31.07.2010 |
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Presse-Infos 1998/1999 |
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Einladung zu Donnerstag, 4. November, 18 Uhr Hauptkirche St. Petri
Am 4. November ist die jährliche Mitgliederversammlung der Hamburger Diakonie mit ihren rund 600 Einrichtungen. Sie findet um 14 Uhr in der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke statt. Diese Mitgliederversammlung wird einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wählen. Pastor Ulrich Heidenreich (* 1933) möchte dies Amt nach 26 Jahren aufgeben. Als Nachfolger vorgeschlagen ist Pastor Dr. Torsten Schweda (*1958), Vorsteher der Stiftung Alten Eichen. Gleichzeitig ist dies die letzte Mitgliederversammlung mit Landespastor Dr. Stephan Reimers, der jetzt Bevollmächtigter der EKD in Berlin ist. Er wird in seinem Bericht eine Bilanz seiner sieben Dienstjahre in der Diakonie ziehen. Nach der Mitgliederversammlung in einem öffentlichen Gottesdienst um 18 Uhr in der Hauptkirche St. Petri wird Pastor Reimers von Bischöfin Maria Jepsen feierlich entpflichtet. Pastor Heidenreich wird von der Nordelbischen Kirche für seine Verdienste die Bugenhagenmedaille verliehen. Im Anschluß an den Gottesdienst wird Pastor Reimers mit einem Empfang in St. Petri verabschiedet. Grußworte sprechen Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape, Kirchenleitungsvorsitzender Bischof Karl Ludwig Kohlwage, Barbara Tode vom Hamburger Spendenparlament stellvertretend für die von Pastor Reimers gegründeten Projekte sowie Direktor Peter Müller vom Diakonischen Werk der EKD, Dienststelle Berlin. Um 20.30 Uhr lädt das Diakonische Werk Hamburg zu einem Abschiedsfest für Pastor Reimers in die Rathauspassage ein. Ivo Banek, ehemaliger Chefredakteur von Hinz & Kunzt, wird moderieren. P. S. Reimers' Nachfolgerin Oberkirchenrätin Annegrethe Stoltenberg beginnt am 1.1. 2000 und wird mit einem Gottesdienst am 9. 1. eingeführt. Festgottesdienst Jubiläum 40 Jahre Telefonseelsorge HamburgDie Telefonseelsorge Hamburg feiert am Freitag, 29. Oktober 1999 um 18.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Hauptkirche St. Petri ihr 40jähriges Jubiläum. 0800 - 111 0 111 - unter dieser Nummer sind rund um die Uhr bundesweit gebührenfrei 104 Telefonseelsorgestellen in Deutschland zu erreichen. Die Telefonseelsorge Hamburg war eine der ersten in Deutschland "Bevor Sie sich das Leben nehmen - Rufen Sie mich an!" Mit diesem Satz in einem Zeitungsinserat eröffnete ein Londoner Pfarrer im Jahr 1953 das Zeitalter der Telefonseelsorge. 1956 wurde die erste deutsche "Lebensmüdenberatung" in Berlin gegründet. In den nächsten Jahren folgten weitere Gründungen in deutschen Großstädten. Als eine der ersten wurde 1959 in Hamburg die Evangelische Telefonseelsorge zunächst als Lebensmüdenberatung und Krisenhilfe gegründet. Das anfängliche Team aus wenigen Pastoren, Psycho-therapeuten, Medizinern und Juristen wurde schon bald durch umfangreich ausgebildete Laien erweitert. Die Anonymität der Anrufenden sowie der Telefonseel-sorgerinnen und -seelsorger war von Anfang an Bestandteil des seelsorgerlichen und beraterischen Konzeptes. Dadurch wurde den Anrufenden die Möglichkeit gegeben, offen und unerkannt ihre Probleme und Sorgen zu schildern und Rat, Trost und Begleitung zu erfahren. 1998: bei der Telefonseelsorge Hamburg 21.000 Anrufe Die Anruferzahlen sind ständig gestiegen. 1998 hat die Evangelische Telefonseelsorge Hamburg 21.000 Anrufe entgegengenommen. Die Gesprächsthemen haben sich im Lauf der Jahre verlagert. Heute stehen psychische Krisen und Krankheiten (19,5 %), Partnerschafts- und Ehekonflikte (15,6 %) sowie Einsamkeit (15,5 %) im Vordergrund. Die Zahl der Anrufe von chronisch psychisch Kranken, von Süchtigen und von wirtschaftlich Notleidenden ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Anonymität in der Großstadt, der individualistische Lebensstil und die hohen Trennungs- und Scheidungsraten scheinen neben anderen gesellschaftlichen Veränderungen dazu beizutragen, daß immer mehr Menschen in Krisensituationen niemanden haben, dem sie sich anvertrauen können. Sie alle finden in der Evangelischen Telefonseelsorge Hamburg rund um die Uhr kostenfrei einen Menschen, der bereit ist, zuzuhören, zu verstehen und zu begleiten - und, wo es sinnvoll ist, auf andere geeignete Hilfsorganisationen zu verweisen. Für diesen Dienst am Telefon stehen über 100 von Fachleuten ausge-bildete Laien zur Verfügung. Die Evangelische Telefonseelsorge Hamburg ist ein Fachbereich des Diakonischen Werkes Hamburg. Sie gehört dem Dachverband der Telefonseelsorgen in Deutschland an und erfüllt die entsprechenden Standards an Aus- und Fortbildung. Die Evangelische Telefonseelsorge Hamburg wurde bisher ausschließlich aus Kirchensteuermitteln getragen. Durch rückläufige Steuereinnahmen ist sie aber zunehmend auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: Diakonisches Werk Hamburg, Stichwort: Telefonseelsorge, Hamburger Sparkasse, Kto.-Nr 1268/12 50 83, BLZ 200 505 50, oder bei der Ev. Darlehns-genossenschaft, BLZ 210, 602, 37, Nr. 21016. Heimplatzauskunft unter Telefon 306 20 306: Neues Angebot der Hamburger DiakonieWer einen Platz in einem evangelischen Alten- und Pflegeheim sucht - auf Dauer oder für eine Kurzzeitpflege - hat es seit dem 1. Oktober einfacher. Unter der Telefonnummer 306 20 306 ist jetzt die Heimplatzauskunft im Diakonischen Werk Hamburg erreichbar. Dies ist ein neuer Service des Referats Altenhilfe. Die 40 Heime melden ihre freien Plätze, und wer dann etwa ein Einzelzimmer in einem bestimmten Stadtteil sucht, braucht nicht mehrere Adressen durchtelefonieren, sondern erfährt sofort, wo es ein entsprechendes Angebot gibt. Zur Zeit sind dreißig freie Plätze in 14 Heimen gemeldet. Die Heimplatzauskunft ist persönlich in der Regel montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr erreichbar, freitags bis 13 Uhr. In den übrigen Zeiten rund um die Uhr nimmt ein Anrufbeantworter die Anfragen auf, die Anrufer werden zurückgerufen. Etwa ein Fünftel aller Heimplätze werden im Laufe eines Jahres neu belegt. In der Diakonie sind das etwa 1000 Umzüge jährlich. Jetzt können sich die potentiellen Heimbewohner mit ihren Angehörigen leichter orientieren können. Aktionen der Diakonie zum Internationalen Tag der SeniorenInhalt: 1. Tag der Offenen Tür in 14 Hamburger Alten- und Pflegeheimen am 24. September 2. Senioren-Hotline "Älter werden gestalten" 28. September bis 1. Oktober jeweils 8 bis 20 Uhr. Bundesweit kostenfrei: 0800 1998 990 3. Heimplatzauskunft unter Telefon 306 20 306: Neues Angebot der Hamburger Diakonie ab 1. Oktober 4. "Wir öffnen Türen" am 1. Oktober, Weltseniorentag (APDD) 5. Der Dialog - 1. bis 3. Oktober Begegnung der Generationen auf dem Rathausmarkt (APDD) 6. Alte im Aufwind: Workshop Altentagesstätten am 6. Oktober 7. Studientag am 6. Oktober: 10 Jahre Fortbildungszentrum DFA für Qualität in der Pflege 8. Hintergrundtexte zu Themen der Hotline - Alzheimer Krankheit / Altersdemenz - Sterben/ Hozpizhilfe - Pflegeversicherung - Ambulante Pflege - Pflegende Angehörige - Altentagesstätten 1. Tag der Offenen Tür in 14 Hamburger Alten- und Pflegeheimen am Freitag, 24. September Am 24. September 1999 - meist von 14 - 18 Uhr - laden 14 stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen zu einem Tag der Offenen Tür ein. Rundgänge durchs Gebäude und ein Gespräch bei Kaffee und Kuchen bieten Gelegenheit, das Haus unverbindlich kennenzulernen. Folgende Einrichtungen werden sich beteiligen: Stiftung ELIM, Bondenwald 50-54, 22459 Hamburg (Niendorf) Nähe U-Bahn Niendorf-Markt, Bus 102, von dort Bus 191 oder 291, direkt aus der Innenstadt Schnellbus 35 Tel.: 55 42 50, Leitung: Ulrich Erdlenbruch, 14 - 18 Uhr Alten- und Pflegeheim der Stiftung St. Gertrud Gemeindepflege Schubertstraße 16, 22083 Hamburg (Barmbek-Uhlenhorst) Nähe U-Bahn Mundsburg, Buslinien 172, 173 und 106 Tel.: 22 72 37 50, Leitung: Irmtraut Voss Ab 14.30 Uhr; Herbstfest mit der Musikgruppe "Uhu`s" ("unter Hundert") Seniorenzentrum St. Markus-Hoheluft Gärtnerstraße 64, 20253 Hamburg (Eimsbüttel-Hoheluft) Nähe U-Bahn Hoheluftbrücke, Bus 102, 106 oder 113 Tel.: 4 01 90 80, Leitung: Wolfgang Janzen 14 -18 Uhr; ab 15 Uhr Akkordeonmusik Diakoniestiftung Alt-Hamburg Christophorushaus Hummelsbütteler Weg 84, 22339 Hamburg (Hummelsbüttel) Bus 174 ab U-Bahn Fuhlsbüttel oder Bus 274 ab U-Bahn Langenhorn-Markt Tel.: 53 90 50, Leitung: Jan Hell, 14 - 18 Uhr Theodor-Fliedner-Haus Berner Chaussee 37-41, 22175 Hamburg (Bramfeld) Bus 277 ab U-Bahn Berne Tel.: 64 60 45 0, Leitung: Michael Scheer, 14 - 18 Uhr Ruckteschell-Heim der Stiftung Eilbeker Gemeindehaus Friedenstraße 4, 22089 Hamburg (Eilbek) Nähe S-Bahn Hasselbrook oder U-Bahn Ritterstraße Tel.: 20 98 80 -13, Leitung: Erika Engellener, 14 - 18 Uhr Stiftung Altenheim St. Johannis / St. Nicolai Mittelweg 106, 20149 Hamburg (Harvestehude) Nähe U-Bahn Hallerstraße, besser Bus 109 (Haltestelle Sophienterrasse) Tel.: 4 10 18 30, Leitung: Barbara Pagel, 14 - 18 Uhr Hospital zum Heiligen Geist, Hinsbleek 11, 22391 Hamburg (Poppenbüttel) Bus 179 von S-Bahn Poppenbüttel oder Ohlsdorf Tel.: 60 60 10, Direktor: Wolfgang Muschter Wegen Umbau nur zwei Besichtigungen um 10 Uhr und 14.30 Uhr möglich. Stiftung Anscharhöhe, Tarpenbekstraße 107, 20251 Hamburg (Eppendorf) Nähe U-Bahn Kellinghusenstraße, besser Bus 190 oder 34 Tel.: 46 69-0, Geschäftsführung: Uwe Schützendübel, 14 - 17 Uhr Haus St. Johannis Alten- und Pflegeheim Bei St. Johannis 10, 20148 Hamburg (Harvestehude) Nähe U-Bahn Hallerstraße, besser Bus 109 oder 115 (Haltestelle Alsterchaussee) Tel.: 44 18 42-8, Leitung: Cornelia Stöber 14 - 18 Uhr; außerdem Flohmarkt: Trödel und Küchengeräte Hermann und Lilly-Schilling-Stiftung Isfeldstraße 16, 22589 Hamburg (Blankenese) Nähe S-Bahn Hochkamp oder Blankenese Tel.: 87 30 66, Leitung: Ilka Bressem, 14 - 18 Uhr; 15.45 Uhr spezielle Information zu den Preisen des Hauses Das Rauhe Haus "Haus Weinberg" Beim Rauhen Hause 21, 22111 Hamburg (Horn) Nähe U-Bahn Rauhes Haus Tel.: 6 55 91-150, Leitung: Walter Hamann, 14 - 18 Uhr; Außerdem stellen sich die Fachhochschule für Altenpflege und Hamburgs einziger Trägerverbund offener und stationärer Altenhilfe Hamm-Horn vor; Musik; 16 Uhr Lesung eines Prominenten Auguste-Victoria-Stiftung, Elbchaussee 88, 22763 Hamburg (Ottensen) Bus 115 ab S-Bahn Altona, über die Elbchaussee fährt der Schnellbus 36 Tel.: 3 98 68 3-0, Leitung: Gundula Thilker, 14 - 18 Uhr Altenzentrum Ansgar, Reekamp 47-51, 22415 Hamburg (Langenhorn) Nähe U-Bahn Langenhorn-Markt Tel.: 53 04 74-0, Leitung: Jörg Kraußlach, 14 - 18 Uhr 2. Senioren-Hotline "Älterwerden gestalten" Die Deutschen werden immer älter. Schon jetzt sind nahezu 13 Millionen Menschen älter als 65 Jahre, liegt der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bei etwa 21 Prozent. In Hamburg sind von den 1,7 Mio. Einwohnern derzeit 384.000 Menschen über 60. In zehn Jahren sind es etwa 412.000. Die älteren Menschen heute haben andere Möglichkeiten als Gleichaltrige vor 50 oder 100 Jahren. Viele von ihnen sind mobil und unternehmungslustig. Auf der anderen Seite nimmt die Zahl der Hochbetagten und Pflegeabhängigen zu. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Frage, wie sie das Älterwerden gestalten können, für sich selbst oder andere nahestehende Menschen. Deshalb bietet die Diakonie bundesweit vier Tage lang eine kostenlose Hotline an. Sie ist vom 28. September bis 1. Oktober jeweils von 8 bis 20 Uhr zu erreichen unter der Rufnummer 0800 1998 990. Am anderen Ende der Leitung steht ein eigens für diese Tage gebildetes Team bereit, mit Experten aus der Praxis, Pflegedienstleitungen, Heimleitungen, Referentinnen für Altenhilfe, Heimseelsorger und Vertreter des Landesseniorenbeirats. Sie beraten zu Themen wie Pflegeversicherung, Ambulante Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege, Pflegende Angehörige, Wohnen im Alter, Offene Altenhilfe oder Sterben und Hospiz. Die Beraterinnen und Berater weisen erste Wege zur Hilfe und nennen kompetente Ansprechpartner. Sie möchten aber auch die Vorstellungen der Anrufer vom Älterwerden kennenlernen, welche Wohnform sie zum Beispiel bevorzugen würden, oder welche Sorgen sie beschäftigen. Die Hotline-Aktion Die Hotline ist die dritte bundesweite Aktion der Diakonie mit einem kostenlosen Ratgebertelefon. Durch die technischen Möglichkeiten, die Anrufer zu beliebigen Zeiten in verschiedene Telefonzentren zu "rooten", können die 25 diakonischen Werke leicht zusammenarbeiten. Der Süden mit Baden, Bayern, Hessen, der Pfalz, dem Rheinland und Württemberg wird vom einem Telefonzentrum im Diakonischen Werk Württemberg in Stuttgart betreut. Die Anrufer aus den "neuen" Bundesländer einschließlich Berlin werden in ein Ost-Telefonzentrum nach Leipzig geleitet. Der Rest der Republik von Westfalen bis Schleswig-Holstein, mit Niedersachsen, Bremen und Hamburg, betreut die Hotline für den Norden abwechselnd: Am 28. 9. Hannover, am 29. 9. Rendsburg, am 30. 9. Hamburg, am 1. 10. Oldenburg. Natürlich müssen sich die kooperierenden Regionen gegenseitig mit Informationsmaterial etwa über Altenheime versorgen. Und wenn die Berater bei ortsspezifischen Fragen nicht weiterwissen, sind Faxformulare vorbereitet, die für schnellen Rückruf der Kollegen aus der Region an die Ratsuchenden sorgen. 3. Heimplatzauskunft unter Telefon 306 20 306: Neues Angebot der Hamburger Diakonie ab 1. Oktober Wer einen Platz in einem evangelischen Alten- und Pflegeheim sucht - auf Dauer oder für eine Kurzzeitpflege - hat es ab dem 1. Oktober einfacher. Unter der Telefonnummer 306 20 306 ist dann die Heimplatzauskunft im Diakonischen Werk Hamburg erreichbar. Dies ist ein neuer Service des Referats Altenhilfe. Die 40 Heime melden ihre freien Plätze, und wer dann etwa ein Einzelzimmer in einem bestimmten Stadtteil sucht, braucht nicht mehrere Adressen durchtelefonieren, sondern erfährt sofort, wo es ein entsprechendes Angebot gibt. Die Heimplatzauskunft ist persönlich in der Regel montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr erreichbar, freitags bis 13 Uhr. In den übrigen Zeiten rund um die Uhr nimmt ein Anrufbeantworter die Anfragen auf, die Anrufer werden zurückgerufen. Etwa ein Fünftel aller Heimplätze werden im Laufe eines Jahres neu belegt. In der Diakonie sind das etwa 1000 Umzüge jährlich. Es lohnt sich, hier die Information zu verbessern, damit sich die potentiellen Heimbewohner mit ihren Angehörigen leichter orientieren können. 4. "Wir öffnen Türen" am 1. Oktober, Weltseniorentag Am 1. Oktober starten die ambulanten Pflegerischen Dienste der Diakonie (APDD) mit ihren Betreuten und den in der Aktion "Wir öffnen Türen" gewonnen "Paten auf Zeit" verschiedene Aktivitäten. Geplant sind ein Tagesausflug zum Hof Appelbeck am See bei Hollenstedt in der Nordheide und ein Besuch im Varieté Hansa-Theater. Aber nicht alle der Betreuten sind so mobil, daß sie an einem der beiden Ausflüge teilnehmen können. Für sie gibt es in den jeweiligen APDD-Stationen einen bunten Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, Musik und Unterhaltung. Für weitere Informationen: APDD Info-Telefon 278 56 777 5. 5. Der Dialog - 1. bis 3. Oktober Begegnung der Generationen auf dem Rathausmarkt Die ambulanten pflegerischen Dienste beteiligen sich vom 1. bis 3. Oktober mit einem Stand auf dem Rathausmarkt und sind auch beim "Walk Event" rund um die Alster mit einem Fahrrad mit Anhänger mit von der Partie. An dem Stand können sich interessierte Besucher zum Beispiel den Blutdruck messen oder bestimmte Pflegeleistungen ausrechnen lassen. Und man kann spielen: Wer ein glückliches Händchen am Glücksrad hat, kann einen der vielen Preise gewinnen. Für weitere Informationen: APDD Info-Telefon 278 56 777 6. Alte im Aufwind - Evangelische Altentagesstätten laden ein Workshop: "Wohin weht der Wind- Altentagesstätten sammeln ihre Kräfte" am 6. Oktober, 10-16 Uhr im Diakonischen Werk Hamburg, Königstraße 54 Nach Impulsreferaten zur gegenwärtigen finanziellen Situation der Altentagesstätten am Vormittag werden am Nachmittag einrichtungsübergreifende Aktionstage und vernetzende Projekte erarbeitet. Es bewegt sich viel in den 25 evangelischen Altentagesstätten: neue Projekte und bewährte Altenarbeit zeichnen ein buntes Bild der vielfältigen Bedürfnisse älterwerdender Menschen. Vom Gedächtnis-training bis zum Internetcafé für Senioren, vom generations-übergreifen-den Mittagstisch bis zur Einrichtung einer stadtteilnahen Freiwilligenbörse in der Altentagesstätte: Engagement und Erwartungen der älteren Menschen werden konstruktiv aufgenommen und erhalten in den Einrichtungen ermutigenden Rückenwind. Nähere Informationen: Arbeitskreis der Evangelischen Altentagesstätten, Kontakt: Gerlinde Gehl, Tel: 30620-294 7. Studientag am 6. Oktober: 10 Jahre Fortbildungszentrum DFA für Qualität in der Pflege Die Ausbildung, ergänzt durch Fort- und Weiterbildung, hat in der Diakonie von je her einen hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich in der Geschichte des Fortbildungszentrums des Diakonischen Werks Hamburgs DFA wieder, das seinen Sitz in einer Etage der Stiftung Anscharhöhe hat. 6.000 Frauen und Männer aus pflegerischen Berufen nahmen dort in zehn Jahren an über 330 Seminaren und 44 langfristigen Weiterbildungen teil. Dies wird mit einem Studientag am 6. Oktober gefeiert. Er beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St. Anscharkirche, den Landespastor Dr. Stephan Reimers und Pastor Gero Ziegler, Vorstand der Stiftung Anscharhöhe, gestalten. Anschließend sprechen vier Referentinnen zu "... auf dem Weg ins 3. Jahrtausend: Visionen entwicken, Ressourcen wahrnehmen, Profil gewinnen, politisch handeln". Die Leiterin des DFA, Uta Rüppel, hat 1997 das Konzept des DIAKONIE-SIEGELS: Qualität in der Pflege entwickelt. 1998 beschlossen alle diakonischen Werke, ein bundeseinheitliches DIAKONIE-SIEGEL nach Hamburger Modell einzuführen. Nähere Informationen: Fortbildungszentrum DFA, Telefon 4669 405 8. Hintergrundtexte Alzheimer Krankheit/Altersdemenz "Alle meine Entchen schwimmen auf..." - für Großvater ist dieses Kinderlied etwas von dem Wenigen, was ihm noch Halt und Geborgenheit gibt. Er singt es immer wieder. Die reale Welt ist ihm fremd geworden. Auch seine Enkelin, die ihn pflegt, erkennt er nicht mehr. Wenn sie ihn waschen will, beschimpft er sie als die "alte Hexe, die mich ärgern will". Alzheimer, oder Altersdemenz: Wie man die Krankheit des Großvaters nennt, ist der Enkelin egal. Sie weiß nur, dass sie nicht mehr lange durchhält, auch wenn sie ihrem Großvater helfen will. Aber würde Hilfe durch Fremde ihn nicht noch mehr verwirren? Schätzungsweise eine Million Menschen in Deutschland sind an Alzheimer erkrankt. Diese Krankheit trifft hauptsächlich Menschen über 65 Jahre. Fachleute gehen davon aus, daß jährlich rund 50.000 neue Fälle dazukommen. Jeder fünfte alte Mensch über 80 Jahre leidet an seniler Demenz, die zwar andere Ursachen hat, deren Erscheinungsbild aber ähnlich ist. Nicht jede kleine Vergesslichkeit ist ein Anzeichen für Alzheimer, doch sollten Warnsignale frühzeitig beachtet werden. Die Betroffenen haben Probleme, neue Erfahrungen aufzunehmen, Erinnerungen abzurufen, sich räumlich und zeitlich zu orientieren oder sich selbständig in der eigenen Umgebung zurechtzufinden.Im Verlauf der Krankheit gehen das Gedächtnis, die Sprache, der Verstand und schließlich die ganze Persönlichkeit verloren. Da es noch keine ursächliche Behandlung von Demenz-Erkrankungen gibt, werden die Kranken schon bald abhängig von der Hilfe anderer Menschen. Etwa 90 Prozent aller Betroffenen sind auf die Pflege durch ihre Angehörigen angewiesen. Demente alte Menschen brauchen Zuwendung, Verständnis, Unterstützung, Geduld und Vertrauen sowie praktische Pflege - und zwar meist rund um die Uhr. Angehörige sind damit oftmals überfordert. Sie drohen selbst krank zu werden. In der Pflegeversicherung werden die Bedürfnisse dieser alten Menschen oft nicht ausreichend berücksichtigt. Weder der immense Betreuungsaufwand noch Hilfsangebote, die dem geistigen und körperlichen Abbau entgegen wirken, sind bei der Einstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen kaum angemessen berücksichtigt. Für die evangelische Diakonie sind Qualität der Pflege und soziale Arbeit bei der Versorgung dementer Menschen untrennbar verbunden. Sie setzt sich daher für eine Finanzierung der sozialen Betreuung durch die Pflegeversicherung ein. In 1.300 Alten- und Pflegeheimen sowie fast 60 Kurzzeitpflege-Einrichtungen für alte Menschen leistet die Diakonie neben der pflegerischen Grundversorgung soziale Arbeit für verwirrte alte Menschen. Sie berät und unterstützt pflegende Angehörige durch ihre ambulanten Dienste und entlastet sie mit rund 80 Tagespflegeeinrichtungen. In Hamburg gibt es 39 Alten- und Pflegeheime mit knapp 5.000 Plätzen und drei Tagespflegestätten mit 45 Plätzen. Elf Heime bieten eine besondere stationäre Dementenbetreuung. Fünf weitere haben solche Betreuungsplätze bei der Sozialbehörde beantragt. Sterben / Hospizhilfe Überall Schläuche und Kabel. Kein Bild an den Wänden, keine Musik, nur das monotone Piepsen der Überwachungsgeräte. Auf der Intensivstation versuchten sie, sein 88 Jahre altes Leben zu erhalten. Dabei wußte er, daß es zu Ende ging. Warum durfte er nicht zu Hause sterben, in seiner vertrauten Umgebung, begleitet von einem vertrauten Menschen? 92 Prozent aller Deutschen möchten zu Hause sterben. Und sie meinen damit nicht nur den Sterbeort. Zu Hause bedeutet in erster Linie eine vertraute Umgebung, begleitet von liebenden und geliebten Menschen und letztlich heißt es: in Würde sterben. Doch 90 Prozent aller Deutschen sterben in Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen. Der Angst, in der letzten Stunde allein zu sein, setzt die von ehrenamtlich tätigen Menschen getragene Hospiz-Bewegung seit Jahren ein Konzept der Begleitung in unterschiedlichen Formen entgegen. Ambulante Hospiz-Dienste kommen der Idee des Sterbens "zu Hause" am nächsten. Manche von ihnen arbeiten zu 100 Prozent mit Ehrenamtlichen, viele bieten eine enge Zusammenarbeit mit professionellen Fachkräften oder stellen sogar Pflegekräfte an. Ist das Sterben zu Hause nicht möglich, bieten stationäre Hospize und Palliativ-Stationen Sterbenden Begleitung an. Mehr und mehr nutzen auch stationäre Einrichtungen der Altenhilfe die Erfahrungen von Hospiz-Initiativen und arbeiten mit ihnen zusammen. Auf diese Weise werden auch Pflegeheime von sterbenden alten Menschen durchaus als "zu Hause" empfunden. Qualifizierte Hospiz-Arbeit ist kontinuierlich und individuell an den Bedürfnissen der sterbenden Menschen ausgerichtet. Sie wird rund um die Uhr angeboten. In speziellen Kursen erwerben Ehrenamtliche die Befähigung für ihre Aufgabe und erhalten die notwendige Supervision. Bei Bedarf wird weitere Fachkompetenz, etwa zur Schmerzbehandlung, herangezogen. Auch die Begleitung der Angehörigen in der Zeit der Trauer gehört zu dieser Arbeit. In der Regel wird die Finanzierung der Hospiz-Arbeit über Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, der Sozialhilfeträger, Eigenmittel der Betroffenen, Zuschüsse der Kirchen sowie die unbezahlte (und unbezahlbare!) Arbeit der Ehrenamtlichen sichergestellt. Für die Pflege in einem stationären Hospiz besteht inzwischen ein Anspruch auf Leistungen durch die Krankenkasse. 75 Prozent der 28 stationären Hospize in Deutschland sind in kirchlicher Trägerschaft. Die mehr als 350 ambulanten Hospiz-Initiativen werden in vielen Fällen durch Personal, Sachkosten oder Dienstleistungen aus Kirche, Diakonie und Caritas unterstützt. Die Diakonie fordert, den Zuschuß der Krankenkassen für Hospizpflege auch Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen zukommen zu lassen. In Hamburg sind drei ambulante Hospizdienste in der Diakonie.
Pflegeversicherung So hat sie sich ihr Alter nicht vorgestellt. Bettlägerig und von fremden Menschen gepflegt. Die Tochter schafft die ganze Arbeit nicht alleine. Da sind ihre Kinder, und schließlich hat sie auch noch einen Beruf. Glücklicherweise kommt täglich die Schwester von der Diakoniestation. Aber wird denn die kleine Rente dafür reichen? Die Krankenkasse zahlt doch nur bei Krankheit - und sparen konnte sie auch nicht viel... Krankheit, Unfall, Invalidität und Arbeitslosigkeit sind in Deutschland gut und wirksam abgesichert. Wer jedoch pflegebedürftig wurde, trug das Risiko lange alleine oder wurde von Sozialhilfe abhängig. 1995 trat das Pflegeversicherungsgesetz in Kraft, um dieses Risiko abfangen zu helfen. Derzeit beziehen rund 1,73 Millionen Menschen in Deutschland Leistungen aus der Pflegeversicherung. 1,26 Millionen von ihnen werden von ambulanten Diensten und/oder Angehörigen in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt. 470.000 pflegebedürftige Menschen befinden sich in stationären Pflegeeinrichtungen. Der Trend geht deutlich dahin, ambulante Hilfe der stationären vorzuziehen. Für einen Teil der Pflegebedürftigen und ihre Familien hat die Pflegeversicherung spürbare Verbesserungen gebracht. Für viele Betroffene brachte sie jedoch auch Enttäuschungen. Bei der Einstufung der Betroffenen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen in die jeweiligen Pflegestufen sehen die Träger ambulanter Hilfen, darunter die Diakonie, den Pflege-Begriff oft zu eng gefaßt. 20 Prozent der Anträge werden abgelehnt, weil nicht alle notwendigen Maßnahmen anerkannt werden. So findet die soziale Betreuung und hier vor allem der Betreuungsaufwand bei Menschen mit Altersdemenz bisher keine Berücksichtigung. Daneben werden häufig Leistungen auf die Pflege-versicherung verlagert, die bisher von den Krankenkassen getragen wurden. So wurden zeitweise Hilfsmittel (etwa Rollstühle) für Menschen in Pflegeheimen nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die evangelische Diakonie setzt sich dafür ein, dass ein klarer Zuordnungskatalog diese Leistungen regelt und kein "Verschiebebahnhof" medizinisch notwendiger Leistungen auf die Pflegeversicherung erfolgt. Ambulante Pflege "Ich will so lange wie möglich in meiner Wohnung bleiben ..." Alle merken es: Die alten Eltern kommen allein nicht mehr zurecht. Der Vater kann mit der zunehmenden Verwirrtheit seiner Frau nicht mehr umgehen. Sie kann nicht zugeben, daß sie den Haushalt nicht mehr schafft. Die gewohnte Ordnung löst sich auf, und das Ehepaar hat, was sie nie hatten: Streit. Sie brauchen Hilfe - in ihrer gewohnten Umgebung. Aber wie ist das zu organisieren? Pflegebedürftigkeit hat viele Gesichter. Da ist der herzkranke End-siebziger, der sich noch gut selbst versorgen kann; nur die Treppe kann er nicht mehr bewältigen. Oder die schwer krebskranke Nachbarin, die mit ihren 87 Jahren immer noch allein wohnt und auf gar keinen Fall im Krankenhaus sterben will. Bereits jetzt leben 50 Prozent der über siebzigjährigen Deutschen in Ein-Personen-Haushalten, bei den über Fünfundsiebzigjährigen sind es fast 70 Prozent. Und rund 85 Prozent davon sind alleinlebende Frauen. Ob allein oder in der Familie: Pflegebedarf zu Hause haben 1,1 Millionen, hauswirtschaftlichen Hilfebedarf zusätzlich 2,1 Millionen Menschen. Sie alle wollen ihr Leben so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden führen. Umgekehrt rangiert auch für den Staat aus Kostengründen "ambulant vor stationär". Mit zunehmendem Alter und steigendem Hilfe- und Pflegebedarf ist dafür eine Vielzahl differenzierter Hilfsmöglichkeiten notwendig. Die öffentlichen und die freien Träger der Wohlfahrtspflege wie die evangelische Diakonie, aber auch die vielen privatwirtschaftlichen Pflegedienste, Selbsthilfegruppen und Kirchen-gemeinden bieten sie an: von der selbstorganisierten Telefonkette bis zum professionellen Hausnotrufdienst, vom gemeindlichen Besuchsdienst und Essen auf Rädern über hauswirtschaftliche Hilfen bis zur Vollzeitpflege. Allerdings hat auch die Einrichtung der Pflegeversicherung nicht zur Deckung der Kosten aller Hilfsmöglichkeiten geführt. Das gilt vor allem für die hauswirtschaftlichen Hilfen. Die Koordination der verschiedenen Hilfe-systeme ist eine wichtige Aufgabe der Sozial- und Diakoniestationen. Den nötigen Zeitaufwand deckt die Pflegeversicherung jedoch nicht ab. Die evangelische Diakonie setzt sich dafür ein, daß die Pflege-bedürftigen nicht zwischen den verschiedenen Sozialleistungs-trägern zerrieben werden. Die Diakoniestation vor Ort hilft Betroffenen bei der Problemlösung und berät in Finanzierungs-fragen. Im gesamten Bundesgebiet gibt es mehr als 2000 solcher evangelischen Hilfestationen mit mehr als 15.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Hamburg gibt es 35 Pflegedienste mit rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Davon sind 650 Krankenpflegekräfte, 850 Haus- und Altenpflegehilfen, 200 Zivildienstleistende und 200 sonstige. Pflegende Angehörige "Seit Jahren kein Urlaub ..." Zehn lange Jahre schon pflegt er seine rheumakranke Frau. Inzwischen sind sie beide über fünfundsiebzig. Sie wird immer unbeweglicher, und ihre Schmerzen quälen auch ihn. Außerdem hat er selbst Schmerzen, weil die körperliche Belastung wächst. Mal ein paar Wochen ausspannen, das wär's. Aber sie allein lassen? Das will er ihr nicht antun... Rund 90 Prozent der zu Hause lebenden Pflegebedürftigen werden von Familienangehörigen versorgt. Damit ist die Familie nach wie vor der "größte Pflegedienst der Nation". 80 Prozent der Pflegenden sind Frauen. Pflegende Angehörige brauchen Hilfe und Entlastung. 75 Prozent der oft selbst schon betagten Pflegenden haben schwere gesundheitliche Schäden. Unter dem Motto "Urlaub von der Pflege" bieten zahlreiche stationäre Einrichtungen der Diakonie Kurzzeitpflege-Plätze zwischen drei und sechs Wochen an, damit sich die Pflegenden von körperlicher und seelischer Erschöpfung erholen können. Bei vielen Alterskrankheiten und -behinderungen ist Tagespflege (von Montag bis Freitag) - auch stundenweise - in stationären Einrichtungen ein guter Weg, Pflegebedürftigen therapeutische Maßnahmen und Begegnung mit Gleichaltrigen und Pflegenden Entlastung oder eigene Berufstätigkeit zu ermöglichen. Für die Pflege Sterbender zu Hause ist die menschliche und fachliche Kompetenz aller an der Pflege Beteiligten und deren verläßliches Netzwerk (Arzt, Pflegedienste, Angehörige) rund um die Uhr Voraus-setzung. Die über die Diakonie zu erfragenden Hospiz-Dienste sind hilfreiche Unterstützer. Die evangelische Diakonie betrachtet die pflegerische Versorgung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Entscheidend sind dabei die Bedürfnisse der Betroffenen. Entlastungs-, Beratungs- und Schulungsangebote müssen die häusliche Pflege durch Angehörige stützen und qualifizieren. Zwar haben die unter bestimmten Voraussetzungen möglichen Leistungen der Pflegeversicherung für Renten- und Unfallversicherung, Pflegegeld und kostenlose Pflegekurse die Situation von Pflegenden grundsätzlich verbessert. Die Kosten für Tages- und Nachtpflege werden jedoch nicht voll übernommen. Die Diakonie fordert, die Zuständigkeiten von Pflege- und Krankenkassen und die Kriterien für Anspruchsberechtigungen daraufhin zu überprüfen. Die Diakoniestation vor Ort hilft Betroffenen bei der Problemlösung und berät in Finanzierungsfragen. Im gesamten Bundesgebiet gibt es mehr als 2000 solcher Hilfestationen mit über 15.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Hamburg helfen 35 ambulante Pflegedienste.
Wohnen im Alter: Wie und Wo? Sie ist jetzt 61 und genießt seit einem Jahr ihren aktiven Ruhestand: großer Freundeskreis, kulturelle Interessen, Reisen ... Ihre Mutter wurde von der Familie des Bruders versorgt, bis sie starb. Auch ihre älteste Freundin lebt im Familienkreis. Sie selbst hat keine Familie. Und ist ins Nachdenken geraten, wie es denn einmal werden soll mit ihr. Ihre Altbauwohnung liegt vier Treppen hoch unterm Dach ... Wer sein Älterwerden selbstbestimmt gestalten will, tut gut daran, frühzeitig darüber nachzudenken, wie er oder sie im Alter wohnen möchte. Wichtige Fragen sind zu klären: Welche Wohnformen gibt es, was kosten sie und welche Versicherungsleistungen oder Zuschüsse ermöglichen die Finanzierung? Für die Wohnqualität im Alter spielen das Wohnumfeld, dessen Infrastruktur und die bestehenden sozialen Kontakte eine entscheidende Rolle. Daß niemand seine Pflegebedürftigkeit im voraus kennt, spricht nicht gegen Planung. Wer jedoch schon in jüngeren Jahren chronisch krank oder behindert ist, hat ganz konkrete persönliche Kriterien in die Überlegungen einzubeziehen. Wer auch im Alter in der eigenen Wohnung bleiben will, muß deren Anpassung an die Alterssituation ins Auge fassen. Die Kombination von Eigenständigkeit und Sicherheit kennzeichnet das "Betreute Wohnen". Das in allen Verträgen enthaltene Mindestangebot an Betreuungs-leistungen umfaßt eine Tag und Nacht besetzte Notrufanlage, Beratungssprechstunden, die Vermittlung von pflegerischen und hauswirtschaftlichen Diensten sowie Gemeinschafts- und Versorgungs-räume. Weitere Leistungen können "gekauft" werden. Bewohner "Betreuter Wohnanlagen" können selbstverständlich die Leistungen von Diakoniestationen und weiterer Hilfs- und Pflegedienste nach dem Pflegeversicherungsgesetz in Anspruch nehmen. Je nach Art und Schwere der Beschwerden, Krankheiten oder Behin-derungen im Alter kann das Alten(wohn)heim die bessere Lösung sein, weil dort wiedergefunden wird, was vorher Stück für Stück verlorenging: Lebensqualität. Häufig ist auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit kein weiterer Umzug nötig, weil die Pflege im eigenen Zimmer oder auf der Pflegestation des Hauses erfolgt. Die evangelische Diakonie unterhält 1.945 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe mit rund 145.000 Plätzen und mehr als 75.000 Mitarbeitenden. In Hamburg gibt es 39 Einrichtungen mit knapp 5.000, die unterschiedlich Altenwohnheim- und Pflegeheimplätze bieten. Dazu kommen etwa dreißig meist kleine Wohnstifte und Seniorenwohnungen . Altentagesstätten "Wenn ich nur nicht so viel alleine wär' ..." Er hat immer allein gelebt. Und bis vor drei Jahren hatte er ja auch seinen Beruf: Überstunden, Dienstreisen, Fortbildungen. Da war er oft froh, wenn er endlich mal alleine zu Hause war. Jetzt ist das ganz anders. Und manchmal fällt ihm auf, dass er drei Tage mit niemandem gesprochen hat. Aber wie kann er das ändern? Die Hälfte der über siebzigjährigen Deutschen lebt in Ein-Personen-Haushalten, bei den über Fünfundsiebzigjährigen sind fast 70 Prozent. Kein Wunder, dass für viele alleinlebende alte Menschen die Einsamkeit ein echtes Problem ist. Gleichzeitig haben Eigenständigkeit und Selbstbestimmung einen hohen Stellenwert - und das um so mehr, je jünger die jeweilige Generation der Älteren ist. Nicht Betreuung ist gefragt, sondern Hilfe und Vermittlung bei der Herstellung geeigneter Kontakte. Das gilt insbesondere für die "jungen Alten", die darunter leiden, dass ihre spezifischen beruflichen und biografischen Erfahrungen scheinbar nicht mehr gebraucht werden. Zahlreiche Möglichkeiten ehrenamtlichen und sozialen Engagements und eine Vielzahl selbstorganisierter Initiativen warten auf weitere "man"- und "woman"-Power. Auch dafür gibt die evangelische Diakonie Beratung, Hilfestellung und unter Umständen auch Unterstützung. Die Angebote der Kirchengemeinden vor Ort ergänzen die persönliche Lebensgestaltung und ermöglichen die unverbindliche Kontaktaufnahme, in Tagestreffs und Altenklubs, bei Tagesausflügen, auf Exkursionen und Bildungsreisen, in Seminar- und Veranstaltungsreihen und in Gesprächskreisen und ehrenamtlichen Initiativen. In Hamburg gibt es 25 evangelische Altentagesstätten. Nähere Informationen: Arbeitskreis der Evangelischen Altentagesstätten, Kontakt: Gerlinde Gehl, Telefon 30620-294 Unter dem Motto "Kreativität - Das Bollwerk gegen Abhängigkeit und Sucht" präsentiert sich die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtkrankenhilfe (ELAS) am Samstag, dem 2. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Rathausspassage. In dieser Arbeitsgemeinschaft sind alle Suchtkrankenhilfeeinrichtungen der Diakonie zusammengefaßt. Zur ELAS gehören neben der ehrenamtlichen Suchtkrankenhilfe (über 100 ausgebildete ehrenamtliche SuchtkrankenhelferInnen in Selbsthilfe, Beratung und Prävention) 22 hauptamtlich besetzte Einrichtungen von der "Qualifizierten Entgiftung" bis zur Fachklinik. Neben Darstellungen aus Beratung, Therapie, Prävention singt der Gospel-Chor der Bugenhagen-Gemeinde Harburg, spielt "Ulf" Oldies ohne Texte zur Gitarre und es gibt einen besonderen Beitrag für Kinder ... Das Restaurant der Rathaus-Passage hält Erfrischendes und Leckeres bereit. "Kinder haben Rechte"Bischöfin und Bürgerschaftspräsidentin eröffnen internationalen Austausch über Arbeit mit Straßenkindern 28. September 99 Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape, Bischöfin Maria Jepsen und Synodenpräsidentin Elisabeth Lingner haben am Mittwoch abend den "Trialog" eröffnet, einen internationalen Austausch der Diakonie über Straßenkinder. "Kinder brauchen Lebensperspektiven und Menschen, denen sie vertrauen können", sagte Bischöfin Jepsen vor Delegationen aus St. Petersburg und Managua. "Wenn wir uns mit der Situation von Kindern in ärmeren Ländern beschäftigen, dann sehen wir auch, wo Kinder bei uns leiden und wo es ihnen an Unterstützung fehlt", so die Bischöfin. Bürgerschaftspräsidentin Pape wies darauf hin, dass Straßenkinder "ein Armutsphänomen" seien - und Armut gebe es auch in Hamburg. In Anspielung auf das "Trialog"-Motto "Kinder haben Rechte" sagte Ute Pape: "Ziel muss sein, das Recht des Stärkeren zu beenden und die Stärke des Rechts zu gewährleisten." Elisabeth Lingner dankte besonders den Delegationsteilnehmern für ihre Arbeit an der Basis. Das "Trialog"-Programm führt Erfahrungen aus der Straßenkinder-Arbeit in Russland, Nicaragua und Deutschland zusammen. Am Hamburger Hauptbahnhof informierten sich die internationalen Gäste bereits über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an einem sozialen Brennpunkt. Bei einem zweitägigen Workshop Anfang nächster Woche wird diskutiert, wie "soziale Netze" gefährdete Kinder stabilisieren können. Das Diakonische Werk Hamburg steht schon seit mehreren Jahren in Kontakt zu Partnerorganisationen in St. Petersburg und - über "Brot für die Welt" - in Managua. Das Dreier-Treffen jedoch ist neu. Zum ersten Mal droht Zivi-Lücke26. Juli 1999 Die zu erwartende Verkürzung des Zivildienstes von 13 auf 11 Monate wird bei den Einrichtungen der Hamburger Diakonie überwiegend skeptisch beurteilt. Dies sagt Dieter Schreiber von der Verwaltungsstelle Zivildienst im Diakonischen Werk Hamburg. Zum ersten Mal in der Geschichte des Zivildienstes würden dann mehrere Wochen oder Monate lang die meisten Zivildienst-stellen nicht besetzt sein. Denn die meisten Zivil-dienstleistenden sind Schulabgänger, die ihren Dienst nach dem Schul-jahrsende beginnen. Wenn künftig zum 1. August ein Zivi seinen Dienst beginnt, wird er im Juni des folgenden Jahres schon entlassen. Dann ist sein Nachfolger aber noch nicht frei. Es entstünde also zum ersten Mal eine Lücke, die sich in den Folgejahren noch erweitert. Eine besondere Belastung würde sich dadurch in der Pflege und Betreuung von alten und behinderten Menschen ergeben. Vor allem in der Individuellen Schwerst-behinderten-betreuung würde es sehr schwierig, denn hier werden fast ausschließlich Zivis eingesetzt. Diese Betreuungsart wurde von der Politik und dem Bundesamt für Zivildienst ins Lebens gerufen. Behinderte Menschen, die ständig auf fremde Hilfe angewiesen sind, können durch Zivis in der eigenen Wohnung so selbständg und normal wie möglich leben. Zivis ermöglichen hier oft erst den Schulbesuch, die Berufsausbildung, das Studium, sie helfen bei der Rehabilitation und bei eigener Lebensgestaltung und bei der Pflege sozialer Kontakte. In der Hamburger Diakonie werden zur Zeit über siebzig schwerstbehinderte Menschen durch Zivis zu Hause betreut. Alle Betreuungsalternativen werden deutlich mehr kosten. Ein weiteres Problem ist die geplante Kürzung der jährlichen Zivi-Zahl auf 110.000. Dieter Schreiber: "Es werden genau so viele junge Männer verweigern wie bisher, wegen der verkürzten Dienstzeit eher noch mehr." Zur Zeit werden noch dringend Zivis für den Einsatz in Einrichtungen der Hamburger Diakonie gesucht. Informationen bei Dieter Schreiber, Telefon 306 20 235. Diakonie äußert sich zum neuen Verfahren der ZuwendungsvergabeDas Diakonische Werk Hamburg äußert sich zu dem neuen Vergabeverfahren der Sozialbehörde für finanzielle Zuwendungen. Es sieht vor, die Einzelvorhaben "öffentlich bekanntzugeben" oder eine "beschränkte Bekanntgabe" durchzuführen. Dies sei deutlich zu begrüßen, da hier mehr Transparenz und eine Gleichbehandlung von freien Träger mit staatlichen oder staatsnahen Trägern erreicht werden könne. Die Diakonie sieht aber ein erhebliches wirtschaftliches Risiko bei den Trägern zuwendungsfinanzierter Projekte durch ihre Verpflichtung aus der Anstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem, wenn sie wie etwa in der Diakonie nach Tarif bezahlen. Wenn die Behörde nun die Zuwendung für so ein Projekt öffentlich bekannt gibt, könnte die Tarifanwendung dieses Trägers dazu führen, daß er durch "Billiganbieter" ohne Tarifanwendung das Nachsehen hat. (Dies Problem zeigt sich auch im Bereich der Pflegeversicherung. Pflegedienste ohne Tarif bieten ihre Leistungen billiger an.) Wenn solche Träger - meist kleine Vereine ohne oder mit geringen Eigenmitteln - die Zuwendung für ein Projekt verlieren, könnten sie durch ihre Verpflichtungen aus tariflichen Kündigungsfristen in den Ruin getrieben werden. Hier bedarf es dringend Regeln, die den Trägern Planungssicherheit geben. Auch Qualitätsstandards wie die Qualifikationen von Mitarbeitern und Qualitätssicherungsmaßnahmen dürften nicht dem "Preis" geopfert werden. Die Diakonie fordert weiter ein transparentes Verfahren, das klärt, wann Zuwendungen öffentlich bekanntgegeben werden und nach welchen Kriterien die Auswahl getroffen wird. Sonst könne der Verdacht aufkommen, mit der öffentlichen Bekanntgabe sollten "unliebsame Träger" ruhig gestellt werden. Dabei sei der Sachverstand der freien Wohlfahrtspflege zu berücksichtigen. Wichtig sei auch, daß bei Beratungsstellen nicht jedes Jahr ein anderer Träger den Zuschlag erhalten dürfte. Sonst hätten die Hilfesuchenden mit ständig wechselnden Sozialarbeitern zu tun, und letztlich würden die Erfolgschancen der Hilfe geschmälert. Weitere Informationen bei Thomas Illing, Telefon 306 20-275 Kirchenleitung wählt Nachfolgerin von Landespastor Dr. Stephan Reimers:Ab 1.1. 2000 leitet Oberkirchenrätin Annegrethe Stoltenberg das Diakonische Werk Hamburg 6. Juli 1999 Nachdem der Aufsichtsrat des Diakonischen Werks Hamburg und der Nordelbische Diakonische Rat sich bereits für die Kandidatin ausgesprochen hatten, wählte heute die Nordelbische Kirchenleitung Oberkirchenrätin Annegrethe Stoltenberg (49) einstimmig zur Nachfolgerin von Landespastor Dr. Stephan Reimers (55). Reimers geht im Spätherbst als Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union nach Berlin. Frau Stoltenberg tritt ihr Amt zum 1.1. 2000 an. Zur Zeit leitet die gebürtige Hamburgerin Annegrethe Stoltenberg die Bildungsabteilung im Kirchenamt der EKD in Hannover. Voraus ging ein ungewöhnlicher Ausbildungsweg: Nach dem naturwissenschaftlichen Abitur am Gymnasium Oberalster und dem Studium von Erziehungswissenschaften und Germanistik wurde sie Studienrätin für Deutsch und Politik an einer Gewerbeschule für Kraftfahrzeugmechaniker. Erfolgreich baute sie danach ein Sonderprojekt des Hamburger Senats für junge erwachsene Arbeitslose zum Hauptschulabschluß an der Volkshochschule auf. Mit dreißig Jahren begann sie noch einmal von neuem und studierte Theologie. Zur Finanzierung jobbte sie als pädagogische Honorarkraft. Ihr Vikariat, die praktische Ausbildung der Theologen, absolvierte sie 1986-88 in der Gemeinde An der Käkenflur in Hamburg-Langenhorn. Statt des üblichen Schulvikariats arbeitete sie im Kindergarten der Gemeinde mit. Im Dezember 1988 wurde sie ordiniert und war dann einige Monate lang - als erste Frau - Pastorin am Michel. Anschließend wechselte sie nach Hannover in die Studien- und Planungsgruppe im Kirchenamt der EKD. Schon ein Jahr später berief sie der Rat aus Leiterin der Bildungsabteilung. Damit war erstmalig eine Frau im Kollegium des Kirchenamtes der EKD. Bundesweit gibt es 25 Diakonische Werke der Landesverbände. Bei den beiden Werken der Nordelbischen Kirche Kirche in Hamburg und Rendsburg stehen mit Pastorin Annegrethe Stoltenberg und Pastorin Petra Thobaben die einzigen Frauen an der Spitze der Einrichtung. An die Redaktionen: Wenn Sie Kontakt zu Oberkirchenrätin Stoltenberg aufnehmen wollen, können Sie sich gern an die Pressestelle des Diakonischen Werks Hamburg wenden. Klicken Sie hier, um ein Bild von Annegrethe Stoltenberg zu erhalten Pressekonferenz 1 Jahr Rathauspassage1. Juli 1999 Ihre Gesprächspartner:
In dieser Pressemappe finden Sie - die aktuellen Angebote der zwölf Bereiche der Rathauspassage - Zahlen zu Personal und Finanzen (letzte Seite) - die Jubiläumszeitung - einen Gutschein In einem Jahr Rathauspassage ... ... wurden für 135.000 Mark antiquarische Bücher verkauft - weitere 150.000 gespendete Bücher warten auf Käufer! ... wurden im "fair und flair-Laden" für knapp 260.000 Mark Second-Hand-Kleidung und Waren aus dem Eine-Welt-Laden-Sortiment umgesetzt ... hat sich rund um den Kirchen-Counter eine kleine ,Gemeinde' gebildet ... stieß die Ferienakademie des Reiseteams der Rathauspassage "Frühling in Galiläa" auf so viel Resonanz, daß sie im Jahr 2000 wiederholt wird ... können aus den Erlösen aller Angebote der Rathauspassage 10,75 Stellen selbst finanziert werden und das wichtigste: ... fanden sechs von 21 ehemals langzeitarbeitslosen Menschen eine neue Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Angebote der Rathauspassage 1. Essen & Trinken Das Bistro-Restaurant ist Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Aus dem Angebot: Frühstück, täglich wechselnder Mittagstisch, nachmittags Snacks, Kuchen, Kaffeespezialitäten und Tees. Das Konzept einer täglich wechselnden Speisekarte mit frischen Zutaten und einem vegetarischen Gericht hat sich bewährt. Schlechtes Wetter ist gut für die Rathauspassage: dann werden täglich rund 150 Mittagessen verkauft, bei Sonne sind es etwa 80.
Immer mehr wird außer Haus geliefert: Menüs, Buffets, Brötchenplatten ... Die größte Bestellung war bisher für 400 Personen.
2. Kiosk Ab 7 Uhr gibt es hier ein normales Kiosk-Sortiment mit Kaffee, belegten Brötchen, Zeitungen, Zigaretten, Eis ... Der Umsatz wächst, das Angebot wird ständig erweitert.
3. Bücher Das Buchantiquariat in Form eines 22 Meter langen Bücherregals (mit 6 x 26 Fächer à 70 cm, also insgesamt 109,2 m) prägt die Atmosphäre des Bistros. Die Bereitschaft, Bücher abzugeben, war von Anfang an riesig. So hält das von einem ehrenamtlichen Team sorgfältig sortierte Angebot antiquarische Schätze und zahlreiche günstige Schnäppchen bereit. Aktuell: Reiseliteratur und Bücher zum Goethe-Jahr. Wer schon einmal umgezogen ist, weiß, wieviel Bücher wiegen. Im Laufe des Jahres mußte unser Bücherlager zweimal umziehen. Rund 80.000 Bücher wurden von A nach B und dann nach C bewegt!
4. Vermietung / Bühne / Konferenzraum Während der ersten Monate gab es ein umfangreiches Bühnen-Programm in der Rathauspassage. Viele haben dadurch die Rathauspassage kennengelernt. Es stellte sich aber heraus, daß das Hamburger Publikum auf die Dauer keinen Ort für ein zusätzliches Kulturprogramm braucht, aber immer mehr Veranstalter für selbst organisierte Veranstaltungen einen zentral gelegenen Raum mit Service suchen. Deshalb verlegen wir den Schwerpunkt auf Vermietungen. Viele haben dieses Angebot schon genutzt: Die Hamburger Kulturlotterie veranstaltete ihre Halbzeitparty, das Hamburger Spendenparlament feierte Geburtstag. Jura-Studenten mieteten die Passage für ihre Examensfete (bis zum frühen Morgen), eine große Versandhandelsfirma hielt eine zweitägige Mitarbeiterschulung ab, Kirchenvorstände meldete sich zur Sitzung an, Pressekonferenzen und Podiumsdiskussionen fanden in der Rathauspassage statt. Mitten in der Hamburger Innenstadt ist ein multifunktionaler Raum für Veranstaltungen und Feiern jeder Art und Größe entstanden. Hochwertige Bühnen- und Lichttechnik ermöglichen eine vielseitige Nutzung. Die Vorteile der Rathauspassage:
Knapp 20 Vermietungen sind für den Juli schon gebucht 5. Galerie Die "Galerie Rathauspassage", die in Zusammenarbeit mit der Kunstagentur "art connection" betrieben wird, ist ausgebucht bis in das Jahr 2000 hinein. Zur Zeit stellt Christian Peter Farbholzschnitte aus. Am 5. 11. 99 wird zusammen mit Hinz & Kunzt eine Fotoausstellung über Obdachlose eröffnet.
6. Fair & Flair Laden ... ist einerseits ein Second Hand Laden für hochwertige Damen- und Herrenmode. ... ist andererseits ein "Eine Welt Laden". Hier werden Waren aus Dritte-Welt-Ländern zu Bedingungen des fairen Handels angeboten. Kaffee in einem Dutzend verschiedener Sorten und Kunsthandwerk sind die Renner. Viele Kunden sind begeistert, daß es einen Welt-Laden in der Innenstadt mit "normalen" Öffnungszeiten gibt. Die Qualität der Produkte spricht für sich, und wer mehr über den "Fairen Handel" erfahren möchte, wird von unsrem engagierten haupt- und ehrenamtlichem Team gern informiert. Durch den hohen Umsatz räumt die Handelsgesellschaft GEPA der Rathauspassage günstige Konditionen ein.
7. Info-Counter Der Info-Counter ist der Knotenpunkt der Passage. Hier finden Touristen und Hamburger Beratung rund um Freizeitangebote in der Hansestadt. Der Kooperationspartner Tourismus Zentrale Hamburg ermöglicht den Theaterkartenvorverkauf und die Hotelzimmervermittlung. Das notwendige Know-How für Fahrplanauskünfte garantieren der Hamburger Verkehrsverbund, die Hamburger Hochbahn und die Deutsche Bahn AG. Stadtführer, Anbieter von Stadtrundfahrten oder andere Veranstalter nutzen unsere zentrale Lage in der Hamburger City als Verkaufsstelle. Für folgende Angebote sind Eintrittskarten sind in der Rathauspassage erhältlich: Sightseeing: Stadtführungen, HADAG, Alsterschiffahrt, Helgoland-, Alster- und Hafenrundfahrten, Historische Fleetfahrt, Stadtrundfahrten Hotelreservierung: Über 200 Hotels in Hamburg Theaterkasse: (Angebot wird ständig erweitert!): Altonaer Theater, Alma Hoppe, Buddy, Imperial Theater, Komödie Winterhuder Fährhaus, Mon Marthe, Neues Theater, NDR Sinfoniekonzerte, Ohnsorg Theater, Piccolotheater, Thalia Theater, Theater am Mäuseturm, Schmidts Tivoli, Schmidt Theater Hagenbecks Tierpark Sport: Tennis am Rothenbaum, FC St. Pauli Kirchenkonzerte und anderes: (Angebot wird ständig erweitert!): Hauptkirchen, Hamburger Konservatorium, Altonaer Singakademie Im Verkauf:
Neu ist eine DPD-Paket-Annahmestelle, bei der die Rathauspassage pro aufgegebenem Paket eine prozentuale Beteiligung bekommt. So kann man z. B. 4 kg in der Rathauspassage gekaufte Bücher für 10 DM Porto gleich verschicken. Alle Angebote können per EC-Cash bezahlt werden. Zufriedene Kunden dankten nach einer Fleetfahrt schon einmal dem Team mit einer Flasche Sekt für die freundliche Beratung. Und zwei Touristinnen, die auf der Suche nach einem bestimmten Café waren, waren von der freundlichen und schnellen Gratis-Hilfe so angetan, daß sie noch aus dem Café eine Karte an das Counter-Team schickten, um sich zu bedanken.
8. Kirchen-Counter Mitten in der Hamburger Innenstadt stehen am Kirchen-Counter der Rathauspassage eine junge Pastorin und ein junger Pastor für zwanglose Gespräche über Gott und die Welt bereit. Die seelsorgerliche Begleitung von MitarbeiterInnen zählt genauso zu ihren Aufgabenfeldern wie die Unterstützung von Kirchengemeinden bei der Präsentation in den Räumen der Rathauspassage. Jeden Freitag um 14.15 Uhr findet "Mitten im Trubel" eine Wochenschluß-Andacht zu aktuellen Themen statt. Lebhafte Diskussionen sind hier nicht ausgeschlossen. Anders als ursprünglich geplant und beabsichtigt, bildete sich im Laufe der letzten zwölf Monate eine kleine "Gemeinde" in der Rathauspassage. Die Passage-PastorInnen sind mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche im Gespräch, um ein ökumenisches Seelsorgekonzept zu entwickeln. Das Ziel ist, daß unter anderem Priesteramtskandidaten und evangelische Vikarinnen und Vikare gemeinsam am Kirchen-Counter Dienst tun und Menschen in schwierigen Situationen begleiten. 9. Reiseteam "Frühling in Galiläa" Pastor Stephan Reimers bildete ein Reiseteam der Rathauspassage, das im Mai 1999 für 60 Personen eine Ferienakademie in Israel unter dem Titel "Frühling in Galiläa" organisierte. In Wochenkursen ging es um die jüdische Auslegung der Thora, die Geschichte Israels und die politische Lage im Nahen Osten. Begegnungen mit Kibbuz-Bewohnern, russischen Einwanderern, Juden und Christen standen im Mittelpunkt. Das im Vergleich zu den Rundreisen anderen Reiseanbietern einmalige Konzept von Seminaren an einem festen Standort in Verbindung mit Exkursionen fand Resonanz im ganzen Bundesgebiet. Auch nächstes Jahr soll "Frühling in Galiläa" wieder angeboten werden, Prospekte gibt es ab Oktober in der Rathauspassage. Informationen bei Pastor Michael Grabarske, Telefon 306 20 362.
10. Toilettenbetrieb Die von der Rathauspassage betriebene Toilettenanlage hatte schon zu Beginn des Weinfests ihr einjähriges Jubiläum. Zur Zeit herrscht wieder Hochbetrieb. Das ganze Jahr über schätzen die Gäste die gepflegte Anlage.
11. Fahrradverleih 20 Fahrräder und zwei Tandems stehen für unsere Gäste bereit. Leihgebühr ganztägig 19 Mark, Tandems 25 Mark, halbe Tage 12 Mark bzw. 18 Mark. Gruppenrabatte auf Anfrage. - Auch Kindersitze stehen zur Verfügung. 12. Taschendepot Einkäufe oder Gepäck können in Schließfächern verwahrt werden. Gebühr: 2 Mark/Tag Ansprechpartner: Essen & Trinken, Kiosk Carsten Wagner, Siegfried Ahrend Bücher Martin Soltau, Pia Wilke, Andreas Kollboom Vermietung / Bühne / Konferenzraum Pia Wilke, Andreas Kollboom Fair & Flair Laden Ute Andresen, Swetlana Klein Info-Counter Pia Wilke, Hans-Peter Steffen Kirchen-Counter Ute Andresen, Sven Lundius Fahrradverleih Pia Wilke, Andreas Kollboom Taschendepot Pia Wilke, Andreas Kollboom Toiletten Pia Wilke, Andreas Kollbohm Projektleitung der Rathauspassage Pia Wilke Geschäftsführer Passage gGmbH Ulrich Dreßler
Kontakt über das Büro der Passage gGmbH, Telefon 306 20 296
Öffnungszeiten Mo bis Fr Kiosk 7 bis 19 Uhr Restaurant/Passage 8 bis 19 Uhr Fair & Flair Laden 10 bis 19 Uhr Sonnabend Kiosk 10 bis 16 Uhr Restaurant/Passage 10 bis 16 Uhr Fair & Flair Laden 10 bis 16 Uhr Sonntag Nur zu Sonderveranstaltungen geöffnet
Finanzen Exemplarische Zahlen aus dem ersten Betriebsjahr (1.7.1998-30.6.1999) Umsatz 'fair und flair'-Laden 258.344 DM Umsatz Bücher 134.499 DM
Umsatzerwartungen 1999 Rathauspassage Gastronomie GmbH Kiosk: 291.000 DM Restaurant 806.000 DM Passage gGmbH 1.443.000 DM
Personal 1. 7. 1998-30. 6. 1999 33 Beschäftigte auf 32,5 Stellen, 9 Tariflohn statt Sozialhilfe (mind. bis 31.12. 1999) 4 Transfer (mind. bis 31. 12. 2000) 4 ABM (bis 30. 6. 2000) 4 SAM (bis 30. 6.2000) 1,75 Kirche/Diakonie 10,75 selbst erwirtschaftet
Bis zum 1. 7. 99 gab es insgesamt 14 personelle Veränderungen, davon: 3 Personen aus Krankheitsgründen 4 Personen gekündigt 1 Person Vertrag ausgelaufen (selbst erwirtschaftet) 6 Personen Wechsel in den 1. Arbeitsmarkt (davon 1 intern von geförderter Stelle auf selbst erwirtschaftete Stelle) Unsere Kriterien für die Personalauswahl:
Nach 33 Jahren Tätigkeit im Diakonischen Werk geht Martin Hornig, Abteilungsleiter ,Soziale Einzelhilfen', in den RuhestandAm 1. August 1999 geht Diakon Martin Hornig (61) in den Ruhestand. Seine Laufbahn begann als Jahrespraktikant im Amt für Gemeindedienst - dem Vorläufer des Diakonischen Werks - in der Betreuung für Einrichtungen der Jugendhilfe. Seit 1969 war er stellvertretender Leiter in der Fürsorge - wie dieser Bereich früher genannt wurde - und übernahm 1976 die Abteilungsleitung, als sein Vorgänger in den Ruhestand trat. In den Jahren seiner Tätigkeit hat Martin Hornig zahlreiche Veränderungen im Diakonischen Werk und speziell in seinem Arbeitsbereich miterlebt. Dazu gehört der räumliche Wechsel in die Bugenhagenstraße und zwanzig Jahre später der Umzug des Diakonischen Werks in die Königstraße nach Altona. Für zwei Bereiche hat sich Martin Hornig besonders interessiert und engagiert: Seit 1969 für die Mitternachtsmission mit den Hilfsangeboten für Prostituierte wie die Kaffeeklappe, das Café Sperrgebiet, die Textilwerkstatt und für die Obdachlosenarbeit. Am Beispiel der Tagesaufenthaltsstätte für obdachlose Menschen, die heute ein Service-Zentrum mit verschiedenen Dienstleistungsangeboten vom Wäschewaschen bis hin zur ärztlichen Sprechstunde ist, zeigt sich nach seiner Aussage "daß man in der Diakonie die Möglichkeit hat, Visionen und Ideen zu entwickeln und diese auch umzusetzen". Auch die Gründung des Frauenhauses des Diakonischen Werks und der Beginn der Frauenberatung mit der Schwangerschaftskonfliktberatung und der Bundesstiftung Mutter und Kind fiel in seine Dienstzeit. Im Umgang mit Problemen und schwierigen Situationen habe ihm das Denken im Dialog geholfen, so Martin Hornig, und Kolleginnen und Kollegen, mit denen er Visionen entwickeln, verfolgen und realisieren konnte. "Und wenn es ganz problematisch war, so war der Glaube für mich immer ein Auffangnetz," sagt er. 23 Jahre lang hat Martin Hornig als Leiter der Abteilung "Soziale Einzelhilfen" die Diakonie in Hamburg entscheidend mitgestaltet. Dafür wird ihm Landespastor Stephan Reimers am 9. Juli 1999 um 11 Uhr im Diakonischen Werk Hamburg, Königstraße 54, in Hamburg-Altona, bei einem Abschiedsempfang danken. Ab dem 1. August wird es die Abteilung "Soziale Einzelhilfen" nicht mehr geben, sie geht im neuen Vorstandsbereich Hilfswerk auf. Im Zuge der Führungsstrukturveränderungen wird Pastor Dr. Hartwig von Schubert, bisher Leiter der Abteilung Beratung und Telefonseelsorge, die Gesamtleitung des Hilfswerks übernehmen. "Anfangs habe ich mich damit schwer getan", aber in den geplanten Veränderungen der Strukturen erkennt Martin Hornig viele Vorteile, vor allem in der Teambildung. "In der Zukunft sollten möglichst viel Verantwortung und Kompetenzen delegiert werden. Dies hilft, auch in schwierigen Zeiten die Aufgaben gut wahrzunehmen." Aktionstage der FreiwilligenForen im Sommer4. Juni 1999: In FreiwilligenForen treffen sich Menschen, die sich freiwillig, ehrenamtlich, engagieren möchten, und suchen sich Aufgaben, die ihren jeweiligen Interessen und Möglichkeiten entsprechen. Sie organisieren ihr Forum selbst. Das erste Freiwilligen Forum wurde 1993 in Großflottbek gegründet. Inzwischen gibt es zehn dieser Foren in Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein.. Bereits zum vierten Mal finden die Aktionstage der FreiwilligenForen statt - eine gute Gelegenheit, um auf das vielfältige Engagement der FreiwilligenForen hinzuweisen. Das Motto des Internationalen Jahres der Senioren 1999 'Eine Gesellschaft für alle Lebensalter' trifft in besonderem Maße für diese Aktionstage der FreiwilligenForen zu. Nähere Auskünfte bei den einzelnen Foren und bei Gerlinde Gehl (Tel. 040/ 7535761), die im Auftrag des Diakonischen Werks Hamburg die FreiwilligenForen berät und bei der Koordination gemeinsamer Aktionen unterstützt. Freiwilligen Forum Rellingen Samstag, 5.6.1999, ab 11 Uhr Das Forum lädt Senioren zum Sommerfest in der Gemeinde ein. Es besteht die Möglichkeit, an dem vielfältigen Bühnenprogramm vor dem Rathaus teilzunehmen und/ oder die einzelnen Festplätze im Ort zu besuchen. Die Teilnehmer können darüber hinaus einen Abhol- und Fahrdienst in Anspruch nehmen. Kontakt: Rathaus, Hauptstraße 60, 25462 Rellingen Frau Anke Jacobs, Tel.: 04101/ 56 41 57 Flottbeker Freiwilligen Forum (FFF) Montag, 7.6.1999, ab 14 Uhr Freiwillige des Forums laden ein zu einer Stadtrundfahrt für Ältere. Kontakt: Bei der Flottbeker Kirche 4, 22607 Hamburg Tel.: 040/ 82 61 34 Freiwilligen Forum Wedel (FFW) Samstag, 12. 6.1999, 16 Uhr Im Rahmen eines Café-Nachmittages sind alle Interessierten herzlich eingeladen zu einem Erzählcafé. Thema dieser gemütlichen Runde in der Risthütte sind die 'Kindheitserinnerungen'. Kirche am Roland, Küsterstraße 4, 22880 Wedel, Tel.: 04103/ 21 43 Freiwilligen-Forum Blankenese Dienstag, 22.6.1999, ab 15 Uhr Treffpunkt Fischerhaus Zum Thema 'Hüte' sind alle Interessierten herzlich zu einem Erzählcafé ins Fischerhaus eingeladen. Auf Wunsch werden die Teilnehmer mit dem Bus abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Kontakt: Mühlenberger Weg 60, 22587 Hamburg Frau Marianne Steineshoff, Tel.: 040/ 86 93 04 u. 86 10 31 Freiwilligen Forum Bad Oldesloe Freitag, 2.7.1999, ab 17 Uhr Gemeindehaus, Kirchberg 7 In Kooperation mit EfA (Essen für Alle) und der Stormarner Tafel hat das Forum ein Sommerfest zum Kennenlernen und Klönen geplant. Freiwillige aus den anderen Foren sind herzlich willkommen. Kontakt: Finkenweg 52, 23843 Bad Oldesloe Herr Heino Buhs, Tel.: 04531/ 817 07 Freiwilligen Forum Pinneberg (FFP) Mittwoch, 18.8.1999 Im Rahmen der Ferienspaß-Aktion der Stadt Pinneberg laden Freiwillige des Forums zu einem abwechslungsreichen Tag für Kinder in den Tierpark Hagenbeck ein. Kontakt: Bismarckstraße 10a, 25421 Pinneberg Frau Gritta Wrocklage, Tel.: 04101/ 2 92 16 Anschriften aller FreiwilligenForen Freiwilligen Forum Blankenese Mühlenberger Weg 60, 22587 Hamburg, Frau Marianne Steineshoff, Tel.: 040/ 86 93 04 u. 86 10 31 Flottbeker Freiwilligen Forum (FFF) Bei der Flottbeker Kirche 4, 22607 Hamburg, Tel.: 040/ 82 61 34 Freiwilligen Projekt Niendorf-Lokstedt-Schnelsen Haus der Kirche Niendorf, Max-Zelck-Str. 1, 22459 Hamburg, Tel.: 040/ 589 50-250 Freiwilligen Forum Pinneberg (FFP) Bismarckstraße 10a, 25421 Pinneberg, Frau Gritta Wrocklage, Tel.: 04101/ 2 92 16 Freiwilligen Forum Rellingen Rathaus, Hauptstraße 60, 25462 Rellingen, Frau Anke Jacobs, Tel.: 04101/ 56 41 57 Freiwilligen-Forum Sasel Ev.-Luth. Kirchengemeinde, Saseler Markt 8, 22393 Hamburg, Tel.: 040/ 601 22 09 Freiwilligen Forum Wedel (FFW) Kirche am Roland, Küsterstraße 4, 22880 Wedel, Tel.: 04103/ 21 43 Freiwilligen Forum Bad Oldesloe Finkenweg 52, 23843 Bad Oldesloe, Herr Heino Buhs, Tel.: 04531/ 817 07 Freiwilligen Forum Elmshorn Torhaus, Probstendamm 7, 25336 Elmshorn, Frau Birgit Grote, Tel.: 04121/ 29 48 06 Freiwilligen Forum Norderstedt Haus der Kirche Niendorf, 22459 Hamburg, Frau Monika Zwetkow, Tel.: 040/ 589 50- 250 Arbeitslose bauten Werkstatt für JugendlicheAm Freitag vor Pfingsten (21. Mai) um 10 Uhr weiht die Jugendwerkstatt in der Rosenallee 11 ihre neue Werkhalle ein. Nach dem feierlichen Akt, umrahmt durch Musik der Lehrer-Band, gibt's einen hausgemachten Imbiß in der Kantine und Besichtigung in allen Räumen. Grußworte sprechen unter anderen Inge Lüders, zuständige Abteilungsleiterin und Hartmut Sauer, Vorstand Soziales und Ökumene im Diakonischen Werk Hamburg, Jürgen Vollendorf, ehemaliger Tischler in der Jugendwerkstatt und "geistige Vater" der Werkhalle, sowie Johannes Jörn, Geschäftsführer der GATE GmbH. Hilfe gegen Jugendarbeitslosigkeit Die Jugendwerkstatt des Diakonischen Werks Hamburg will mit dieser Ausweitung der Tischlerwerkstatt ihre seit über zwanzig Jahren betriebene Berufsvorbereitung und Ausbildung für sozial benachteiligte Jugendliche verbessern. 48 Jugendliche besuchen Förderlehrgänge der Berufsvorbereitung in den Bereichen Metall, Holz, Küche, Verkauf, Druck, Ton, Maler. Das praktische Lernen wird ergänzt durch Schulunterricht an jedem Vormittag als Vorbereitung auf den Hauptschulabschluß. Zwölf Ausbildungsplätze gibt es im Tischlerhandwerk. Zwei junge Tischlergesellinnen (Bettina Spöhrer und Doris Hammerich) wurden jetzt zusätzlich befristet angestellt. Zusammen mit Hannes Wulf, dem Verantwortlichen für die Tischler-Ausbildung, und den Auszubildenden erledigen sie Aufträge für gemeinnützige Einrichtungen. Wie schon oft bauen sie zur Zeit Klettergerüste und Schaukeln für Kindergärten. Für diese Teile bietet die neue Werkhalle endlich genügend Platz. Der Bau: erfolgreiche Kooperation Gebaut wurde die 165 Quadratmeter-Halle in elf Monaten von ABM-Mitarbeitern der Harburger GATE GmbH und externen Handwerksbetrieben. Das Bauteam der GATE GmbH fungierte als Generalunternehmer und hat Bauplanung und Bauleitung übernommen. Bis zu zehn Mitarbeiter des Bauteams waren unter der Leitung von Maurermeister Alfred Schmidt auf der Baustelle beschäftigt. Die Gesamtleitung hatte Betriebsteilleiter Rudi Dettmann. Mit einzelnen Arbeiten wurden Subunternehmer beauftragt. Der GATE Garten- und Landschaftsbau bepflanzte das Gelände. Die Tischlerei der Jugendwerkstatt selbst fertigte Fenster und andere Holzarbeiten. Andere Aufträge wie die Dacheindeckung und der Heizungsbau - eine neue Fernwärmeanlage für ganze Jugendwerkstatt - wurden von Hamburger Handwerksbetrieben ausgeführt. Ein Plus für Umwelt: Das Dach ist begrünt, der Hof rings um die ehemalige Schule wurde entsiegelt. Bei anderen Bauten geht die Fläche für ökologische Funktionen verloren, hier wurde sie dazugewonnen. Für die ehemals langzeitarbeitslosen GATE-Mitarbeiter war diese Zusammenarbeit ein großer Erfolg. Unter marktgemäßen Bedingungen zusammen mit externen Firmen konnten sie sich bei diesem Auftrag qualifizieren und ihre Chancen auf eine Stelle erhöhen. Auch die Jugendlichen der Jugendwerkstatt profitierten in dieser Weise von dem Bauprojekt. Hauptvorteil für die Jugendwerkstatt ist der günstige Preis. Die massiv gebaute Halle kostete den im Voraus kalkulierten Preis von 300.000 Mark. Die nötigen Holzbearbeitungsmaschinen kosteten noch einmal 175.000 Mark. Das Geld wurde von Stiftungen (Paul- und Helmi-Nitsch-Stiftung, Stiftung Lulu und Robert Bartholomay, Max-Schmeling-Stiftung, Hinrich-Rave-Stiftung, Homann-Stiftung), der Lotterie Glücksspirale, dem Hilfsfonds des Präsidenten der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Amt für Berufs- und Weiterbildung und dem Hamburger Spendenparlament zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung war für Jugendwerkstattsleiter Markus Hohlbein der schwierigste Akt: "Wir haben ganz viel Gottvertrauen gebraucht, aber es hat geklappt." Eine besondere Freude wird es für ihn, die Jugendlichen und alle Mitarbeiter sein, den Spendern bei der Einweihungsfeier die neue Halle zu zeigen. Weitere Informationen bei Markus Hohlbein, Leiter der Jugendwerkstatt Rosenallee, Telefon 23 13 10 Aufbau einer neuen Schuldnerberatung im Diakonischen Werk HamburgProf. Jan Philipp Reemtsma ermöglicht den Start der Beratungsstelle - Kapazität muß erweitert werden Das Diakonische Werk Hamburg hat mit der Unterstützung von Prof. Jan Philipp Reemtsma eine neue Beratungsstelle für überschuldete Menschen aufgebaut. Heute, am 27. April 1999, wird sie öffentlich vorgestellt. Bundesweit sind schätzungsweise etwa sieben Prozent der Bevölkerung nicht mehr in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. In Hamburg sind demnach 50.000 bis 60.000 Haushalte überschuldet. Die Beratungskapazitäten in der Schuldnerberatung reichen bei weitem nicht aus. Mit der Einführung des Insolvenzrechts hat sich diese Situation noch verschlechtert. Wartezeiten von mehreren Monaten bis hin zu einem Jahr für einen ersten Beratungstermin sind in Hamburg zur Regel geworden. Das Diakonische Werk Hamburg hat diese Entwicklung und die wachsende Bedeutung einer kompetenten Schuldnerberatung für arme und sozial benachteiligte Menschen bereits frühzeitig erkannt und die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Beratungsstelle geschaffen. Schulden sind ein gravierender Faktor, der den Prozeß der sozialen Ausgrenzung beschleunigt und eine Wiedereingliederung in den gesellschaftlichen Prozeß stark behindert. In der neuen Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes finden die betroffenen Menschen Beratung und Unterstützung. Die Beratungsstelle ist geeignete Stelle im Insolvenzverfahren, aber sie wird als einzige Stell in Hamburg auch tätig, wenn das neue Insolvenzrecht zur Regulierung der Schulden nicht greift. Als weitere Besonderheit nehmen die MitarbeiterInnen der Beratungsstelle den Kontakt mit den Gläubigern bei Bedarf direkt auf. Dieses Angebot stellt eine starke psychische Entlastung für die Schuldner dar. Schon 120 Klienten suchten Hilfe, weitere 65 stehen auf der Warteliste für einen Termin. 17 Fälle wurden schon erfolgreich gelöst, in weiteren 42 wurde der Schaden für die Betroffenen begrenzt. Landespastor Dr. Stephan Reimers dankt Prof. Jan Philipp Reemtsma, der durch sein persönliches und finanzielles Engagement den Start der Beratungsstelle ermöglicht hat und für drei Jahre einen Großteil der Finanzierung garantiert. Zur notwendigen Erweiterung und langfristigen Absicherung ist zu hoffen, daß neben Prof. Reemtsma weitere private Förderer und die Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur finanziellen Unterstützung bereit sind. Terminvereinbarung für Schuldenberatung dienstags bis donnerstags 10-12 Uhr bei Inge Schnettler, Telefon 306 20 385 Weitere Informationen in der Schuldnerberatung, Peter Ogon, Telefon 040/306 20 309 Klicken Sie hier, um die vollständige Fassung zu erhalten
Überlegungen zur Einrichtung einer Schuldner-beratungsstelle durch das Diakonische Werk in Hamburg Statement von Prof. Jan Philipp Reemtsma 1. Kredite sind, wenn man so will, Erscheinungsformen von Freiheit, sie eröffnen Handlungsoptionen. Aber wie jede ergriffene Option, schränkt der genommene Kredit Handlungsspielräume auch wieder ein. Darin, sich dieses Umstands nicht zureichend bewußt zu sein, oder mit Umständen konfrontiert zu werden, die zuvor nicht abzusehen waren, liegt das spezifische Risiko jeder genommenen Freiheit und auch des Kredits. 2. Wer immer mit den Versuchen in Not geratener Menschen zu tun bekommt - sei es als Vertreter einer Institution (Behörde, Kirche), sei es als Privatperson, der man die Möglichkeit hilfreicher Intervention zutraut -, stellt fest, einen wie großen (und wachsenden) An-teil daran die Schilderungen von Schuldnerkar-rieren verschiedenster Art bilden. Ausgelöst sind sie durch ganz unterschiedliche Faktoren: Unglück, Kurzsichtigkeit, Leichtsinn, Dummheit, Pech. 3. Wer immer versucht, in solcher Weise in Not Geratenen "aus der Patsche zu helfen", stellt schnell fest, daß Geld ohne Beratung fast nie etwas nützt. Nur in erschreckend wenigen Fällen unterbricht die rein finanzielle Hilfe eine Schuldnerkarriere nachhaltig. Andererseits gibt es durch-aus Fälle, in denen gezielte Beratung und Hilfe solche Schuld-nerkarrieren unterbrechen und Verschuldeten helfen kann, neu anzu-fangen und auch ihren Gläubigern einen Teil der Schulden zurück-zuzahlen. 4. Das neue Insolvenzrecht ist ein vernünftiges sozialpoliti-ches Instrument, aber ohne Institutionen der Beratung ist es nur von äußerst begrenztem Nutzen - abgesehen davon sollte es auch immer wieder möglich sein, Schuldnerkarrieren vor dem individuellen Konkurs zu unterbrechen. 5. Schuldnerberatungen folgen auf nahezu klassische Weise der Maxime "Hilfe durch Selbsthilfe", d.h. einem sozialpolitischen Konzept, das nicht auf Risikominderung durch Einschränkung von Freiheit zielt, sondern auf Schadensbegrenzung zur Rückgewinnung der Möglichkeit selbstver-antwortlicher Lebensführung. 6. Es entspricht der Logik solcher Modelle, wenn sie nicht in staatlicher Regie durchgeführt werden, was es erleichtert, sie nicht als bloße Varianten staatlicher Sozialfürsorge anzusehen. Eine von einer kompetenten nichtstaatlichen Einrichtung - dem Diakonischen Werk - getragene, von nichtstaatlicher Seite - ich meine damit ebenso Individuen wie Stiftungen, Unternehmen und Banken - geförderte Schuldnerbera-tungsstelle für Hamburg könnte ein Signal in zweifacher Hinsicht sein: in tra-dionellem, durch-aus alt-han-sestädti-schem Sinne eines der Hilfe der Starken für die Schwachen, in modernem Sinne eines für eine flexible, effektive, weil unbürokratische, Sozialpolitik, die in erster Linie aus Angeboten be-steht und nicht aus der Verwaltung einer Misere.
Kita-Platz auf Gutschein?Ein bedarfsgerechtes, endlich an den tatsächlichen Wünschen der Eltern orientiertes Modell der Kindertagesbetreuung ist wünschenswert. Erst dann würde das Ziel des Rechtsanspruchs auf eine Kinderbetreuung, die Familie und Beruf leichter vereinbar macht, erreicht. Dabei muß stets der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindergärten im Blick behalten werden. Die Qualität der Betreuung darf nicht leiden. Wie dies neue Modell aussehen kann, ob es zum Beispiel Gutscheine gibt, ist allerdings noch nicht geklärt. Die Verantwortung für den im Hamburger Abendblatt dargestellten bunten Flickenteppich von Über- und Unterversorgung liegt aber eindeutig bei der zentralen Planung des Amts für Jugend. Es entscheidet auf Grund seiner eigenen Bedarfsanalyse, welche Plätze wo geschaffen werden dürfen. Das Amt für Jugend hat in der Vergangenheit rein quantitativ geplant, um genügend Halbtagsplätze als Mindestmaß des Rechtsanspruchs sicherzustellen, so daß ganz Hamburg zu 95 % mit Kita-Plätzen versorgt ist. Die Träger sind bei ihrer Planung vom Amt für Jugend abhängig. Zwei Beispiele von vielen: Der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hamm-Nord wurde der Aufbau einer Halbtagseinrichtung mit vierzig Plätzen und einem erheblichen Investitionsaufwand genehmigt. Heute hat sie in einem überversorgten Gebiet Auslastungsprobleme. Ende 1996 hat das Amt für Jugend bekanntgeben, daß der Bedarf um 5.000 Plätze zu hoch eingeschätzt wurde. Daraufhin wurde die weit fortgeschrittene Planung eines evangelischen Kindergartens für Neu-Allermöhe gekippt. Wenn eine Einrichtung heute ihre Halbtagsplätze nicht ganz auslasten kann, aber Eltern wegen eines Sechs-Stunden-Platzes anfragen, darf sie diese Plätze wegen ihrer Betriebserlaubnis nicht anbieten, auch wenn sie organisatorisch dazu in der Lage wäre. Das müßte sich in einem neuen, flexibleren Finanzierungsmodell ändern. Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Thema Kindergärten und Kindertagesstätten in Hamburg Hilfe für Kosovo-Flüchtlinge... in den Flüchtlingslagern in MazedonienDie Katastrophenhilfe des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt zur Versorgung von rund 45.000 Flüchtlingen in Mazedonien bei. Mit einem geplanten Betrag von 1,2 Millionen Mark werden in den nächsten dreieinhalb Monaten Lebensmittel verteilt sowie Sanitäranlagen und eine Trink- und Abwasserleitungen in Lagern eingerichtet. Außerdem hilft die Diakonie Flüchtlingen in Albanien in Lagern und Gastfamilien und in Bosnien-Herzegowina. Dafür werden 2 Millionen Mark ausgegeben. Heute werden mit einer Bundeswehrmaschine Kindernahrung und Trinkmilch nach Albanien geflogen. Wenn möglich, werden aber Lebensmittel und Kleidung vor Ort eingekauft. Der Partner der Diakonie in Belgrad, die International Christian Orthodox Charities, hilft der vom Krieg betroffenen serbischen Zivilbevölkerung.
... in HamburgDie Hilfsbereitschaft der vergangenen Tage gegenüber den Kosovo-Flüchtlingen ist großartig. Das Diakonische Werk Hamburg bittet alle Hamburgerinnen und Hamburger, in ihrer Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. Das Mitglied im Diakonischen Werk, die Hamburger Tafel, die sonst Lebensmittel zur Verteilung für die Obdachlosenhilfe sammelt, nimmt jetzt auch Sachspenden für Flüchtlinge an. Benötigt werden Telefonkarten, Babypflegemittel, Windeln, Rasierzeug, Bälle für die Kinder, Besteck sowie Zelte für ein bis drei Personen und Schlafsäcke für Hilfstransporte in die Flüchtlingslager.
Geldspenden für psychologische Hilfe für die Flüchtlinge und Dolmetscherdienste werden erbeten auf das Konto:
Forderung: Kosovo-Flüchtlinge gleich behandeln!Die 280 "Kontingent-Flüchtlinge" in Hamburg erhalten eine Aufenthaltsbefugnis für drei Monate, 80 Mark Taschengeld pro Monat und Vollverpflegung auf den Wohnschiffen. Jeden Tag treffen aber auch Kosovo-Flüchtlinge ein, die nicht über das Kontingent eingereist sind. Diese haben einen wesentlich schlechteren Aufenthaltsstatus, nämlich nur eine Duldung. Sie erhalten keine Geld- oder Sachleistungen. Das Diakonische Werk fordert, daß alle, die wegen des Krieges aus dem Kosovo geflüchtet sind, denselben Rechtsstatus erhalten. Sie sollen so lange in Deutschland bleiben können, wie dies wegen des Kriegsgeschehens notwendig ist. Denn nur mit einer Aufenhaltsbefugnis ist es zum Beispiel möglich, traumatisierten Flüchtlingen und Kriegsopfern eine angemessene Therapie oder eine ärztliche Behandlung zukommen zu lassen. Diakonie hilft im KosovoDie Diakonie hilft seit Jahren in allen Teilen des ehemaligen Jugoslawien, seit dem vergangenen Jahr verstärkt direkt im Kosovo. Die Diakonie-Katastrophenhilfe unterstützt jetzt verstärkt Kosovo-Flüchtlingen in Mazedonien. Für die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln wurden zunächst 250.000 Mark bereit gestellt. Außerdem werden eine Wasserversorgung und Sanitäranlagen zur Unterbringung der Flüchtlinge installiert. Dabei arbeitet die Diakonie mit dem Mazedonischen Zentrum für Internationale Kooperation zusammen, einem erfahrenen Partner vor Ort. Auch Mitarbeiter wurden zur personellen Verstärkung in die Krisenregion entsandt. Für diese Hife werden dringend weitere Spenden benötigt. Konto: Diakonisches Werk der EKD, Postbank Stuttgart, Nr. 502 707, BLZ 600 100 70. Durch Tarifabschluß droht Stellenabbau in der AltenpflegeSozialbehörde sparte durch die Pflegeversicherung 264 Mio - Diakonie fordert Stellenausweitung statt StellenabbauDer Tarifabschluß des öffentlichen Dienstes von 3,1 % mehr Lohn und Gehalt zum 1. April wird auch den Beschäftigten in den Alten- und Pflegeheimen mehr Geld bringen. Aber die Sozialbehörde und die Pflegekassen wollen die Pflegesätze nur um 1,5 % steigen lassen. Diese Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben bringt in der Diakonie, zu der 42 Alten- und Pflegeheime mit 4.800 Plätzen gehören, 25 Stellen allein in der Pflege in Gefahr. Bisher sind die Pflegesatzverhandlungen der Diakonie für das Jahr 1999 noch nicht abgeschlossen, weil die Diakonie mehr Pflegepersonal fordert. Die hochbetagten Menschen in den Heimen brauchen mehr Zeit für Pflege und menschliche Zuwendung. Die Diakonie ist mit einem Drittel aller Hamburger Heimplätze der größte Anbieter. Die Pflegeversicherung hat bisher keine Verbesserung der Personalsituation in den Heimen gebracht, es gilt der Pflegepersonalschlüssel aus der Zeit vor der Pflegeversicherung. Im Gegenteil wurde den Pflegekräften zusätzliche Bürokratie aufgebürdet, die zu Lasten der Pflegezeit geht. Die Pflege-bedürftigen selbst profitieren nur durch den Zuschuß der Pflegekassen, indem ihr möglicherweise vorhandenes Vermögen geschont wird. Am deutlichsten profitiert die Sozialbehörde: Sie hat durch die Pflegeversicherung in ihrem Sozialhilfehaushalt bis Ende 1997 insgesamt 264 Mio Mark gespart. Das Diakonische Werk Hamburg appelliert deshalb an die Sozialbehörde, sowohl den Tarifabschluß anzuerkennen als auch den Pflegepersonalschlüssel zu verbessern. Nähere Informationen bei Andrea Groneberg, Vorstandsbereich Finanzen und Personal, Referentin für Stationäre und Teilstationäre Altenhilfe, Telefon 306 20-314. Landespastor Dr. Stephan Reimers wechselt im Spätherbst nach BerlinWie die Pressestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mitteilt, hat der Rat der EKD am Freitag abend Landespastor Dr. Stephan Reimers zu seinem Bevollmächtigten bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Gemeinschaft berufen. Reimers wechselt also im Spätherbst nach Berlin. Seit Juni 1992 war er Leiter des Diakonischen Werks Hamburg. Er wurde bekannt als Initiator von Hinz & Kunzt, dem Hamburger Spendenparlament (das heute abend zu seiner 10. Arbeitssitzung zusammentritt) und der Rathauspassage. Reimers wird als kirchlicher Botschafter die Verbindung mit den leitenden politischen Stellen der Bundesrepublik und der EG halten. Gleichzeitig bietet er als Seelsorger Gelegenheit zum vertraulichen Gespräch. Die Dienststelle des Bevollmächtigten zieht mit dem Umzug des Bundestags von Bonn in ein Haus am Berliner Gendarmenmarkt. Im gleichen Haus wird der Stab der evangelischen Hauptstadt-Akademie arbeiten. In einem Brief informierte Landespastor Reimers am Montag morgen die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Berufung. Er bekannte: Die Entscheidung ist mir schwer gefallen. Erleichtert wurde dieser Entschluß durch die Überzeugung daß das Diakonische Werk Hamburg sich in einem sehr guten Zustand befindet. Er verweist auf den 1995 eingeleiteten Organisationsentwicklungsprozeß, der Ende 1998 mit der Bildung eines vierköpfigen Vorstands abgeschlossen wurde. Selbst für eine mögliche Übergangszeit bis zum Dienstantritt einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers wären die drei eingearbeiteten Vorstandsmitglieder Hartmut Sauer (Soziales und Ökumene), Stefan Rehm (Finanzen und Personal) und Dr. Hartwig v. Schubert (Hilfswerk) gut vorbereitet. Auch die Zukunftsentwicklung der neuen von ihm gegründeten Projekte wie Hinz & Kunzt und die Rathauspassage hänge nicht von seiner Präsenz ab. Auf jeden Fall bleibt er bis Jahresende Hinz & Kunzt-Herausgeber. Zur Nachfolgeregelung laut der Satzung des Diakonischen Werks Hamburg: Der Landespastor/ die Landespastorin wird von der Kirchenleitung der NEK auf Vorschlag des Diakonischen Rates des Nordelbischen Diakonischen Werkes e.V. im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrats des Landesverbandes berufen. Lebenslauf von Landespastor Dr. Stephan Reimers Diakonie Report in neuer FormIn dieser Woche erscheint zum ersten Mal die Publikation des Diakonischen Werks Hamburg als Diakonie Report Hamburg ohne den bunten Mantel aus dem Diakonischen Werk der EKD. Bisher wurde die bundesweite Publikation sechsmal jährlich zusammen mit Hamburger Regionalseiten versandt. Sie wurde in Reutlingen produziert. Der Bundesteil wurde vom DW der EKD bezahlt, den Regionalteil und das Porto übernahm das DW Hamburg. Im Herbst letzten Jahres wurde der Bundesteil überarbeitet und erweitert.. Nach einem neuen Vertrag müßte das DW Hamburg künftig 50 Pfennig pro Exemplar des Bundesteils dazubezahlen. Dies würde den Haushalt des DW Hamburg mit mindestens 10.000 Mark jährlich belasten und ist deshalb nicht tragbar. Also wird nun der Innenteil separat als zweifarbig gedruckter Newsletter im DW am Computer produziert, von einer Hamburger Druckerei gedruckt und von der Werkstatt für Behinderte der Evangelischen Stiftung Alsterdorf versandfertig gemacht. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Berichten, Hintergrundartikeln, Personalnotizen und Terminen aus der Hamburger Diakonie mit ihren rund 600 Mitgliedseinrichtungen. Die redaktionelle Kooperation innerhalb der norddeutschen Diakonie, besonders mit dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein, wird fortgesetzt und noch ausgebaut. Zur gedruckten Information auf Papier tritt die elektronische Information via Internet. Unter www.diakonie-hamburg.de finden sich aktuelle Texte, Zahlen und Adressen von diakonischen Einrichtungen, dazu wichtige Links. Die Einrichtung und Pflege des Internetauftritts muß aus dem vorhandenen Budget finanziert werden, ein Grund mehr, zusätzliche Kosten für den Diakonie Report zu vermeiden. Bestellungen bei Frank Hühne unter Fax 306 20 300 oder unter Reise zu den Licht- und Schattenseiten von St. PetersburgDas Diakonische Werk Hamburg organisiert zusammen mit dem CVJM-Reisedienst Hamburg vom 2. bis 9. Juni 1999 eine Flugreise nach St. Petersburg. Sie vermittelt einen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten dieser Stadt: Eremitage, Katharinenpalast in Puschkin, Peter und Paul-Festung, Isaak-Kathedrale, Park und Schloß Peterhof. Doch neben Gold und Glanz lernt die Reisegruppe auch die Schattenseiten der Stadt kennen. Sie besucht einen sozial-medizinischen Anlaufpunkt für Straßenkinder, ein Krisenzentrum für mißhandelte Kinder sowie ein Heim für Frauen in Krisensituationen. Solche Projekte werden von der Diakonie mit Spendenmitteln finanziell unterstützt. Überhaupt steht die Begegnung mit Menschen in St. Petersburg im Mittelpunkt der Reise. Ein orthodoxer und ein lutherischer Gottesdienst wird mitgefeiert. Neben der Reiseleitung begleitet die ganze Woche lang eine Dolmetscherin die Gruppe. Der Preis von 1.495 Mark pro Person umfaßt den Flug Hamburg - St. Petersburg - Hamburg, alle Transfers in Rußland und die Übernachtung mit Halbpension in einem 3-Sterne-Hotel mit russisch-europäischer Küche in Doppelzimmern mit Bad/ WC/TV. Einzelzimmer möglich gegen 25 Mark Aufpreis. Information: Diakon i. R. Horst Schönrock aus Rosengarten war selbst öfter in St. Petersburg und hat ehrenamtlich die Organisation übernommen, Telefon 04108/8105 Kehrt um zu Gott - seid fröhlich in Hoffnung!Die 8. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Harare / Simbabwe(03. - 14.12.1998)Unter Jubelrufen und Trommelschlägen wurden wir, die ca. 1000 Delegierten und etwa 3000 Gäste aus allen Regionen der Erde, im Eröffnungsgottes-dienst auf dem Universitätsgelände in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, herzlich begrüßt. Die unterschiedliche konfessionelle und kulturelle Herkunft der Gottesdienstbesucher spiegelte sich besonders in der Liedauswahl wieder. Durch einen Chor aus 80 Personen unterstützt, wechselten afrikanische und orthodoxe Hallelujas mit Liedern aus verschiedenen Kontinenten und unterschiedlichen Traditionen. Während des Eingangsliedes wurde ein viereinhalb Meter hohes Kreuz, das afrikanische Alltagsszenen zeigt, ins Gottesdienstzelt getragen. Ein Holzschnitzer aus Simbabwe hat es aus sechs ausrangierten Eisenbahnschwellen gestaltet. Diakonie bittet um Spenden für Armenküche im Newski-Kloster St. PetersburgKönnt Ihr uns Geld für unsere Armenküche schicken? so bittet die Mitarbeiterschaft des orthodoxen Newski-Klosters ihre Partner in der Hamburger Diakonie. An jedem Wochentag essen hier rund achtzig arme alte Menschen, Arbeits- und Obdachlose und kinderreiche Familien. Sie stärken sich an einer vollen Mahlzeit mit Suppe, Gemüse, Fisch oder Fleisch und etwas zum Nachtisch. Umgerechnet 1,50 Mark pro Person gibt das Kloster für für diese wichtige Überlebenshilfe aus. Seit zehn Jahren besteht diese Partnerschaft der nordelbischen Kirche und der Diakonie mit der orthodoxen Kirche und dem Newski-Kloster. Jede gespendete Mark kommt an. Deshalb gibt die Diakonie die dringende Bitte weiter und ruft zu Spenden auf: HASPA-Konto 1268/125 083, Stichwort Klosterküche. Arbeitslose Jugendliche in St. Petersburg packen Lebensmittelpakete für Familien und Alte Schon über 150 hilfsbereite Hamburgerinnen und Hamburger nutzen seit Weihnachten die Paket-Hilfe für St. Petersburg mit doppeltem Nutzen, die das Diakonische Werk Hamburg anbietet: Ein St. Petersburger Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen, bei dem unter anderem eine Schule und die Kirchen im Interkonfessionellen christlichen Diakonischen Rat zusammenarbeiten, kauft günstig auf dem Großmarkt in St. Petersburg Lebensmittel, packt sie zu Paketen und liefert sie aus. Der deutsche Spender überweist dafür 50 Mark für das Paket selbst und 10 Mark für die Arbeit der Jugendlichen unter Anleitung und Aufsicht durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter.Der Spender kann das Paket entweder an eine bestimmte Adresse liefern lassen oder frei verteilen lassen bzw. sich eine Adresse von Bedürftigen geben lassen. Der Spender oder die Spenderin hilft doppelt, wie Osteuropareferent Peter Mausolf sagt: Junge Menschen werden von der Straße geholt und finden Arbeit, Familien und Alte bekommen zu essen. Nicht zuletzt sind die vor Ort gekauften Lebensmittel deutlich billiger als bei uns, und es gibt weder Transportkosten noch Ärger beim Zoll. So wird die Hilfskette in Bewegung gesetzt: Die Pakete A für Familien mit Kindern oder B für ältere Menschen enthalten in leicht unterschiedlicher Zusammensetzung Nudeln, Öl, Haferflocken, Dosenfleisch, Vitamine, Kakaogetränk, Kaffee, Waschmittel und anderes. Pro Paket werden 60 Mark überwiesen auf das HASPA-Konto 1268/125 083. Für frei zu verteilende Pakete nur das Stichwort St. Petersburg-Paket A/B sowie die eigene Adresse unter dem Verwendungszweck angeben, für Pakete an bestimmte Adressen Stichwort Paket A oder Paket B angeben und die von der Bank abgestempelte Quittung zusammen mit der Empfängeradresse und dem Absender an das Diakonische Werk Hamburg, Osteuropareferat, Königstraße 54, 22767 Hamburg schicken oder faxen an 30620-340. Warnung vor 'Drückern'Das Diakonische Werk Hamburg warnt vor ,Drückern', die unter Berufung auf Landespastor Dr. Stephan Reimers an der Haustür Zeitschriftenabos oder ähnliche Dinge verkaufen wollen. In Wedel und Bergedorf beriefen sich ,Drücker', die sich als obdachlos ausgaben, auf Landespastor Dr. Stephan Reimers und die Projekte, die das Diakonische Werk gegen Armut und Obdachlosigkeit initiiert hat wie Hinz & Kunzt. Sie gaben an, im Auftrag oder auf Empfehlung von Reimers zu handeln. Das Diakonische Werk Hamburg stellt klar: Dies ist gelogen. Diese Haustürgeschäfte finden weder im Auftrag der Diakonie statt, noch wurde jemand dazu ermuntert. Betroffene Bürger werden gebeten, das Diakonische Werk Hamburg über diese Aktivitäten zu informieren (Telefon 306 20 362). Hier können sie auch Rat erhalten. Außerdem ist es sinnvoll, bei einem solchen Betrugsversuch die Polizei zu rufen. Landespastor Stephan Reimers überlegt, selbst Strafanzeige zu erstatten. Denn dies ist kein Bagatelldelikt. Zudem wird das soziale Gewissen der Bürger von diesen ,Drückern' ausgenutzt, um damit Geschäfte zu machen. Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)Zum 01.02.1999 sind beim Diakonischen Werk Hamburg noch Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr in der Behindertenhilfe und Altenpflege zu besetzen. Das Freiwillige Soziale Jahr ist ein soziales Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen im Alter zwischen 17 - 26 Jahren. Es wird ein Taschengeld und Zuschuß zur Verpflegung und zur Unterkunft gezahlt. Interessierte können sich unter folgenden Telefonnummern melden: 306 20-285/-286 Zum DekubitusproblemErfreuliche Forderungen aus der Politik stehen im Widerspruch zu Brief der SozialsenatorinDas Diakonische Werk Hamburg begrüßt die heute über die Medien verbreitete Auffassung der Sozialbehörde, daß Pflegeeinrichtungen mehr Fachkräfte einstellen müßten. Für unterstützenswert halten wir auch die Aussagen aus der Politik, die wie Uwe Grund (SPD) eine bessere Qualitätssicherung fordern oder wie Dr. Dorothee Freudenberg (GAL) fordern, für eine bessere Personalausstattung zu sorgen. Diese öffentlichen Aussagen stehen aber in einem Widerspruch zu einem Brief, den Sozialsenatorin Karin Roth am 29. 6. 98 an die Hamburgische Pflegegesellschaft geschrieben hat. Darin heißt es: ... Gleichzeitig muß ich Ihnen aber zu meinem Bedauern mitteilen, daß die Situation des Hamburgers Haushalts und insbesondere der Sozialausgaben die Realisierung von weiteren 'Nachholbedarfen' in der stationären Pflege im Jahr 1999 nicht ermöglichen. ... Sollte der Sozialhilfeträger die Steigerung von 1,5 % in den Verhandlungen nicht durchsetzen können, wäre er gezwungen, dies durch Pflegesatzabsenkungen in anderen Bereichen zu kompensieren. Hilfe für die Pflege in Heimen In der stationären Pflege in Heimen fordern wir: - eine Erhöhung der Pflegesätze um insgesamt 4,5 %. Damit würde der Pflegepersonalschlüssel verbessert und für Altersverwirrte eine tagesstrukturierende Betreuung finanziert. Zusätzlich zur allgemeinen Preissteigerung ergibt dies eine Erhöhung um 6,5 %. Hilfe für die Pflege zu Hause Für die ambulante Pflege hatte das Diakonische Werk Hamburg Krankenkassen, Pflegekassen und Sozialhilfeträger in den letzten Monaten immer wieder aufgefordert, leistungsgerechte Entgelte auf der Basis von Kalkulationen mit entsprechenden Personalschlüsseln zu vereinbaren. Wir fordern leistungsgerechte Entgelte Leider hatten die Verhandlungen in beiden Bereichen bisher keinen Erfolg. Sie sind ins Stocken geraten bzw. gescheitert. Das Diakonische Werk Hamburg fordert die öffentlichen Kostenträger nun endlich zur Vereinbarung leistungsgerechter Entgelte auf, damit die Versorgung von pflegebedürftigen und kranken Menschen auf eine solide finanzielle Basis gestellt wird. Pauschalvorwürfe gegen stationäre Pflege aufklären Diakonie-Vorstandsmitglied Hartmut Sauer kritisiert den Eindruck, als seien die durch die Studie bekanntgewordenen Dekubitusfälle vor allem in Pflegeheimen entstanden: Gerade in den Heimen werden die schwersten Pflegefälle betreut. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Pauschalvorwürfe gegen stationäre Pflege. Zu den Hamburger Dekubitusstudien über das Wundliegen pflegebedürftiger MenschenKlar ist: Dekubitus geht auf Pflegefehler zurück und darf bei fachgerechter Pflege nicht vorkommen. Denn die Dekubitusprophylaxe, die Vorbeugung gegen das Wundliegen, ist seit je her Gegenstand von Aus- und Fortbildung in diesem Bereich. Und in den Heimen der Diakonie sind im Schnitt 59 % der Pflegekräfte fachlich qualifiziert und examiniert. Im ambulanten Bereich sind es über 40 %. Vom Diakonischen Werk aus wurden Sofortmaßnahmen zusätzlicher Qualifizierung und Qualitätssicherungsmaßnahmen organisiert, um die Situation der Pflegebedürftigen zu verbessern. Seit längerem befinden sich die Einrichtungen der Diakonie in einem Prozeß zur Qualitätssicherung, an dessen Ziel die Zertifizierung mit einem Diakonie-Siegel steht. Auch hier spielt neben vielen anderen Themen die Dekubitusprophylaxe eine wichtige Rolle. Im November '98 haben die in der Hamburgischen Pflegegesellschaft zusammengeschlossenen Verbände eine Untersuchung eingeleitet, um selbst bei allen Bewohnern bzw. bei allen ambulant Gepflegten den Dekubitusbefund zu erheben. Denn in den beiden Studien des Krematoriums Öjendorf wurden 1997 und 1998 insgesamt 2542 Verstorbene untersucht. Für die größere Studie mit 1542 Personen liegt uns eine Angabe zum Sterbeort vor: Nur 20,1 % waren in einem Pflegeheim verstorben, der Rest zu Hause oder im Krankenhaus. Im Hintergrund stehen folgende problematische Rahmenbedingungen in den Heimen: 1. der Personalmangel: Gerade sind Strukturverhandlungen zur Erhöhung der Pflegesätze mit den Pflegekassen und der Sozialbehörde gescheitert. Darin hatte die Diakonie rund 4,5 % mehr Pflegepersonal eingefordert, dies wurde abgelehnt. Der durchschnittliche Pflegesatz der Pflegestufe 2 würde sich um rund 180 Mark monatlich erhöhen. Knapp die Hälfte des Geldes wäre für tagesstrukturierende Maßnahmen für Altersverwirrte vorgesehen. Diese Maßnahmen würden wiederum die Regelpflege erleichtern. Die Sozialbehörde hat in dem dafür vorgesehenen Etat nur eine Steigerung von 1,5 % eingeplant, dies deckt noch nicht einmal die Lohn- und Preissteigerung. Auch die Pflegekassen sind auf diesen Kurs eingeschwenkt, so daß die Verhandlungen derzeit abgebrochen sind. 2. die Verweigerung von Hilfsmitteln: Es gibt mehrere Fälle, in denen ein Arzt eine spezielle Dekubitusmatratze (Wechseldruckmatratze) verschrieben hatte, die von den Kassen nicht genehmigt wurde. Dagegen wurde Widerspruch eingelegt. Die Kassen stellen sich auf den Standpunkt, daß die Heime solche Hilfsmittel alle aus den Pflegeversicherungsmitteln - maximal 2.800 Mark monatlich - bezahlen sollten. Wir fordern: - eine Verbesserung des Pflegepersonalschlüssels - eine besondere Dementenbetreuung in allen Heimen - eine langfristige Absicherung der Fachkraftquote in Höhe von mindestens 50 % nach der Heimmindestpersonalverordnung. 40. Aktion von BROT FÜR DIE WELT wird eröffnetAm Sonnabend (28. 11.) um 19 Uhr wird die 40. Aktion BROT FÜR DIE WELT für ganz Hamburg mit einem Gottesdienst in der Harburger St. Johanniskirche (Bremer Straße 9) eröffnet. Landespastor Dr. Stephan Reimers predigt über Kinder haben Rechte - Gebt Kindern eine Chance! Der Gospelchor der Bugenhagengemeinde singt. Schon zwei Jahre lang steht die Hilfe für Straßenkinder in Nicaragua im Mittelpunkt. Nach der Flutkatastrophe ist sie um so dringlicher. In dem Armenviertel von Managua, in dem BROT FÜR DIE WELT eine Schule unterstützt, sind viele Menschen obdachlos geworden, weil ihre Hütten dem sintflutartigen Regen nicht standhielten. BROT FÜR DIE WELT-Referentin Susanne Hesemann hofft, daß die Spenden noch zunehmen werden. Bei der letzten Aktion wurden in Hamburg zwei Millionen Mark gespendet. Weitere Benefizaktionen für BROT FÜR DIE WELT: Am gleichen Sonnabend vormittag verteilt eine Jugendgruppe der Rotarier in der Harburger City 200 selbstgebackene Herzen für die Kinder dieser Welt und sammelt für BROT FÜR DIE WELT. Prominente Unterstützung kommt von Bezirksamtsleiter Bernhard Hellriegel. Am Sonnabend um 17 Uhr lädt der Posaunenchor Harburg in die Dreifaltigkeitskirche (Neue Straße 44) zu einem Konzert mit Werken von Händel und Haydn zugunsten von BROT FÜR DIE WELT ein. Unter dem Motto von Erich Kästner "Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch!" lesen und musizieren Wilhelm Wieben und Studenten der Hochschule für Musik und Theater zugunsten von BROT FÜR DIE WELT. Termin ist Dienstag, 15. Dezember 1998, um 19 Uhr im Helmsmuseum in Harburg, Harburgs Museumsplatz 1. Weitere Informationen zu BROT FÜR DIE WELT unter: Diakonie beschließt FührungsstrukturreformElf neue Verbandsmitglieder in 1998Auf ihrer Mitgliederversammlung haben die Hamburger diakonischen Einrichtungen am Montag nachmittag Entscheidungen für die Zukunft getroffen: Sie beschlossen ein umfangreiches Paket von Satzungs- änderungen, das in einem mehrjährigen Prozeß die Führungsebene des Diakonischen Werks Hamburg 'verschlanken' wird. Ein hauptamtlicher Vorstand wird eingesetzt werden, der derzeitige ehrenamtliche Vorstand wird dann zum Aufsichtsrat. Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Heidenreich konnte elf neue Mitglieder im Verband begrüßen, die seit der letzten Mitgliederversammlung eingetreten waren, unter anderen die Bergedorfer Tafel, ein 'Kind' der Hamburger Tafel. Mit besonderem Applaus begrüßte die Mitgliederver-sammlung Vertreter des Altenheims Hospital zum Heiligen Geist, das nach rund zwanzigjähriger Mitgliedschaft in einem anderen Wohlfahrts-verband zum 1. Januar 1999 seine ursprüngliche Zugehörigkeit zur Diakonie auch formal wieder aufnehmen will. Zur Diakonie gehören etwa 400 Mitglieder mit rund 600 Einrichtungen. Landespastor Dr. Stephan Reimers sagte in seiner Grundsatzrede am Beispiel des im Mai vorgelegten Suchtberichts, daß die Einrichtungen sich seit jeher um ein Höchstmaß an Transparenz sowohl gegenüber staatlichen Stellen als auch gegenüber der Öffentlichkeit bemüht hätten. Weiter berichtete er über die Qualitätsgemeinschaft Diakonie, der sich mittler-weilen 75 Pflegedienste, Heime und Tagespflegestätten angeschlossen haben. Auf der Landespfarrerkonferenz aller diakonischen Werke sei kürzlich die Hamburger Initiative allseits begrüßt worden. Sie würde als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines bundeseinheitlichen 'Diakonie-Siegels-Qualität in der Pflege' verstanden. Den Text der Rede von Landespastor Dr. Reimers steht Ihnen als Word 97-Datei zur Verfügung. Falls Sie eine andere Textverarbeitung benutzen, können Sie von Microsoft das Betrachtungsprogramm WordView kostenlos herunterladen. Brot für die Welt: Hilferuf aus Nicaragua"Brot für die Welt" im Diakonischen Werk Hamburg bekam einen Hilferuf von dem Psychologen Dr. Michael Förch, der als Entwicklungshelfer in Nicaragua arbeitet. Er schreibt: "Die große Unwetterkatastrophe hat - wie wohl meistens bei solchen Ereignissen - die Ärmsten der Armen getroffen, die Bauern und Landarbeiter in armen und abgelegenen Landstrichen, die ohne Zugang zu Informationssystemen und raschen Fluchtwegen sind. Die Katastrophe ist noch nicht zu Ende, vielleicht steht sie erst an ihrem Anfang: Denn viele Überlebende sind abgeschnitten von Transportwegen und damit von Nahrungsmitteln und ärztlicher Versorgung. Noch immer steigt der Pegel des Sees in Managua." Er kritisiert: "Die Ursache für diese Katastrophe liegt auch bei der Regierung. Durch ihre Sparmaßnahmen, die mangelnde Prävention zur Folge hat, die gnadenlose Naturausbeutung und die Waldabholzung." Dringend benötigt würden Nahrungsmittel, Kleidung, Medikamente und Geldspenden. "Brot für die Welt" Hamburg unterstützt seit 1996 unter dem Motto "Kinder haben Rechte" die Projektarbeit in Nicaragua. In der Hauptstadt Managua wird eine Schule für Straßenkinder unterstützt. In diesem Frühjahr waren Mitarbeiter von "Brot für die Welt" vor Ort und sprachen mit Kinder und Jugendliche, die die Schule im Armenviertel besuchen. Die Unwetterkatastrophe wurde ausgelöst durch die sintflutartigen Regenfälle des Hurrikans "Mitch". Gewaltige Erdrutsche begruben vier Dörfer. Die Orte liegen keine 100 Kilometer von der nordwestlich liegenden Hauptstadt Managua entfernt und wurden von der "Brot für die Welt"-Delegation ebenfalls besucht. Vermutlich starben mehr als 1500 Menschen, und über 1800 werden noch vermißt. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen. An vielen Flüssen, die über Jahre nur noch zu kleinen Rinnsalen geworden waren, siedelten sich die Menschen an, für sie kam die Katastrophe ohne Vorwarnung. In der Landwirtschaft entstanden schwerste Schäden, weil die gesamte Ernte vernichtet wurde. Fast 100 Brücken und 650 Kilometer Straßen wurden zerstört, Telefonleitungen abgerissen, so daß viele Ortschaften und Regionen von der Umwelt abgeschlossen sind. Menschen sind ohne Nahrung und Trinkwasser. Kirchenvertreter und Mitarbeiter der Partnerorganisationen senden Hilferufe. Spendenkonto: Katastrophenhilfekonto des Diakonischen Werkes Hamburg Kontonummer: 68500, Bankleitzahl: 210 602 37 Ev.Darlehnsgenossenschaft (EDG) Kiel, Stichwort Nicaragua Sie können Michael Förch in Managua telefonisch erreichen unter Nr. 00505/2897361. Weitere Informationen zu 'Brot für die Welt' bei Susanne Hesemann, Tel. 040/306 20 232. Altersverwirrte Menschen im Theodor-Fliedner-Haus bald ohne angemessene Betreuung?Im Streit zwischen Sozialbehörde und Pflegekassen bleiben die Betroffenen auf der StreckeMichael Scheer, Heimleiter im Theodor-Fliedner-Haus in Trägerschaft des Kirchenkreises Alt-Hamburg, freut sich auf den Umzug des Heims Ende des Monats aus dem Übergangsquartier in Altona in den Neubau in Bramfeld. Zur Zeit hat er 111 belegte Plätze, in dem neuen Haus werden 122 Plätze zur Verfügung stehen, so daß von den rund dreißig Interessierten auf der Warteliste einige zum 1. Dezember neu einziehen können. Unerfreulich ist, daß er ihnen noch nicht den genauen Preis für den Heimplatz sagen kann, weil die besondere Betreuung Altersverwirrter, die Dementenbetreuung, noch strittig ist. In dem neuen mit der Sozialbehörde ausgehandelten Pflegesatz sind die drei Personalstellen nicht enthalten. Es geht um einen Betrag von 5,40 Mark pro Tag und Bewohner, im Jahresbudget 234.000 Mark. Michael Scheer weiß also nicht, ob die bisher jeweils 32 hochbetagten Altersverwirrten noch weiter betreut werden können. Zwar ist im Haushalt der Sozialbehörde eigentlich seit einem Jahr Geld für 750 Dementenbetreuungsplätze eingestellt. Aber die Sozialbehörde versucht von den Pflegekassen zu erreichen, daß sie diese Betreuung anerkennen. Die Pflegekassen würden zwar nach der derzeitigen Gesetzeslage keine Kosten übernehmen, aber diese Anerkennung wäre vielleicht ein Schritt auf dem Weg zu einer künftigen Leistungsausweitung. Denn es wird seit Bestehen der Pflegeversicherung kritisiert, daß die psychosoziale Betreuung nicht vorkommt. Laut der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung soll jetzt geprüft werden, wie die Betreuung Demenzkranker bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit ... berücksichtigt werden könne. Heimleiter Scheer fühlt sich bei diesem Streit zwischen Baum und Borke. Die Leute, die Bewohner neu anmelden, erklären mich für verrückt, sagt er und sorgt sich gleichzeitig um die aktuell betreute Gruppe. Er wäre schon beruhigt, wenn die Sozialbehörde wenigstens die bisherige Übergangslösung fortschreiben würde. Mehr tun als alle paar Tage bei der Behörde anzurufen kann er nicht. Nähere Informationen bei Heimleiter Michael Scheer, Telefon 8890280 Stellungnahme zu dem Fall von Rajaa N. / Bericht im Hamburger Abendblatt vom 22. Oktober '98Wie konnte es dazu kommen, daß Rajaa N. auf der Straße saß und nicht weiter wußte? Warum hat sie sich nicht um Hilfe an den Verein für Internationale Jugendarbeit gewandt? Entweder irgendwann in den sieben Monaten ihres Aufenthalts bei der Gastfamilie oder spätestens, als sie die Familie verlassen hatte? Denn bis auf vier Tage in dieser Woche, als zu allem Unglück auch noch der Anrufbeantworter nicht richtig funktionierte, ist dort immer jemand erreichbar. Es gibt auch monatliche Treffen für die Au-Pair-Mädchen und -Jungen, bei denen sie Kontakte schließen, sich austauschen und über Probleme reden können. Zusätzlich gibt es ehrenamtliche Stadtteilbetreuerinnen, die gleichfalls angesprochen werden können. Als Rajaa N. die Gastfamilie verließ, wäre am nächsten Morgen oder in den nächsten Tagen jemand erreichbar gewesen. Die Gastfamilien sind verpflichtet, ihrem Gast bei freier Kost und Logis 400 Mark Taschengeld zu zahlen und eine Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie eine HVV Monatskarte zu finanzieren. Als Gegenleistung helfen die Au-Pair-Mädchen und -Jungen 30 Stunden wöchentlich im Haushalt und bei der Kinderbetreuung mit. Rajaa N. hätte also allen Grund zur Beschwerde gehabt, wenn sie täglich elf Stunden arbeiten mußte. Bei Problemen zwischen Au-pair und Gastfamilie sind die Familien verpflichtet, ihre jungen Gäste für kurze Zeit noch weiter zu beherbergen, bis der Verein eine andere Gastfamilie gefunden hat. Die Gastmutter versicherte allerdings glaubwürdig, daß sie sich nicht falsch verhalten hat. Durch eine neue Gastfamilie wird sich das Problem hoffentlich lösen. Stichwort Au pair Früher konnten auch Privatpersonen Personen als Au-pair einladen. Seit 1994 verlangt die Bundesanstalt für Arbeit die Vermittlung einer Organisation. Deshalb verweist die Ausländerbehörde Familien, die jemanden als Au pair einladen möchten, z. B. an den 'Verein für Internationale Jugendarbeit'. Gleichzeitig wurde geändert, daß nicht mehr die Einladenden eine 'Schuldbeitrittserklärung' ausfüllen, daß sie für Verpflichtungen haften, sondern daß sie sich der Organisation gegenüber verpflichten, die Au-pair-Bedingungen anzuerkennen. Dadurch hat diese Form der Vermittlung auf Wunsch einer einladenden Familie stark zugenommen. Der Passus in der Bundes-Arbeitsaufenthalteverordnung lautet so: Eine Aufenthaltsbewilligung kann erteilt und bis zu einer Gesamtgeltungsdauer von längstens einem Jahr verlängert werden ... 4. Ausländern unter 25 Jahren für eine Au-pair-Beschäftigung in Familien, in denen Deutsch als Muttersprache gesprochen wird. Das Verfahren geht so: - die Gastfamilie füllt einen Familienbogen aus und unterschreibt gegenüber dem Verein die Verpflichtung, sich an die Bedingungen zu halten - eine Kopie der Einladung der Familie und das schon genannte Schreiben des Vereins über die Vermittlung geht an die Ausländerbehörde - eine Kopie dieses Schreibens an die Behörde geht an die Gastfamilie, die es zusammen mit ihrer Einladung an das künftige Au-pair-Mädchen schickt, so daß es ein Visum bekommen kann. Der Visumseintrag im Paß des Mädchens lautet dann Au-pair bei Familie xxx. Bei einem Weggang aus der Familie gilt das Visum noch für 14 Tage, danach muß eine neue Familie eingetragen sein, oder das Mädchen muß ausreisen. Aber solange der Verein eine neue Familie sucht, duldet die Ausländerbehörde erfahrungsgemäß den Aufenthalt. Das Au-pair-Verhältnis ist also durch die Verpflichtungserklärung abgesichert. Die konfessionellen Vermittlungsstellen beraten und helfen bei Konflikten. Aber sie müssen informiert werden. Und außer in den vier Tagen dieser Woche ist immer jemand zu erreichen gewesen. Solche Konflikte entwickeln sich ja nicht über Nacht. Wenn der Verein für Internationale Jugendarbeit von sich aus regelmäßige Prüfbesuche machen sollte (wie etwa die Pflegevisite durch einen Pflegedienst, wenn jemand Geld aus der Pflegeversicherung für die häusliche Krankenpflege bekommt), wäre das eine enorme zusätzliche Belastung für den komplett ehrenamtlich arbeitenden Verein. Es werden ja keine Betreuungs-, sondern Gastverhältnisse zwischen Erwachsenen vermittelt. Und ursprünglich war es eine Vermittlung zwischen Ländern des westlichen Kulturkreises, wo es weniger Verständigungsprobleme gab. Wohnungsvermittlung an Obdachlose war 1997 so erfolgreich wie noch nieSoziale Beratungsstellen legen Jahresbericht vor549 Hilfesuchende fanden 1997 mit Hilfe der sieben sozialen Beratungsstellen für Wohnungslose in Hamburg wieder eine eigene Wohnung. Das waren rund 150 mehr als in den Jahren davor. Grund für diesen Erfolg war neben den intensiven sozialarbeiterischen Bemühungen, die auch Hilfe bei Schulden oder Krankheit umfassen, die in dieser Zeit geltenden Mietobergrenzen und der in Teilbereichen entspannte Wohnungsmarkt. So konnte immerhin knapp einem Viertel der fast 2.000 Wohnungslosen, die 1997 kürzer oder länger von den Beratungsstellen betreut wurde, geholfen werden. Darunter waren rund 300 Frauen und 1.650 Männer. Knapp 1000 waren im engeren Sinne obdachlos, die anderen notdürftig untergebracht. Mehr als 650 Personen hatten die Wohnung durch Kündigung oder Räumung verloren. Mehr als 400 waren schon länger als drei Jahre obdachlos. Die sieben Beratungsstellen und zwei Außenstellen arbeiten seit rund zehn Jahren in ganz Hamburg mit Menschen, die wohnungslos sind oder in Gefahr stehen, ihre Wohnung zu verlieren. Fünf gehören zur Diakonie, zwei zum Paritätischen Wohlfahrtsverband. Zu befürchten ist, daß bei neuen Absenkungen der Mietobergrenze der Vermittlungserfolg wieder niedriger wird, weil es kaum entsprechend billige Wohnungen gibt. Für Einpersonenhaushalte zahlte das Sozialamt bis zu 805 Mark, jetzt gilt ein Richtwert von 621 Mark (inklusive Nebenkosten ohne Heizkosten). Laut Hamburger Mietenspiegel sind alle nach 1960 gebauten Wohnungen schon teurer. Und je länger jemand obdachlos ist, um so größer werden die Folgeprobleme. Ihre Ansprechpartner:
Tag der offenen Tür in der Tagesaufenthaltsstätte für wohnungslose Menschen in der Bundesstraße 101Die Tagesaufenthaltsstätte für wohnunglose Menschen in der Bundesstraße 101, Hamburg-Eimsbüttel, veranstaltet im Rahmen des 30jährigen Jubiläums einen Tag der offenen Tür am Sonnabend, 7. November 1998 von 13 bis 17 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das Haus mit seinem Serviceangebot kennenzulernen und mehr über die Lebensbedingungen wohnungsloser Menschen in Hamburg zu erfahren. Mehrere Hausführungen werden angeboten, ein komplett ausgestatteter Wohncontainer kann besichtigt werden - eine Notunterkunft, die Obdachlosen nur in den Wintermonaten zur Verfügung steht. Für Kinder wird eine Malecke eingerichtet, Kuchen, Würstchen und Getränke gibt es in der Cafeteria. Die Tagesaufenthaltsstätte ist täglich von sonntags bis freitags für die Besucher geöffnet. Ein reichhaltiges Frühstück und ein ausgewogener Mittagstisch werden gegen ein geringes Entgelt angeboten, die angenehm gestalteten Räume laden zu einem längeren Aufenthalt ein. Die Besucher/innen können duschen, ihre Wäsche waschen, eine Postadresse einrichten lassen und vieles mehr. Ein qualifiziertes Team aus Sozialpädagoginn/en steht jederzeit für Beratungsgespräche zur Verfügung: allgemeine Lebenshilfe, Beratung über Sozialleistungen oder Schuldenregulierung, Hilfe bei der Suche nach einer eigenen Wohnung und viele weitere Themen werden dabei besprochen. Zweimal wöchentlich wird eine kostenlose ärztliche Sprechstunde angeboten. Weitere Auskünfte
bei: Kunst-AusstellungenAKTION BRÜCKENSCHLAG: Werke von Dana Moriariu-Peinert, Maria Weigel und Udo Dietrich 1. bis 30. Oktober montags bis donnerstags 8-19 Uhr und freitags bis 17 Uhr, Diakonisches Werk Hamburg, Königstr. 54. Finissage 29. Oktober 18-19 Uhr AKTION BRÜCKENSCHLAG ist eine Initiative des Diakonischen Werks Hamburg, die es sich seit zehn Jahren zur Aufgabe gemacht hat, Kontakte zwischen Flüchtlingen und in Hamburg Beheimateten zu knüpfen. Von Anfang an hat Maria Weigel bei der Aktion Brückenschlag Flüchtlinge ehrenamtlich begleitet, Übersetzungen für sie gemacht und sie unterstützt. Eigentlich stammt sie aus Portugal, aber sie lebt seit über 20 Jahren in Hamburg und hat vor wenigen Jahren eine eigene Malschule gegründet. Dana Moriariu-Peinert floh vor acht Jahren mit ihrem Sohn aus Rumänien. Inzwischen ist sie mit einem Hamburger verheiratet, durch den sie auch zur Aktion Brückenschlag kam. In dieser Ausstellung zeigt sie ihre künstlerische Entwicklung. Waren es früher eher Relief-Bilder, hat sie sich in letzter Zeit der figurativen Malerei und dabei besonders der Aktmalerei zugewandt. Sie verwendet dabei hauptsächlich die Farben grün und blau.
"Es ist genug für alle da"Am 27. 10., 14-18 Uhr findet in der Reihe Es ist genug für alle da im Diakonischen Werk Hamburg ein Forum Regionale Arbeitsmarktpolitik in Altona statt. Dazu sind eingeladen: Uwe Hornauer (Bezirksamt Altona), Bernd Schröder (Arbeitsamt Altona), Dr. Bartke (Sozialbehörde), Altonaer Gewerbetreibende, Personalverantwortliche aus Industrie- und Dienstleistungsbetrieben, der Kreishandwerksmeister Eberhard Rauber, VertreterInnen der Koordination Altonaer Beschäftigungsträger, des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt und des Diakonischen Werkes Hamburg. Eintritt 8 Mark inkl. Kaffee und Kuchen.
Pressemitteilung zum Abschluß der Lohnrunde am 16. September 1998Nachdem unsere diesjährigen Verhandlungen zur Lohnrunde von den Gewerkschaften über mehrere Monate verzögert worden sind, konnte heute in sachlicher und guter Atmosphäre ein sehr befriedigendes Ergebnis erzielt werden. Trotz gegenteiliger Vorwürfe hatte der Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger Nordelbien (VKDA-NEK) zu keiner Zeit die Absicht, sich grundsätzlich vom System des Öffentlichen Dienstes abzukoppeln. Da die Tarifpartner sich nunmehr zu einer weitgehenden Kompensation bereit erklärt haben, konnte nahezu das ganze Ergebnis der Lohnrunde 1998 aus dem Öffentlichen Dienst übernommen werden. Die für die kirchlichen und diakonischen Anstellungsträger notwendige Kompensation dieser Tariferhöhung ist im Bereich der Entgeltfortzahlung geregelt worden. Der Kirchliche Angestelltentarifvertrag wird in Zukunft für alle Beschäftigten die Entgeltfortzahlung auf sechs Wochen festschreiben. Nach diesem Zeitraum sichert ein Zuschuß zum Krankengeld bis zu 26 Wochen lang das vorher erzielte Nettoeinkommen fast gänzlich ab. Die Vorsitzende des VKDA-NEK, Petra Thobaben, zur Zeit im Baltikum und über das Ergebnis telefonisch informiert: Ich bin froh, daß das Ringen in dieser Lohnrunde zu einem gütlichen Abschluß gebracht werden konnte, der aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwar nicht optimal ist, mit dem man aber leben kann, und zwar auf beiden Seiten. Die wesentlichen Änderungen im einzelnen: 1. Die Vergütung wird zum 1. März 1998 um 1,5 Prozent linear angehoben. Die Laufzeit der Vergütungstarifverträge beträgt elf Monate. 2. Die Sonderzuwendung (Weihnachtsgeld) bleibt weiter eingefroren. 3. Ab 1. 1. 1999 wird der weitere Finanzierungsbedarf der Zusatzversorgung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern je zur Hälfte getragen. 4. Zum Zwecke der Beschäftigungsförderung wird ein Tarifvertrag zur Altersteilzeit nach dem Vorbild des Öffentlichen Dienstes abgeschlossen. 5. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall wird für alle Beschäftigten auf sechs Wochen beschränkt. gez. Kunst (Geschäftsführer und Vorsitzender der Tarifkommission des VKDA-NEK)
Neue Einwanderungschance für die USAEv. Auslandsberatung informiert Wer in die USA auswandern möchte, hat jetzt eine neue, wenn auch kleine Chance! Vom 1. bis zum 31. 10. läuft eine "Green Card Lottery", deren Gewinner im Jahr 2000 ausreisen können. Auch ausländische Flüchtlinge aus den meisten Ländern, die sich zur Zeit in Deutschland aufhalten, können sich beteiligen. Kostenlose Bewerbungsbögen und Infos für die Teilnahme an der Lotterie gibt es gegen Einsendung eines mit 3 DM frankierten DIN A 5-Umschlages bei der Evangelischen Auslandsberatung, Rautenbergstr. 11, 20099 Hamburg, Tel. 040/24 48 36, Fax 040/24 48 09. Die Geschäftsführerin der Auslandsberatung, Helga Kunkel-Müller, teilte dazu mit: "Wir warnen vor doppelter Antragstellung und zu großer Erwartungshaltung, da von den 50.000 Visa weltweit nur eine kleine Quote an Deutsche vergeben wird und viele weitere Voraussetzungen für die Einwanderung in die USA notwendig sind.
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