser Stadt musste doch bewusst gewesen sein, dass zum Start des neuen Systems mit entsprechenden Übergangsregelungen zur Sicherung der Betreuungskontinuität der Kinder die Ausgaben bei gleicher Platzzahl kurzfristig höher sein werden. Erst mit Auslaufen dieser Übergangsregelungen würde das Gutscheinsystem Mittel freisetzen, die dann für den notwendigen Ausbau weiterer Plätze in Hamburg genutzt werden können.

Warum Senator Lange nicht bereits vor Einführung des Gutscheinsystems die dafür erforderlichen Haushaltsmittel bei seinem Senatskollegen Peiner eingeworben hat, bleibt ein Rätsel. Jedenfalls wird mit der jetzigen Senatsentscheidung der “Gutschein-Karren” immer tiefer in den Dreck gefahren. Leidtragende des Gutscheinchaos sind die Kinder und deren Eltern, aber auch die Kindertageseinrichtungen.

Ansprechpartner:

Uwe Mühling / Fachbereichsleiter / Tel. 30620-234
Jens Kretzschmar / Projektleiter / Tel. 30620-263

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“Brot für die Welt” in Hamburg: Umzug der Bäckerinnung mit dem längsten Brot der Welt

Am kommenden Sonnabend (8. November) tragen die Bäcker der Hamburger Bäckerinnung, beleitet von der 17-jährigen Erntekönigin Maike Pepers aus den Vier- und Marschlanden, ab 11.30 Uhr das “längste Brot der Welt” in einem Umzug von der Wandelhalle des Hauptbahnhofs bis in die Hauptkirche St. Petri. Das fast 13 Meter lange Brot wird aus einem speziellen Teig mit Zutaten aus allen Kontinenten gebacken. In der Kirche segnet Hauptpastor Christoph Störmer das Brot, bevor es dann in einem Zelt vor der Kirche zu Gunsten von “Brot für die Welt” verkauft wird. Diese Segnung des Brotes wurde von der Kita der Hauptkirche St. Petri vorbereitet. Auch Kinder und Eltern der Kita sind dabei, wenn die Bäcker das Brot auf einer Feuerwehrleiter aufbauen und dann durch die Mönckebergstraße tragen. Dazu spielt die Gruppe “dube” südafrikanische Musik.

In den 600 Filialen der Bäckerinnung wird diese Sorte als “Brot für die Welt” noch bis Weihnachten verkauft – hier allerdings in kleinen Laiben. Anlass ist die Eröffnung der bundesweiten evangelischen Hilfsaktion am 1. Advent im Hamburger Michel.

An dem bunten Umzug beteiligen sich viele Bäcker in weißer Montur, darunter der Obermeister der Bäckerinnung, Jan-Henning Körner, der Bergedorfer Bäckermeister Heinz Hintelmann, der Bäcker aus der Lehrbackstube Stefan Marks, Hans-Otto und Margit Lang vom Trachtenverein Vierlanden, die Kita Hauptkirche St. Petri mit ihrer Leiterin Sigrid Benthien und andere Spender und Unterstützer von “Brot für die Welt”

Zeitplan:
ab 10.30 Uhr Aufbau des Brotes auf einer 13 Meter langen Feuerwehrleiter je nach Wetter vor oder in der Wandelhalle, Glockengießerwall

11.30 Uhr Start des Umzugs
12.15 Uhr: Eintreffen in der Hauptkirche St. Petri, Segnung des Brotes.
ab 12.30 Uhr: In einem Zelt vor der Kirche wird das längste “Brot für die Welt” verkauft.

Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" wurde 1959 erstmals in Berlin eröffnet. Mittlerweile unterstützt "Brot für die Welt" gleichzeitig über 1.800 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika

Weitere Infos unter www.bfdw-hamburg.de

Spendenkonto: Brot für die Welt Hamburg,
Konto-Nr. 23000 bei der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft,
BLZ 210 602 37

Weitere Termine im Rahmen der bundesweiten Eröffnung in Hamburg:

Noch bis Weihnachten: Kinder backen das “Brot für die Welt”
Brotbackaktion mit Kindergruppen in Zusammenarbeit mit der Hamburger Bäckerinnung. Reportagetermine bei Marianne Rennberger, “Brot für die Welt” Hamburg, Telefon 306 20 221

Vernissage am 24. November, 18 Uhr, in der Hauptkirche St. Petri:
Jasmin Wagner unterstützt “Brot für die Welt”-Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche

Eventuell: Pressegespräch am Mittwoch, 26. November, 9.30 Uhr, im Diakonischen Werk Hamburg
Mit Zandile Nhlengetwa, Südafrika, und Landespastorin Annegrethe Stoltenberg. Bitte Termin notieren, Einladung folgt!

Zu Gast in Hamburg: das “Brot für die Welt”-Projekt SINANI am Mittwoch, 26. November, 19 Uhr, in der Rathauspassage
Thema: Gewalt kann überwunden werden. Das “Brot für die Welt”-Projekt SINANI, vorgestellt von Zandile Nhlengetwa, Südafrika. Vortrag, Gespräche.

Festakt mit am Sonnabend, 29. November, 18 Uhr, im internationalen Seegerichtshof.
Ein multimedialer Abend mit “Brot für die Welt”, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bürgerschaftspräsidentin Dr. Dorothee Stapelfeldt, den Gewinnern des Kreativwettbewerbs und rund 300 geladenen Gästen.

Zentrale Eröffnung der Spendenaktion am 1. Adventssonntag, 30. November im Gottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis, 10 Uhr
(Letzter Einlass 9.30 Uhr!) Mit ARD-Fernsehübertragung.

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Diakonie zur Halbzeitbilanz der Sozialsenatorin

Drei mal drei:

  • falsche Schwerpunkte,
  • Lücken in der Bilanz,
  • Mängel in der praktischen Umsetzung guter Ideen

In der Halbzeitbilanz der Sozialsenatorin sieht das Diakonische Werk Hamburg falsche Schwerpunkte, große Lücken und Mängel in der praktischen Umsetzung guter Ideen. Jeweils drei Beispiele:

Falsche Schwerpunkte
1. Sozialhilfemissbrauch: Die Bekämpfung von Sozialhilfemissbrauch ist eine wichtige Alltagsaufgabe und muss von der Behörde organisiert werden. Das Thema gewinnt jedoch in der öffentlichen Darstellung eine Betonung, die nicht der – von der Behörde selbst festgestellten – Missbrauchsrate entspricht: Lediglich 2 % aller Sozialhilfeempfänger erhalten diese Unterstützung zu unrecht. Um das soziale Klima in der Stadt nicht weiter zu verschlechtern, ist statt einer Stigmatisierung eine ausgewogene Betrachtungsweise nötig.

2. Sparen bei der Sozialhilfe: Hamburg ist eine teure Stadt. Deshalb ist das Ziel der Angleichung der Sozialhilfe an das Niveau anderer Städte falsch. Leistungen wie das Sozialticket dürfen nicht einfach abgebaut werden, denn die Sozialhilfe hat die Aufgabe, Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen. Die Situation von Menschen in Not, die sich nicht selbst helfen können, hat sich durch das Sparprogramm nicht verbessert.

3. Geschlossene Unterbringung / FIT: Die “Law-and-Order-Politik” der geschlossenen Unterbringung wird als Erfolg dargestellt, obwohl erhebliche fachliche Bedenken bestehen. Außerdem zeigt sich, dass bisher die Hälfte der dort Eingewiesenen mindestens einmal ausgerissen ist und die Plätze nicht einmal zur Hälfte belegt sind. Durch die mangelnde Auslastung entstanden der Stadt allein bis August dieses Jahres zusätzliche Kosten in Höhe von 529.000 Euro, die der Jugendhilfe an anderer Stelle fehlen.

Lücken in der Bilanz
Wo die Bilanz keinen Erfolg vorweisen kann, lässt sie eine Lücke. Statt dessen werden zum Teil Maßnahmen genannt, die das eigentliche Problem nicht benennen, geschweige denn lösen.

1. Beispiel Wohnungslosenhilfe: Die Wohnungslosenhilfe wird überhaupt nicht erwähnt, da trotz vieler Versprechen und Ankündigungen der Senatorin bisher keine Regionalisierung stattgefunden hat. Die Zahl der Obdachlosen steigt weiterhin an, die Unterkünfte sind überbelegt. Sowohl bei der ambulanten Wohnungslosenhilfe wie beim Winternotprogramm gibt es Einsparungen.

2. Beispiel Altenhilfe / Pflege: Da ist von der erfolgreichen Kampagne zur Gewinnung von mehr Altenpflege-Azubis die Rede, aber kein Wort fällt über die Krise in der Pflege insgesamt. In Hamburg gibt es keine Verbesserung der Pflegesituation, eher eine Verschlechterung. So gestalten sich die Vergütungsverhandlungen in der stationären Pflege stetig schwieriger: Durch die Blockadehaltung der BSF wird die Qualität in der Pflege ständig schlechter, da mit den Angeboten der BSF noch nicht einmal die allgemeinen Kostensteigerungen finanziert werden können.

Kein Wort verliert die Sozialsenatorin auch über die Situation der ambulanten Pflege in Hamburg. Aufgrund der unzureichenden Bezahlung der ambulanten Pflegeleistungen durch den Sozialhilfeträger und durch die Pflegekassen steht die ambulante Pflege speziell im Bereich der freien Wohlfahrtspflege vor dem finanziellen Kollaps. Gewachsene Strukturen der pflegerischen Versorgung und der tariflichen Absicherung der Pflegemitarbeiterinnen werden einem Markt mit Preisdumping geopfert. Der Sozialhilfeträger entzieht sich hier komplett seiner sozialpolitischen Verantwortung.

3. Beispiel Hilfen für behinderte Menschen: Weil die städtischen Kassen leer sind, verhandeln die Behinderteneinrichtungen zur Zeit notgedrungen Neuvereinbarungen zur Finanzierung der stationären und ambulanten Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, die in den nächsten Jahren zu erheblichen Standardabsenkungen führen werden. Für solche Einschnitte muss die Senatorin öffentlich die politische Verantwortung übernehmen.

Mängel in der praktischen Umsetzung guter Ideen

1. “Hamburger Familienfreundlichkeit” Gut, dass die Familienpolitik wieder einen eigenen Stellenwert besitzt. Die Förderung von Projekten und eine höhere Bezuschussung von Angeboten der Familienbildung unterstützen wir. Nur können einzelne Projekte den massiven Verlust nicht ausgleichen, den gerade Familien mit besonderem Hilfebedarf durch das Kita-Gutschein-System jetzt und nach Auslaufen der Übergangsregelung im neuen Jahr erleiden.

Wie die Senatorin selbst bekannt gibt, sind die Frauenhäuser zu über 100 % ausgelastet. Deshalb kann dort frühestens dann gespart werden, wenn sich durch die geplante Interventionsstelle ein Rückgang der hilfesuchenden Frauen konkret gezeigt hat.

2. Neuausrichtung der Jugendhilfe: So sehr der Ausbau präventiver Angebote im Bereich der Jugendarbeit und Familienbildung zu begrüßen ist, so sehr wird die Diffamierung des Arbeitsfeldes "Erziehungshilfen" kritisiert. Präventive Angebote können die Einzelfallhilfen nicht ersetzen. Insofern gehen die Kürzungen von 4 Mio. Euro in 2003 und weitere geplanten Kürzungen von 8,7 Mio. Euro in den kommenden Jahren allein auf Kosten der in Not befindlichen Kinder und Familien, die sich nicht aus eigener Kraft helfen können. In eklatanter Weise widerspricht die Senatorin in ihrem eigenen Grundsatz, hilfsbedürftigen Menschen zu unterstützen.

3. Beschäftigung für Sozialhilfeberechtigte: Integration in Arbeit und das gesellschaftliche Leben heißt für uns, den Menschen die Teilnahme am normalen Leben zu ermöglichen, wenn es irgendwie geht. Gemeinnützige Arbeit ist daher für uns nicht immer eine Alternative zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Warum konnten die 1.028 Sozialhilfeberechtigten, die nach Absolvierung des 1-Euro-Programms bei der Hamburger Arbeit oder anderen Trägern befristet sozialversicherungspflichtig beschäftigt wurden, nicht sofort in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im Rahmen von § 19 BSHG gehen, wenn sie das wollten? Warum werden solche Angebote von Arbeitsgelegenheiten nicht auf Basis von Freiwilligkeit angeboten?

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg kommentiert “Das Hauptziel der Sozialpolitik ist nur noch die Kostensenkung. Dadurch gerät der einzelne Mensch aus dem Blick, und es brechen Versorgungsstrukturen weg, der gemeinnützige Bereich wird auf“s Spiel gesetzt. Das wird wirklich teuer für die Gesellschaft.” .

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Großes Echo für Sozialpolitische Agenda der EU

EU-Experten diskutieren mit Vertreter/innen der Verbände, Gewerkschaften und Behörden in Hamburg

Was kommt aus Europa nach Hamburg?

Wie können die Ziele der Sozialpolitischen Agenda der EU in Hamburg umgesetzt werden? Die in diesem Jahr von der Europäischen Kommission vorgenommenen Halbzeitbewertung der sozialpolitischen Agenda der EU haben der Arbeiter-Samariter-Bund und das Diakoni?sche Werk Hamburg zum Anlass genommen, um zu einer Diskussionsveranstaltung „Die Kosten unterlassener Sozialpolitik. Auswirkungen der Sozialpolitischen Agenda der EU in Hamburg.“ in die Bucerius Law School einzuladen. Über 120 Personen aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen, Krankenkassen, Gewerkschaften, öffentlicher Verwaltung und Politik nahmen die Einladung an.

Die sozialpolitische Agenda der Europäischen Union hat sich hohe Ziele gesteckt: Mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen, den Sozialschutz modernisieren, die soziale Eingliederung voranbringen und Diskriminierung bekämpfen. Eine Studie, die im Rahmen der Sozialpolitischen Agenda erstellt wurde, zeigt: Ohne eine adäquate Sozialpolitik entstehen erhebliche Folgekosten. Diesen Zusammenhang zeigt Hauptreferent Prof. Iain Begg der London School of Economics auf: „Die „Kosten unterlassener Sozialpolitik“ sind ein methodischer Ansatz und eine politische Strategie zugleich, die versuchen, die Last der Beweisführung umzudrehen, indem sie ihr Augenmerk auf die Kosten lenken, die entstehen würden, wenn Sozialpolitik nicht stattfindet.“

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg begrüßt diesen Wechsel der Perspektive auch für die Hamburger Sozialpolitik. „Gerade heute, wo in Hamburg und bundesweit die öffentlichen Mittel immer knapper und soziale Dienstleistungen kontinuierlich abgebaut werden, müssen wir sehr genau hinsehen, welche Folgen diese Entscheidungen für nachfolgende Generationen haben werden. Fehlende Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und mangelnde Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote können wir uns mit Blick auf die Zukunft nicht leisten.“

„Die Einbeziehung benachteiligter Menschen in unsere Gesellschaft und der Kampf gegen Diskriminierung sind wichtige Aufgaben, nicht nur für Europapolitiker. Auch in unserer Stadt müssen wir darauf achten, dass Menschen nicht weiter ausgegrenzt werden. Die Wohlfahrts- und Sozialverbände müssen die politisch Verantwortlichen in Brüssel, aber auch in Berlin und Hamburg immer wieder bedrängen, damit Fortschritte durchgesetzt werden.“, so Knut Fleckenstein, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an:

Knut Fleckenstein, ASB-Geschäftsführer (Telefon 040/833 98-121 oder während der Tagung 0172-45 14 601)

Annegrethe Stoltenberg und Ulrike Mühlbauer, Diakonisches Werk Hamburg (Telefon 040/306 20 371)

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Pressegespräch und Tagung am 20. Oktober 2003
“Die Kosten unterlassener Sozialpolitik. Auswirkungen der Sozialpolitischen Agenda der EU in Hamburg”

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Journalistinnen und Journalisten,

die Sozialpolitische Agenda der EU hat sich hohe Ziele gesteckt: Mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen, den Sozialschutz modernisieren, die Diskriminierung bekämpfen und anderes. Aus Anlass der in diesem Jahr von der Europäischen Kommission vorgenommen Halbzeitbewertung der Agenda fragen der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und das Diakonische Werk Hamburg:

Welche Impulse gehen von der Europäischen Union für die Sozialpolitik in Hamburg aus? Welche Impulse können wir aus Hamburg nach Brüssel geben? Und welche Folgekosten entstehen durch eine inadäquate Sozialpolitik? Dazu war im Rahmen der Agenda eine Studie erstellt worden.

ASB und Diakonie laden Sie gemeinsam ein zu einer Tagung über “Die Kosten unterlassener Sozialpolitik. Auswirkungen der Sozialpolitischen Agenda der EU in Hamburg.” In einem Pressegespräch vor Tagungsbeginn stehen Ihnen Veranstalter und die Hauptreferenten zur Verfügung. Ort und Zeit:

Bucerius Law School, Großer Hörsaal, Jungiusstraße 6, Montag,
20. Oktober 2003, Pressegespräch 12.00 -12.50 Uhr, Tagung 13 - 18 Uhr.

Ihre Gesprächspartner:

  • Giampiero Alhadeff, Direktor Solidar, Brüssel
  • Fintan Farrell, Direktor Anti Poverty Network, Brüssel
  • Professor Iain Begg, London School of Economics
  • Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Vorstandsvorsitzende DW
    Hamburg
  • Knut Fleckenstein, Geschäftsführer ASB

Tagung und Pressegespräch werden simultan gedolmetscht.

Bitte die Tagung nicht ankündigen, sie ist mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht! Alle Wohlfahrtsverbänden und viele soziale Organisationen, Krankenkassen, Gewerkschaften und Politiker werden vertreten sein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Knut Fleckenstein, ASB-Geschäftsführer, (Telefon 040/833 98-121 oder 0172-45 14 601) oder Ulrike Mühlbauer, DW Hamburg, Fachberatung Europäische Förderpolitik (Telefon 040/306 20 371).

Klicken Sie hier, um die Einladung und das Tagungsprogramm herunterzuladen (PDF-Datei).

Um das Dokument betrachten zu können, benötigen Sie das kostenlose Programm Acrobat Reader, welches Sie hier herunterladen können.

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Kinder backen das „Brot für die Welt“

Hamburger Bäcker laden Kindergruppen in die Backstube ein. Schon 1.500 Kinder haben sich angemeldet. Sie backen dort ein spezielles „Brot für die Welt“, das es auch in den Bäckereien der Bäckerinnung bis Weihnachten zu kaufen gibt. Die Bäcker unterstützen damit die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“. Das Brot enthält Zutaten aus allen fünf Kontinenten.

Bäckerinnung und „Brot für die Welt“ bieten Ihnen an, die ersten Backtermine in der die Lehrbackstube Schnackenburgallee 14 zur Berichterstattung zu nutzen.

Bitte melden Sie sich auf jeden Fall bei Ihrem Ansprechpartner in der Backstube, Herrn Stefan Marks, an: T. 8505018.

13. Okt. um 9 Uhr Kita Friedenskirche Altona, 30 Kinder 4 - 6 Jahre (Frau Hahn, 43254908) und um 11 Uhr die Kita Johanneskirchengemeinde Eidelstedt, 20 - 30 Kinder 5 - 7 Jahre (Frau Kahl, 57 12 706)

14. Okt um 9 Uhr, Kita Simeonkirche Bramfeld, 20 Kinder 4 - 6 Jahre (Frau Nagel, Telefon 640 1550) und um 11 Uhr die Kita Elisabethkirche Eidelstedt, 20 Kinder 4 - 5 Jahre, (Frau Gassmann, T. 576323)

Weitere Infos über die Aktion unter www.bfdw-hamburg.de

Kontakt zu „Brot für die Welt:

Susanne Hesemann, Telefon 040/ 306 20 232,
E-Mail: hesemann@diakonie-hamburg.de

Kontakt zur Bäckerinnung Nord:

Petra Klaas, Telefon 04101/38 72-0
E-Mail: hessel@bkv-nord.de

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Lieder der russischen Seele
St. Petersburger Chor zu Gast in Hamburg

Sie möchte den 300. Geburtstag von St. Petersburg nach Hamburg bringen: Die Kantorei der Katharinenkirche Murino bei St. Petersburg gastiert vom 9. bis 13. Oktober für vier Konzerte in Hamburg. Russische Volkslieder und geistliche Chorgesänge stehen auf ihrem Programm - Musik der russischen Seele, Musik, die die Herzen bewegt.

Am Donnerstag, 9. Oktober, ist der Chor um 19 Uhr in St. Johannis Harburg, Bremer Straße 9 zu hören,
am Sonnabend, 11. Oktober, um 10 Uhr in der Bugenhagen-Gemeinde Nettelnburg, Nettelnburger Kirchweg 7.
Am Sonntag, 12. Oktober, singt der Chor um 17 Uhr in St. Gertrud Uhlenhorst, Immenhof 10 und
am Montag, 13. Oktober, ist die Kantorei im Rahmen des Ökumenischen Gebetes für die HafenCity in der Ev. Reformierten Kirche, Ferdinandstraße 21, zu hören.

Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Für den Bau des Gemeindehauses in Murino wird um eine Spende gebeten.

Die Kantorei der Katharinenkirche ist zum ersten Mal in Hamburg zu Gast. Die Nordelbischen Kirche und die Russisch-Orthodoxen Kirche in St. Petersburg sind Partner. Vor zehn Jahren wurde diese Partnerschaft in einer Absichtserklärung über “die Fortsetzung und Vertiefung der Zusammenarbeit” schriftlich fixiert und 1999 nochmals bestätigt. Viele gemeinsame Projekte sind seitdem entstanden. Beispielsweise 1999 die Partnerschaft zwischen Murino und der Kirchengemeinde Bugenhagen Nettelnburg, die von beiden Seiten mit viel Leben erfüllt werden soll - in diesen Tagen durch den Besuch der Katharinen-Kantorei. .

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Hamburger Bäcker backen “Brot für die Welt”
Zutaten aus allen Kontinenten / Wilhelm Wieben und Helge Adolphsen verkaufen das erste Brot am Sonnabend im Mercado Altona

Ein “Brot für die Welt” gibt es ab Sonnabend in Hamburg zu kaufen. Es enthält Zutaten aus allen fünf Kontinenten. Die Bäckereien der Bäckerinnung unterstützen damit die evangelische Hilfsorganisation “Brot für die Welt”. Für jedes Kilo der speziellen Mehl- und Körnermischung mit Roggen, Sesam, Reis, Quinoa und Urweizen werden 10 Cent gespendet. “Brot für die Welt” hilft damit Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Zum Auftakt zeigen Bäcker am Sonnabend im Einkaufszentrum Mercado Altona den ganzen Tag über, wie das Brot gebacken wird. Die ersten 750g-Laibe werden um 11 Uhr feierlich vom Obermeister der Bäckerinnung, Jan-Henning Körner, und von Bäckermeister Peter Becker, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, an Michel-Pastor Helge Adolphsen überreicht. Er verkauft zusammen mit dem Schauspieler Wilhelm Wieben eine Stunde lang möglichst viele Brote.

Der Mittelstufenchor der Gesamtschule Harburg beteiligt sich mit Gospelgesängen. Zu sehen ist eine Ausstellung von Kunstwerken auf Holztellern, die von Prominenten wie Ole von Beust zum Thema “Brot für die Welt” gestaltet wurden.

Bis Weihnachten wird das “Brot für die Welt” verkauft. Parallel laden die Bäcker auch Kindergruppen zum Selberbacken in die Backstube ein. Schon 1.500 Kinder haben sich angemeldet. Im Michel wird am 1. Advent die zentrale Eröffnung der bundesweiten Spendenaktion gefeiert werden.

Weitere Infos unter www.bfdw-hamburg.de

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Kita-Gutschein:
Schon mittags nach Hause: Zu wenig Zeit zum Deutschlernen
Stoltenberg: Chance für gute Integration wird vertan

Die Diakonie weist auf die dramatischen Auswirkungen des Kita-Gutschein-Systems in sozial benachteiligten Stadtteilen hin.

In einem Stadtteil wie der Veddel, in dem viele Mütter und Väter arbeitslos sind, haben Kinder im neuen Kita-Gutschein-System von klein auf schlechtere Bildungschancen. Ein besonderes Problem stellt sich für ausländische Kinder. Das Kriterium “Sprachförderungsbedarf” führt nur noch in seltenen Fällen zur Vergabe eines 8-Stunden-Gutscheins. Wenn sie nicht aus anderen Gründen einen Anspruch auf mehr Betreuung haben, müssen diese Drei- bis Sechsjährigen die Kita bereits nach vier Stunden verlassen. In ihren Familien wird häufig ausschließlich die Muttersprache gesprochen. Damit haben sie erheblich schlechtere Startchancen bei ihrem Schuleintritt.

Ein Beispiel: Celina wurde bisher 8 Stunden täglich in der Krippengruppe der Kita betreut. Die Mutter ist ganztags berufstätig. Der Vater ist arbeitslos und zu Hause, spricht aber kein Wort Deutsch. Celina wurde morgens in die Kita gebracht, spielte und aß mit gleichaltrigen Kindern, machte Ausflüge und lernte neben der Muttersprache auch die deutsche Sprache sprechen. Damit ist es nun vorbei. Ab dem Tag ihres dritten Geburtstages hat sie nur noch einen 4-Stunden-Platz und wird zur Mittagszeit bereits nach Hause gehen müssen. Deutsch sprechen wird sie bis zum nächsten Morgen dann nicht mehr.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg weist auf die dramatischen Auswirkungen hin: “Die große Chance für eine gute Integration, von klein auf zweisprachig aufzuwachsen, wird vertan. So wird das Sprachproblem in die Schule hinein verlagert.”

Für die Kitas und ihre Träger, in der Mehrzahl Kirchengemeinden, bedeutet die geringere Zahl an Betreuungsstunden ein erhebliches Finanz-Risiko. Das Diakonische Werk Hamburg wertet derzeit die aktuelle Belegungssituation der 161 evangelischen Kitas aus. Nach den bisher vorliegenden Schätzungen ist die Belegung der Einrichtungen nur zu 60 Prozent gesichert. Nur die Hälfte der im Juni vorliegenden Bewilligungen hatte eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Wenn die Prognosen der befragten Einrichtungen eintreffen, wird die Zahl der betreuten Kinder um etwa 10 % zurückgehen. Schon jetzt ist die Belegung in einer Einrichtung des Kirchenkreises Alt-Hamburg so prekär, dass Anfang der Woche konkret über notwendige Entlassungen beraten wird.

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McKinsey beim Jahresempfang des Diakonischen Werks Hamburg

Wie hoch ist die Reformbereitschaft der Deutschen, bezogen auf den Sozial- und Gesundheitsbereich? Mit dieser Frage hat die Diakonie offensichtlich das Interesse ihrer Gäste aus Diakonie und Kirche, Gesellschaft und Politik getroffen: Fast 400 Personen, ein Viertel mehr als 2002, trafen sich heute abend zum Jahresempfang des Diakonischen Werks Hamburg in der Hanse Merkur, der unter diesem Thema stand.

Unter ihnen waren NDR-Landesfunkhaus-Direktorin Maria von Welser, Intendantin Isabella Vèrtes-Schütter, Synodenpräsidentin Elisabeth Lingner, Vertreter aller Hamburger Bezirke und Kirchenkreise, der Caritas und der weiteren Wohlfahrtsverbände, der Fraktionen und Behörden.

Dr. Peter F. Barrenstein, McKinsey & Company, aus München referierte dazu Ergebnisse aus der Online-Umfrage “Perspektive Deutschland”, die McKinsey zusammen mit T-online, dem ZDF und dem "Stern" durchgeführt hatte.

Gastgeberin Landespastorin Annegrethe Stoltenberg versprach in ihrer Begrüßung eine spannende Auseinandersetzung. Mc Kinsey sei zum Inbegriff für die Überprüfung von Unternehmen auf Effizienz geworden. Aber wieso – so ihre Frage - würde eigentlich die kreative, innovative und kritische Instanz nach außen, aus der firmeneigenen Leitung heraus, verlagert? Sie betonte in ihrer Rede die besondere Situation der Diakonie im Unterschied zur Kirche, die an verschiedenen Stellen schon von McKinsey beraten wurde: “Die Diakonischen Einrichtungen stehen länger und unvergleichlich heftiger als die Kirche im Spannungsfeld zwischen wertgebundener Arbeit und ökonomischer Lebensfähigkeit.”

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Passage – ein Durchgang zum Arbeitsmarkt
Landespastorin kündigt Fusion von Beschäftigungsträgern an

Die “Passage gGmbH”, die 1998 vom Diakonischen Werk Hamburg zusammen mit anderen Gesellschaftern aus Kirche und Diakonie gegründet wurde, wird weitere Projekte für Langzeitarbeitslose aufnehmen. Das kündigte Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Leiterin des Diakonischen Werks Hamburg, am Donnerstag abend beim Festakt anlässlich des fünfjähriges Bestehens der Rathauspassage an.

Vor fünf Jahren war das Aufsehen erregende Projekt gestartet, das einen verwahrlosten S-Bahn-Zugang unter dem Rathausmarkt weitgehend aus Spendenmitteln in ein Zentrum mit Bistro, Antiquariat und anderen Verkaufs- und Serviceangeboten verwandelt hatte. Zur Zeit sind hier 23 Menschen beschäftigt, die vorher lange arbeitslos waren.

Schon damals bestand das Ziel, die gemeinnützige Gesellschaft “Passage gGmbH” im übertragenen Sinne des Wortes zu einem Instrument vielfältiger Übergänge in das Arbeitsleben werden zu lassen. Durch eine zum 1. Januar 2004 geplante Fusion von Beschäftigungsträgern der Diakonie wird die “Passage gGmbH” künftig Träger eines neuen Unternehmens, das an verschiedenen Orten in Hamburg professionelle Dienstleistungen am Arbeitsmarkt anbietet und vielen Menschen neue Perspektiven eröffnet. 27 Projekte und Betriebe mit rund 100 regulär Beschäftigten sowie 300 Langzeitarbeitslosen und 430 Personen in Kursen zur Berufsvorbereitung oder Ausbildung werden dazu gehören.

Auch die stark gekürzten Fördermittel für Langzeitarbeitslose treiben die Projekte zu dieser Fusion, wie Landespastorin Stoltenberg deutlich machte. Sie sagte: “Die Rathauspassage geht zurück auf eine schlüssige Idee, wie man Langzeitarbeitslosen helfen kann. Das Projekt macht auch deutlich, dass es in der Debatte um die Arbeitslosigkeit nicht um die so genannten 'Faulenzer' gehen darf, sondern darum, wie man Menschen, die Arbeit suchen und trotzdem keine finden, helfen kann. Die Umsetzung dieser Idee wird allerdings zunehmend schwierig, da die öffentlichen Gelder, auf die man in dieser Arbeit angewiesen ist, immer weniger werden. Die Idee einer Fusion zu einem großen Beschäftigungsträger ist daher auch aus der Not geboren.”

In Anwesenheit eines Vertreters der Sozialbehörde, der in Vertretung für Senatsdirektor Uwe Riez ein Grußwort hielt, kritisierte Stoltenberg scharf die breite öffentliche Darstellung des “faulen Arbeitslosen' oder “Drückebergers”, die so einen breiten Raum einnehme, dass das eigentliche Problem, die Arbeitslosigkeit selbst, immer weniger gesehen wird.

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Jasmin Wagner unterstützt “Brot für die Welt”
Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche startet

Die Sängerin Jasmin Wagner unterstützt einen Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche, den „Brot für die Welt“ Hamburg jetzt startet. Sie sagt: “Ich kenne „Brot für die Welt“ schon aus meiner Kindheit. Mit einer so langen Erfahrungen helfen zu können, überzeugt mich.”

“Brot für die Welt – alles was recht ist” heißt das Motto dieses Wettbewerbs. Brot ist ein Beispiel für etwas, auf das alle Menschen ein Recht haben. “Was braucht man zum Leben, was haltet ihr für wirklich wichtig und notwendig?” werden Kinder und Jugendliche gefragt. Ihre Antworten sollen sie in Einzel- oder Gruppenarbeiten kreativ umsetzen. Jasmin Wagner wird als Jurymitglied die eingereichten Kunstwerke prämieren. Sie freut sich auf ihre Aufgabe: “Ich bin echt gespannt, was für Bilder ich mir anschauen kann, wie die Fragen beantwortet werden.”

Mitmachen können Kinder und Jugendliche von 5 bis 19 Jahren. Es gibt drei erste Preise in Höhe von je 100 Euro. Einsendeschluss ist der 27. Oktober 2003. Vom 24. November bis 6. Dezember werden die Werke in der Hamburger Hauptkirche St. Petri ausgestellt.

Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" wurde 1959 erstmals in Berlin eröffnet. Mittlerweile unterstützt "Brot für die Welt" gleichzeitig über 1.800 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Anlass des Kreativwettbewerbs ist es, dass die bundesweite Eröffnung der diesjährigen Aktion zum 1. Advent 2003 am 30. November im Hamburger Michel stattfindet.

Weitere Infos unter www.bfdw-hamburg.de

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Fallen Anker: Auszeichnung mit dem Diakonie-Siegel Pflege

Das Seefahrer-Altenheim „Fallen Anker“ wird morgen am Samstag, 16. August, mit dem Diakonie-Siegel Pflege ausgezeichnet werden. Leiterin Gerda Schäfer wird die Urkunde im Rahmen des Sommerfestes ab 14.30 Uhr entgegennehmen. Fallen Anker ist damit ist das zweite Heim in Hamburg, das in diesem Jahr das Siegel erhält. Es bestätigt, dass ein Qualitätsmanagement-System eingeführt und danach gearbeitet wird. Für die Bewohner und ihre Angehörige bedeutet es allerdings, dass sie rundum auf eine hohe Qualität in der Pflege und der Versorgung vertrauen können.

In dem Altenheim sind 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. „Wir haben schon vor der eigentlichen Arbeit für das Diakonie-Siegel viele der geforderten Auflagen erfüllt, weil sie unserem Verständnis von guter Pflege und unserem christlichen Menschenbild entsprechen“, sagt Gerda Schäfer, die seit 14 Jahren das Heim leitet. „Dennoch war die Vorbereitung und die Prüfung selbst eine große Herausforderung an das gesamte Team, der sich aber alle gestellt haben.“ Im Seefahrer-Altenheim „Fallen Anker“ leben heute 134 Bewohner, die zumeist an Demenz erkrankt sind, und einen hohen Betreuungsbedarf haben.

Fallen Anker ist am Hamburger Dementenprogramm beteiligt, in dessen Rahmen insgesamt 750 Pflegeplätze für Demenzkranke bezuschusst werden. Die Einrichtungen haben die Räumlichkeiten und die Tagesstrukturierung und auch das Verhalten der Pflegekräfte an die Bedürfnisse der demenzkranken Menschen angepasst.

Das Seefahrer-Altenheim „Fallen Anker“ ist eine der über 70 Pflegeeinrichtungen der Diakonie, die sich in der Qualitätsgemeinschaft Diakonie zusammengeschlossen haben, um im Interesse der betreuten Menschen eine möglichst hohe Qualität in der Pflege zu sichern und weiter zu entwickeln. Die Basis sind die diakonischen Leitmotive Menschlichkeit, Würde, Achtung, Verantwortung.

Kontakt:
Seefahrer-Altenheim „Fallen Anker“, Leiterin Gerda Schäfer, Bernadottestraße 140, 22605 Hamburg
Tel. (040) 88 90 270, Fax (040) 88 10 905

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Kirche und Diakonie legen ersten Evangelischen Kinder- und Jugendbericht für Hamburg vor
Gegen die Spaltung der Gesellschaft in Modernisierungsgewinner und –verlierer

Der Ev.-luth. Kirchenkreisverband Hamburg, das Nordelbische Jugendpfarramt und das Diakonische Werk Hamburg legen erstmals einen Evangelischen Kinder- und Jugendbericht für Hamburg vor.

Über 450 Standorte von evangelischen Einrichtungen bilden ein dichtes Netz von Hilfen und Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien vor Ort: vom Kindergottesdienst über die Pfadfinder bis zum Freiwilligen Sozialen Jahr, von der Müttergenesung über die Telefonseelsorge bis zur Betreuung minderjähriger Flüchtlinge.

Der Beitrag der evangelischen Kirchen, des evangelischen Jugendpfarramtes und der Diakonie ist für die Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg nicht wegzudenken. Die Autoren schätzen, dass jedes vierte Angebot für junge Menschen in Hamburg von einem evangelischen Träger geleistet wird. Neben den finanziellen Eigenmitteln von Kirche und Diakonie ist das ehrenamtliche tausendfache Engagement von Gemeindemitgliedern, Kirchen-, Stiftungs- oder Vereinsvorständen, Jugendgruppenleitern und vielen anderen Aktiven von hohem Wert.

Der Bericht zielt darauf ab, den Blick der ehrenamtlich und professionell in der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen über den Tellerrand des eigenen Arbeitsfeldes hinaus zu weiten.

“Ob Kinder- und Jugendhilfe gelingt, hängt entscheidend von den Menschen ab, die die Arbeit tun, von ihrer professionellen Kompetenz, aber auch von ihrer menschlichen Kraft und ihrer glaubwürdigen Ausstrahlung. Ihr Engagement im Einzelfall, ihr langer Atem, ihr Vertrauen gegen den Augenschein – vielen Menschen hat das doch noch auf dem Weg ins Leben geholfen. Und viele kommen irgendwann später darauf zurück, dass sie einmal eine entscheidende Prägung für ihr Leben, für Sinn und Ziel erfahren haben”, so Bischöfin Maria Jepsen und Landespastorin Annegrethe Stoltenberg im gemeinsamen Vorwort des Berichts.

Auf der Grundlage der christlichen Werte liegt bei Kirche und Diakonie ein besonderer Akzent auf der Hilfe für benachteiligte Menschen wie zum Beispiel behinderte junge Menschen, von Armut Betroffene und Migranten. Kirche und Diakonie treten gegen die zunehmende Aufteilung und Spaltung der Gesellschaft in Modernisierungsgewinner und Modernisierungsverlierer ein. Eine Politik, die Menschen, die arbeitslos oder gar obdachlos werden oder die schlicht nicht mithalten können, entweder für “selbst Schuld” erklärt oder gesellschaftlich unsichtbar macht, läuft Gefahr, der Gewalt von morgen Vorschub zu leisten Der Bericht lehnt entschieden eine Politik ab, die vornehmlich die Ausgrenzungs- und Bestrafungsinstinkte vermeintlicher Wählerschaften bedient. “Selbst Schuld” darf kein Grund sein, die nötige Hilfe vorzuenthalten, schon gar nicht bei Kindern und Jugendlichen.

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Morgen beginnt das Kita-Gutschein-System
Diakonie wird Anfangsphase kritisch begleiten

Wenn in den 161 evangelischen Kindergärten und Kindertagesstätten morgen am 1. August das neue Kita-Gutschein-System beginnt, wird das Diakonische Werk Hamburg auch diese Phase kritisch begleiten, so wie bisher die Entwicklung des Systems.

Die Diakonie wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass den Familien eine Betreuung von hoher fachlicher Qualität in dem von ihnen benötigten Umfang angeboten werden kann. Sie wird sich dagegen wehren, dass das System zu einem Platzabbau führt, vor allem dort, wo es um sozial benachteiligte Familien geht.

Die Einrichtungen werden durch Fortbildungen zum Kita-Gutscheinsystem fit gemacht für die Veränderungen.

Wie das System funktioniert und welche Auswirkungen es für Familien und Kitas hat, wird sich letztlich in den nächsten Wochen zeigen.

Evangelische Kitas im Internet: www.eva-kita.de

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Noch Zivi-Plätze frei
Neubeginn nach dem "Sommerloch” - weitere Kürzungen drohen

Nach dem "Sommerloch" werden nach den Einberufungen zum 1. August und
1. September wieder mehr als 800 Zivildienstleistende ihren Dienst in der Hamburger Diakonie leisten.

Trotz der kurzen Dienstzeit sind die Zivis in den Arbeitsbereichen der Hamburger Diakonie als soziale Helfer wichtiger denn je. "Ich freue mich besonders für die alten, kranken und behinderten Menschen unserer Stadt, dass so viele junge Männer bereit sind, ihren Zivildienst im sozialen Bereich abzuleisten", sagt Dieter Schreiber, Leiter der Zivildienstvermittlung im Diakonischen Werk Hamburg.

Mehr als 100 junge Männer nehmen in der Individuellen Schwerstbehinderten-Betreuung ihren Dienst auf. Sie ermöglichen es, dass der behinderte Mensch weiterhin in seinem sozialen Umfeld leben kann, dass Familienangehörige entlastet werden oder dass behinderte Kinder am Schulunterricht teilnehmen können. Auch in den Krankenhäusern, Diakoniestationen, Pflegeheimen und Einrichtungen der Behindertenhilfe wird im Herbst ein großer Teil der Zivildienstplätze wieder belegt sein.

Zur Zeit gibt es noch freie Zivildienstplätze. Interessenten melden sich im Diakonischen Werk Hamburg unter der Telefon 040 / 30620235. Hier wird ihnen bei der Suche nach einer Zivildienststelle geholfen.

Forderung: Kein weiterer Abbau ohne neues Konzept!
Der Zivildienst wird seit Jahren schrittweise abgebaut. 1999 gab es in der Hamburger Diakonie und Kirche noch fast 1.000 Zivis. Seit dem Jahr 2000 fehlen im Sommer die meisten Zivis, weil die Dienstzeit kürzer als ein Jahr ist. Für einen Zivi, der nach dem Abitur begonnen hat, findet sich nicht schon nach zehn Monaten einen Nachfolger, höchstens ein junger Mann, der nicht wie die meisten Zivis direkt von der Schule kommt.

Außerdem wird 2004 die Zahl der Zivildienstleistenden nochmals um 10 Prozent von 103.800 auf 93.000 Zivis bundesweit gekürzt.

Zusätzlich ist eine erneute Verkürzung der abzuleistenden Zeit in der politischen Diskussion. Bundesfamilienministerin Renate Schmidt hatte laut Medienberichten angekündigt, dass der Zivildienst dem kommenden Jahr nur noch neun Monate dauern würde. Die Diakonie kritisiert diese Diskussion, weil sie den Trägern der Einsatzstellen die dringend benötigte Planungssicherheit nehme. Diakonie-Präsident Jürgen Gohde (Berlin) fordert, dass erst die von einer Kommission erarbeiteten Vorschläge für neue Strukturen des Zivildienstes und der Freiwilligendienste wie geplant im Dezember der Bundesregierung vorgelegt werden müssten

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Neue Gruppe im Freiwilligen Sozialen Jahr
Zum ersten Mal eigene Gruppe für unter 18-Jährige

Das Diakonische Werk Hamburg hat in diesem Jahr zwanzig zusätzliche Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr eingerichtet. Die Besonderheit: Für unter 18-jährige Jugendliche konnte eine eigene Gruppe eingerichtet werden. Gerade für diese Altersgruppe, die kein Abitur hat, ist der freiwillige Dienst zur Berufserkundung besonders wertvoll. Viele beginnen danach eine einschlägige Ausbildung etwa in der Pflege, berichtet Sabine Kossmann, die Leiterin des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Diakonie Hamburg.

Zum August/September beginnen insgesamt 80 junge Menschen im Alter von 16 bis 26 ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Einrichtungen der Krankenpflege, Altenhilfe, Behindertenhilfe, Kindertagesstätten, ambulanten Hilfe und in der Seemannsmission.

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"Wir müssen gemeinsam Lösungen finden."

"Wir sehen die schwierige Haushaltslage der Stadt. Die vom Senat beschlossenen Einschnitte können nur umgesetzt werden, wenn gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden. Es geht in der sozialen Arbeit um die Erfüllung von gesetzlichen Rechtsansprüchen. Dabei wollen wir der Stadt helfen", kommentierte Landespastorin Annegrethe Stoltenberg den Haushaltsentwurf der Behörde für Soziales und Familie.

Mit Sorge betrachtet das Diakonische Werk Hamburg die Senatsentscheidungen zum Haushalt 2004. Der überproportionale Anteil der Behörde für Soziales und Familie am Kürzungsbeitrag zum Gesamthaushalt der Stadt macht die politischen Schwerpunkte dieser Regierung deutlich. Die Behörde muß dazu stehen, dass ihre Haushaltsentscheidungen zu qualitativen Verlusten im sozialen Bereich führen werden. Angesichts der negativen wirtschaftlichen Entwicklung und des Einbruchs bei den Steuereinnahmen zeigt die Diakonie Verständnis für den Sparzwang, unter dem die Stadt Hamburg steht. Bei allgemeinen Kostensteigerungen und gleichbleibendem Haushaltsansatz verfügen die Einrichtungen nach jahrelangen Kürzungsprozessen aber über keinerlei Wirtschaftlichkeitsreserven mehr. Daher gibt es offensichtlich keine andere Möglichkeit mehr, als über Qualitätsabsenkungen nachzudenken.

Vor diesem Hintergrund begrüßt das Diakonische Werk, dass die Behörde für Soziales und Familie langfristige Perspektiven entwickeln will, "anstatt kurzfristigen Aktionismus zu betreiben". Zur Vereinbarung von Lösungen schlägt das Diakonische Werk gemeinsame Gespräche mit der Senatorin vor.

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"Einspruch! Gegen die Hamburger Flüchtlingspolitik"

3. Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2003

Am 20. Juni ist der 3. Weltflüchtlingstag des UNHCR (Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen). Er ist in diesem Jahr den jungen Flüchtlingen zwischen 13 und 25 Jahren gewidmet. Aus diesem Anlass erklärt das Bündnis "Einspruch! Gegen die Hamburger Flüchtlingspolitik" :

Flüchtlinge in Hamburg sind systematischer Härte seitens der Innenbehörde ausgesetzt. Die politische Zielvorgabe lautet: Abschiebung um jeden Preis. Dabei wird auch Rechtsbruch begangen. Das Bündnis fordert eine genaue Untersuchung der Praxis und Methoden der Ausländerbehörde, damit die Grundrechte für alle Menschen gelten und die Rechtsstaatlichkeit auch in unserer Stadt bewahrt bleibt.

Junge Menschen sind in besonderem Maße von der Hamburger Flüchtlingspolitik betroffen. Viele der jungen Flüchtlinge werden von der Ausländerbehörde älter gemacht, um sie ab 16 Jahren ausländerrechtlich wie Erwachsene behandeln zu können. Das bedeutet für sie, dass ihre Rechtsverfahren selber übernehmen müssen und bis zur Abschiebung in Haft genommen werden können. Dieses "Ältermachen" ist bundesweit umstritten, wird von ÄrztInnen und humanitären Organisationen kritisiert und widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention.

Darüber hinaus wird den jungen Flüchtlingen Ausbildung und Arbeit verboten, was zu einer systematischen Ausgrenzung führt und zu Orientierungslosigkeit und Krankheit beiträgt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen Kirche, Pastorin Fanny Dethloff (Tel. 040 / 306 20-364) oder an Christine Tuschinsky, Diakonisches Werk Hamburg, Fachbereich Migration (Tel. 040/ 306 20-342).

Infos finden Sie unter www.hamburgasyl.de

Bündnis "Einspruch! Gegen die Hamburger Flüchtlingspolitik"

AIDS-Hilfe Hamburg e.V./Projekt Struensee Centrum i Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg i ASP Wegenkamp e.V. i AStA der Universität Hamburg i AWAH n African Women's Association Hamburg e.V. i Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge i Café Exil i Diakonisches Werk Hamburg i Familienplanungszentrum Hamburg i Flüchtlingsrat Hamburg i GATE GmbH i Gesellschaft zur Unterstützung von Gefolterten und Verfolgten e.V. i HAK-EVI - Alevitisches Kulturhaus in Hamburg und Umgebung e.V. i Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. i Hamburger Arbeitskreis Gemeindepsychiatrie i Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V. i Kinder- und Familienzentrum Burgwedel/ Schnelsen i Kölibri - Gemeinwesenarbeit St. Pauli-Süd e.V. i Koordinationskreis HH (Karawane-Nord) i Koordinationsrat der Iranerinnen u. Iraner in Hamburg e.V. i Nordelbischer Arbeitskreis Asyl in der Kirche; Rauhes Haus, Abteilung Sozialpsychiatrie & Altenhilfe und Abteilung Kinder- und Jugendhilfe i PDS-LV Hamburg AG Arbeit- und Sozialpolitik i SCHURA n Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. i Solidarische Kirche in Nordelbien i SOPO n Sozialpolitische Opposition Hamburg i Streetlife e.V. Straso Rahlstedt i ver.di n Landesbezirk Hamburg i verikom e.V. i VVN- Bund der Antifaschisten (Hamburg) i "why not?" n Das Internationale Diakoniecafé i WOGE e.V. i und zahlreichen EinzelunterstützerInnen

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Familienpolitik auf Kosten der Schwächsten
Diakonie kritisiert Planungen der Sozialbehörde

"Die Familienpolitik des Senats wird auf Kosten der Familien betrieben, die unserer Unterstützung am dringensten bedürfen", so Annegrethe Stoltenberg, Landespastorin des Diakonischen Werkes Hamburg, auf der heutigen Fachtagung „Familien stark in der Erziehung', die von der Sozialbehörde veranstaltet wird. Stoltenberg: "Unvertretbar ist, dass derzeit der Umfang ambulanter Erziehungshilfen drastisch gekürzt wird."

Am Wochenende hatte die Sozialsenatorin Schnieber-Jastram in ihrem familienpolitischen Programm mitgeteilt, dass für den Ausbau präventiver Angebote 4 Mio. Euro bei den Hilfen zur Erziehung eingespart werden. Darüber hinaus hat die Behörde für Soziales und Familie (BSF) Absenkungen der Hilfen bereits angekündigt.

"Mit ihrer Aussage von den teuren und ineffizienten Hilfen zur Erziehung diffamiert die Sozialsenatorin ein ganzes Arbeitsfeld", so Hartmut Sauer, Vorstand im Diakonischen Werk. 2000 Familien erhalten in Hamburg Unterstützung in ambulanter Form, wenn sie ihre Kinder nicht alleine erziehen können. Oft wird eine Heimeinweisung dadurch vermieden. Die Hilfen sollen in möglichst kurzer Zeit dazu führen, dass die Eltern wieder allein die Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen. Alle drei Monate prüft das Jugendamt im jeweiligen Bezirk, ob die Hilfe noch notwendig ist.

Das Diakonische Werk Hamburg (DW) begrüßt ansonsten die Ankündigungen der Senatorin, einen Familienpaß einzuführen und präventive Angebote, z.B. für Eltern nach der Geburt eines Kindes, zu stärken. "Aber Prävention kostet Geld und darf nicht zu Lasten notwendiger Hilfen gehen", sagt Martin Apitzsch, verantwortlich für die Jugendhilfe im DW. Die Hoffnung, dass allein durch Prävention Erziehungshilfen überflüssig werden, trügt. "Ein Patient mit Blinddarmdurchbruch wird ja auch nicht zur Vorsorgeuntersuchung geschickt", so Apitzsch.

Nähere Informationen:
Martin Apitzsch, Fachbereichsleiter Jugendhilfe,
apitzsch@diakonie-hamburg.de, Telefon 306 20 338

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Konzert und Sommerfest für alle Unterstützer der Jugendwerkstatt Rosenallee

Mit Tuten und Blasen in die Sommerpause

Die Jugendwerkstatt Rosenallee bedankt sich bei allen Hamburgerinnen und Hamburgern, die sie in ihrem Kampf ums Überleben unterstützt haben, mit einem Konzert und Sommerfest:

Am Donnerstag, 26. Juni 2003, wird ab 19 Uhr im Hinterhof der Jugendwerkstatt Rosenallee, Rosenallee 11 (Nähe Hauptbahnhof), die eigene Hausband, ab 20 Uhr die hamburgweit bekannte Trommel- und Blaskapelle "Tuten und Blasen" aufspielen. Am Saxophon mit dabei: Berufsschullehrer Heiner Studt. Eintritt und Essen sind frei, es gibt Grillfleisch, Salate und Getränke, jeder ist herzlich willkommen. Im Haus wird eine Fotoausstellung und ein Video zu den Protestaktionen der vergangenen vier Monate zu sehen sein. Eingeladen werden alle Sponsoren, Geschäftspartner, Nachbarn und Interessierte aus Politik und Jugendhilfe.

Die 60 Jugendlichen und 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendwerkstatt freuen sich auf ihre Gäste. Ob die Jugendwerkstatt nach den Sommerferien weiter besteht, entscheidet sich erst am 25. Juli mit der Entscheidung des Arbeitsamtes über die Förderlehrgänge.

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Unterversorgt und chronisch krank -
Medizinische Sprechstunde für obdachlose Menschen

In einem sind sich Ärzte und Sozialwissenschaftler einig: Die Langzeit-Obdachlosigkeit in Hamburg nimmt zu und viele wohnungslose Menschen leiden unter chronischen Krankheiten. Nach einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin und des Diakonischen Werkes liegt das Todesalter von Obdachlosen bei 44,4 Jahren.

Diese Situation wird durch die medizinischen Versorgung nur unzureichend aufgefangen. Denn für viele Obdachlose ist die Schwelle, zum Arzt zu gehen, zu hoch. Deshalb bieten pflegen & wohnen, Diakonisches Werk und Caritasverband neben den schon bestehenden Angeboten wie der Krankenstube und dem Krankenmobil der Caritas und der Sprechstunde in der Tagesaufenthaltsstätte Bundesstraße für wohnungslose Menschen ab diesem Monat eine weitere medizinische Sprechstunde an. Diese Sprechstunde mit einer Ärztin und einer Krankenschwester findet dort statt, wo sich Obdachlose aufhalten: Im Pavillon des Pik As, der Übernachtungsstätte von pflegen & wohnen in der Neustädter Straße, und damit auch in der Nähe des Referats für alleinstehende wohnungslose Menschen (ehemaliges Landessozialamt) in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Möglich wird dieses Angebot durch eine großzügige Spende. Darüber hinaus übernimmt das Hamburger Spendenparlament die Kosten für die medizinische Ausstattung.

Pressegespräch: Montag, 23. Juni, 11 Uhr im Pik As (p&w),
                           Neustädter Straße 31a

Dort informieren die drei Kooperationspartner und Professor Klaus Püschel vom Hamburger Institut für Rechtsmedizin über das Gemeinschaftsprojekt. Wir laden Sie herzlich ein.

Informationen:
pflegen & wohnen, Pressestelle, Kay Ingwersen, Telefon: 2022 3301,
e-mail: kay.ingwersen@pflegenundwohnen.de

Diakonisches Werk Hamburg, Fachbereichsleiter Gefährdetenhilfe, Peter Schröder-Reineke, Telefon: 306 20-289,
e-mail: schroeder-reineke@diakonie-hamburg.de

Caritas Hamburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Timo Spiewak,
Telefon: 280 140 44,
e-mail: spiewak@caritas-hamburg.de

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Jugendwerkstatt Rosenallee in Berlin

Zwei Stunden komprimierte Politik zum Anfassen:
35 Auszubildende und Teilnehmer berufsvorbereitender Maßnahmen besuchten gestern Mittag gemeinsam mit Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und zehn Mitarbeitern der Jugendwerkstatt Rosenallee den SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs in Berlin. Ihr Ziel: Den Politiker über die aktuelle Situation und die Qualität der Einrichtung für lernbehinderte Jugendliche zu informieren und ihm die Hoffnungen der jungen Menschen auf eine berufliche Zukunft nahe zu bringen.

"Jeder hat Talente, jeder kann etwas und verdient eine Chance", sagte der SPD-Politiker und brachte erneut seine Wertschätzung für die Einrichtung des Diakonischen Werkes zum Ausdruck. Deren Zukunft aber ist nach wie vor ungewiss: Obgleich das Hamburger Arbeitsamt eine zuvor ausgesetzte Ausschreibung über die Förderung lernbehinderter Jugendlicher wieder aufgenommen hat, wird erst Ende Juli über die Finanzierung ab Oktober 2003 entschieden. Planungsunsicherheit und eine zweimonatige Finanzierungslücke sind die Folge.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg forderte daher, die Bedingungen, unter denen soziale Organisationen staatliche Aufgaben erfüllten, bei politischen Entscheidungen künftig stärker zu berücksichtigen. Eine Traditionseinrichtung wie die Jugendwerkstatt mit laufenden Personal- und Mietkosten könne man nicht einmal jährlich schließen, um sie bei aktuellem Bedarf wieder zu öffnen. Diese Politik, so Stoltenberg, führe mittelfristig zu einem sozialen Kahlschlag, der irreparabel sei.

Für Rückfragen: Petra Bäurle, 040/ 41 30 81 85 oder 0179/ 222 85 47


Statement des Diakonischen Werks Hamburg zu den Kürzungsankündigungen des Finanzsenators

Der Senat muß stärker berücksichtigen, was seine Maßnahmen für die bedeuten, die mit jedem Cent rechnen müssen. Schon jetzt sind benachteiligte Menschen mehrfach betroffen. Zum Beispiel, wenn Jugendliche ohne Hauptschulabschluß durch die Kürzungen in der Jugendberufshilfe wie in der Jugendwerkstatt Rosenallee keinen Arbeitsplatz finden. 40 % wurden bisher schon bei der überbetrieblichen Ausbildung gestrichen. Dadurch landen Jugendliche in der Sozialhilfe. Hier soll auch gespart werden, zum Beispiel das ermäßigte HVV-Ticket soll wegfallen.

Erst vor kurzem wurden in den Beratungsstellen für Wohnungslose die Mittel gekürzt.
Es ist nicht klug, bei vorbeugenden Maßnahmen zu sparen. Auf die Dauer wird es für die Stadt teurer. Wir fordern, in die Gespräche einbezogen zu werden. Weitreichende Beschlüsse sollen nicht hinter verschlossenen Türen gefasst werden.

Zur Hamburger Diakonie gehören rund 140 Angebote für alte und kranke Menschen wie Heime und Pflegedienste sowie zwölf Krankenhäuser. 350 Einrichtungen widmen sich vorrangig Kindern, Jugendlichen und Familien mit Kindertagesbetreuung, Beratung und Ausbildung. Knapp 140 Angebote gibt es für Menschen mit Behinderungen, seelischen Leiden, für Arbeitslose, Obdachlose, Suchtkranke und Migranten. Insgesamt gibt es 32.500 Betten oder Betreuungsplätze, viele tausend Menschen werden ambulant beraten oder betreut. Fast 20.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zusammen mit vielen Ehrenamtlichen.

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Reaktion der Diakonie auf die Kita-Vergabe durch RA Weiland

Vorstand Dr. Ingo Habenicht reagiert auf die Entscheidung des Insolvenzverwalters, die KItas an einen anderen Träger zu vergeben: "Das Diakonische Werk Hamburg hatte sofort nach der Insolvenz des CJSD Anfang Februar sein Interesse angemeldet, die Kitas als Träger zu übernehmen. Aber Dr. Weiland hat mit uns keine ernsthaften Verhandlungen aufgenommen. Unsere Fragen wurden nicht oder nur äußerst zögernd beantwortet. Die Entscheidung wurde getroffen, ohne dass wir ein Vergleichsangebot vorlegen konnten."

Der CSJD gehörte zu den Mitgliedern der Diakonie, war aber in seinen Entscheidungen selbständig. Bisher bestand aber nach der Satzung leider nicht die Möglichkeit, auf Entscheidungen des Trägers Einfluss zu nehmen. Nach der Übernahme der Trägerschaft hätte die im Diakonischen Werk vorhandene betriebswirtschaftliche Kompetenz endlich voll zu Gunsten der Kitas zum Einsatz kommen können.

Auch der Zeitpunkt der Übernahme vor dem 1. August wäre möglich gewesen.

Wenn die CJSD-Kitas "seit langer Zeit bestens auf das Kita-Gutschein-System vorbereitet sind", wie der Insolvenzverwalter schreibt, liegt das sicher an der zentralen Vorbereitung durch die Fachleute im Diakonischen Werk Hamburg, die allen ihren Mitgliedseinrichtungen zu Gute kommt.

Vorstand Dr. Ingo Habenicht: "Ohne die Qualität eines anderen Trägers in Zweifel ziehen zu wollen, bedauern wir die Entscheidung des Insolvenzverwalters. Denn den Kitas wird ohne Gespräche die Chance genommen, eindeutig ihr evangelisches Profil zu behalten und im Verbund der Diakonie zu bleiben."

Für weitere Fragen können Sie gern direkt mit Dr. Habenicht sprechen:
Tel 306 20 229

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Jugendwerkstatt Rosenallee:
Arbeitsamts-Ausschreibung wieder aufgenommen - der Protest geht weiter
Besuch in Berlin: Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und Jugendliche sprechen mit Johannes Kahrs

Seit Monaten kämpft die Jugendwerkstatt Rosenallee, eine Einrichtung des Diakonischen Werks Hamburg zur Förderung lernbehinderter Jugendlicher, mit viel Mut und Kreativität um ihr Überleben. Nach Protesten wie der Luftballonaktion vor dem Hamburger Arbeitsamt ("Steil nach oben"), dem Verkauf von selbstgebackenen Keksen ("Arbeits-Plätzchen") und den Gesprächen mit Bürgerschafts- und Bezirksabgeordneten fahren die 48 Jugendlichen jetzt nach Berlin. Gemeinsam mit Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und den Mitarbeitern der Einrichtung besuchen sie am Dienstag den Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs. Zwar hat das Arbeitsamt Hamburg die Förderung berufsvorbereitender Maßnahmen in der vergangenen Woche wieder ausgeschrieben, die Zukunft der Einrichtung ist damit aber noch lange nicht gesichert.

Die Jugendlichen werden am Dienstag, 27. Mai 2003, von 12 bis 15 Uhr, (Treffpunkt: Nordseite des Reichstagsgebäudes) den Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs treffen, um mit ihm über ihre Ausbildungssituation und Zukunft zu sprechen. Als Willkommensgeschenk überreichen sie ihm eine in ihrer Werkstatt Back und Verkauf selbstgebackene Prinzregententorte.

Hintergrund
Die im Februar 2003 ausgesetzte Arbeitsamts-Ausschreibung zur Förderung lernschwacher Jugendlicher wurde auf erheblichen Protest der Betroffenen und Politiker von SPD und Grünen hin wieder aufgenommen. Allerdings: Über den Zuschlag entscheidet das Arbeitsamt Hamburg erst Ende Juli 2003, die Finanzierung der Anschlusslehrgänge erfolgt dann frühestens zum Oktober 2003. Für die Einrichtung bedeutet dies eine Finanzierungslücke von zwei Monaten (August/September), die angesichts der festen Personal-, Sach- und Mietkosten kaum zu überbrücken ist.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und die Jugendlichen und Mitarbeiter der Jugendwerkstatt möchten Johannes Kahrs die besondere Notwendigkeit und Qualität ihrer Arbeit, aber auch die existenziellen Schwierigkeiten durch die fehlende Planungssicherheit darlegen. Sie möchten sie mit ihm Lösungen finden, wie die Jugendwerkstatt, deren Absolventen mit einer Erfolgsquote von 90 Prozent auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz oder eine Anstellung finden, dauerhaft abgesichert werden kann.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Petra Bäurle, Pressearbeit, 040/ 41 30 81 85 oder 0179/ 222 85 47
Markus Hohlbein, Leiter der Jugendwerkstatt Rosenallee,
040/ 23 61 37 11

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Mit 18 Glaubensperlen zum Kirchentag

Christliches Perlenband kommt aus Hamburg

Mit einer neuen Idee geht das Amt für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ) der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche auf den in der kommenden Woche beginnenden Kirchentag in Berlin: die "Perlen des Glaubens". Heute Vormittag wurden sie in Hamburg erstmalig präsentiert. Ein aus 18 bunten Holzperlen bestehendes Band regt dazu an, christliche Traditionen neu zu entdecken. Jede Perle hat ihre eigene Bedeutung, steht für eine Lebensfrage, einen Gedanken oder ein Gebet: Das Perlenband beginnt und endet bei der "Gottesperle". Ob "Tauf-Perle", "Wüstenperle", "Perle der Gelassenheit" oder "Geheimnisperlen" - jede Perle thematisiert ein Lebens- oder Glaubensthema. Sechs "Perlen der Stille" helfen, den Alltag für einen Moment zu unterbrechen und sich zu besinnen.

Dr. Kirstin Faupel-Drevs, Pastorin in Altenholz und zukünftige Spiritualin des Ansverus-Hauses in Aumühle bei Hamburg, entdeckte die Idee in der Kirche Schwedens und brachte sie mit nach Norddeutschland. Martin Lönnebo, früherer schwedischer Bischof, wollte eigentlich ein Buch über den christlichen Glauben schreiben. Als er jedoch griechische Fischer mit ihren Perlenketten beobachtete, hatte er die Idee mit dem Perlenband. Das sprach sich schnell herum: Für viele Christinnen und Christen in Skandinavien gehören die Perlen heute zum täglichen Leben. Für Dr. Rüdiger Sachau - den Leiter des AfÖ - erfüllt das Perlenband im Alltagsstress eine wichtige Funktion: "Die Perlen sind eine wunderbare Unterbrechung im hektischen Alltag. Mit ihnen komme ich mit anderen Menschen ins Gespräch über den christlichen Glauben."

Auch die Nordelbischen Bischöfinnen und der Bischof sind von der neuen Glaubensinitiative begeistert: "Das Perlenband lässt uns den Glauben spielerisch und hautnah begreifen. Mit ihm können wir die Schönheit des Glaubens und des Lebens neu kennen lernen. Farbenfroh und handfest, diese Perlen wecken unsere Neugierde", sagte Bischöfin Maria Jepsen. Und Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Lübeck: "Beten will gelernt sein. Dieses Perlenband ermutigt uns zu der geistlichen Übung, die uns abhanden gekommen ist. Wichtig ist mir, dass die Armen dieser Welt dabei in unserem Blick bleiben, denn in ihnen begegnet uns Christus." Bischof Dr. Hans-Christian Knuth, Schleswig, freut sich besonders darüber, dass mit dem Perlenband die Verbindung Nordelbiens zu den Kirchen in Skandinavien unterstrichen wird. "Für mich ist der Kreis der Perlen ein Bild für die christliche Gemeinde, die sich um das Geheimnis Christi versammelt."

Gespannt wird nun erwartet, wie das Perlenband von Christinnen und Christen auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin aufgenommen wird. Dort sind die aus Holz oder Stein gefertigten, original aus Schweden kommenden Perlenbänder am Stand des AfÖ zu bekommen. (Agora Halle 2.1 Stand E 37)

www.perlen-des-glaubens.de

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Einspruch!
Gegen die Hamburger Flüchtlingspolitik

Angst und verzweifelte Hoffnungslosigkeit prägen den Alltag vieler Flüchtlinge und MigrantInnen in unserer Stadt. Die Freie und Hansestadt Hamburg, das Tor zur Welt, verwehrt Liberalität und Weltoffenheit denjenigen, die oftmals nach einer langen Odyssee von Leid, Not und Verfolgung die Stadt als letzte Zufluchtsstätte wählen.

Der Hamburger Senat statuiert gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen eine Politik, die uns beschämt und entsetzt:

  • Menschen, die Hilfe und Schutz benötigen, werden in erster Linie als sicherheitspolitisches Problem betrachtet.
  • Demütigung, Entwürdigung und Entrechtung prägen die Erfahrung der hier lebenden Flüchtlinge und MigrantInnen.
  • Überfallartige Festnahmen in der Ausländerbehörde, nächtliche Abschiebungen von Familien, Kindern, Alten, Kranken und Schwangeren werden mit Akribie geplant und umgesetzt.
  • Kinderflüchtlinge werden widerrechtlich und mit fraglichen Methoden älter gemacht.
  • Von der Ausländerbehörde eingestellte ÄrztInnen erklären Kranke für "transportfähig", damit sie abgeschoben werden können.
  • Flüchtlinge werden wie Kriminelle behandelt, ihrer Freiheit beraubt und in Abschiebungshaft genommen.
  • Statt Rechtsauskunft und Beratung praktiziert die Ausländerbehörde offenen Rechtsbruch.
  • In der geplanten Zentralen Erstaufnahme, die zum Ausreiselager umfunktioniert werden soll, werden hilfesuchende Flüchtlinge sozial isoliert und staatlich unter Druck gesetzt

Wir erheben Einspruch! gegen diese unmenschliche Politik des Hamburger Senats gegen Flüchtlinge und MigrantInnen!
Wir erheben Anspruch auf eine demokratische und humane Gesellschaft, deren Wahrhaftigkeit sich an ihrem Umgang mit Minderheiten messen lassen muss. Die Hamburger Flüchtlingspolitik muss menschenrechtliche Standards erfüllen.

Unser Ziel ist es, der seit Jahren praktizierten Politik der Entrechtung und Ausgrenzung von Flüchtlingen Einhalt zu gebieten. Wir verhindern ein Klima des Wegschauens und Verschweigens in der Stadt. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung müssen Rechenschaft ablegen über ihr Handeln.

Wir fordern das Bleiberecht für die geduldeten Menschen und setzen uns ein für ein interkulturelles Klima in dieser Stadt.

Wir rufen dazu auf,

  • diesen Einspruch! zu unterschreiben
  • ein Bündnis zu schließen, um der Hamburger Politik einen Einspruch! entgegenzusetzen, der auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens beruht.

Unterzeichnende Organisationen:
Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg * ASP Wegenkamp e.V. * AStA der Universität Hamburg * AWAH - African Women's Association Hamburg e.V. * Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge * Café Exil * Diakonisches Werk Hamburg * Flüchtlingsrat Hamburg * GATE GmbH * Gesellschaft zur Unterstützung von Gefolterten und Verfolgten e.V. * HAK-EVI - Alevitisches Kulturhaus in Hamburg und Umgebung e.V. * Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V. * Hamburger Arbeitskreis Gemeindepsychiatrie * Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V. * Kinder- und Familienzentrum Burgwedel/Schnelsen * Kölibri - Gemeinwesenarbeit St. Pauli-Süd e.V. * Koordinationskreis HH (Karawane-Nord) * Koordinationsrat der Iranerinnen u. Iraner in Hamburg e.V. * Nordelbischer Arbeitskreis Asyl in der Kirche; Rauhes Haus, Abteilung Sozialpsychiatrie & Altenhilfe und Abteilung Kinder- und Jugendhilfe * SCHURA - Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. * Solidarische Kirche in Nordelbien * SOPO - Sozialpolitische Opposition Hamburg * ver.di - Landesbezirk Hamburg * verikom e.V. * VVN- Bund der Antifaschisten (Hamburg) * "why not?" - Das Internationale Diakoniecafé * WOGE e.V. *

Weitere UnterzeichnerInnen:
R. Behrens * Gabriele Borgwardt * C. Breyer-Menke * Dr. Kristin Bührig * Pastorin Fanny Dethloff * Prof. Dr. Ingrid Gogolin * Propst Dr. Horst Gorski, Beauftragter des Sprengels Hamburg für Flüchtlingsfragen und Träger der Beratungsstelle "Fluchtpunkt" * Prof. Dr. Michael Th. Greven * Manfred Gutke, Dt. Kinderschutzbund, LV Hamburg * Prof. Dr. theol. Hans-Martin Gutmann * Prof. Dr. Wulf D. Hund * Prof. Dr. Waltraud Kokot * Dr. Annette Kracht * Nadine Menke * Ingo Metzmacher, Hamburgischer Generalmusikdirektor * Dr. Angela Moßler-Schelling * Bernd Rambatz * Dr. Encarnacion Gutierrez Rodriguez * Dr. Marianne Röhl * Prof. Dr. Hans-Joachim Roth * Debasish Samanta, Bevollmächtigter der Hindu-Gemeinde Hamburg * Katharina Seiler, Diakonisches Werk Harburg * Dr. Martin Sökefeld * Prof. Dr. Ingrid N. Sommerkorn-Abrahams * Prof. Dr. Fulbert Steffensky * Tom Stromberg, Intendant Deutsches Schauspielhaus Hamburg * Dagmar Timm

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Erneuter Ausbruch aus geschlossenem Heim: Senatskonzept gescheitert, politische Verantwortung gefordert!

Das Diakonische Werk Hamburg bewertet den erneuten Ausbruch von Jugendlichen aus dem geschlossenen Heim in der Feuerbergstraße als Zeichen für das Scheitern des Senatskonzeptes, hinter geschlossenen Türen die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren und erzieherisch auf die Jugendlichen einzuwirken.

"Alles konzentriert sich auf die Frage, ob und wann der nächste Jugendliche aus dem Heim entkommt. Unter diesen Bedingungen kann der Erziehungsauftrag, Jugendlichen einen positiven Lebensweg zu ermöglichen, nicht verfolgt werden", so Martin Apitzsch, Fachbereichsleiter Jugendhilfe im Diakonischen Werk Hamburg.

Da das geschlossene Heim aber kein Gefängnis sei, in dem Jugendliche für ihre Straftaten büßen, machten weitere Verschärfungen der Sicherheitsbestimmungen keinen Sinn. Der Rücktritt des Leiters des Landesbetriebes Erziehung und Berufsbildung verschleiere, dass alleine die politisch Verantwortlichen die Konsequenzen für das Scheitern des Konzeptes in der Feuerbergstraße zu tragen haben.

Das Diakonische Werk Hamburg empfiehlt der zuständigen Behörde für Soziales und Familie, sich mit den Fachkräften der Jugendhilfe an einen Tisch zu setzen, um den Weg aus der konzeptionellen Sackgasse zu finden.

Für Rückfragen steht Ihnen Martin Apitzsch unter der Telefonnummer 306 20 338 zur Verfügung.

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Gegen weitere Ausgrenzung von Arbeitslosen!

Diakonie-Präsident Jürgen Gohde betont anläßlich der am Montag beginnenden bundesweiten Medienaktion zum Thema Arbeitsmartpolitik: "Auch künftig werden die Benachteiligten am Arbeitsmarkt auf die Angebote aktiver Arbeitsmarktpolitik und öffentlich geförderter Beschäftigung angewiesen sein." Gerade Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose benötigen entsprechende Angebote der Qualifizierung und Beschäftigung zur Integration. Zur Zeit werden jedoch Maßnahmen für diese Zielgruppe kaum noch bewilligt. Vorrangig werden nur noch Maßnahmen gefördert für Arbeitslosengeldbezieher, für Arbeitslose, deren Vermittlungschancen mit 70 % angenommen werden, die billiger sind oder kürzere Laufzeiten haben (in Hamburg z.Zt. maximal 10 Monate).

Der Vorrang der Vermittlung und die Ökonomisierung der Arbeitsmarktpolitik grenzen zwangsläufig Schwervermittelbare aus. Sie sind die "Hartz-Verlierer". Das geschäftspolitische Ziel der Bundesanstalt für Arbeit, 2003 ohne Bundeszuschuß auszukommen, verstärkt zusätzlich diese Ausgrenzungsprozesse.

Dies betrifft in Hamburg in großem Umfang Jugendliche, die sich in Maßnahmen der Berufsvorbereitung befinden. Die Zukunft der Jugendwerkstatt Rosenallee der Diakonie zum Beispiel ist nach wie vor ungewiß. In Hamburg sind bis zu 530 Plätze in der Berufsvorbereitung bedroht. Auch Bildungsangebote für Benachteiligte werden zurückgefahren.

Die vor zwei Wochen von Bundesminister Clement angekündigten Veränderungen zur "Schadensbegrenzung" für Jugendliche und Behinderte (Aufrechterhaltung des Niveaus der Maßnahmen auf Vorjahresniveau) sind das mindeste, was zügig umgesetzt werden muß. Das Arbeitsamt Hamburg hat bisher lediglich angekündigt, einzelne Maßnahmen statt zum 1.8. erst zum 1.10. umzusetzen. In Bezug auf den Reha-Bereich gibt es noch überhaupt keine Aussagen.

Die Stadt Hamburg selber ist darüber hinaus gefordert, die Kürzungen bei der überbetrieblichen Ausbildung zurück zu nehmen. Dies ist allein schon aufgrund der gesunkenen betrieblichen Ausbildungsbereitschaft (Rückgang der Ausbildungsplätze lt. AA Hamburg von 8.228 in 2002 auf 6600 im Februar 2003) und der höheren BewerberInnenzahlen (Anstieg von 5794 auf 6226 im Februar 2003) geboten.

Zur politischen Gestaltung des Übergangs fordert die Diakonie

- die gemeinsame politische Verständigung aller Akteure
  auf die Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und
- einen notwendigen und der Entwicklung der   Arbeitslosigkeit angemessenen Zuschuß des Bundes an die   Bundesanstalt für Arbeit.

Ansprechpartner im Diakonischen Werk Hamburg:
Gabi Brasch, Fachbereichsleiterin sozialpolitische Projekte,
Tel. 30620-326 (brasch@diakonie-hamburg.de)
Wolfgang Völker, Referent sozialpolitische Projekte,
Tel. 30620-325 (voelker@diakonie-hamburg.de)

Die Erwerbsprojekte des Diakonischen Werkes Hamburg informieren zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2003 von 12 bis 18 Uhr gemeinsam mit anderen in der Hauptkirche St. Petri und vor den Kirchentüren im Rahmen der Aktion "Um Himmels willen nicht hängen lassen" über ihre Arbeit und die aktuelle Situation.

Am Tag der Arbeit will sich die Kirche nicht für den Sonntag, sondern für den Werktag stark machen. Mit langen Bändern, die aus 100 Meter Höhe aus den Luken des St. Petri-Turms flattern, wollen die Veranstalter auf die Situation der Arbeitslosen hinweisen. Jedes der 87.000 Kreuze auf den Bändern steht für einen Menschen der Hansestadt, der Arbeit sucht.

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Hamburger Brot für die Welt

Mit einem Brief an ihre Kolleginnen und Kollegen in den Hamburger Evangelischen Kirchengemeinden hat Landespastorin Annegrethe Stoltenberg die Vorbereitungen für die bundesweite Eröffnung der 45. Spendenaktion "Brot für de Welt", die in diesem Jahr in Hamburg stattfindet, eingeläutet. Der Festgottesdienst werde am 1. Advent im Michel stattfinden, teilte Stoltenberg mit. Es würden dazu Gäste aus dem Partnerland Südafrika und weitere Prominenz aus Kirche und Politik erwartet. Das Motto der Aktion und des Gottesdienstes lautet "Brot zum Leben n alles was recht ist." Der Internationale Seegerichtshof stellt für den Festakt am Vorabend der Eröffnung seine Räume an der Elbchaussee zur Verfügung.

Um sich über die Lage des Partnerlandes Südafrika zu informieren, ist die Chefin der Diakonie Anfang des Jahres dorthin gereist. In ihrem Brief wirbt sie um die Unterstützung der Gemeinden. Schon jetzt kündigte sie für die Erntedank-Gottesdienste dieses Jahres ein ganz besonderes Angebot an: Die Hamburger Bäckereien werden ein spezielles Brot mit gesunden Rohstoffen aus allen Kontinenten produzieren. Es werde sich, so Stoltenberg, um ein "echtes Brot für die Welt handeln zum Anfassen, Essen, Entdecken". Die Bäcker wollen es auch in ihren Läden anbieten, ein Teil des Verkaufserlöses wird an "Brot für die Welt" gehen. Weitere thematische Anregungen und einschlägige Materialien für Gottesdienste sowie Aktionen will die Diakonie ebenfalls bereitstellen.

Für Rückfragen: Susanne Hesemann, Referentin Brot für die Welt,
Tel. 306 20-232, E-Mail: hesemann@diakonie-hamburg.de.

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Steil nach oben: Rote Luftballons für Hamburgs Arbeitsamtsdirektor

Rund 600 rote Luftballons werden Jugendliche am Mittwoch, den 16. April 2003, gegen 15.15 Uhr, vor dem Arbeitsamt Hamburg (Kurt-Schumacher-Allee) steil in den Himmel steigen lassen. Die Aktion bildet den Abschluss der Demonstration "Wir gehören dazu" gegen die berufliche Ausgrenzung benachteiligter Jugendlicher.

Die Ballons symbolisieren die Hoffnungen und Wünsche der jungen Menschen auf eine berufliche Zukunft. Die liegt zur Zeit in den Händen von Hamburgs Arbeitsamtsdirektor Rolf Steil: Nach der überraschenden Zusage von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesanstalt für Arbeit vor einer Woche, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und Pflichtleistungen für Behinderte von den Sparmaßnahmen auszunehmen, müssen die zuvor gestrichenen Hamburger Förderprogramme wieder aufgenommen werden.

Mit ihrer Luftballonaktion fordern die jungen Menschen Arbeitsamtsleiter Rolf Steil auf, ihre Aufstiegs- und Integrationschancen auch künftig zu fördern.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Petra Bäurle, Pressearbeit, 040/ 41 30 81 85 oder 0179/ 222 85 47
Markus Hohlbein, Leiter der Jugendwerkstatt Rosenallee, 040/ 23 61 37 11

Nähere Informationen: www.jugendwerkstatt-rosenallee.de

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Über 70 Einrichtungen auf einen Blick
Zwei neue Faltblätter über Pflege, Betreuung und Wohnen im Alter

Wer einen ambulanten Pflegedienst oder ein Seniorenheim in Hamburg sucht, findet ab sofort Informationen in den beiden neuen Faltblättern "Lebensqualität schaffen" und "Zu Hause fühlen". Abzufordern sind sie über das kostenlose Diakonie Pflege-Telefon unter 080 00 11 33 33 oder unter info@pflege-und-diakonie.de.

In den zwei Prospekten sind die über 70 Altenpflegeeinrichtungen der Diakonie verzeichnet, übersichtlich geordnet nach Stadtbezirken. Die Einrichtungen haben sich darauf verpflichtet, im Interesse der betreuten Menschen eine hohe Qualität in der Pflege zu sichern und weiter zu entwickeln. Gemeinsam haben sie festgelegt, welche Kriterien als Maßstab für eine gute Pflege wichtig und wie diese umzusetzen sind.

Insgesamt sind in den über 70 Altepflegeeinrichtungen rund 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die mehr als 26.000 Menschen betreuen und versorgen.

Außer über das kostenlose Diakonie Pflege-Telefon sind die Einrichtungen über das Internet unter http://www.pflege-und-diakonie.de jederzeit leicht erreichbar.

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Nordelbische Kirche unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe

Hilfezentren für Flüchtlinge sind vorbereitet

Aus Kirchensteuermitteln stellt die Nordelbische Kirche 12.500 Euro für humanitäre Hilfen im Irak zur Verfügung. Das hat der Ausschuss Kirchliche Weltdienste heute beschlossen. In einem gemeinsamen Brief haben Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und Bischöfin Maria Jepsen die Hamburger Gemeinden zu weiteren Spenden aufgerufen. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in bewährter Weise mit Partnern vor Ort zusammen. Mit 115.000 Euro war kürzlich schon eine Mutter-Kind-Klinik in Basra mit Medikamenten für krebskranke Kinder versorgt worden. Vermutlich als Folge des ersten Golfkriegs hat sich die Leukämierate in dieser Region verfünffacht.

Gemeinsam mit dem mittelöstlichen Kirchenrat und lokalen Gemeinden hat die Diakonie Katastrophenhilfe im Irak Schulen, Kirchen und Moscheen als Hilfezentren vorbereitet. Dort können Kinder, Frauen und Männer Zuflucht finden und mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Decken versorgt werden. Dazu wurden Brunnen gebohrt und mit Pumpen ausgestattet. Die norwegische Diakonie hat zusammen mit dem Irakischen Roten Halbmond im größten Krankenhaus Bagdads die Sicherstellung von sauberem Wasser übernommen.

In Jordanien und Syrien wird in den nächsten Tagen mit einer großen Zahl von Flüchtlingen gerechnet. Entsprechend wurde Vorsorge getroffen: Die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe beteiligen sich in Absprache mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen im Bedarfsfall an der Verteilung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser in den geplanten Auffanglagern. Im Flüchtlingscamp "A" im jordanisch-irakischen Grenzgebiet werden derzeit sanitäre Anlagen installiert und Zelte aufgestellt. Dort können bis zu 20.000 Menschen aufgenommen werden.

Für die Hilfen in den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens ist die Diakonie Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen,
Konto 88 88 00 bei der Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel,
BLZ 210 602 37, Stichwort "Irak"

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Hamburgs einziger Hospizpflegedienst hat noch Kapazitäten frei

"Der Tod und das Sterben sind bei uns immer noch ein Tabu-Thema", sagt Harm Eilts, Geschäftsführer der Sozialen Dienste der Ev.-ref. Kirche und somit auch zuständig für das Hospizpflegeteam. Mit diesem Tabu zu brechen und schwer erkrankten Menschen die Möglichkeit zu geben, in ihrer gewohnten Umgebung und im Kreis der Familie und Freunde zu sterben, ist seit vier Jahren die Aufgabe des Ambulanten Hospizpflegedienstes.

Die Palliativ- und Hospizpflege ist ein sehr spezielles Segment der ambulanten Pflege. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen Menschen, die im allerletzten Abschnitt ihres Lebens angekommen sind. Meist sind sie schwer an Krebs, Multipler Sklerose oder Aids erkrankt und möchten nicht zum Sterben ins Krankenhaus gebracht werden. So ist eines der obersten Gebote, die Schmerzen der Patienten zu lindern und sie psychosozial zu betreuen. Den betreuten Menschen soll ein möglichst hohes Maß an Selbständigkeit und Lebensqualität erhalten bleiben, damit sie möglichst bis zum Tod aktiv bleiben können.

"Wir sind mittlerweile meines Wissens der einzige Pflegedienst in Hamburg, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat", weiß Eilts. "Um die Menschen, die wir betreuen, gut zu versorgen, arbeiten wir fast ausschließlich mit Fachpflegekräften. Alle verfügen über fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in der Schwerst- und Palliativpflege." Der Dienst ist ausgestattet mit allen für die Palliativversorgung notwendigen Geräten, so dass die Patienten vom fachlichen Standpunkt genauso gut betreut werden wie zum Beispiel im Krankenhaus oder in einem stationären Hospiz. Das Team wird ergänzt durch Pflegehilfskräfte und Hauswirtschaftshilfen. Mit dem Hospiz Sinus, das seinen Sitz in unmittelbarer Nachbarschaft des Ambulanten Hospiz-Pflegedienstes hat, wird kooperiert. "Wir sehen uns als Ergänzung zu den stationären Hospizen in Hamburg", sagt Harm Eilts. Außerdem wird eng mit verschiedenen Facharztpraxen (Onkologie), Schmerztherapeuten und anderen Palliativeinrichtungen in Hamburg zusammen gearbeitet.

"Unsere fachpflegerische Betreuung ergänzen wir durch den Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern. In unseren Augen, und das ist auch einer der Grundgedanken der Hospizbewegung, ist wichtig, dass die Begleitung Sterbender nicht nur den hauptamtlichen Kräften überlassen werden soll", betont Harm Eilts. "Die Ehrenamtlichen tragen ganz wesentlich auch zum Wohlfühlen der Sterbenskranken mit bei: Sie schaffen Kontakte, können bei den kleinen Dingen des täglichen Lebens helfen und bieten eine wichtige Unterstützung für die pflegenden Angehörigen. Diese können dann auch mal aus dem Haus gehen, um etwas für sich zu tun und einmal durchzuatmen."

Zur Zeit arbeitet der Ambulante Hospizpflegedienst, der von der Ev.-ref. Kirche getragen wird, in Eimsbüttel und den angrenzenden Stadtteilen. "Wir wollen gern wachsen", sagt Eilts. "Wir erfahren immer wieder, dass die Nachfrage nach Hospiz-Angeboten wächst. Viele Menschen möchten ihr Leben in einer vertrauten Umgebung beschließen."

Für Rückfragen:
Harm Eilts, Ev.-ref. Kirche, Ferdinandstraße 21, 20095 Hamburg
Tel. 301004-0, E-Mail eilts@erk-hamburg.de

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Diakonisches Werk errichtet 'Klagemauer' wegen des Krieges

Das Diakonische Werk Hamburg errichtet heute eine "Klagemauer" aus Gedanken, Gebeten und Informationen zum Krieg gegen den Irak. Im Eingangsbereich des Hauses in der Königstraße 54 haben Mitarbeiter und Besucher die Möglichkeit, alles, was sie bewegt, auf Karten zu schreiben und diese "Steine" zu einer großen "Klagemauer" zusammenzufügen.

Auch Informationen zu weiteren Aktionen werden hier aufgehängt. Landespastorin Stoltenberg, Chefin des Diakonischen Werks Hamburg :
"Wir wollen ein sichtbares Zeichen der Trauer und der Sanftmut gegen die Zerstörung und das Leid setzen, an dem sich alle beteiligen können, die in unser Haus kommen."

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Erklärung des Bischofskollegiums zum Irak-Krieg:

"Gott, mache alle zu Werkzeugen deines Friedens!"

Kiel - Das Bischofskollegium der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bischöfin Maria Jepsen (Sprengel Hamburg), Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter (Sprengel Holstein-Lübeck) und Bischof Dr. Hans Christian Knuth (Sprengel Schleswig), ruft alle evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Nordelbiens auf, heute und in den nächsten Tagen ihre Kirchen für Friedensgebete und stille Andachten offen zu halten. "Wir laden die Menschen ein, in unsere Kirchen zu kommen. Dort ist Raum für Gebet und Stille und zur Fürbitte für die vom Krieg betroffenen Menschen und für alle Verantwortlichen. Das ist der Ort, um Sorgen, Ängste und Hoffnungen miteinander zu teilen und vor Gott zu bringen. Unsere Pastoren und Pastorinnen sowie andere Mitarbeitende sind vor Ort, um seelsorgerlich zu helfen und im Friedensgebet Gott anzurufen."

Nachdem die Friedensappelle und diplomatischen Bemühungen auch aus den Kirchen heraus gescheitert sind, bestehe die Aufgabe der Kirchen nun darin, den Leidtragenden und Opfern dieses Krieges zu helfen, erklärte das Bischofskollegium. "Wir müssen mit humanitären Hilfen vor Ort die Not der Leidenden und Flüchtenden lindern helfen. Dazu bitten wir um Spenden und Unterstützung."
Spendenkonten:

- Diakonisches Werk Hamburg, Konto Nr. 88 88 00,
  BLZ 210 602 37 (EDG Kiel), Stichwort: Irak.
- Diakonisches Werk Rendsburg, Konto78786,
  BLZ 210 602 37 (EDG Kiel), Kennwort Irak-Hilfe

"Gemeinsam mit Christen, Juden und Muslimen auf der ganzen Welt wissen wir uns von Gott zum Friedensstiften berufen, sehnen wir uns nach dem Ende des Krieges, nach Frieden und fordern ein schnelles Ende der kriegerischen Gewalt," so das Bischofskollegium.

Zentrale Gottesdienste finden statt:

  • in Hamburg um 17.15 Uhr in der St. Petri-Kirche, Mönckebergstrasse mit Bischöfin Maria Jepsen.
  • in Lübeck um 18.30 Uhr in der Marienkirche mit Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, unter katholischer und muslimischer Beteiligung. Um 17.00 Uhr findet auf dem Schrangen eine öffentliche Kundgebung statt, an der die Bischöfin teilzunehmen gedenkt.
  • in Schleswig um 19.00 Uhr im Dom mit Bischof Dr. Hans Christian Knuth.

Außerdem werden heute zahlreiche Kirchen in Nordelbien zur Einkehr und zum Gebet geöffnet sein. In der Regel finden um 18.00 Uhr Andachten statt.

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"Nadelstich-Aktion": Jugendwerkstatt braucht Zukunft

Am Donnerstag, 20. März, von 11 Uhr bis etwa 13 Uhr macht die Jugendwerkstatt Rosenallee eine Demo vor dem Arbeitsamt Kurt-Schumacher-Allee 17. "Es soll eine Nadelstich-Aktion sein. Wir wollen informieren und mit weißer Kreide unsere Forderung auf das Pflaster schreiben, dass die Jugendwerkstatt Rosenallee eine Zukunft braucht", sagt der Organisator, der Sozialpädagoge Horst Kanthak. Er rechnet mit etwa 50 teilnehmenden Jugendlichen und Interessierten. Größere Aktionen sind in Vorbereitung.

Die Jugendwerkstatt Rosenallee ist zum 31. Juli dieses Jahres akut von der Schließung bedroht. 60 Jugendliche und 14 bisher fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dann auf der Straße. 25 Jahre erfolgreicher Hilfe des Diakonischen Werks Hamburg für arbeitslose junge Menschen sind zu Ende. Grund sind die plötzliche Streichung der Förderlehrgänge des Arbeitsamtes zusammen mit einer Kürzung der Hamburger Mittel für Jugendberufshilfe um 40 Prozent.

Weitere Informationen unter www.jugendwerkstatt-rosenallee.de

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Preis für St. Petersburger "Nachtbus"

Der nach dem Vorbild des Hamburger Mitternachtsbusses gestartete Nachtbus für Obdachlose in St. Petersburg hat am Dienstag in Berlin einen mit 1000 Euro dotierten "Förderpreis für Bürgerengagement" gewonnen. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse überreichte den Preis an Maxim Egerov, den Gründer der St. Petersburger Obdachlosen-Organisation Nachtasyl. Gestern besuchten Maxim Egerov und die Dolmetscherin Anja Elisseeva das Diakonische Werk Hamburg. Dort trafen sie unter anderem Barbara Rieck, die Leiterin des Hamburger Mitternachtsbusses.

In St. Petersburg werden mit dem "Nachtbus" jeden Tag Lebensmittelspenden gesammelt, die abends an Obdachlose, Straßenkinder und bedürftige Rentner verteilt werden. Mehr als zwanzig Freiwillige, so Maxim Egerov, arbeiten mit, vor allem junge Leute, Studenten, auch aus dem Ausland, und Lehrer. Täglich werden bis zu 200 bedürftige Menschen versorgt. Drei mal wöchentlich fährt eine Krankenschwester einer Organisation der orthodoxen Kirche ehrenamtlich mit und leistet medizinische Hilfe.

Maxim Egerov hebt hervor, wie dies Projekt in St. Petersburg wirsames Bürgerenaggement mobilisiert, trotz der staatlichen Hemmnisse, dass es zum Beispiel keine steuerliche Absetzbarkeit von Spenden gibt.

200 Organisationen hatten bei dem Deutsch-Russischen Forum e. V. Anträge gestellt, zwanzig hatten Geldpreise gewonnen.

Der mit Hamburger Spenden angeschaffte "Nachtbus" ist auch optisch ein Zwilling des Hamburger Mitternachtsbusses: die gleiche grünen Farbe und die gleichen Comiczeichnungen des ehemaligen Hinz & Kunzt-Cartoonisten Bend Stein. Nur die Stadtsilhouette im Hintergrund wurde anpasst.

Näheres unter www.homeless.ru (auch in Deutsch)

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Diakonie fordert Totalreform der Pflegeversicherung

Das jetzt veröffentlichte Defizit der Pflegeversicherung kommt nicht unerwartet. Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderung fordert die Diakonie seit geraumer Zeit, dass die Pflegeversicherung total reformiert werden muss.

Hartmut Sauer, Vorstand Diakonisches Werk Hamburg, schlägt vor: "Gerade angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen scheint es mir sinnvoll zu sein, die Absicherung der Pflege zukünftig über ein steuerfinanziertes Leistungsgesetz oder einen steuerfinanzierten Zuschuss und nicht mehr ausschließlich über eine beitragsfinanzierte Versicherung erfolgen zu lassen."

Wenn man das derzeitige Leistungsniveau der Pflegeversicherung beibehalten will, auch ohne jegliche Qualitätsverbesserung, dann müßte der Beitragssatz der Pflegeversicherung bis zum Jahr 2040 von heute 1,7% auf 3 - 3,3 % steigen.

Zwischen 2000 und 2050 steigt die Zahl der 90-Jährigen und Älteren um etwa 200 % und die der 80-Jährigen und Älteren um 170 %. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Einwohner insgesamt um über 14 %. Innerhalb der nächsten 20 Jahre steigt die Zahl der über 80-Jährigen auf rund 5,1 Mio. Menschen, heute sind es 2,9 Mio.. In 50 Jahren werden über 8 Mio. Menschen über 80 Jahre alt sein.

Auch wenn die Pflegeversicherung immer als eine quasi "Teilkaskoversicherung" angelegt war, sollte doch damit auch erreicht werden, die überwiegende Zahl der Menschen im Alter von Sozialhilfe unabhängig zu machen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt aber schon deutlich, dass dies immer weniger erreicht wird. Schon von 1998 bis 2000 stieg die Zahl der Sozialhilfeempfänger unter den Pflegebedürftigen in Pflegeheimen von 160.000 auf 203.000.

Hintergrund: "Plädoyer für eine ganzheitliche und menschengerechte Pflege” unter http://www.diakonie-hamburg.de

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Jugendwerkstatt Rosenallee vor dem Aus

Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird spätestens am 31. Juli dieses Jahres die Jugendwerkstatt Rosenallee schließen. 60 Jugendliche und 14 bisher fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dann auf der Straße. 25 Jahre erfolgreicher Hilfe des Diakonischen Werks Hamburg für arbeitslose junge Menschen sind zu Ende.

Der Grund: Erst hatte die Jugendbehörde ab 2003 die Mittel für die 12 Ausbildungsplätze der überbetrieblichen Tischlerausbildung um 50 % gekürzt. Bis 2006 würde dadurch im Haushalt der Jugendwerkstatt ein strukturelles Defitzit in einer jährlichen Höhe von mindestens 100.000 Euro auflaufen. Von drei Stellen in diesem Bereich bliebe nur noch 1,25, also der für die Ausbildung unabdingbare Meister und 0,25 Stellenanteil Sozialpädagoge. Während der Leiter Markus Hohlbein noch rechnete und grübelte, ob man trotz dieser Kürzung weitermachen könne - was ist z. B., wenn der Meister mal krank ist? - kam am Montag ein Anruf aus dem Arbeitsamt, das für den anderen Teil der Jugendwerkstatt Rosenallee zuständig ist: die 48 Plätze der Berufsvorbereitungslehrgänge.

In einem einjährigen Lehrgang erhalten die 48 Jugendlichen hier Schulunterricht zur Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss und entdecken in Werkstätten ihre praktischen Fähigkeiten und beruflichen Interessen - und das unter einem Dach in einer alten Volksschule in der Rosenallee 11. Diese räumliche Nähe, die eine entsprechend intensive pädagogische Zusammenarbeit von Lehrern und Anleitern ermöglicht, ist einmalig unter solchen Projekten in Hamburg. Die Jugendlichen lernen, regelmäßig zu kommen und einen normalen Arbeitstag durchzuhalten, sie lernen das Lernen und Regeln des Zusammenlebens, und sie erfahren Erfolgserlebnisse: Lernen macht Freude.

Bisher hatte die Jugendwerkstatt seit fast 20 Jahren Verträge für diese Lehrgänge. Dies Jahr wurde die Maßnahme das erste Mal per Ausschreibung vergeben, gerade war Markus Hohlbein zusammen mit dem Team mit dem Ausfüllen des 50-seitigen Antrags beschäftigt.

Nun also der Anruf vom Arbeitsamt: Leider wird die Ausschreibung zurückgezogen. Die Mittel dafür seien nicht mehr da. Die Diakonie will gegen diesen Kahlschlag kämpfen. Am Montag mittag haben Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, der Leiter der Jugendwerkstatt und Vorstand Dr. Ingo Habenicht kurzfristig einen Termin bei Arbeitsamtsleiter Rolf Steil bekommen.

Die Jugendwerkstatt plant zahlreiche Aktionen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln.

Auch eine Maßnahme von GATE ist zusätzlich zu den bisherigen Kürzungen betroffen sowie der Gartenbaulehrgang Holstenkamp des Kirchengemeindeverbands Altona. .

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Diakonie zu Kürzungen bei GATE
Landespastorin: Zukunftsproblem der strukturellen Arbeitslosgkeit wird geleugnet

Der Hamburger Süden verliert mit den Kürzungen bei der GATE Gesellschaft für Arbeit, Technik und Entwicklung mbH auf einen Schlag fast 100 Stellen. Noch nie waren in den letzten Jahrzehnten von Kürzungen so abrupt so viele Menschen betroffen. Fünf GATE-Betriebe, die in sozial benachteiligten Stadtteilen wichtige Aufgaben erfüllt haben, müssen schließen.

Das Diakonische Werk Hamburg hatte mehrfach vor den fatalen Folgen der Arbeitsmarktpolitik gewarnt, wenn die Verbindung von aktiver Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen mit sinnvollen und notwendigen Tätigkeiten im Stadtteil aufgegeben wird. Die Leidtragenden sind nicht nur die arbeitssuchenden Erwerbslosen und die bisher fest Angestellten, sondern zum Beispiel die Kinder in Neugraben, die in diesem Sommer nicht mehr das Freibad besuchen können.

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg sagt: "Das Zukunftsproblem der strukturellen Arbeitslosigkeit mit all ihren sozialen Folgen wird geleugnet. Alle Arbeitsmarktpolitik muss realistisch davon ausgehen, dass es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass auch die schwer vermittelbaren Menschen eine Chance bekommen."

Zur Zeit wird eine Fusion der noch bestehenden Betriebsteile von GATE mit anderen Träger aus der Diakonie geprüft.

Wir vermitteln Ihnen gern Interviewpartner.

Birgit Kruse, GATE, Tel. 766172-17

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Ausbruch - keine Überraschung !

Für das Diakonische Werk Hamburg ist der erste Ausbruch eines Jugendlichen aus dem geschlossenen Heim in der Feuerbergstraße keine Überraschung. Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) hat belegt, das die Entweichungen aus geschlossenen Heimen höher sind als in offenen Einrichtungen. "Warum sollte das in Hamburg anders sein ?", fragt Martin Apitzsch, Fachbereichsleiter Jugendhilfe im Diakonischen Werk.

Der Vorfall bestärkt die Skepsis des Diakonischen Werkes gegenüber dem Konzept der geschlossenen Unterbringung. Martin Apitzsch: "Im Mittelpunkt steht für die eingeschlossenen Jugendlichen die Frage: Wie komme ich hier raus? Das Senatskonzept beantwortet die Frage damit, dass der Jugendliche sich an die Heimregeln anpassen soll. Leider trügt die Hoffnung, dass durch diese Art von Erziehung kriminelle Karrieren unterbunden werden."

Da Heime aber keine Gefängnisse sind, sieht das Diakonische Werk keine Lösung in der Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen. Martin Apitzsch plädiert demgegenüber für den Ausbau und Nutzung offener Jugendeinrichtungen mit verbindlichen Elementen und eine begleitende Auswertung der Unterbringungen in der Feuerbergstraße. In diesem Zusammenhang mahnt er die von der Behörde für Soziales und Familie zugesicherte Einrichtung einer unabhängigen Aufsichtkommission an.

An die Redaktion: Martin Apitzsch erreichen Sie über Tel. 306 20 388.

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Bundesweit dienstälteste Telefonseelsorgerin bekommt Bundesverdienstkreuz
Tausenden hat sie ehrenamtlich geholfen

Morgen am 5. Februar, 14 Uhr, überreicht Staatsrat Dr. Volkmar Schön im Rathaus die "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" an Barbara Hoffmann-Fliedner.

Barbara Hoffmann-Fliedner ist im Februar 1960 in die Telefonseelsorge Hamburg eingetreten. Sie dürfte damit die Dienstälteste unter den etwa 7.200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der derzeit 106 Telefonseelsorgestellen in Deutschland sein. Die fast 77-Jährige hat seit 1960 bis heute ehrenamtlich mindestens vier Tagdienste à vier Stunden im Monat sowie bis vor kurzem zusätzlich vierteljährlich einen Nachtdienst von 0.00 Uhr bis 8.00 Uhr am Telefon geleistet. Sie hat somit in mehr als 42 Jahren Tausende von Menschen am Telefon angehört, ermutigt und begleitet und mit ihnen gemeinsam nachgedacht, um nach Lösungen für Probleme und Konflikte unterschiedlichster Art zu suchen.

Barbara Hoffmann-Fliedner ist eine Pfarrerstochter aus dem Rheinland aus der Familie des Gründers der Diakonissenanstalt Kaiserswerth. Über ihre Kindheit sagt sie: "Ich habe noch sehr bewusst das Dritte Reich erlebt. Daher kommt auch bei mir das politische Bewusstsein. Der Krieg fängt in mir selber an und endet im Irak. Dieses Bewusstsein will ich anderen Menschen weitergeben, um ihnen zu helfen, mit ihren Widersprüchlichkeiten in sich selbst zurecht zu kommen und demokratische Lösungen zu finden." Nach dem Abitur hat sie in Stein bei Nürnberg die Ausbildung zur evangelischen Gemeindehelferin absolviert. Als evangelische Jugendleiterin war sie zunächst in Nürnberg in der gemeindlichen Jugendarbeit tätig, dann ab 1952 im Großraum Harburg als Gemeindehelferin. Ihr Aufgabengebiet war Sozialarbeit, Jugendarbeit, Betreuung von Ausgebombten, Hausbesuche bei Bedürftigen u.a. wie beispielsweise auch die Einrichtung von Mütterkreisen. 1956 ging sie als Gemeindehelferin nach Blankenese. 1958 wechselte sie zunächst in die kirchliche Verwaltung und übernahm Vormundschaften für Zigeunerkinder. 1972 machte sie die kirchliche Ausbildung zur Ehe- und Lebensberaterin und arbeitete dann von 1974 bis 1995 als Honorarkraft in der Ev. Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen des Diakonischen Werkes Hamburg.

Als sie dann darauf angesprochen wurde bei der Telefonseelsorge mitzuarbeiten, fand sie es sehr reizvoll, nur "mit der Stimme zu arbeiten". "Ich will etwas für andere Menschen tun, Ehrenamtlichkeit ist etwas sehr wichtiges, es muss nicht immer alles bezahlt werden. Ich finde es wichtig, selbst ein Stück Mitverantwortung zu haben. Und habe ja auch etwas davon". Und Dank ihrer langjährigen Berufserfahrungen gelingt es ihr, sich selbst ein Bild vom Umfeld der Personen zumachen. "Ich höre Geräusche aus der Wohnung, von den Fenstern. Dann kann ich mir vorstelle, wie es im Haus aussieht." Sie fragt aber auch konkret nach, nach den Beziehungen, wie die Hilfesuchenden leben, wie ihr Umfeld aussieht. "Damit möchte ich den Menschen gerecht werden", betont die engagierte ältere Dame.

In ihrer Freizeit geht sie gerne auf Wochenendtagungen, die sich zum Beispiel mit der jüdischen Geschichte und dem Alten Testament beschäftigen. Kino und Theaterbesuche gehören zu ihren Leidenschaften. Sie besucht vor allem Filme und Stücke, die sich mit sozialkritischen Themen und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzen. Auch eine Schreibwerkstatt hat sie besucht, geht in gute Kabaretts und ist sogar selbst zweimal aufgetreten. "Wobei ich gerne die Lebedame spiele," sagt sie lachend. Bei einem weiteren Hobby, dem Reisen, sind ihr die Landschaften am wichtigsten. "Beispielsweise die Reise nach Island. Ich liebe die nordische Landschaft," sagt sie, aber auch an ihre langen Reisen nach Russland die vom Kaukasus bis Leningrad gingen, denkt sie gerne zurück. Sie wandert gerne, schwimmt jeden morgen in der Frühe und macht einmal pro Woche Gymnastik. Sie lebt seit 43 Jahren in einer offenen Partnerschaft, in der sie sich glücklich und geborgen fühlt.

Bei der Telefonseelsorge Hamburg haben Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen der Ausbildung und bei Hospitationen am Telefon bei Barbara Hoffmann-Fliedner und von ihr gelernt.

Die Hamburger Telefonseelsorge hat im Jahr 2002 etwa 28.000 Gespräche aus dem Großraum Hamburg und dem gesamtdeutschen Mobilfunk angenommen. Wie alle anderen anerkannten Telefonseelsorgestellen ist sie rund um die Uhr gebührenfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 0800 111 0 111 erreichbar. Etwa 90 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einer einjährigen Ausbildung von Fachleuten für den Dienst am Telefon ausgebildet wurden, teilen sich den Dienst am Telefon rund um die Uhr.

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Bischöfin Jepsen besuchte diakonische AIDS-Projekte in St. Petersburg

Unter dem aktuellen Eindruck eines Besuchs diakonischer AIDS-Projekte in St. Petersburg ruft Bischöfin Maria Jepsen zu Engagement gegen AIDS auf. Im St. Petersburger Kinderkrankenhaus Nr. 3 besuchte sie in der vergangenen Woche eine vom Diakonischen Werk Hamburg mit Spendengeldern unterstützte spezielle Beobachtungsstation. Sie äußerte sich dort "überwältigt von dem Engagement haupt- und ehrenamtlich Tätigen. Kleine und kleinste Säuglinge, die von AIDS-kranken Frauen geboren und allein zurückgelassen sind, werden hier über Monate und Jahre betreut und behandelt." Sie stellte fest: "Gib AIDS keine Chance - das Motto wird dort umgesetzt."

"Die AIDS-Problematik in Osteuropa und weltweit nimmt dramatisch zu. Wir dürfen uns damit nicht abfinden", so die Bischöfin weiter.

Mit dem Aktionsbündnis gegen AIDS entsteht derzeit in Deutschland das größte Netzwerk zur weltweiten Bekämpfung von HIV / AIDS. Auch die Nordelbische Kirche unterstützt dieses Netzwerk. In Kirchengemeinden, Partnerschaftsgruppen, durch Gottesdienste und Veranstaltungen will die Nordelbische Kirche auch vor Ort auf die Problematik AIDS in ihren unterschiedlichen Aspekten hinweisen. Auf der am Wochenende stattfindenden Nordelbische Synode wird es dazu Informationen und Handlungsvorschläge geben.

Infofaltblatt mit Veranstaltungstipps erhältlich unter Telefon 306 20 232.
Oder im Internet unter www.aids-kampagne.de

Informationen: Susanne Hesemann, BROT FÜR DIE WELT Hamburg, Telefon 306 20 232

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Geprüfte Pflegequalität
"Diakonie-Siegel: Pflege"für erstes Altenheim in Hamburg

Wenn die Leiterin des Diakonischen Werks Hamburg, Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, am Freitag (11 Uhr) im Altenheim St. Johannis / St. Nikolai das Zertifikat des "Diakonie-Siegel: Pflege" übergibt, wird damit die geprüfte Qualität des ersten Pflegeheims der Hamburger Diakonie bescheinigt. In der gleichen Woche am Montag konnte sie schon der Diakoniestation St. Pauli als erstem ambulanten Dienst feierlich das Siegel verleihen. Weitere Zertifizierungen werden folgen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in einem mehrjährigen Prozess ein Qualitätsmanagement-System auf Basis eines christlichen Pflegeleitbilds für ihre Arbeit entwickelt. Organisationsstruktur, Arbeitsabläufe und Ergebnisse wurden von dem unabhängigen Prüfinstitut EQ Zert begutachtet. Das Ergebnis: Die Einrichtungen erfüllen alle Anforderungen an qualitativ gute Arbeit und sind bestens organisiert. Landespastorin Stoltenberg beschreibt in ihrem Grußwort die Vision: "Die Menschen in Hamburg sollen wissen, dass sie in Sachen Pflege einfach dem Kronenkreuz zu folgen brauchen. Sie sollen sicher sein können, dass sie unter diesem Siegel die bestmögliche Betreuung erfahren können von Menschen, die sich ihrem christlichen Auftrag in ihrer besonderen Weise stellen."

Sie erreichen die Heimleiterin Barbara Pagel unter Tel. 41449-0.

Klicken Sie hier, um die Presseinfo "Markenzeichen Kronenkreuz: Die Qualitätsgemeinschaft der Diakonie" herunterzuladen.

Klicken Sie hier, um die Presseinfo "Hintergrund-Informationen zur Zertifizierung nach dem Diakonie-Siegel: Pflege und ISO 9001" herunterzuladen.

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Jetzt anmelden: Neue SIMA-Kurse in Flottbek
Ein spezielles Training für mehr Selbständigkeit älterer Menschen

Ab kommendem Frühjahr (März/April) werden in Flottbek wieder zwei neue SIMA-Kurse angeboten. Das Übungsprogramm für ältere Menschen geht über rund acht Monate und umfasst drei Bereiche: Gedächtnistraining, Psychomotorik und Kompetenztraining. Bestimmte Voraussetzungen außer der Lust, etwas für sich tun zu wollen, sind nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist aber begrenzt. Die Anmeldungen nimmt ab sofort die Diakoniestation Flottbek entgegen.

"Mit SIMA wollen wir die Selbständigkeit und die Unabhängigkeit der älteren Menschen erhalten und fördern", sagt Sabine Hallier-Bahnsen, Leiterin der Diakoniestation Flottbek und selbst SIMA-Trainerin. Die Diakoniestation gehört zur Qualitätsgemeinschaft Diakonie Hamburg. Für sie gehört zur Pflege ganz klar die Prävention.

Zur Qualitätsgemeinschaft Diakonie gehören über 70 Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime, Tagespflegestätten sowie ambulante Pflegedienste in Hamburg und Umgebung. Sie beschäftigen rund 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr als 26.000 Menschen betreuen und versorgen. Informationen zur Qualitätsgemeinschaft gibt es unter 080 00 11 33 33 und www.pflege-und-diakonie.de.

Diakoniestation Flottbek e.V., Sabine Hallier-Bahnsen
Osdorfer Landstraße 28, 22607 Hamburg
Tel. 040 / 822 744 0, Fax 040 / 822 744 22

Für Rückfragen: Ulrike Großbongardt
advermed Großbongardt + Rieken, Tel. 040-611 37 676 oder
e-mail u.grossbongardt@advermed.de

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Das 1-Euro-Programm ist alles andere als ein Erfolg

Das Diakonische Werk Hamburg widerspricht der Darstellung der Sozialsenatorin, das 1-Euro-Programm als erfolgreich zu betrachten.

Mit der Einführung des sogenannten 1-Euro-Programms für arbeitslose Sozialhilfeberechtigte hat sich Hamburg auf einen falschen Weg begeben. Statt arbeitssuchenden Sozialhilfeberechtigten sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze anzubieten, verpflichtet Hamburg sie zum Durchlaufen einer zwei bis dreimonatigen Beschäftigung bei der Hamburger Arbeit, in der sie im Sozialhilfebezug bleiben und 1 Euro pro Stunde als Mehraufwand erhalten. Im Rahmen dieser Beschäftigung gelten für sie nicht die normalen Arbeitnehmerrechte und sie sind nicht sozialversichert.

Die Umsetzung dieses Programms, das entsprechend den politischen Zielen des Senats die Arbeitsbereitschaft von arbeitslosen Hilfeberechtigten überprüfen soll, führt dazu, dass arbeitssuchende Menschen an der Aufnahme einer Arbeit gehindert werden.

Dies ist z.B. dann der Fall, wenn arbeitslose Sozialhilfeberechtigte sich bei Beschäftigungsträgern, die geförderte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze nach § 19. 1 BSHG anbieten, um Arbeit bewerben. Denn auch diejenigen Arbeitslosen, die eine solche Arbeit aufnehmen möchten, müssen erst das 1-Euro-Programm durchlaufen. Für einen Platz im Rahmen dieses politischen Pflichtprogramms müssen Sozialhilfeberechtigte derzeit Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Hamburger Arbeit braucht nach eigener Aussage eine Vorlaufzeit von 6 bis 8 Wochen für die Besetzung freier BSHG 19 Plätze bei Freien Trägern. Nach Erfahrung von diakonischen Beschäftigungsträgern führt das zur absurden Situation, dass interessierte Bewerber und Bewerberinnen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bei Beschäftigungsträgern nicht antreten können und dass vorhandene Arbeitsplätze unbesetzt bleiben. Das führt so weit, dass Beschäftigungsträger in finanzielle Not geraten können.

Das Diakonische Werk Hamburg stellt fest, dass auf diese Weise weder die Arbeitswünsche von Sozialhilfeberechtigten noch die Angebote Freier Träger wahrgenommen werden. Die Diakonie vermisst die - auch bei der Hilfe zur Arbeit - sozialhilferechtlich gebotene Orientierung am individuellen Einzelfall.

Die Bekämpfung von Sozialhilfemissbrauch führt nicht zur Lösung des Problems. Es fehlt nicht der Arbeitswille von Sozialhilfeberechtigten, sondern es fehlen in Hamburg existenzsichernde, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für diese Menschen.

Kontakt: Beratungsstelle für sozialpolitische Projekte
Wolfgang Völker, Referent für sozialpolitische Projekte
T: 306 20 325

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